![]() Allgemeine Segelnachrichten + Regatta
(24.11.11) Am 23.11. nahm der maltesische Containerfrachter "Zim Monaco", unterwegs von Rio de Janeiro nach Singapur, Kurs auf die entmastete Rennyacht "Mar Mostro" des Puma-Teams im Südatlantik. Der Karbonmast war unerwartet zerbrochen, als diese mit 21 Knoten im Rahmen des Volvo Ocean Race unterwegs war. Da sich die Yacht 700 Meilen vom nächsten Land entfernt war, reichte der mitgeführte Treibstoff nicht aus, dieses zu erreichen, sodass um Hilfe gebeten wurde. Kanister mit Öl wurden von dem 257 Meter langen Containerriesen auf das Deck der Yacht abgefiert, sodass diese nun Tristan da Cunha erreichen kann. Von hier soll ein anderes Handelsschiff die havarierte Yacht huckepack nach Kapstadt bringen. Quelle: Tim Schwabedissen
(22.11.11) Zweieinhalb Wochen nach dem Start zum Volvo Ocean Race in Alicante ist nach drei Vierteln der ersten Etappe nur noch die Hälfte der Teilnehmer im Rennen. Nach den Ausfällen der "Sanya" und "Abu Dhabi Racing", die nun per Frachter in den ersten Zielhafen Kapstadt gebracht werden, brach am 21.11. der Mast der amerikanischen "Mar Mostro". Er kam um 16 Uhr im Südatlantik, etwa 2150 Seemeilen von Kapstadt entfernt, herunter. Die elfköpfige Crew um Skipper Ken Read, darunter der einzige deutsche Teilnehmer Michael Müller aus Kiel, blieb unverletzt. Der Mast brach bei 22 Knoten Wind und drei Meter hohen Wellen in drei Teile. Die brasilianische Küstenwache wurde alarmiert und war einsatzbereit, sollte die Mannschaft Hilfe benötigen. Das noch im Rennen verbliebene Trio wird von der spanischen "Telefónica" vor Team New Zealand auf der "Camper" und der französischen "Groupama" angeführt. Die Yachten werden am kommenden Wochenende in Kapstadt erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen
(07.11.11) Nur wenige Stunden nach dem Start des Volvo Ocean Race verlor die Yacht "Abu Dhabi Ocean Racing" im Mittelmeer ihren Mast und trieb hilflos in 3,5 Meter hohen Wellen. Das Unglück ereignete sich rund 30 Meilen südlich von Cartagena bei etwa 30 Knoten. Die Crew machte sich an die Bergung des Riggs. Es musste losgeschnitten werden, um sowohl das Großsegel wie auch das J4 Vorsegel bergen zu können. Ein Mann ging dazu ins Wasser, um das Kopfbrett und den obersten Mastrutscher wegzuschneiden. Die Regattazentrale blieb mit dem Boot in ständigem Kontakt, und die Küstenwache in Cartagena war einsatzbereit, während an Land bereits Vorbereitungen liefen, um das Rigg zu tauschen und das Boot so schnell wie möglich wieder ins Rennen zu schicken, nachdem es mit Motorkraft wieder zurück im Hafen von Alicante war. Die verbliebenen fünf Boote segelten weiter mit Südwestkurs die spanische Küste entlang. Am 6.11. um kurz nach 8:30 Uhr kam über Funk die nächste Notmeldung, diesmal von der chinesischen Yacht "Team Sanya": Das Boot hatte bei nunmehr 43 Knoten Wind einen schweren Rumpfschaden erlitten und musste ebenfalls den nächstgelegenen Hafen anlaufen. Kurz nachdem ein Krachen zu hören gewesen war, wurde im Bugbereich Wassereinbruch festgestellt. Nachdem die "Team Sanya" im Hafen war, wurde das ganze Ausmaß des Schadens offenbar: Auf einer Länge von mehr als zwei Metern fehlte das Laminat der Außenhaut im Bereich des Knickspants, sodass Tageslicht ins Schiffsinnere fiel. Hätte die Tür im wasserdichten Hauptschott dem Druck nicht standgehalten, wäre das Boot wohl gesunken. Als Ursache wirde ein zunächst wohl kleiner Schaden durch eine unbemerkte Kollision mit einem Stück Treibgut angenommen, der durch das Schlagen des Rumpfes in der rauhen See größer wurde. Ob das Boot bis zum In-Port Race in Kapstadt wieder renntauglich sein kann, wird sich erst in den nächsten Tage herausstellen. Quelle: Tim Schwabedissen
(12.09.11) Die diesjährige TOPCAT K1 International World Championship fand vom 27.8.- 2.9. in Ebensee am Traunsee im Segelleistungszentrum für Oberösterreich statt. 96 Crews aus 9 Nationen trugen in den drei TOPCAT Klassen K1/K2/K3 spannende Wettkämpfe um den Weltmeistertitel aus. Nach packenden Zweikämpfen ging der Titel an die amtierenden Europameister aus Italien Guido Pasolini / Gianluca Casadei ITA 4001, punktgleich vor dem österreichischen Team Tom Zajak / Mercedes Zinn-Zinnenburg AUT 3964, gefolgt auf Platz drei von der schweizer Crew Normann Strack / Ralf Hartmann SUI 3648. Die besten deutschen Segler Rainer Klaus / Nina Klaus GER 4122 erreichten Platz fünf. Parallel dazu fanden die Internationalen Championships der Klassen K2 und K3 statt. Der austragende Segelclub SCE hat sich in den vergangenen Jahren einen herausragenden Ruf als Veranstalter von hochkarätigen Segelgroßveranstaltungen, wie beispielsweise der Traunseewoche erarbeitet. Prädestiniert durch die stabilen thermischen Winde im Süden des Traunsees und durch die gute Infrastruktur erwies sich Ebensee als idealer Austragungsort für die TOPCAT WM. Besonders anspruchsvolle Bedingungen durch teilweise schwierige Windverhältnisse in schmalen Windkorridoren machten die Wettfahrten zu einer taktischen Herausforderung. Nicht zuletzt durch die exzellente Regattaleitung von Helmut Jakobowitz konnten 9 von 10 geplanten Wettfahrten erfolgreich durchgeführt werden. Die Europameisterschaft im nächsten Jahr findet in Domaso am Comer See statt. Quelle: Junker / Sanberger (02.06.11) Was für ein Finale! Beim dritten Act der Extreme Sailing Series™ in Istanbul blieb es bis zum Finnish spannend. Im 34. und letzten Rennen, bei dem doppelte Punkte zu holen waren, lieferten sich noch drei Teams einen erbitterten Kampf um den Gesamterfolg – Schwedens Artemis Racing, Emirates Team New Zealand und das französische Team Groupe Edmonde de Rothschild. Dean Barkers Team New Zealand lag vor dem letzten Startschuss nur fünf Punkte hinter Terry Hutchinsons Artemis Racing und drei Punkte hinter Pierre Pennecs Team. Dean Barker hielt zwar dem Druck stand und steuerte die Kiwis souverän zum Sieg. Doch Artemis Racing verbesserte sich mit der letzen Halse auf dem letzten Vorwindkurs noch auf den dritten Rang und sicherte sich damit den Gesamtsieg bei Act 3 mit dem knappest möglichen Vorsprung von einem einzigen Punkt. „Ich bin bis zur ersten Saling gehüpft als ich hörte, dass wir die Wettfahrtserie gewonnen haben“, feierte ein enthusiastischer Terry Hutchinson seinen ersten Gesamterfolg bei einem Act, „wir wussten in der letzten Runde, dass wir noch ein Boot überholen mussten um zu gewinnen, und genau das haben wir getan!“. Pennecs Team Groupe Edmonde de Rothschild segelte in der letzten Wettfahrt auf den siebten Rang und schaffte es damit noch aufs Podium. Die Führung in der Gesamtwertung der Extreme Sailing Series dürfte das mäßige Abschneiden im letzen Rennen mehr als kompensieren. Allerdings beträgt auch hier der Vorsprung einen einzigen Punkt. Act 3 im Herzen der pulsierenden 13-Millionen-Metropole Istanbul erwies sich als weiteres herausragendes Event der Serie. Für den deutschen Teilnehmer Roland Gaebler und sein europäisches Team Extreme dürfte das Gastspiel am Bosporus allerdings in weniger guter Erinnerung bleiben. Ausgerechnet der frühere America’s-Cup-Gewinner Alinghi rammte Gaeblers Katamaran am dritten Tag fast ungebremst. Der Knall war noch im 500 Meter entfernten Race Village laut zu hören. Während Alinghi am nächsten Tag wieder an den Start gehen konnte, bedeutete das große Loch im Rumpf von Team Extreme für Gaebler das Aus in Act 3. Insgesamt segelten die elf Teams in den fünf Tagen die Rekordzahl von 43 Rennen, die vom türkischen Fernsehen teilweise live übertragen und erstmals live ins Internet gestreamt wurden. Nächster Halt der 9-Städte-Tour ist jetzt Boston – die Rennen dort werden der erste Auftritt der Extreme Sailing Series in den USA sein. Zunächst steht allerdings erst einmal Erholung auf dem Programm: „Wir freuen uns auf Boston“, bekannte Dean Barker, „jetzt brauchen wir aber erst einmal eine kleine Pause, denn das war hier ganz schön aufreibend.“ Extreme Sailing Series Act 3 Istanbul Gesamtwertung nach dem fünften Tag (29.05.2011) Rang / Team / Skipper & crew / Punkte 1. Artemis Racing (SWE), Terry Hutchinson / Rodney Ardern / Morgan Trubovich / Julien Cressant 307 Punkte 2. Emirates Team New Zealand (NZL), Dean Barker / Glenn Ashby / James Dagg / Jeremy Lomas 306 Punkte 3. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 296 Punkte 4. The Wave, Muscat (OMA), Torvar Mirsky / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 274 Punkte 5. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 272 Punkte 6. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Will Howden / Craig Monk 254 Punkte 7. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 245 Punkte 8. Oman Air (OMA), Sidney Gavignet / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 245 Punkte 9. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mark Ivey / Mischa Heemskerk / Jono Macbeth 237 Punkte 10. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Mark Bulkeley / Daniele de Luca Simone de Mari 212 Punkte 11. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Bruno Dubois / Sebbe Godefroid / Nicholas Heintz 188 Punkte Gesamtwertung Extreme Sailing Series 2011 Rang / Team / Skipper & crew / Punkte 1. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 29 Punkte 2. Emirates Team New Zealand (NZL), Dean Barker / Glenn Ashby / James Dagg / Jeremy Lomas 28 Punkte 3. Artemis Racing (SWE), Terry Hutchinson / Rodney Ardern / Morgan Trubovich / Julien Cressant 27 Punkte 4. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 25 Punkte 5. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Will Howden / Craig Monk 23 Punkte 6. The Wave, Muscat (OMA), Torvar Mirsky / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 18 Punkte 7. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 18 Punkte 8. Oman Air (OMA), Sidney Gavignet / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 11 Punkte 9. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Bruno Dubois / Sebbe Godefroid / Nicholas Heintz 8 Punkte 10. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Mark Bulkeley / Daniele de Luca Simone de Mari 6 Punkte 11. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mark Ivey / Mischa Heemskerk / Jono Macbeth 5 Punkte Quelle: www.stockmaritime.com/
(29.05.11) Man nehme diesen Sonnenschein, kombiniere ihn mit gleichmäßigem Wind und heraus kommt das optimale Segelwetter. So geschehen am heutigen Sonntag, dem letzten Veranstaltungstag der Internationalen Bodenseewoche 2011. Klar, dass bei diesen traumhaften Bedingungen auch heute dem Zuschauer an Land ein einzigartiges Spektakel geboten wurde. Die vielen bunten Segel waren heute so nah am Hafen zu sehen, dass man das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein. Bevor es am Morgen zu den Regatten auf den See ging, präsentierten sich die teilnehmenden Yachten beim ‚Concours d'Elégance' im Konstanzer Hafen. Hierbei geht es nicht um Schnelligkeit und Geschick wie bei den Wettkämpfen, sondern um Eleganz und Originalität, die von einer Jury bewertet werden. Anschließend zeigten die Wasserskiläufer vom DSMC ihr Können, untermalt von Musik und Live-Kommentaren vor dem Konstanzer Stadtgarten. Für Musik sorgte auch die kleine ‚Patricia', die zusammen mit der imposanten ‚Hohentwiel' die Dampfboote vertrat. Beim Prominentenrudern am Mittag gewann die Konstanzer Koalition der FDP/CDU vor der FDP Kreuzlingen und den gemeinsamen Drittplatzierten der SPD und Grünen (beide Konstanz). Die Gewinner der Segelregatten des heutigen Tages und der Gesamtwertung wurden gleich nach dem Einlaufen der Yachten von den Regattabahnen am frühen Nachmittag ermittelt und können unter eingesehen werden. Quelle: www.bodenseewoche.com
(28.05.11) Bei strahlendem Sonnenschein verwandelten die bunten Segel der 120 an der Bodenseewoche teilnehmenden Yachten den Konstanzer Trichter in ein Segelmeer. Die formschönen klassischen und schnittigen modernen Boote fuhren auf ihren Regattabahnen vor einzigartigem Alpenpanorama mehrere Läufe. Sommerliches Wetter und beste Windverhältnisse - das lockte nicht nur die Segler auf das Wasser, sondern auch die Besucher an Land. Auf den Steganlagen des Konstanzer Hafens bildeten sich Menschentrauben, die das wirklich wunderschöne Spektakel hautnah miterleben wollten. Auch auf der Ausstellungs- und Verkaufsmeile war das Treiben in vollem Gange. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem diesjährig neu hinzugekommenen Kunsthandwerksmarkt, der den Besucher in die Welt exklusiven Kunsthandwerks eintauchen lässt. Das Interesse der Besucher wurde am frühen Mittag vom ‚Concours d'Elégance' der klassischen Motorboote auf sich gezogen, die sich stilvoll im Hafen präsentierten. Ganz klassisch ging es dann auch beim Stilrudern unter dem Motto ‚Modern meets Classic' weiter. Parallel bot der Wasserski-BodenseeSkiCup ein sportliches Highlight, das von Klein Venedig aus bestens verfolgt werden konnte. Gegen Abend wurde das Einlaufen der rückkehrenden Segelyachten von einer Darbietung der Fahnenschwinger des Landesverbandes Baden-Württemberg und Musik der Gemeinschaft Konstanzer Fanfarenzüge begleitet. Der später folgende Einmarsch des Heeresmusikkorps 10 aus Ulm sorgte wie schon im letzten Jahr für Aufsehen auf der Hafenpromenade, direkt gefolgt von dem Auftritt der Bagpipe Association of Konstanz - ein Umzug durch die historische Altstadt bis in den Stadtgarten. Am Abend erwarteten die Besucher die ‚3 Miles of Constance', eine große Achter-Ruderregatta mit Live-Kommentar, die in Staad startete und im Konstanzer Hafen unter tosendem Applaus endete. Das Thema Segeln wurde abends durch die Modellsegler vertreten, die in einem Wasserbecken auf der Hafenpromenade ein ‚Late Night Sailing' vorführten - ebenfalls mit großer Begeisterung angenommen. Direkt im Anschluss hatte das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm nochmals einen Auftritt - diesmal vor einzigartiger Kulisse: auf dem Bug eines Kursschiffes der BSB. Quelle: Maike Müller Go for Gold! (06.03.11)Es gibt Hoffnung auf Gold. Geht es nach der Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes Nadine Stegenwalner, dann stehen die Chancen für die deutschen Segler gut. "Unser Ziel ist es, bei den Olympischen Spielen 2012 in den insgesamt zehn Segeldisziplinen mindestens zwei Medaillen zu gewinnen". Ein positives Beispiel ist Toni Wilhelm, der nach längerer Studienpause bei der Weltmeisterschaft mit Platz vier nur ganz knapp am Podest vorbeigeschrammt ist. Gejubelt wurde beim DSV auch über den Sieg von Johannes Polgar und Markus Koy bei der Starboot-Europameisterschaft. "Wir benötigen neue Formate", sagt die Berlinerin. Für sie steht fest, dass das Segeln künftig zuschauerfreundlicher werden sollte. "Es muss einfach etwas passieren auf dem Wasser." Eine Möglichkeit sieht Stegenwalner in kürzeren Rennen. "Eine Idee ist, statt zwei langen vier Kurzrennen zu organisieren. Die können in Ufernähe laufen, sodass eine gute Sicht für Zuschauer auch von Land aus gewährleistet ist". Ein gutes Beispiel für Zuschauernähe sei 2010 die Veranstaltung mit den Katamaranen der Tornado-Klasse auf der Trave gewesen. Quelle: WO
(08.02.11) Acht Jahre, 40 verschiedene Länder, 43.000 Seemeilen. Das ist die Bilanz einer Reise, die alles andere als schnurstracks rundherum führte. Das Paar aus Wien nahm sich Zeit, die Welt zu entdecken. Immer wieder zweigten die beiden vom Trampelpfad der "Barfußroute" ab, schoben das Ende ihres Törns Monat für Monat hinaus. Die kleine Stahlyacht Susi Q war den beiden Abenteurern fast ein Jahrzehnt Trauminsel und Zuhause. Von 1989 bis 1997 segelten sie damit um die Welt. Geblieben ist die Erinnerung an eine unvergessliche Zeit, an der sie die Besucher ihrer Vorträge auf meisterhafte Weise teilhaben lassen. Die Multivisionsschau der Seenomaden ist eine ausgewogene Mischung aus Information und Unterhaltung, Optik und Akustik. Perfekte Bilder, professionelle Multivisionstechnik und musikalische Vorvertonung sind die Basis jeder gelungenen Diaschau, die Seenomaden verstehen es aber, gleichzeitig Intimität zu vermitteln - man wirft einen Blick in die geheime Welt der Segelabenteurer, staunt, schüttelt den Kopf, seufzt - und geht mit vollem Herzen nach Hause. Unbedingt anschauen! Pflichttermin für Liebhaber des Genres und zudem eine wunderbare Gelegenheit zur virtuellen Flucht vor der Wintermüdigkeit. Am Sonntag, d. 20. Februar 2011 zeigen die Seenomaden in Rosenheim im KuKo ihren legendären Kultvortrag "SEENOMADEN - 8 JAHRE UM DIE WELT", Beginn: 15.00 Uhr. Quelle: Peter O. Walter
(16.01.11) Auf der kommenden BOOT in Düsseldorf bekommen angehende Weltumsegler, Langfahrt-Interessenten und Blauwassersegler erstmalig einen ungewöhnlichen Leckerbissen geboten: Weltumsegler Bobby Schenk hält am YACHT-Stand (Halle 16, B 22) am Samstag, den 22.1.2011 - 12 Uhr einen einzigartigen Vortrag, nämlich "Das Fazit aus der Befragung von einem halben Hundert(!) Weltumseglern!" Bobby Schenk hat auf seinen Reisen um den Erdball insgesamt 50 Weltumseglern die gleichen Fragen gestellt und die Anworten statistisch auswerten lassen - mit unerwarteten Ergebnissen. Wer also wissen will, wieviel Geld für eine Weltumsegelung im Schitt auszugeben ist, oder welche Schiffslänge als ideal angesehen wird, sollte sich gerade diesen Vortrag nicht entgehen lassen. Schenk hat hier einen Schatz an Erfahrungen angesammelt, die weltweit ihresgleichen suchen. Quelle: Peter O. Walter
(24.12.10) Der Autobauer BMW beendet zum Ende des Jahres 2010 sein Engagement beim Segelteam Oracle Racing. BMW teilte dazu am Donnerstag mit: "Mit dem Triumph im 33. America's Cup haben wir alle unsere hochgesteckten Ziele erreicht". Der Konzern aus München, das das US-Syndikat des Software-Milliardärs Larry Ellison seit 2002 unterstützt hatte, werde aber "auf nationaler Ebene dem Segelsport treu bleiben". Der Ausstieg von BMW dürfte auch damit zu tun haben, dass der America's Cup deutlich an Attraktivität verloren hat. Titelverteidiger Oracle hatte weitere Regeländerungen angekündigt, die hohe Investitionen bedeuten. Für die 34. Auflage 2013 haben erst vier Teams gemeldet. Zuletzt sagte auch Alinghi ab. Das Schweizer Team hatte im Februar dieses Jahres gegen Oracle 0:2 verloren. Quelle: spo America's Cup: Team Germany gibt auf (10.10.10) Alle Hoffnungen auf ein Comeback von Team Germany beim 34. America's Cup sind geplatzt. Der radikale Kurswechsel der Cup-Verteidiger aus den USA hat nach den Briten nun auch die Deutschen zur Aufgabe gezwungen. "Das United Internet Team Germany sieht sich im Rahmen der neuen von BMW Oracle Racing aufgestellten Regeln nicht in der Lage, für den 34. America's Cup zu melden", sagt Syndikatschef Michael Scheeren und erklärt das Projekt für beendet, das im Anschluss an die Premiere der Deutschen im 32. America's Cup als Folgekampagne so hoffnungsvoll begonnen hatte. Direkt nach dem 32. Cup-Duell sah die America's-Cup-Welt im Sommer 2007 anders aus: Das Schweizer Team Alinghi hatte gerade erneut gewonnen und der legendären Regatta zu neuer Blüte in Europa verholfen. Aufbauend auf diesen Erfolg, planten die Schweizer den 33. America's Cup, freuten sich über mehr als ein Dutzend interessierte Herausfordererteams. Auch in Deutschland herrschte Aufbruchstimmung. Team Germany wollte nach der unglücklichen ersten Teilnahme einen zweiten Anlauf wagen, hatte bereits ein Team angeheuert, darunter Skipper Karol Jablonski, Jochen Schümann, Tim Kröger, Matti Paschen und Toni Kolb. Doch die Schweizer begingen Fehler: Sie hielten sich bei ihren Planungen nicht an die Vorgaben der Cup-Stiftungsurkunde. Larry Ellisons US-Team BMW Oracle Racing unter Führung des Spitzenseglers Russell Coutts nutzte die Möglichkeit und prozessierte gegen Alinghi. Das juristische Tauziehen verschlang mehrere Millionen Euro auf beiden Seiten und zwang alle weiteren Teams für drei Jahre in eine Warteschleife. Im gerichtlich erzwungenen ungleichen Exklusiv-Duell zwischen den Cup-Giganten besiegte schließlich der futuristische Trimaran der Amerikaner den kleineren Katamaran der Schweizer. Der Triumph glich einer Machtdemonstration ohne sportlichen Glanz. Seitdem sitzen Coutts und Kollegen an den Schalthebeln der Macht im America's Cup. So will es die Stiftungsurkunde von 1887: Der Sieger bestimmt Austragungsort und Regeln für die nächste Auflage. Genau das hat BMW Oracle Racing nun getan und dabei viele historisch gewachsene Cup-Charakteristika über Bord geworfen. "Wir wollen raus aus dem Zeitalter der Familie Feuerstein und rein in die Generation Facebook", sagt Coutts. Auf dem Gipfel seiner Karriere versprach Coutts im September "ein faires Reglement für alle, ein neutrales Management, rasante medientaugliche Katamarane und eine Kostensenkung gegenüber dem 32. America's Cup von rund 20 Prozent". Bei vielen Herausforderern aber verfehlte das Werben seine Wirkung. Sir Keith Mills, einer der Manager hinter der erfolgreichen britischen Olympiabewerbung "London 2012" und Gründer des britischen America's-Cup-Teams Origin, war nach dem Studium des neues Regelwerks "bitter enttäuscht". Seine Mannschaft mit dem dreimaligen Olympiasieger Ben Ainslie am Steuer galt als einer der stärksten Herausforderer für den 34. America's Cup. Auch Mills hat nun die Segel gestrichen. Der Grund: "Die Kosten sind bei einer um mindestens 25 Prozent gesunkenen Laufzeit um mehr als 20 Prozent gestiegen." Der neue America's Cup mit seinen ab 2011 beginnenden Vorregatten ist seinen Kritikern zu teuer. Außerdem im Kreuzfeuer der Kritik: die immer noch ausstehende Entscheidung über das Cup-Revier. "Wie soll man Gespräche mit Partnern führen, wenn man ihnen nicht einmal den Austragungsort der Veranstaltung nennen kann?", fragt Michael Scheeren. Auch Maßnahmen wie eine Verkleinerung der Teams von 17 auf etwa zehn Mann haben nichts daran geändert, dass Experten siegfähige Budgets für die Zukunft bei über 100 Millionen Euro ansetzen - das Dreifache durchschnittlicher Budgets beim 32. Cup. "Es ist unrealistisch, in heutiger Zeit über solche Beträge zu verhandeln", konstatiert Scheeren, der nicht einmal ein 60-Millionen-Euro-Budget für realisierbar hält. "Unter diesen Umständen wird es in Zukunft keine kleinen und mittleren Teams mehr geben", kritisiert Eberhard Magg. Der Matchrace-Veranstalter und Mitgründer des ersten deutschen America's-Cup-Teams sagt: "Es scheint doch eine falsche Aussage zu sein, wenn die Titelverteidiger von geschrumpften Budgets sprechen." Stephane Kandler und Jochen Schümann wollen es mit ihrem im September 2009 gegründeten deutsch-französischen Team All- 4One trotzdem versuchen. "Wir sind angetreten, um am America's Cup teilzunehmen, und geben nicht auf", sagt All4One-Boss Kandler. Sponsoren hat er aber noch nicht gefunden. Die Absagen der Briten und Deutschen interpretiert Kandler als "Ohrfeigen" für den Titelverteidiger, der nun vielleicht zu Modifikationen des geplanten Reglements gezwungen sein könnte. Ob Coutts' radikale Entscheidung für Katamarane und gegen herkömmliche Einrumpfyachten zu mehr Bewerbungen führt, werden die kommenden Monate zeigen. Coutts glaubt an mindestens acht Teams beim nächsten Cup. Diese Prognose scheint sehr gewagt. Quelle: Tatjana Pokorny gewagt.
(20.09.10) Der Rolex Swan Cup vor Porto Cervo/Italien hat am Sonntag, 19. September, ein etwas abruptes Ende genommen. Denn aufgrund stürmischer Mistral-Winde mit über 35 Knoten konnte am Abschlusstag nicht mehr gesegelt werden. Damit blieb der deutschen Swan 60 „Emma“ von Johann Killinger (Hamburg) die Chance verwehrt, noch den Titelkampf in der Klasse A für sich zu entscheiden, nachdem schon am Vortag kein Rennen gesegelt wurde – das allerdings aufgrund des schwachen Windes. Der „Emma“ blieb somit Rang zwei hinter der italienischen „DSK Pioneer Investment“ von Danilo Salsi. In der Klasse B durfte sich auch eine deutsche Crew über einen Podiumsplatz freuen. Die „Crilia“ von Heinz-Gerd Stein (ebenfalls Hamburg), eine Swan 531, segelte auf Rang drei hinter der niederländischen „Silveren Swaen“ und der „Clem“ aus Spanien. Obwohl die Crews mit drei Rennen in der vergangenen Woche nur ein Rumpfprogramm segeln konnten, schwärmten sie dennoch von dem Rolex Swan Cup 2010 vor der sardischen Küste. Es ist eben immer ein erhabener Moment, wenn sich die Krone der Bootsschöpfung alle zwei Jahre in Porto Cervo trifft. 93 Schiffe aus der finnischen Edel-Yacht Schmiede Nautor's Swan kamen in diesem Jahr zusammen. Von der 11,23 Meter langen „Rebelot“ aus Italien bis hin zur 34,34 Meter langen „Highland Breeze“, einer Swan 112 aus Spanien. Von den Klassikern aus der Feder von Sparkman & Stephens bis hin zur brandneuen „Berenice“, eine Swan 80. Die Yacht hat gerade erst im Sommer die Werft in Finnland verlassen und wurde von Eigner Marco Rodolfi (Italien) auf einem 3500 Seemeilen langen Törn direkt nach Sardinien gesegelt. Die Swan-Eigner sind eben zu einer engen Familie zusammen gewachsen und lassen sich den Rolex Swan Cup nicht entgehen. Ein Familien-Event im wahrsten Sinne des Wortes war es für „Crilia“-Eigner Heinz-Gerd Stein. Er hatte nicht nur seinen Sohn Christoph, sondern erstmals in einer Regatta auch seinen 13-jährigen Enkel Adrian mit an Bord. „Das hat ihm sehr gut gefallen. ,Alles cool, alles cool' hat er immer wieder geschwärmt“, schmunzelte Stein, dessen Crew ansonsten in seiner seit 16 Jahren bestehenden Zusammensetzung an den Start ging. „Das ist eine sehr gewachsene Mannschaft, die sich auch gegen die Profis behaupten kann, obwohl bei uns alle im ganz normalen Berufsleben stehen.“ Mit Rang drei war der Skipper sehr zufrieden und konnte es daher verkraften, dass am Abschlusstag nicht mehr gesegelt wurde. „Für normales Cruising waren die Bedingungen gut beherrschbar, aber in einer Regatta erwacht ja doch der Ehrgeiz, daher wäre wohl viel Bruch gesegelt worden. Insgesamt war es eine tolle Woche“, sagte Stein. Mit einem etwas tränenden Auge akzeptierte dagegen die „Emma“-Crew die Renn-Absagen in den vergangenen beiden Tagen. „Am Sonnabend wäre aus unserer Sicht ein Start möglich gewesen. Und da hätten wir gute Chancen gehabt, noch einmal um den Sieg mitzusegeln. Denn das waren unsere Bedingungen. Vorher waren die größeren Yachten bevorteilt“, sagte „Emma“-Taktiker Thomas Jungblut, der ansonsten die gute Zusammenarbeit an Bord lobte. Genauso sah es auch Eigner Johann Killinger: „Der Ausfall der Wettfahrten war ein bisschen schade, zumal am Freitag bereits ein planmäßiger Ruhetag war, an dem hervorragende Bedingungen herrschten. Über diesen layday sollte man in Zukunft nachdenken, denn die Bedingungen vor Porto Cervo erzwingen ohnehin immer wieder eine Pause.“ Im Vorwege wäre Killinger mit Rang zwei zufrieden gewesen. „Nach dem Sieg im ersten Rennen hatten wir uns aber mehr erhofft. Aber auf der Langstrecke waren die großen Yachten im Vorteil. Insgesamt war es aber ein toller Event. Durch die Inselwelt zu segeln bei diesem kristall-klaren Wasser, ist einfach nicht zu toppen.“ Zumal sich beim Rolex Swan Cup alle zwei Jahre viele Freunde wiedertreffen. Und so steht Killingers Abschluss-Urteil wohl stellvertretend für die Crews der 93 teilnehmenden Yachten: „Vor Porto Cervo zu segeln, ist einfach großartig. Es gibt nichts Schöneres auf der Welt.“ Quelle: Andreas Kling 34. America's Cup findet 2013 statt (13.09.10) Der America's Cup steht vor einem radikalen Wandel: 159 Jahre nach der Premiere soll er nach dem Willen der amerikanischen Titelverteidiger vom Team BMW Oracle erstmals offiziell auf Katamaranen ausgetragen werden. Zwar gab es in der Vergangenheit bereits zwei Cup-Duelle mit Mehrrümpfern, doch beide waren gerichtlich erzwungen worden. "Wir wollen die besten Segler auf den schnellsten und coolsten Booten präsentieren. Der Wettbewerb soll das Fred-Feuerstein-Zeitalter verlassen und die Facebook-Generation erreichen", sagte Russell Coutts, Geschäftsführer von BMW Oracle am Montag in Valencia. In der spanischen Stadt stellte der Cup-Verteidiger die ersten Eckdaten für die 34. Auflage seit 1851 vor. Das kommende Duell soll 2013 auf 22 Meter langen und mit Kohlefaser-Flügelsegeln ausgestatteten Katamaranen der neuen Klasse AC 72 ausgetragen werden. Der 34. America's Cup wird 2013 auf Katamaranen ausgesegelt. Das gab Titelverteidiger BMW-Oracle am Montag in Valencia bekannt. Bereits im kommenden Jahr soll eine Weltserie auf kleineren Booten ins Leben gerufen werden, die sich 2012 auf den America's-Cup-Yachten fortsetzt. Den Schauplatz des nächsten Cups wollen die Amerikaner, die als Titelverteidiger Modus, Regeln, Bootsklasse und Revier bestimmen dürfen, bis zum Ende des Jahres bekannt geben. Laut Coutts sollen die Maßnahmen, die im Vorfeld ergriffen werden, dazu führen, dass die Regatta, die ihren Ursprung in einer 1851 ausgetragenen Wettfahrt rund um die Isle of Wight hat, wieder in altem Glanz erstrahlt. Waren heuer noch Mehrrumpfboote erlaubt, werden 2013 nur Katamarane mit Flügelsegel zum Einsatz kommen. Das soll für Chancengleichheit und schnellere Rennen sorgen. Weiters sollen die Wettfahrten zwecks größerer Attraktivität fürs Fernsehen verkürzt, die Kosten allgemein gesenkt werden. Parallel zum America’s Cup wird es außerdem eine Jugend-Regatta geben. Quelle: SPG
(11.09.10) Die Trophäenjagd bei der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft vor dem italienischen Porto Cervo hat für die „Container“ ein abruptes Ende genommen. Die von Harm Müller-Spreer (Hamburg) gechartete 20-Meter-Yacht lief am vorletzten Regattatag (Freitag, 10. September) auf einen Felsen auf und musste in die Werft. In zwei weiteren Wertungsgruppen des Maxi Yacht Rolex Cup liegen norddeutsche Segelyachten dagegen aussichtsreich im Rennen. Mit einem Tagessieg und einem vierten Platz darf die Crew der „Y3K“ von Claus-Peter Offen (Norddeutscher Regatta Verein) den Schampus für einen Erfolg bei den Wally-Yachten schon kalt stellen, und die „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club) liegt bei den Super-Maxis punktgleich mit der führenden „Hetairos“ (Cayman-Islands) auf Rang zwei. Gedrückte Stimmung herrschte bei der „Container“-Crew, nachdem sie nach der Havarie immerhin aus eigener Kraft wieder den Hafen erreicht hatte. „In unserer GPS-Karte war an der Stelle kein Felsen eingezeichnet“, berichtete der verärgerte Skipper Harm Müller-Spreer, der miterleben musste, wie die Yacht bei leichten Winden und neun bis zehn Knoten Geschwindigkeit auf den Felsen auflief und ausgebremst wurde. „Fast 20 Minuten saßen wir fest, erst dann haben wir entschieden, den Kiel hochzukurbeln“, erzählte Crew-Mitglied Dirk Neumann. „Wir hatten befürchtet, dass die Finne verbogen ist und wir uns beim Aufholen des Kiels die Struktur beschädigen würde. Das war zum Glück nicht der Fall“, sagte Neumann. Weitere Schäden an der Yacht und Verletzungen der Crewmitglieder gab es nicht. Gleichwohl wurde die Yacht nach Olbia in die Werft gebracht und wird am Sonnabend, 11. September auch nicht mehr an den weiteren Wettfahrten teilnehmen können. An der Spitze der WM-Wertung liegt souverän die britische „Alegre“ von Andy Soriano. Ganz anders war die Stimmungslage bei der „Y3K“-Crew. Taktiker Thomas Jungblut konnte nach der Ankunft im mondänen Hafen von Porto Cervo ein entspanntes Pläuschchen vor dem Medienzelt halten. „Das erste Rennen heute war vom Start an perfekt“, freute sich der Hamburger über den ersten Tagessieg in der Serie. Im Anschluss verfiel die „Y3K“ aber wieder in die Schwächen der ersten Tage, legte erneut einen Frühstart hin. „Danach hatten wir auch noch eine Berührung, mussten zusätzlich einen Kringel fahren und dem Feld hinterher jagen“, berichtete Jungblut von der Aufholjagd, die auf Platz vier endete. „In der Mannschaft ist ein unglaublicher Spirit. Gerade wenn Fehler passieren, können die Jungs richtig beißen. Wir haben vorher nicht damit gerechnet, so gut dabei zu sein. Aber in den drei Tagen Training vor der Regatta haben wir das Bootshandling sehr gut hinbekommen. Wenn wir jetzt noch die Fehlerquote reduzieren, wäre es topp.“ Aber auch so dominiert die Mannschaft der 30,50 Meter langen Yacht aus Hamburg das Geschehen in der Wally-Division. Lediglich die direkte Verfolgerin, die britische „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones, könnte der „Y3K“ noch den Gesamtsieg streitig machen, müsste dazu das letzte Rennen am Sonnabend aber unbedingt gewinnen. Ein extrem spannendes Finale verspricht das Abschlussrennen der Super-Maxis am Sonnabend. Nach dem Tagessieg ist die „Hetairos“ in der Gesamtwertung bei Punktgleichheit an der „Visione“ von Hasso Plattner (Kiel) vorbeigezogen. „Wir müssen der ,Hetairos' einfach zu viel vergüten. Dagegen können wir bei den schwachen Winden kaum ansegeln. Aber zum Abschluss ist noch einmal alles möglich“, berichtete Walter Meyer-Kothe von der „Visione“, der sich an dem Privatduell mit der Hamburger „Saudade“ von Albert Büll begeistern konnte. „Das war ein tolles Rennen mit wechselnden Führungen, am Ende lag die ,Saudade' zwar knapp vor uns, nach berechneter Zeit hatten wir aber einen denkbar knappen Vorsprung von drei Sekunden.“ An Bord der „Saudade“ war man trotz dieser Niederlage sehr zufrieden. Nachdem die Crew das 45-Meter-Schiff im schweren Wetter der ersten Tage noch nicht wie gewünscht in Fahrt gebracht hatte, lief das Zusammenspiel der 24 Crewmitglieder bei den schwächeren Winden sehr gut, so dass man der Konkurrenz Paroli bieten konnte. In der gemeinsamen Wertung mit den J-Class-Yachten müssen die Super-Maxis allerdings den J-Yachten den Vortritt lassen. Hier führt weiterhin die „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands vor der „Velsheda“ (Großbritannien). Der Maxi Yacht Rolex Cup 2010 geht am Sonnabend (11. September) zu Ende. Wie am Freitag sind erneut schwächere und drehende Winde vorhergesagt. Quelle: Andreas Kling
(10.09.10) Zur Halbzeit des Maxi Yacht Rolex Cup im italienischen Porto Cervo liegen in zwei von fünf Wertungsgruppen norddeutsche Segelyachten an der Spitze. Hasso Plattners „Visione“ vom Kieler Yacht-Club gewann am Mittwoch (8. September) das dritte Rennen der Super-Maxis dicht gefolgt von der „Hetairos“ mit Otto Happel, die auch in der Gesamtwertung Zweite ist. Der Hamburger Claus-Peter Offen verteidigte mit der „Y3K“ (Norddeutscher Regatta Verein) die Führung bei den Wally-Yachten erneut durch einen zweiten Rang, den dritten in Folge. Nur Harm Müller-Spreer (ebenfalls Hamburg) war mit Platz fünf seiner gecharterten „Container“, die auch Platz fünf im Zwischenklassement der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft bedeutet, nicht zufrieden. Hier führt weiter die britische „Alegre“ von Andy Soriano. Ausgelassene Stimmung herrschte abends auf der äußersten Pier in der mondänen Marina der sardischen Idylle Porto Cervo, wo die größten, schnellsten und schönsten Regattayachten der Welt für eine Woche festgemacht haben. Eingeladen hatte der Reeder und Hochseeenthusiast Claus-Peter Offen. Mit vielen gegnerischen, aber befreundeten Mannschaften feierte er zehn Jahre „Y3K“-Crew. Was im Jahr 2000 mit dem erfolgreichen Vorgängerboot „Y2K“ begann, hat bis heute 15 Segler als Stammcrew bei der Stange gehalten. „Wir segeln ambitioniert und hochmotiviert, aber nicht verbissen“, erklärt der Eigner und Steuermann, der auch Vorsitzender der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA ist, „und das macht allen offenbar anhaltend Spaß. “ Nicht zuletzt gibt der Erfolg ihm Recht. Im Vorjahr gewann die neue 30,50 Meter lange Wally 100 „Y3K“ den Maxi Yacht Rolex Cup und führt nun nach drei von fünf Rennen die Gesamtwertung wieder an. Drei Punkte zurück folgt die „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien. Zum ersten Tagessieg hatte es für die Deutschen zwar wieder nicht gereicht. Der gebührte der kleineren „Gibian“ aus Großbritannien berechnet mit 24 Sekunden Vorsprung. Doch es zählt ja bekanntlich, was unterm Strich herauskommt. „Wir hatten erneut einen Frühstart und waren danach eingeklemmt, so dass wir erst mit einer Verspätung von drei Minuten und 45 Sekunden auf die Strecke gingen“, berichtete Taktiker Thomas Jungblut. Der Hamburger Segelmacher krönte die Aufholjagd mit einer idealen Vorsegelwahl im zweiten Teil des Rennens. Jungblut: „Damit sind wir nur so an den Konkurrenten vorbeigerauscht.“ Genau diese „Waffe“ fehlte der 20-Meter-Yacht „Container“, die auf der langen Startkreuz brilliert hatte und nach berechneter Zeit überraschend in Führung lag. „Danach fehlte uns für die frische Brise um 20 Knoten ein spezieller A0-Spinnaker, der bei einem Windeinfallswinkel von 110 bis 120 Grad unschlagbar ist“, erklärte Steuermann Harm Müller-Spreer, der die Mitbewerber praktisch ohne Gegenwehr vorbeiwinken musste. Den Tagessieg holte sich ausgerechnet die „Bellamente“ von Hap Fauth aus den USA, die dadurch die „Container“ um einen Punkt auch vom Gesamtrang vier verdrängte. Strahlende Gesichter gab es dagegen an Bord der „Visione“. Als mit Abstand schnellstes Schiff der Division Super-Maxi auf dem Wasser zeigte Plattner mit seiner professionellen Crew, was ein sicheres Zusammenspiel von Bootshandling, Taktik und Trimm ausmacht, nachdem es nach dem Durchzug einer Gewitterfront erst mit dreistündiger Verzögerung auf die Regattabahn gegangen war. Dass die J-Class-Yacht „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands, mit der es auch zusätzlich noch eine gemeinsame Wertungsgruppe gibt, berechnet trotzdem sogar dreieinhalb Minuten Vorsprung hatte, tat der herausragenden Leistung keinen Abbruch. Das gilt auch für die klassische, deutliche schwerere „Hetairos“, deren Potential Happel mit seiner Mannschaft ausschöpft. In der Gemeinschaftswertung mit den führenden J-Class-Yachten (Zweite ist die „Velsheda“/Großbritannien) ist die „Hetairos“ daher auch punktgleich mit der „Visione“ beste Verfolgerin. Am Donnerstag (9. September) ist Ruhetag (Donnerstag) beim Maxi Yacht Rolex Cup. Er wird am Freitag fortgesetzt und geht am Sonnabend (11. September) zu Ende. Quelle: Andreas Kling
(09.09.10) Ist unter einem gekenterten 49er eine Luftblase oder nicht? Wie wird ein unterkühlter Segler geborgen? Antworten auf diese wichtige Fragen und vor allem praktische Übungen dazu gab es am Freitag, den 3. September. Ein Dutzend Segler der 49er Klasse nahmen an einem speziellen Rettungslehrgang des DLRG e.V. und der 49er Klassenvereinigung e.V. teil. Möglich wurde der aufwendige Event durch die Unterstützung von SEIKO Deutschland. Die 49er Skiffs sind eine der schnellsten und anspruchsvollsten Regattaklassen, die Leistungsdichte ist hoch und der Wettbewerb für die olympischen Spiele im vollen Gange. Die Segler geben alles und gehen dabei auch an die Leistungsgrenzen -regelmäßiges Kentern gehört dazu. „Einige Erfahrungen gehen mit den Generationswechseln verloren“ bemerkt Heiko Thölmann, Präsident der 49er Klasse. „Noch vor drei Jahren war ein Wantenschneider immer dabei – und nach diesem Training wieder“. Nach einem Auffrischungskurs in Erster Hilfe, der speziell auf die Segler zugeschnitten war, stand die Praxis auf dem Programm. Ausgiebig und dank Tauchgerät ohne Zeitdruck konnte jeder Teilnehmer sich unter einem gekenterten Schiff orientieren, Hindernisse lokalisieren und die Luftblase unter dem Schiff entdecken. Bundestrainer Thomas Rein begrüßt die Initiative: „Präventiv zu Handeln um Unfälle zu vermeiden ist absolut wichtig. Aber auch für die mentale Stärke ist es wichtig, eine solche Situation einschätzen zu können“. Auch Frank Deckert, Senior Manager Marketing & Sales des Sponsorpartners Seiko Deutschland, befürwortet den Lehrgang: „Bei allem Ehrgeiz und sportlicher Begeisterung muss auch im Hochleistungssegelsport die Sicherheit an erster Stelle stehen. Ein Unfall mit fast tragischem Ausgang während eines 49er Trainingslagers auf Mallorca im Februar dieses Jahres hat dies nochmals unterstrichen. Mit der Unterstützung für das Sicherheitstraining möchten wir unseren Beitrag leisten, damit die Segler ihren Sport noch sicherer betreiben können und auch in Havariesituationen richtig handeln.“ Das Trainingsoll nun jährlich im Norden und Süden Deutschlands angeboten werden. Insbesondere für Umsteiger sollte eine Teilnahme selbstverständlich sein. Quelle: Heiko Thölmann Segeln vor und nach der Wende (04.09.10) Früher verbreitete die DDR-Marine schlechte Laune, heute kämpfen die Segler gegen Wetterkapriolen. Aber niemals werden die Greifswalder Boddenetappen abgesagt. Martin Subklew liegt entspannt im Cockpit der "Olling" und führt mit leichter Hand die Pinne. Sein Blick ist in den Himmel gerichtet - dorthin, wo sich ein Unwetter zusammenbraut. Subklews Vorahnung wird schon wenige Minuten später von einem kräftigen Wolkenbruch bestätigt - denn plötzlich schüttet es wie aus Kübeln. "Tja, so ist das auf dem Greifswalder Bodden", sagt Subklew, "man weiß eben nie ganz, was einen erwartet." Kam der Wind eben noch konstant aus einer Richtung, so dreht er nun plötzlich hin und her. Eben schipperte seine 11,20 Meter lange Holzyacht noch lässig über den Bodden, nun wird es ungemütlich, nasskalt, und das Segeln artet in Arbeit aus. Es ist der zweite Tag bei den Boddenetappen, einer Regatta in einem der schönsten Naturschutzgebiete Deutschlands südlich der Insel Rügen. 64 Schiffe kämpfen teils verbissen, teils aber auch recht entspannt in sechs Bootsklassen um Sieg und Plätze. Vom Klassiker aus Holz bis zur modernen Regattayacht ist alles mit dabei. Sowohl Jugendliche als auch Senioren stehen an den Steuerrädern der Schiffe mit Namen wie "Vulcain", einer Elan 380, oder dem Soling "Black Pearl". "Bei uns kennt rund um den Bodden jeder beinahe jeden, oft von Kindesbeinen an", sagt Subklew. So viel Familientradition und gleichzeitig seglerischen Ehrgeiz vereint findet man in der Regattaszene sonst selten. Kein Wunder: Bereits seit 40 Jahren gibt es die Boddenetappen - 20 Jahre vor der Wende, 20 Jahre seit der Wende. Zu DDR-Zeiten traf sich hier die DDR-Seglerelite, die nach der damaligen IOR-Formel (International Offshore Rule) segelte. "Für viele waren die Boddenetappen damals Vorbereitung für eine Regatta von Greifswald-Wieck nach Warnemünde, die in der DDR eine der wichtigsten Segelveranstaltungen war", sagt Töns Föste, der die Regatta früher lange geleitet hat. "Heute sind die Greifswalder Boddenetappen neben der Stralsunder Segelwoche und der Haffregatta in Ueckermünde eines der lokalen Großereignisse." Vor allem wegen ihrer Geografie haben die Etappen eine wechselvolle Geschichte, die bis heute identitätsstiftend wirkt. Der Greifswalder Bodden hat einen rund zwei Seemeilen breiten direkten Zugang zur Ostsee. Zwar war der Bodden schon seit je Wassersportgebiet, zu DDR-Zeiten lagen vor der Mündung aber Grenzboote und achteten darauf, dass sich während der Regatta niemand hinaus auf die Ostsee verirrte und einen Fluchtversuch startete. "In den 70er-Jahren wurden die Regatta-Ergebnisse bei uns auch noch mit mechanischen Rechenmaschinen ermittelt, da wir nichts anderes hatten, später dann mit den ersten heimlich aus dem Westen eingeschmuggelten Taschenrechnern", erzählt Föste. In der Regel startet die Regatta in Greifswald am südlichen Zipfel des Boddens und führt dann über drei Etappen, zwei kürzere und eine längere, circa 50 Seemeilen weit über das 514 Quadratkilometer große Gewässer. "Dabei variieren wir jedes Jahr ein wenig. Mal wird ein kleiner, mal ein größerer Ort besucht und als Übernachtungshafen ausgewählt. Das verbindet die Segler mit den Menschen, die hier wohnen und die nicht segeln", sagt David Wilke, der seit drei Jahren die Boddenetappen leitet. Lubmin, Gager oder Gustow heißen die Orte, die sonst kaum bekannt sind, nun aber angelaufen werden. Anzeige Da auf dem Bodden meist ein kräftiger Wind bläst und die Welle sehr kurz ist, ist das Segeln anspruchsvoll - wie auch dieses Jahr, als die Segler innerhalb von drei Tagen beinahe die ganze Palette der örtlichen Wetterkapriolen zu spüren bekommen. Nicht zuletzt wegen der Kürze der Strecke und der Herausforderungen durch das Wetter geht es durchaus kernig zu - zum Beispiel zwischen den Brüdern Dirk, Hagen und Thomas Benz: Während Dirk und Hagen gemeinsam auf einem kleinen Folkeboot unterwegs und der Witterung unmittelbar ausgesetzt sind, unternimmt Bruder Thomas die Wettfahrt auf einem H-Boot. Zwar treten beiden Boote nicht in einer Klasse gegeneinander an, gefühlte Konkurrenten sind sie dennoch: "Bei uns herrscht in der Familie ein gewisser Konkurrenzkampf", sagt Thomas Benz. Allerdings: Spaß macht die Regatta vor allem, weil sie in einer fantastischen Umgebung stattfindet: Der Greifswalder Bodden ist ein Vogelschutzgebiet von europäischem Rang, im Norden grenzt er an ein Biosphärenreservat auf Rügen. "Wer bei der Platzierung nicht ganz vorn landen will, nimmt einfach mal das Tempo raus und beobachtet zwischendurch See- und Fischadler, Reiher oder Kraniche", sagt Töns Föste. Das ist allerdings ein Geheimtipp, den während der Regatta niemand so recht beherzigen will - zu ausgeprägt ist bei den meisten der Siegeswille gegen Verwandte, Freunde oder Geschäftspartner. Für das folgende Jahr ergibt sich so in drei Tagen genügend Gesprächsstoff, der die Legendenbildung rund um den Greifswalder Bodden beflügelt. Quelle: DW
(25.06.10) Viele der großen Segelschiffe werden die Kieler auf der diesjährigen Kieler Woche vermissen. „Es ist ein klein wenig ruhiger bei der Nachfrage“, sagt Arne Schulte vom Segler „De Albertha“. Man spüre schon, dass ganz besonders die Firmen sich bei den Chartern für die Regatta-Begleitfahrten zurückhielten, sagt der Skipper. Bei Kiel Marketing ist ebenfalls ein Rückgang zu spüren. Dort habe man für die 22 im Angebot befindlichen Schiffe etwa 350 Karten weniger verkauft, berichtet Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel Marketing. Das entspricht gegenüber 2009 einem Rückgang um etwa fünf Prozent. Während die Nachfrage für das zweite Wochenende gut sei, habe es gerade in der ersten Wochenhälfte eine eher verhaltene Nachfrage gegeben. Ähnliche Signale habe man auch aus der Hotellerie gehört, sagt Wanger. Die Eröffnungsfeier allein ziehe auswärtige Besucher nicht mehr so an wie beispielsweise die Windjammerparade und das Feuerwerk am zweiten Wochenende. Kiels Hafenkapitän Jürgen Melzer sieht bei der Nachfrage nach Liegeplätzen keine gravierenden Abweichungen. „Die Anmeldungen sind konstant geblieben, wir haben zur Windjammerparade am Sonnabend auch in diesem Jahr wieder deutlich über 100 Anmeldungen.“ Mit der „Wylde Swan“ und der „Gulden Leeuw“ sind auch zwei Neuzugänge dabei. Die beiden schicken Großsegler aus den Niederlanden sowie der Kreuzfahrer „Sea Cloud II“ versuchen, die Lücken zu füllen, die andere Segelschiffe hinterlassen haben. So sind die beliebten Windjammer „Gorch Fock“, „Mir“, „Sedov“, „Dar Mlodziezy“ , „Fridtjof Nansen“, „Roald Amundsen“ und auch die grüne „Alexander von Humboldt“ in diesem Jahr nicht in Kiel dabei. „Die Leute fragen schon danach, wo denn die großen Segelschiffe sind“, berichtet Eigner Arne Schulte. Der Grund für das Fehlen der Großsegler hat seine Ursache unter anderem in der wachsenden Zahl von Großveranstaltungen. Die Reeder der Schiffe schauen bei der Gestaltung des Fahrplans sehr genau hin, wo die attraktivsten Termine sind. „Vielleicht wäre es mal eine schöne Sache, wenn sich Kiel als Hafen für ein Tall-Ship-Race bewirbt“, sagt Hinke de Vries, Eigner der „Wylde Swan“. Diese Termine seien fester Bestandteil. In diesem Jahr sind Antwerpen, Amsterdam, Aalborg, Kristiansand und Bremerhaven auf dem Routenplan der ersten Garde der Windjammer. Ein Grund, weshalb tagsüber weniger Schiffe unterwegs sind, hat Hafenkapitän Melzer aber auch im Buchungsverhalten ausgemacht. „Viele Firmen nutzen die Schiffe als schwimmende Plattformen für Feiern an der Pier“, sagt Melzer. Quelle: Frank Behling
(28.05.10) Die "Glashäger"-Crew aus Rostock ersegelte beim "Pantenius Rund Skagen 2010" unter extremen Bedingungen den 2. Platz. Nur die Hälfte der 62 gemeldeten Yachten kam nach kalten und stürmischen 510 Meilen durch die Nord- und Ostsee ins Ziel am Kieler Leuchtturm. Fünf Meter hohe Wellen und bis 36 Knoten Wind von vorn, dazu extreme Kälte, Schlafmangel und Seekrankheit: die 510 Seemeilen des "Pantaenius Rund Skagen 2010" von Helgoland nach Kiel stellten härteste Anforderungen an Mensch und Material. Etliche Yachten mussten das Rennen aufgeben und Schutzhäfen anlaufen. Die Rostocker Rennyacht "Glashäger", die unter dem Namen "Illbruck" als erste deutsche Siegeryacht des Volvo Ocean Race Segelgeschichte schrieb, ging am Mittwoch Abend nach 48 Stunden und 52 Minuten unversehrt und mit der zweitschnellsten gesegelten Zeit über die Ziellinie. Das speedsailing Team um Skipper Matthias Huhn traf nur 3 Stunden 40 Minuten hinter der deutlich größeren "Hexe" am Kieler Leuchtturm ein. "Wir sind froh und glücklich, das Boot und uns selbst unversehrt nach Kiel gebracht zu haben. Ich bin stolz auf die Jungs, die bei diesen extrem kalten und stürmischen Bedingungen über sich hinausgewachsen sind. Wir waren top vorbereitet, hatten das Schiff jederzeit unter Kontrolle und keinerlei Gedanken an Abbruch oder Aufgabe.", sagte Matthias Huhn nach dem kräftezehrenden Rennen. Die "Glashäger" Rennyacht zählt damit weiter zu den schnellsten deutschen Segelyachten. Sie gehört zum Rostocker Unternehmen speedsailing mit Eigner Ralf Kudra und kann für Segelevents und Gästetörns gechartert werden. Quelle: Martin Kringel Medemblik 49er: Führung für Delle Karth/Resch (27.05.10) Die 49er-Segler Nico Delle Karth/Niko Resch haben heute bei der Weltcup-Regatta vor Medemblik die Führung übernommen. Dem Duo reichten dafür zwei dritte Plätze. "Eigentlich war das heute kein Wind, um vernünftige Runden segeln zu können, der Spaßfaktor hat sich eher in Grenzen gehalten", sagte Delle Karth. Im Hinblick auf die weiteren Wettfahrten ist der 26-jährige Österreicher optimistisch. "Im Moment haben wir einen Lauf und hoffen natürlich, dass es in dieser Tonart weitergeht." Nicht in die Goldflotte schafften es Thomas Zajac und Thomas Czajka (44. Platz) sowie die 470er-Segler David Bargehr/Lukas Mähr (65.). Matthias Schmid und Florian Reichstädter sind bei den 470ern nach dem zweiten Tag auf Platz 33 zu finden. Florian Raudaschl war nicht im Einsatz, im Finn-Bewerb konnte keine Wettfahrt durchgeführt werden. Quelle: ORF
(25.05.10) Werner Stolz, Generalimporteur der Corsair-Trimarane, veranstaltet vom 6. bis 13. Juni eine höchst ungewöhnliche Regatta, bei der zwei Trimarane am Starnberger See und Chiemsee virtuell gegeneinander segeln. Gewonnen hat derjenige, der als erster nonstop 1.000 Meilen zurückgelegt hat. Sollte das mangels Wind nicht zu schaffen sein, gewinnt jenes Schiff, das nach exakt einer Woche am meisten Seemeilen zurückgelegt hat. Gesegelt wird auf einem Corsair Dash 750 (Chiemsee) und einem Corsair 31 (Starnberger See). Der Ausgang des Rennens ist offen, weil die Windverhältnisse auf den Seen und die Boote unterschiedlich sind. Tipp für Wettwillige: Bei Leichtwind ist der Dash 750 zu favorisieren, bei Starkwind sollte der Corsair 31 im Vorteil sein. Die Crew besteht aus zwei Personen, wobei Stolz auf seinem Heimatrevier mit dem Dash segeln wird. Interessenten können die Regatta via Internet verfolgen (www.corsairchallenge.com) oder selbst mitsegeln. Die Teams dürfen zwar nicht anlegen, die Mitsegler werden per Motorboot zum jeweiligen Tri gebracht. Werner Stolz will mit dieser Regatta den Verein Sternstunden unterstützen, der sich für kranke, behinderte oder bedürftige Kinder einsetzt. Jede Geldspende wird ohne Abzüge an die Kinder weiter gegeben, da die Partner von Sternstunden alle Verwaltungskosten tragen. Das Geld soll durch Spenden und Wetteinsätze hereinkommen. Der Ausgang der Regatta ist nämlich mehr als nur ungewiss. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Stolz von seinem Sieg überzeugt ist. Quelle: Roland Duller Silke Hahlbrock gewinnt Weltcup-Regatta (02.05.10) Silke Hahlbrock hat in der Segelsaison 2010 ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Die Hamburger Matchrace-Europameisterin und ihre Crew besiegten im Finale der "Semaine Olympique" vor Hyeres/Frankreich die Olympiasiegerin Anna Tunnicliffe (USA) im Laser-Radial mit 3:1 Punkten. Hahlbrock und ihre Mannschaft hatten sich im Halbfinale gegen das Team der Australierin Katie Spithill durchgesetzt. Zuvor hatte die Crew des Hamburger Segel-Clubs (HSC) im Viertelfinale die britische Favoritin Lucy Mac Gregor mit 3:0 besiegt. Weitere gute Ergebnisse aus deutscher Sicht erzielten beim vierten Weltcup der Saison die Berliner 470er-Crew Jan-Jasper Wagner/Lennart Scheufler als siebte sowie ihre Vereins- und 470er-Kameradinnen Victoria Jurczok/Josephine Bach und die Flensburger 49er-Segler Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann als jeweils neunte. Die Weltcup-Serie der Isaf wird im Mai vor Medemblik in Holland fortgesetzt, bevor sich die Weltelite im Juni zum sechsten Weltcup im Rahmen der Kieler Woche trifft. Die Weltcup-Saison endet mit der Skandia Sail for Gold Regatta im August im englischen Olympiarevier vor Weymouth. Das Matchrace der Frauen gehört bei den Olympischen Spielen 2012 in London erstmals zum Programm. Quelle: BM Schwerin: Katamaransegeln erfreut sich wachsender Beliebtheit (29.04.10) Katsegler aus ganz Deutschland haben auf dem Schweriner See die Regattasaison eröffnet. Mehr als 40 Crews fanden sich beim Segelclub Schossbucht ein, der den 1991 gegründeten Katamaran-Cup vom Yacht-Club übernommen hat. Das bundesweite Interesse an der Regatta ist groß. Am Samstag war wegen Flaute erst einmal Warten angesagt, ehe die Kats am Nachmittag noch zwei Wettfahrten absolvieren konnten. Am Sonntag gab es dann richtig guten Wind, bei der es auch auf einer Kufe flott über den See ging. Star der Regatta war ohne Zweifel Roland Gäbler, vielfacher Welt- und Europameister und Olympia-Dritter. Mit vier Siegen in den fünf Wettfahrten zeigten Roland und Nahid Gäbler der olympischen Tornado-Konkurrenz meist das Heck. Weiter am Start waren drei Topcat-Klassen und die Hobie-Cats. Mit dem Ausgang der Wettbewerbe hatten die Schweriner Skipper nichts zu tun, wohl auch, weil die meisten Katamaran-Segler beim gastgebenden SC Schlossbucht zu Hause sind und in die Regatta-Organisation eingebunden waren. In der Klasse Topcat K2 belegten Jakob Lenz und Stefan Wulf den 4. Platz, Martin Böwer und Peter Lenz (alle Segler-Verein) wurden Siebte. Immerhin haben etliche Segler ihre Katamarane gleich in Schwerin gelassen. Am Wochenende richtet der Segler-Verein auf der Marstall-Halbinsel Topcat-Einsteigertage aus. Quelle: S.B.
(22.04.10) Mehr als 220 Schiffe werden in diesem Jahr zur Sail Bremerhaven ansteuern. Fast alle Plätze in den Häfen der Stadt seien schon belegt, so Heino Tietjen, Leiter des Organisationsbüros, am Mittwoch. Die Organisatoren erwarten mehr als eine Million Besucher zu dem maritimen Schauspiel vom 25. bis 29. August. Ob auch Bundeskanzlerin Angela Merkel kommen wird, ist noch unklar. Wegen des Umbaus der Kaiserschleuse wird es zum Ende des alle fünf Jahre veranstalteten Windjammer-Treffens keine Auslaufparade geben. Dafür werden rund 20 Segler am ersten Tag in einer Formation einfahren, die das Schulschiff «Gorch Fock» anführt. Quelle: BI Louis-Vuitton-Serie/Neuseeland: Schümanns Team rückt vor (12.03.10) Jochen Schümanns Segelcrew All4One hat sich bei der Louis-Vuitton-Serie vor Auckland/Neuseeland auf Platz zwei verbessert. Nach dem zweiten Sieg über die italienische Azzurra rückte die deutsch-französische Mannschaft mit 2:1 Punkten im Klassement näher an Spitzenreiter Team New Zealand (3 Siege) heran. Die Serie für Profi-Teams der Weltsegelteamvereinigung (WSTA) wird auf den neuseeländischen America's-Cup-Yachten NZL 84 und NZL 92 ausgetragen. Bei der Louis-Vuitton-Regatta wird wie im America's Cup in der Duell-Disziplin Matchrace gesegelt. Die Serie endet nach der Vorrunde mit den Finalbegegnungen am 20. und 21. März. Quelle: MS Louis-Vuitton-Serie: Jochen Schümann siegt vor Auckland (10.03.10) Das Segelteam All4One mit Skipper Jochen Schümann hat die Louis-Vuitton-Regatta in Neuseeland vor Auckland mit einem Sieg eröffnet. Die deutsch-französische Crew distanzierte das italienische Team Mascalzone Latino um 44 Sekunden. Die Serie für Profi-Crews der Weltsegelteamvereinigung WSTA wird auf den neuseeländischen America's-Cup-Jachten NZL 84 und NZL 92 ausgetragen. Acht Mannschaften, darunter die zweimaligen America's- Cup-Sieger aus Neuseeland und das britische Team Origin mit dem dreimaligen Laser-Olympiasieger Ben Ainslie, nehmen am Saisonauftakt vor Auckland teil. Die Louis-Vuitton-Serie wird wie der America's Cup in der Disziplin Matchrace ausgetragen und endet nach der Vorrunde mit den Finalbegegnungen am 20. und 21. März. Die WSTA-Tour wird vom 22. Mai bis 6. Juni vor Sardinien und vom 13. bis 28. November in Dubai fortgesetzt. Quelle: GT
Eine spannende Regatta bildet den Auftakt des maritimen Hochsommers in Rostock. Auf Initiative des Büro Hanse Sail werden der Rostocker Bramsegelschoner „Santa Barbara Anna“ und die Greifswalder Schonerbrigg „Greif“ am 1. Mai vor Warnemünde Segel setzen und entlang der Scandlines-Fährroute nach Gedser (Dänemark) um die Wette segeln. Der Start erfolgt circa 10.00 Uhr, der Zieldurchgang wird gegen 16.00 Uhr erwartet. Am Sonntag (2. Mai) geht es vom dänischen Fährhafen zurück nach Rostock. „Die beiden Rennen werden einzeln gewertet“, erklärt Holger Bellgardt, Leiter des Hanse Sail Büros. „Durch Addition der zwei Etappen wird zudem ein Gesamtsieger ermittelt, der den von Scandlines gestifteten Pokal erhält. So bleibt es bei diesem ‚Duell der Schnellen’ bis zur letzten Sekunde spannend.“ Beide Schiffe wurden 1951, vor fast 60 Jahren, in Dienst gestellt und können jeweils circa 560 Quadratmeter Segelfläche an den Wind bringen, die „Santa Barbara Anna“ unter Breitfock sogar 660 Quadratmeter. Der Dreimaster, gebaut als Fischerei-Trawler in Lowestoft (England), ist mit 44 Meter Länge über Alles auch drei Meter länger, als das nur über zwei Masten verfügende, in Warnemünde entstandene Segelschulschiff „Greif“. Die Rümpfe der beiden Traditionsschiffe sind gleich lang und breit (ca. 34,00 m / 7,00 m). Ob der dritte Mast der „Santa Barbara Anna“ ein Vorteil ist, das muss sich zeigen. Die „Greif“ gilt als schneller Segler. Bereits mehrfach hat sie die Regatta der Rahsegler während der Hanse Sail gewonnen. Viel hängt sicher von Windrichtung und -stärke und vom Geschick der Besatzungen ab. Regatta-Leiter ist Uwe Jahnke, langjähriger Wettfahrtleiter der Warnemünder Woche und Vize-Präsident des Deutschen Segler Verbandes. Mitsegler sind an Bord willkommen. Für 89 Euro kann man auf einem der Windjammer für eine Etappe dabei sein. Hin- oder Rückfahrt nach bzw. von Gedser erfolgt mit einer der Scandlines-Fähren. Fährüberfahrt sowie Verpflegung sind im Reisepreis enthalten. Beide Etappen mit Übernachtung an Bord in Gedser kosten 160,00 Euro. Die „Greif“ wird den Kurs bereits am 26./27. sowie 28./29. April absegeln. Quelle: Palstek Volvo Ocean Race 2011-12 kommt in die Gänge (23.02.10) Das Volvo Ocean Race 2011-12 wird im Herbst 2011 in Alicante starten, Capstadt wird - wie beim letzten Mal - das erste Etappenziel sein, wie die Organisatoren mitteilten. Die anderen Zwischenstopps werden Ende März bekanntgegeben. Sie hängen u.a. von den Booten, bzw. den Sponsoren ab, denn jedes Schiff will natürlich ein Etappenziel in seiner Heimat haben. Auch der Starttermin wird dann bekannt gemacht. Dazu dürfte es auch wieder eine spannende Online-Regatta geben. Beim letzten Mal hatten über 200.00 Segler weltweit an dieser virtuellen Regatta teilgenommen. Quelle: Peter O. Walter will start in Alicante, Spain, in the autumn of 2011. Cape Town will be the first stopover. The remaining route will be announced by the end of March 2010.
(31.01.10) Wenn alte Herren in warmen Winterjacken und mit Pudelmütze auf dem Kopf in viel zu kleinen Optis noch dazu im Januar auf dem Aasee unterwegs sind, dann scheint das auf dem ersten Blick nicht ganz normal zu sein. Am vergangenen Samstag (12. Januar) konnten neugierige Spaziergänger aber gleich mehrere von dieser Sorte beobachten. Zum ersten Mal hatte die Hansa-Jugendabteilung zur großen Opti-Eisbeutelregatta eingeladen. Ausnahmsweise stiegen also mal nicht nur die Kinder in die Optis, sondern auch zahlreiche mutige Erwachsene. Insgesamt 15 Starter wagten sich auf den Aasee. Sogar vom Nachbarverein SCM und aus Warendorf waren Teilnehmer angereist. Die eifrige Vorbereitung der Jugendabteilung zahlte sich aus: Dank vieler Helfer lief am Samstag auf dem Wasser und an Land alles glatt. Viele Hansa-Mitglieder kamen zum Zugucken, wurden von der Jugend mit Kakao, Glühwein und Waffeln versorgt und feuerten die "Eisbeutel" beim Start um 14 Uhr an. Als Besonderheit hatte sich die Regattaleitung um Sebastian Imach ausgedacht, dass das Startgeld abhängig vom Gewicht des Steuermanns berechnet wurde. Dafür gab es auch eine gewichtsabhängige Zeitgutschrift für die Gesamtwertung. Bis auf einen kleinen Regenschauer spielten Wind und Wetter mit, sodass nahezu ideale Segelbedingungen herrschten. In jeder der beiden Wettfahrten war sogar zur Freude mancher Beobachter eine Kenterung zu sehen. Die Mannschaft im Sicherungsboot konnte aber schnell helfen und die Pechvögel aus dem kalten Wasser bergen. Obwohl klar der Spaß im Vordergrund stand, waren die Rennen auf dem Wasser spannend wie beim Americas-Cup und so mancher Senior entpuppte sich als durchaus ambitionierter Optisegler. Nach den Wettfahrten trafen sich alle im Clubraum zum üppigen Büffet mit Aufschnitt, Gulaschsuppe und Schweineschinkenbraten sowie Käseplatte und Zitronenpudding als Nachtisch. Vor der Siegerehrung war somit ausreichend Gelegenheit über den erfolgreichen Nachmittag zu fachsimpeln. Wenn auch keine Ranglistenpunkte vergeben wurden, so gab es doch jede Menge Pokale zu ergattern – und das nicht nur für den Gesamtsieger Werner Böinghoff vom SCM. Auch für den jüngsten, den ältesten und den schwersten Teilnehmer hatten die Hansa-Jugendlichen die passenden Pokale gebastelt. Zum Gaudi aller wurde der Pokal für die beste Seglerin mangels weiblicher Teilnehmer an den Segler mit den attraktivsten Kurven vergeben - Glückwunsch, Mehdi! Die Jugendabteilung plant für 2009 eine Wiederholung der erfolgreichen Regatta. Dann hoffentlich mit noch mehr Teilnehmern und vor allem auch einigen mutigen weiblichen "Eisbeuteln". Vielen Dank an alle Jugendlichen für die tolle Mitarbeit und Dank auch an den Vorstand, dass er uns diese "Premiere" ermöglicht hat. Quelle: http://www.eiszapfenregatta.de
(24.01.10) Die innovative Erfindungdes Parasailors aus Deutschland, die das Segeln vor dem Wind effektiver und einfacher macht, hat sich durchgesetzt. Mit gutem Grund, wie ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt. Das Vorwindsegel mit dem eingearbeiteten Flügel macht das Spinnakersegeln nicht nur zum Kinderspiel, sondern sorgt auch für Speed. Ob Einrumpfyachten oder Katamarane, die Crews mit dem Parasailor belegten vordere Plätze. Die ARC ist ein Dauerbrenner und zeigt, wovon die meisten Segler träumen: Vom Abenteuer einer Atlantiküberquerung mit einer Yacht. Mehr als 1.100 Seglern auf 210 Yachten aus 32 Nationen starteten in diesem Jahr zur 2.800 Seemeilen (rund 5.000 Kilometer) entfernten Karibikinsel St. Lucia. Insgesamt haben sich bisher bereits rund 25.000 Segler beteiligt, darunter fast 5.000 aus Deutschland. Rallye-Gründer Jimmy Cornell, ein britischer Journalist, Segler und Buchautor, wollte 1986 mit seiner Idee einer Flottillenfahrt die lange Atlantikpassage für die Crews von Segelyachten sicherer machen. Von Anfang an war die Rallye jedoch eine Regatta, eine Wettfahrt um erste Plätze. Jeder wollte möglichst schnell ankommen, was dem Sicherheitsaspekt der ARC keinen Abbruch tat und tut, denn wenn sich alle Teilnehmer anstrengen schnell zu segeln, bleibt die Flottille auch zusammen, und somit ist in den einsamen Weiten des Atlantiks nahe Hilfe in Notfällen gewährleistet. Seglercrews, die eine Regatta gewinnen wollen, rüsten ihre Yachten mit allem auf, was sie schneller macht. Dazu gehören auch neue Segel und Segelschnitte. Die Atlantic Rally for Cruisers spiegelt so seit Jahren die Entwicklung der Segeltechnik wider. Bei der 24. ARC zeigte sich, dass der Parasailor so etwas wie „State of the Art“ ist, wenn es um Kurse vor dem Wind geht. Diese Down-Wind-Kurse sind die Stärke des Spinnakers mit dem Flügel, der dank der Innovation der deutschen Firma ISTEC aus Landsberied bei München den Stressfaktor vom Spinnakersegeln nimmt. Regattasegeln mit dem normalen Spi bedeutet für die Crew in der Regel höchste und ständige Konzentration. Beim Parasailor ist es anders: Durch den eingearbeiteten Flügel, der fast identisch mit einem Kite- oder Gleitschirm ist, stabilisiert sich dieses Vorwindsegel im Gegensatz zu einem normalen Spinnaker in fast allen Situationen selbst. Das geschieht durch den Staudruck im eingearbeiteten Tragflächenprofil des Segels, ohne dass der optimale Vortrieb beeinträchtigt wird. Kein Wunder, dass sich schon mehr als 30 Crews bei der jüngsten ARC dafür entschieden, gleichermaßen entspannt und schnell wie auf Flügeln über den Atlantik zu segeln. Zumal das Setzen und Bergen des Segels durch einen neu entwickelten Bergeschlauch problemlos ist. Der 2.800-Meilen-Kurs der ARC führt überwiegend mit den vorherrschenden Passatwinden von achtern über den weiten Atlantik. „Wir haben unseren neuen Parasailor schon an der Küste von Gran Canaria gesetzt und sind mit sehr stabilem Kurs neun bis zehn Knoten gesegelt und haben als Topp-Speed 12,5 Knoten erreicht,“ begeisterte sich der Skipper der Segelyacht „Victory Too“ am Ziel und sprach davon, dass das neue Segel seine Erwartungen mehr als erfüllt hat. Zehn Knoten sind rund 18 Stundenkilometer und für eine Yacht, die wie fast alle ARC-Boote mehr für das Fahrtensegeln als für Regatten ausgelegt sind, ist das Schnellzugtempo. Quelle: www.parasailor.com Neuseeländer gewinnen Sydney - Hobart (29.12.09) Der neuseeländische Racer «Alfa Romeo» hat den Segelklassiker Sydney - Hobart gewonnen. Die Crew um Skipper Neville Crichton benötigte für die 1160 km lange Strecke 2 Tage, 9 Stunden und 2 Minuten. Die «Alfa Romeo», eine so genannte «Supermaxi»-Jacht, dominierte klar beim Start in Sydney am Samstag mit ihrem überlegenen Geschwindigkeitspotenzial und gab die Führung nicht mehr ab. Fast eineinhalb Stunden dahinter kamen die australischen Titelverteidiger von «Wild Oats XI» als Zweite ins Ziel. Die britische Jacht «ICAP Leopard» belegten Rang drei. Wegen leichter Winde um die 15 Knoten verfehlte die Sieger-Jacht den vier Jahre alten Streckenrekord klar. Die Bestzeit von «Wild Oats XI» aus dem Jahr 2005 steht bei einem Tag, 18 Stunden und 40 Minuten. Das Rennen von Sydney nach Hobart, Hauptstadt der australischen Insel Tasmanien, wird seit 1945 ausgetragen und gilt als eine der anspruchsvollsten Hochsee-Regatten der Welt. Quelle: BOI
(21.12.09) Die Rolex Trophy im australischen Sydney ist der vorweihnachtliche Adrenalinkick für die Rolex Sydney to Hobart-Flotte, und natürlich alle anderen, die nach Weihnachten was anderes (natürlich nichts besseres) zu tun haben, als gen Tasmanien zu segeln. Die Rolex Trophy Rating Series ist offen für IRC, PHS und One Designs, und es duelliert sich schon mal alles, was Rang und Namen hat. Niklas Zennstroms RAN will nach Fastnet und Middle Sea Race auch die dritte große 600-sm-Regatta ins Logbuch eintragen, und stellt sich der lokalen Konkurrenz. Alan Brierty zeigte mit seiner Reichel/Pugh 63 LIMIT dem Schweden gleich, wo Down Under der Frosch die Locken hat, und mähte RAN vor der Ziellinie des Shark Island Races beim Gennakerduell taktisch nieder. WILD OATS und ALFA ROMEO fehlten natürlich auch nicht und verdunkelten Sydney Harbour mit ihren hauswandgroßen Segeln. Auch LOKI, das neue Boot von Stephen Ainsworth (seine alte LOKI war an einem italienischen Strand verendet, Lobster One History Channel - Episode 4) und als R/P 62 fast ein Schwesterschiff von LIMIT, musste sich Brierty geschlagen geben, wenn auch nur um einen Punkt in der IRC Gesamtrangliste nach Streichern. Jetzt noch kurz Geschenke auspacken, dann geht es nach Hobart. Quelle: SH
(16.12.09) Der 33. America's Cup wird im Februar 2010 vor Valencia ausgesegelt: Das entschied der Oberste Gerichtshof in New York - und wies damit den Einspruch des Titelverteidigers Alinghi ab. Das Schweizer Syndikat wollte die Regatta gegen BMW-Oracle in den Vereinigten Arabischen Emiraten austragen. Die Richter entschieden, das der von den Schweizern gewählte Austragungsort nicht mit den Bestimmungen der Cup-Stiftungsurkunde von 1887 übereinstimmt. Als einzig legale Alternative, der auch die Amerikaner zugestimmt haben, bleibt die spanische Hafenstadt Valencia, die bereits 2007 Schauplatz war. Mit dieser Entscheidung geht der seit zweieinhalb Jahren währende Gerichtsstreit zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing zu Ende. "Das ist ein großer Schritt vorwärts", sagte Tom Ehman, Sprecher von BMW Oracle Racings Heimatverein Golden Gate Yacht Club. "Die Segelwelt will Sicherheit anstelle von Zweifel und Verzögerung." Alinghis Schweizer Club Société Nautique de Genève gab die gerichtliche Niederlage zu. Vize-Kommodore Fred Meyer sagte: "Zum ersten Mal in der Geschichte des America's Cup wurde dem Verteidiger das Recht genommen, den Austragungsort zu bestimmen. Die Société Nautique de Genève akzeptiert diese Entscheidung, und Alinghi richtet nun seinen Blick auf die Rennen im Februar in Valencias spanischem Revier." Die 33. Regatta um den America's Cup zwischen den beiden Cup-Giganten soll laut Gericht vom 8. Februar 2010 an stattfinden. Während die Schweizer um ihren Boss Ernesto Bertarelli mit einem Katamaran starten, wollen die Amerikaner mit einem Trimaran und einem Millionen Euro teurem Hightech-Flügelsegel antreten. Quelle: K.L.H.
(19.11.09) Barken, Briggs, Koggen und Kutter: Zur Sail 2010 werden in Bremerhaven wieder eine große Anzahl berühmter Großsegler erwartet. "Bislang haben 148 Segler, 19 Motor- und 4 Dampfschiffe aus 15 Nationen zugesagt", sagte Heino Tietjen, der Leiter des Organisationsbüros der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS) am Mittwoch. Eindrucksvolle Großsegler werden zur Sail wieder in Bremerhaven festmachen. Neben der "Gorch Fock", der "Alexander von Humboldt" oder der russischen "Sedov" haben auch die "Mir" und die Viermast-Bark "Krusenstern" ihr Kommen angekündigt. Erstmals dabei sind laut mündlicher Zusage der spanische Viermastschoner „Juan Sebastián de Elcano“ und der schwedische Ostindienfahrer „Götheborg“. Die Suche nach Schiffen geht weiter. „Wir würden gerne noch das eine oder andere i-Tüpfelchen haben“, sagt Tietjen. An Land sollen 350 bis 400 Stände und vier große Musikbühnen für Stimmung sorgen. Die Höhe der Gesamtinvestitionen konnte Tietjen nicht nennen. "Um über Gelder zu reden, ist es einfach noch zu früh." "Wir hoffen noch auf einige weitere Highlights." Wie schon 2005 rechnen die Veranstalter mit bis zu 1,3 Millionen Besuchern auf dem Spektakel vom 25. bis 29. August. "So ist die Organisation angelegt", sagte Tietjen bei der Vorstellung des Programms. Quelle: NWZ 10-Millionen-Mast von Rennyacht gebrochen (9.11.09) Am Morgen des 3.11. brach der Mast des 90 Fuß langen Trimarans des America's Cup-Herausforderers BMW Oracle Racing bei einer Testfahrt 30 Meilen vor Point Loma nahe San Diego. Das vom Golden Gate Yacht Club in San Francisco unterstützte Team testete die "BMW Oracle Racing" dort seit dem Herbst. Sie lief rund 20 Knoten, als am Morgen der 200 Fuß lange Mast zusammenbrach. Die achtköpfige Crew blieb unversehrt. Das Unglück ereignete sich bei wenig Wind und ruhiger See. Der Karbonfiberglasmast hatte einen Wert von rund 10 Millionen Dollar und das Großsegel mit einer Fläche von der Größe zweier Flügel einer Boeing 747. Das Rigg wurde von einem Begleitboot geborgen. Das Syndikate soll am 8.2. auf die schweizerischen Cup-Verteidiger von Alinghi stoßen. Es verfügt über zwei Ersatzmasten. Quelle: Tim Schwabedissen [Google] [Yahoo] [Ökoportal.de] Kontakt |