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"Petrozavodsk" zerbrochen   Großbild klick!
Russischer Kühlfrachter zerbrochen
(11.3.10) Der russische Fischfrachter "Petrozavodsk", 2464 BRZ (IMO-Nr.: 8016457), der am 11.5.2009 auf Bjørnøya vor Svalbard gestrandet war, ist jetzt in zwei Teile gebrochen. Damit wurden Pläne der norwegischen Küstenverwaltung obsolet, das Schiff im Sommer 2010 zu räumen. Der Bug löste sich vom restlichen Schiffskörper und kippte auf die Seite. Nun ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass auch das Heck sich nach Steuerbord legt. Ursprünglich hatte im Sommer begonnen werden sollen, Kabel und Isolationsmaterial aus dem Kühlschiff auszubauen, das wegen Trunkenheit der Schiffsführung an der unzugänglichen Stelle auf den Felsen landete. In der Nähe befinden sich große Seevögel-Brutkolonien. Das Küstenwachboot "Nordkapp" beobachtete am 9.3. die Entwicklung vor Ort und dokumentierte das Wrack. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturmtief Andrea brachte Frachter in Not
(11.3.10) Das Sturmtief Andrea hat im Mittelmeer zwei Schiffe in Bedrängnis gebracht. Die italienische Roro-Fähre "Esprit", 9399 BRZ (IMO-Nr.: 7713383), erlitt vor der sardinischen Küste am 10.3. Ruderschaden. Ein Schlepper sowie das Patroullienboot "CP 824" kamen dem in meterhohen Seen treibenden Schiff vor Monte Santu, rund acht Meilen nördlich von Arbatax, zu Hilfe. An Bord waren 19 Mann Crew und ein mitreisender Lkw-Fahrer. Der Havarist konnte nach Arbatax eingebracht werden. Er hatte Gefahrgut an Bord. Das 10270 Tonnen verdrängende Schiff der Efthymiou Shipping in Athen wurde 1979 auf der Kalmar-Werft erbaut und als "Merzario Fenicia" in Fahrt gebracht. Es ist 140 Meter lang und 20,3 Meter breit. Ebenfalls 19 Mann Crew hatte der bulgarische Frachter "Burgas", 7455 BRZ (IMO-Nr.: 8518077) an Bord, als er am 11.3. um 00.35 Uhr 60 Meter vor der Küste von Castellaneta (Taranto) auf einer Sandbank festkam. Das Schiff hatte einige hundert Meter vor dem Strand geankert, war aber unter dem Einfluss von Wind und Wellen ins Treiben geraten. Als die Verkehrszentrale die Drift bemerkte, war es bereits zu spät. Patroullienboote der Küstenwache vergewisserten sich, dass die Lage an Bord sicher ist. Der 8800 Tonnen verdrängende Frachter wird von der Navibulgar in Varna betrieben. Er ist 123,63 Meter lang und 21,06 Meter breit. Er wurde 1987 in Gijon erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion auf "Boudicca"- drei Verletzte
(11.3.10) Am 3.3. kam es auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrer "Boudicca", 28372 BRZ (IMO-Nr.: 7218395) zu einer Kesselraumexplosion, nachdem er von Southampton kommend in Malaga festgemacht hatte. An Bord waren zu dieser Zeit 831 Passagiere und eine Crew von 331. Drei Philippinos erlitten durch kochendes Wasser zum Teil schwere Verbrühungen und kamen ins Krankenhaus, einer in kritischem Zustand. Der nächste Anlaufhafen Cartagena musste danach gestrichen werden. Bei dem 206,96 Meter langen Schiff der Reederei Fred Olsen in Oslo handelt es sich um die einstige "Royal Viking Sky", die 1973 bei Wärtsilä in Helsinki erbaut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Hearing zur "Eagle Otome"-Kollision fortgesetzt
(11.3.10) Am 10.3. war der zweite Tag des Hearing der Coast Guard zur Kollision der "Eagle Otome" mit dem Frachter "Gull Arrow" und dem Schlepper "Dixie Vengeance" am 23.1., bei der über 400,000 Gallonen Öl in den Sabine-Neches Waterway ausliefen. Dabei stellte der 2. Lotse, Captain David Borden, sein Trainingsprogramm und seine Erfahrung sowie Ruhezeiten und Vorbereitungen für den Transit dar. Peter Chua, der 3. Offizier der "Eagle Otome", sagte über seine seemännische Vergangenheit und die Wachpflichten aus. Captain Lex Wimberley, Kapitän der "Dixie Vengeance" machte Angaben über die Arbeit seines Schleppers, die Konfiguration des Schleppverbandes und die Navigationsausrüstung auf der Brücke sowie die Ereignisse, die zur Kollision führten. Er sagte, er habe die Maschine zurück laufen lassen, als er das Alarmsignal der "Eagle Otome" hörte und sah deren Anker noch fallen. Versuche, über Funk zu kommunizieren, waren zuvor ohne Reaktion geblieben. Dies wurde von einem Besatzungsmitglied bestätigt. Quelle: Tim Schwabedissen



13 Schiffbrüchige nach Bootskenterung gerettet
(11.3.10) Der britische Containerfrachter "MSC Acapulco", 10763 BRZ (IMO-Nr.: 9111474) rettete am 10.3. um 12.47 Uhr 13 Überlebende, neun Männer und vier Frauen, einer gekenterten Yola südlich von Isla Saona in der Dominikanischen Republik. Sie wurden einem Boot der örtlichen Marine übergeben, das sie nach La Romana brachte. Währenddessen wurde die Suche nach zwei weiteren Vermissten fortgesetzt und durch einen HH 65 Dolphin-Helikopter der Air Station Borinquen und das 110 Fuß lange Küstenwachschiff "Pea Island" aus Key West unterstützt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kran an Kieler Kraftwerk zum 2. Mal demoliert
(11.3.10) Am 10.03.2010, gegen 10:30 Uhr, stieß der unter Bahamas Flagge fahrende Frachter "Strami", 2373 BRZ (IMO-Nr.: 8922254) beim Anlegen am GKK-Kraftwerk in Kiel gegen den dortigen Verladekran und beschädigte diesen so, dass er zunächst nicht mehr betrieben werden konnte. Nach der Untersuchung durch zwei Sachverständige konnte der Kran am 11.3. wieder in Betrieb genommen werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten noch an. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest, dürfte nach Schätzungen aber nicht unerheblich sein. Das 88 Meter lange Schiff von Ferrus Smit aus Hoogezand war mit einer Ladung Kohle für das Kraftwerk aus Stettin gekommen. Bereits im Jahr 2006 hatte der Frachter "Anne Marie" den Kran beim Anlegen beschädigt. Damals hatte der Kapitän 2,27 Promille im Blut gehabt, jedoch hatte ihm nicht nachgewiesen werden können, dass er Alkohol vor und nicht, wie behauptet, nach der Kollision getrunken habe. Quelle: Tim Schwabedissen



Bordhund der "Mary Rose" wird nach über 500 Jahren ausgestellt
(11.3.10) Der Hund, der an Bord des 1545 gesunkenen Schlachtschiffs "Mary Rose" bei dessen Bergung im Solent gefunden wurde, erhielt seinen Spitznahmen nach dem Fundort, wo ihn Taucher entdeckten - einer Luke (Hatch). Jahrhundertelang hatte er nahe der Schiebeluke der Tischler-Kajüte gelegen. Nun wird das zu 99 Prozent erhaltene Skelett zusammen mit anderen Artefakten aus der Tudor-Zeit erstmals bei der jährlichen Hundeschau im Kennel Club in Birmingham ausgestellt. Der Mischling war wohl als Rattenfänger auf dem Schiff gewesen, denn Katzen waren damals an Bord nicht erlaubt aus Sorge, dass sie Unglück brächten. Analysen der Knochen ergaben, das Hatch wohl die größte Zeit seines an die zwei Jahre währenden Lebens auf Schiffsplanken verbrachte und höchstens mal am Kai in Southampton Auslauf hatte. Es handelt sich um den ältesten bekannten Bordhund der Welt. Seine Leiche ist eines von rund 19000 Fundstücken aus dem Wrack der "Lady Rose", doch sie konnte mangels Platz nie in Portsmouth gezeigt werden. Dies soll sich im künftigen Mary Rose Museum ändern. Der Untergang des 34 Jahre alten Flaggschiffs von Henry VIII. war stets ein Rätsel geblieben. Forscher nehmen an, dass das Schiff sich während einer Schlacht mit Frankreich am 19.7.1545 so scharf überlegte, das Wasser durch die offenen Geschützpforten flutete. Dies könnte auf ein Missverständnis zwischen dem Befehlshaber Admiral George Carew und seiner spanischsprachigen Crew zurückzuführen gewesen sein - ein Fehler, der fast 500 Menschenleben kostete. Das Schiff sank so schnell, das auch die Ratten keine Chance zur Flucht hatten. Doch es zeigte sich, dass Hatch wohl gute Arbeit geleistet hatte. Es fanden sich nur wenige Rattenknochen an Bord. Das Wrack wurde zunächst 1830 erstmals wieder entdeckt, doch mit der Verschlickung des Solent wieder verloren bis 1967. 1982 wurde es nach langer Vorarbeit gehoben. Rechtzeitig zur Olympiade 2012 will das Museum im Portsmouth Historic Dockyard neu eröffnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Berlin soll Lösung erwirken im Umgang mit Wrack der "Admiral Graf Spee"
(11.3.10) Ein Geschäftsmann aus Uruguay hat am 10.3. konkrete Hilfe von der Bundesregierung in Berlin verlangt im Zusammenhang mit dem am 17. Dezember 1939 vor Montevideo selbstversenkten Schlachtkreuzer "Admiral Graf Spee". Der Geschäftsmann Alfredo Etchegaray hat einen Vertrag mit der Regierung in Uruguay, der ihm die Rechte über rund 1000 vor der Küste in den letzten 300 Jahren gesunkenen Schiffen gibt. Er will ein Ende des deutschen Widerstandes gegen die Ausstellung geborgener Teile des Wracks wie einen großen Bronzeadler mit Hakenkreuz in den Klauen, der sich einst am Heck befand. Er ist derzeit im Gewahrsam der Marine Uruguays. Nach eigenen Angaben arbeitet Etchegaray seit 1984 an der Bergung von Teilen des Wracks. 2004 hob er den tonnenschweren Telemeter, ein Entfernungsmessgerät. In einem Hotel in Montevideo wurden 2004 Artefakte ausgestellt, doch nach Druck aus Deutschland wurde die Ausstellung wieder geschlossen, und das Bergungsgut von der Marine gesichert. Deutschland solle ihn nun unterstützen und kompensieren, fordert der Berger. Der deutsche Außenminister forderte bei seiner Südamerikareise am 9.3., die Stücke sollten in einem Museum aufbewahrt werden. Nazisymbole sollten keinesfalls auf dem Markt für Militaria landen, forderte er in Montevideo. Der Schlachtkreuzer war, um der drohenden Internierung zu entgehen, von seinem Kommandanten Hans Langsdorff im Rio de La Plata gesprengt worden. Er hatte zuvor schwere Gefechtsschäden erhalten und Montevideo als Nothafen angelaufen. Nach einem diplomatischen Tauziehen musste das Schiff den Hafen schließlich verlassen. Um unnötige Menschenopfer zu vermeiden - vor der Küste kreuzten starke britische Verbände -, ließ Langsdorff es wenig später von der Rumpfcrew, die auf der letzten Fahrt an Bord war, versenken. Danach beging er Selbstmord. Quelle: Tim Schwabedissen



Amazonas-Fähre gesunken - zwei Vermisste
(11.3.10) Am Morgen des 10.3. sank auf dem Amazonas die Fähre "A. Nunes" mit 92 Menschen an Bord. Zwei Besatzungsmitglieder wurden vermisst und sind vermutlich ertrunken, die anderen wurden einem passierenden Flussschiff gerettet. Die "A. Nunes" ging gegen ein Uhr auf dem Solimoes River, einem der beiden Zuflüsse des Amazonas, nahe Anori und rund 190 Kilometer von Manaus entfernt unter. Sie war von dort auf Westkurs nach Tefe, als ein im Fluss treibender Baumstamm den Rumpf aufriss. Die beiden Vermissten wurden von der Strömung fortgerissen, als sie am Rumpf abtauchten, um ihn abzudichten. Die brasilianische Marine schickte ein Patroullienboot und Taucher zur Unglücksstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährboot vor Kamerun gekentert - an die 30 Opfer befürchtet
(11.3.10) Mindestens neun Menschen ertranken und 15 wurden vermisst, nachdem vor der Küste von Kamerun ein Boot auf dem Weg nach Nigeria am 7.3. kenterte. Rund 60 Menschen waren an Bord des Schiffes, als es vor der Südwestküste in hohen Wellen unterging. Die Polizei und Angehörige einer nahen Marinebasis konnten an die 40 Leute retten. Wenige Stunden später trieben die ersten Leichen an. Die Suche nach den Vermissten dauerte auch am 10.3. an. Ursache des Unglücks war wohl Überladung. Quelle: Tim Schwabedissen



Manövrierunfähige Yacht abgeschleppt
(11.3.10) Der Schlepper "Bravo" von Polderman aus Hansweert hat am Abend des 10.3. die manövrierunfähige belgische Yacht "Jit Nie" geborgen, die nahe Hansweert über einen Damm bei Ossenisse gelaufen war und Ruderschaden erlitten hatte. Die "Jit Nie" trieb daraufhin mit ihrem Skipper zwischen den Seeschiffen hilflos im Fahrwasser. Sie wurde nach Westerschelde geschleppt. Von dort soll es in den Yachthafen von Wemeldinge zur Reparatur weitergehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster drohte in Jakobstad zu sinken
(11.3.10) 200 Kubikmeter Wasser drangen in den schwedischen Zweimaster "Jakobstads Wapen" ein und richteten erheblichen Schaden an Maschine und Elektrik an. Die Feuerwehr lenzte die Galeasse, einen Nachbau eines Schiffes aus dem 17. Jahrhundert, die am 8.3. durch den Wassereinbruch am Kai in Jakobstad zu sinken drohte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ecostar G.O." weiter in Oxelösund
(11.3.10) Der unter Marshall Islands-Flagge segelnde Bulkcarrier "Ecostar G.O." (IMO-Nr.: 9386421) wurde am 10.3. vom Kailiegeplatz 9½ nach Kai III im Hafen von Oxelösund verschleppt, nachdem zuvor der vollgelaufene Laderaum gelenzt worden war. Während am aufgerissenen Rumpf aber noch keine Reparaturen einsetzten, liegt der Kollisionsgegner "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.: 7528647) seit dem 7.3. zur Wiederherstellung des eingedrückten Bugs in Stettin. Quelle: Tim Schwabedissen



"Maria S. Merian" provisorisch wiederhergestellt
(11.3.10) Am 11.3. sollen die provisorischen Reparaturarbeiten an dem deutschen Forschungsschiff "Maria S. Merian", 5573 BRZ (IMO-Nr.: 9274197) in Limassol beendet sein, die nach der Kollision mit der zypriotischen Fähre "Pontos", 20344 BRZ (IMO-Nr: 7718450), am 28.2. nötig geworden waren. Die Fähre war ihr ins Heck gelaufen. Dabei wurden ein dort angebrachtes Arbeitsgerüst, der Rumpf sowie das Freifallrettungsboot beschädigt. Dann wurde das Forschungsschiff noch gegen zwei vor seinem Bug liegende Hafenschlepper geschoben. Die Forschungsexpedition "MSM14/3" vor der zyprischen Küste musste daraufhin verschoben werden, die Wissenschaftler kamen während der Reparaturarbeiten in örtlichen Hotels unter. Das Rettungsboot konnte so schnell nicht ersetzt werden, stattdessen wurden zusätzliche Rettungsinseln an Bord genommen. Eine endgültige Reparatur soll im Sommer in einer deutschen Werft erfolgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision der "Eagle Otome"   Großbild klick!
Hearing zur Kollision der "Eagle Otome" hat begonnen
(10.3.10) Am 8.3. begann ein Hearing der Coast Guard zur Kollision des Tankers "Eagle Otome" mit der Barge "Gulf Arrow" sowie dem Schlepper Dixie Vengeance" am 23.1. im Sabine Neches Waterway, bei der 462000 Gallonen Öl ausliefen. Dabei stellte sich heraus, dass die Lotsen beider Schiffe sich klar waren, dass sich ihre Fahrzeuge in kurzer Distanz voneinander befanden, doch sie dachten, dass sie voneinander klar kämen.
Der Kapitän der "Eagle Otome" sagte aus, dass er sich über die Lage seines Schiffes zusehends Sorgen gemacht habe, als es von starken Winden auf die Westseite des Kanals gedrückt wurde. Diese aber hätte für Entgegenkommer freibleiben müssen. Die Sicht war sehr, sehr schlecht, sagte er, und das Schiff drehte an einem Punkt zu scharf. Er half den Lotsen, den Winkel zu korrigieren. Es befanden sich vorschriftsgemäß zwei von ihnen an Bord. Doch die Lotsen seien nicht kooperativ gewesen und hätten ihm die Informationen über die Absprache mit dem entgegenkommenden Schlepper "Dixie Vengeance", der mit zwei Bargen flussabwärts unterwegs war, vorenthalten. Der Schlepper war vor dem Tanker noch gewarnt worden, und dessen Kapitän hatte ihn in Sicht, war aber von der Breite des Schiffes wohl überrascht. Ein Lotse sagte, die Fahrt des Tankers solle herabgesetzt werden, um eine Passage zu ermöglichen. Dies wurde vom Schlepper bestätigt. Der Tankerkapitän versuchte Augenblicke vor der Kollision noch, die Programmierung des Schiffes zu überlisten und es zu beschleunigen, doch dabei drückte er versehentlich einen Knopf auf der Konsole, der die Maschine sofort abschaltete. Er wies den Mann am Buganker daraufhin sofort an, diesen fallen zu lassen trotz der hohen Fahrt, die das Schiff lief, um es wieder auf Kurs zu bringen. Doch es war zu spät, der Tanker geriet weiter aus seinem Fahrwasser heraus und kollidierte mit der am Kai liegenden Barge, ehe der Bug des Tankers von dem entgegenkommenden Schleppzug aufgerissen wurde und die Ölverschmutzung ihren Lauf nahm. Quelle: Tim Schwabedissen



"Silver Fern" wird geborgen   Großbild klick!
"Silver Fern" von Kutterkollegen geborgen
(10.3.10) Der Kutter "Silver Fern" aus Bluff wurde einen Tag nach seiner Strandung in der Curio Bay vor der Küste von Catlins wieder flott gemacht. Der 12 Meter lange hölzerne Trawler hatte um 5.49 Uhr dem Rescue Coordination Centre den Seenotfall gemeldet, woraufhin zwei Hubschrauber gestartet waren. Da die Crew aber nicht in Gefahr war, drehten sie wieder ab. Die "Silver Fern" hatte über Nacht geankert, doch offenbar hatte der Anker nicht gehalten im Sand, und nach einem Winddreher trieb das Schiff auf Grund. Die zweiköpfige Crew konnte im knietiefen Wasser an Land waten. Der Hummerkutter "Argosy", der nahe Stewart Island auf Fang war, nahm mit 11 Knoten Fahrt Kurs auf die Strandungsstelle. Nachdem er vier Stunden darauf eingetroffen war, machte er sich umgehend daran, den Havaristen wieder flottzumachen. Mit der Flut gelang dies um 11.20 Uhr, nachdem er eine Stunde an der 500 Meter langen Schlepptrosse gezogen hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandetes Binnenschiff blockierte Rhein
(10.3.10) Am 09.03.2010 lief das niederländische Binnenschiff "Avalon", 3964 ts (ENI-Nr.: 02329494) auf dem Rhein bei Kilometer 372,5, nahe Leimersheim (Landkreis Germersheim) auf eine Buhne. Für mehrere Stunden blockierte der Havarist den Scbhiffsverkehr, da der Rhein für die Bergungsarbeiten gesperrt werden musste. 11 Schiffe mussten ihre Fahrt zeitweilig unterbrechen. Um 16.00 Uhr ging das niederländische Binnenschiff "Benja" (ENI-Nr.: 02331196) längsseits und versuchte zunächst vergeblich mit Hilfe seines 550 PS starken Bugstrahlruders, die mit Stahlrollen beladene "Avalon" von der Buhne zu ziehen. Die Unfallstelle wurde von der "Gottfried Tulla" des WSA Mannheim und dem in Karlsruhe stationierten Polizeiboot 4 gesichert, bis es Stunden später endlich doch gelang, den Havaristen wieder flott zu machen. Er war für den derzeitigen niedrigen Wasserstand des Flusses zu tief abgeladen gewesen und deswegen mit dem Heck festgekommen.
Die "Avalon" wurde 2008 bei Santierul Naval Orsova SA in Orsova erbaut und der Kasko bei De Gerlien - Van Tiem in Druten ausgerüstet. Das Schiff der Vof. Leunis - Grinwis in Terneuzen ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3, Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff sollte aus Zorn über Entlassung versenkt werden
(10.3.10) Ein einstiger Beschäftigter der Stadt Waterford sitzt seit dem 8.3. im Saratoga County Gefängnis, nachdem er versucht hatte, den 259 Fuß langen und 36 Fuß breiten Frachter " Day Peckinpaugh" in Schleuse 2 zu versenken. Er hatte im Juli 2009 eine Tätigkeit für das State Museum bei der Instandhaltung deren Schiffes angetreten, die am 25.2.2010 endete. Am 7.3. schlich er an Bord und öffnete Flutungsventile, eher er mit einem in der Nähe geparkten Chevrolet Blazer floh, den die Polizei später sicherstellte. Am Morgen des 8.2. stellten Arbeiter gegen sieben Uhr fest, dass das Heck des Schiffes um zwei Fuß tiefer als normal lag. Üblicherweise sind vier Mann das ganze Jahr an Bord tätig. Es stellte sich heraus, dass Wasser in den Maschinenraum flutete. 12 Mann machten sich daran, das eingedrungene Wasser auszupumpen, um den drohenden Untergang abzuwenden. Das staatliche Canal Corps und die Marine Highway Transportation Company stellten Schläuche und Pumpen zur Verfügung. Schnell stellte sich heraus, dass der Wassereinbruch auf Sabotage zurückzuführen sein musste. Die einzige Möglichkeit, unter Deck zu gelangen, war mit dem richtigen Schlüsselbund. Die Polizei hatte schnell den unlängst entlassenen Mann im Verdacht. Als sie den Chevrolet des Education Department einen Block von seinem Haus in Waterford entfernt fand, wurde er vernommen und gestand die Tat. Der polizeibekannte Mann hatte sie aus Wut über seine Entlassung begangen.
Die "Day Peckinpaugh" ist im National Register of Historic Places gelistet und wurde 2005 vor der Verschrottung bewahrt. Das 1921 erbaute Schiff war das erste seiner Art für die Fahrt auf dem Kanal und den Great Lakes. Der angerichtete Schaden wird auf über 15,000 Dollar geschätzt. Generatoren und elektrische Einrichtungen wurden von dem Wasser in Mitleidenschaft gezogen, außerdem entstanden Kosten bei der Sicherung von Diesel und Öl vor dem Austritt in den Erie Canal. Das State Museum hat einen Etat von über drei Millionen Dollar zur Renovierung der "Day Peckinpaugh", die Ende 2012 abgeschlossen sein soll. Das Schiff liegt im Winter bei Schleuse 2 und im Sommer am Matton Shipyard auf Peebles Island. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens drei Tote bei Kenterung überladener Fähre
(10.3.10) Mindestens drei Menschen, darunter ein achtjähriges Kind, starben, als ein Fahrgastschiff am 10.3. auf dem Padma-River beit Tangibari Upazila in Munshiganj kenterte. Sie stammten alle aus dem Netrokona Distrikt. Das Schiff war mit über 100 Passagieren nahe des Hassail Bazar gesunken. Die Anzahl der Vermissten war unbekannt. Wahrscheinlich war Überladung Schuld an dem Unglück. Die Feuerwehr leitete eine Rettungsarbeiten ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Tiefseetauchpionier implodiert
(10.3.10) Ein Pionier der Tiefseeforschung, eines der ersten ROVs der Geschichte, ging am 5.3. auf einer Forschungsexpedition vor Chile verloren. Die 15 Jahre alte "Autonomous Benthic Explorer", Kurzname "ABE", war am Abend des 4.3. zu seiner 222. und letzten Tauchreise ausgesetzt worden. Am frühen Morgen des Folgetages brach der Kontakt zu dem Forschungsschiff "Melville" plötzlich ab und konnte auch nicht wiederhergestellt werden. Möglicherweise ist einer der Glasbehälter, die die Schwimmfähigkeit herstellten, implodiert. Eine solche Implosion hätte in 3000 Metern Tiefe zur Folge, das auch die übrigen drei Schwimmkörper zerbrechen und die Kommunikationsmittel, mit deren Hilfe ein Aufstieg ermöglicht worden wäre, zerstört.
Das Fahrzeug war am Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) entworfen und erbaut und auch von diesem eingesetzt worden. Das eigentlich schon ausrangierte Gefährt war für die Erforschung der Chile Triple Junction reaktiviert worden, weil sein Nachfolger, die "Sentry", bei einer anderen Expedition im Einsatz war. Die Fahrt begann am 24.2. und hätte am 17.3. enden sollen. Beim ersten Abstieg hatte "ABE" hydrothermische Ausbrüche entdeckt, die beim zweiten Tauchgang genauer dokumentiert werden sollten. "ABE" erreichte auch die angepeilte Position auf dem Meeresgrund, warf die Abstiegsgewichte ab und war dabei, den Ballast zu prüfen. Dann gingen die akustischen Signale der beiden Transponder verloren. Das Erdbeben vor Chile hatte aber nichts mit dem Verlust zu tun, sagten die Forscher. Quelle: Tim Schwabedissen



Atomkraftwerk alarmiert nach Ladungsverlust der "Seli 1"
(10.3.10) Die Belegschaft des Atomkraftwerks Koeberg wurde in der Nacht zum 9.3. in Alarmbereitschaft versetzt, nachdem es Berichte über einen Ölteppich, der nördlich von Kapstadt trieb, gab. Es konnte sich um Öl aus dem Wrack des gestrandeten Bulkcarriers "Seli 1" handeln, der am 7.9.2009 vor Blouberg gestrandet war. Die Kraftwerkscrew wurde gebeten, den Ölschutzschild des Seewassereinlasses abzusenken. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Gewässerverunreinigung durch Kohlestaub handelte, die von der Fracht der "Seli 1" herrührte. Smit Salvage bestätigte, dass das Öl aus dem Wrack abgepumpt wurde auf Weisung der südafrikanischen Maritime Safety Authority, und dass die Marine Electrical Technical Services aus Kapstadt die 30000 Tonnen Kohle von den Ladungseigentümern erworben haben und dabei sind, diese zu leichtern. Der Kohlestaub stelle aber keine unmittelbare Umweltgefahr dar. Quelle: Tim Schwabedissen



'Laurel' auf Grund gesetzt   Großbild klick!
Frachter bei Überholung auf Grund gesetzt
(9.3.10) Eigentlich sollte der chilenische Massengutfrachter "Laurel", 15786 BRZ (IMO-Nr.: 8316352) bei der Asmar-Werft in Talcahuano überholt werden. Nun ist an dem Schiff erheblich mehr zu tun: Der Tsunami, der dem Erdbeben in Chile am 27.2. folgte, warf den Frachter auf Grund, und nun liegt er unfreiwillig hoch und trocken. Das Schiff der Nachipa in Valparaioso wurde 1985 als "Sanko Laurel" in Shimizu erbaut, verdrängt 26528 Tonnen, ist 167,2 Meter lang und 26 Meter breit.
Nach dem Erdbeben herrscht zudem Sorge um die 13 Meter lange Yacht "Columbia", die seither im Pazifik vermisst wird. An Bord ist eine 5-köpfige Crew, die am 16. Januar ihre Reise von Salina in Ecuador nach Coquimbo in Chile gestartet hatte, wo sie Ende des Monats hätte einlaufen sollen. In Chile und Ecuador wurden Such- und Rettungskräfte zu Wasser und in der Luft eingesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Rauchender Bus im Wagendeck dänischer Fähre
(9.3.10) Am 7.3. gab es auf der dänischen Fähre "Vesborg", 2208 BRZ (IMO-Nr.: 9107370) nur 10 Minuten nach dem Auslaufen aus Tårs nach Spodsbjerg Feueralarm. Die Fähre drehte sofort um und kehrte in den Hafen zurück, während der Kapitän die 19 Passagiere ins Bild setzte. Es stellte sich heraus, das eine Ölleitung auf einem auf dem Wagendeck geparkten Bus in Brand geraten war. Die Besatzung hatte das Feuer rasch gelöscht, und die Fähre verließ den Hafen wieder - allerdings nicht, ohne dass während der Überfahrt vorsorglich eine Brandwache am beschädigten Bus aufgestellt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Crew nach Tankeruntergang aus Golf von Aden gerettet
(9.3.10) Am Abend des 6.3. wurden vor Khorfakkan 12 Überlebende des Tankers "I.V.Y Queen", 832 BRZ (IMO-Nr.: 8114352) aus einer Rettungsinsel geborgen, nachdem ihr Schiff nach Wassereinbruch im Golf von Aden gesunken war. Die "Sea King" hatte das SOS aufgefangen und hatte die Seeleute zwei Stunden später um 22.20 Uhr gerettet. Es handelte sich um sieben Bangladeshis und fünf Inder. Sie wurden den Einwanderungsbehörden in Khorfakkan übergeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Princess Kathleen sinkt   Großbild klick!
Tauchgang zur "Princess Kathleen" verschoben
(9.3.10) Die für den 8.3. geplanten Tauchgänge zum Wrack der Fähre "Princess Kathleen" mussten wegen schlechten Wetters verschoben werden. Ein Taucherteam sollte eine erste Untersuchung der Rumpfstärke mit Ultraschall durchführen und die Menge noch an Bord befindlichen Öls taxieren. Auf der Basis der so gewonnenen Informationen soll eine Einsatzgruppe darüber befinden, ob es sicher ist, dieses Öl aus dem Wrack zu entfernen. Die Tauchoperation soll baldmöglichst nachgeholt werden. Die 369 Fuß lange "Princess Kathleen" der Canadian Pacific Railroad war 1952 nahe Lena Point auf Grund gelaufen und einige Stunden später in 80 bis 140 Fuß Wassertiefe abgesunken. An Bord waren zu der Zeit 155000 Gallonen Öl, von denen wiederholt geringe Mengen austraten. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff vor Pembrokshire in Seenot
(8.3.10) Am 8.3. um 10.51 Uhr wurde das Rettungsboot "Mark Mason" aus Angle zu dem holländischen Hopperbagger "Heron", 949 BRZ (IMO-Nr.: 7825527), gerufen, der vor der Südküste von Pembrokeshire von Rotterdam kommend Wassereinbruch im Laderaum erlitten hatte. Das Schiff trieb mit Backbordschlagseite sechs Meilen vor St. Anne's Head. Zwei RNLI-Männer brachten eine Lenzpumpe auf den mit fünf Mann besetzten Havaristen, der soweit stabilisiert werden konnte, dass ihm eine Einlaufgenehmigung nach Milford Haven erteilit wurde. Ein Lotsenboot eskortierte das Schiff zu den Milford Docks, wo ein Schlepper bereit lag. Das Rettungsboot kehrte um 22.30 Uhr zu seiner Station zurück. Die "Heron" wurde 1978 erbaut. Sie ist 62,6 Meter lang, 11,2 Meter breit und hat 4,25 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Weitere wertvolle Wracks bei Arbeiten für Ostsee-Pipeline entdeckt
(9.3.10) Bei Arbeiten an der Ostsee-Gasleitung wurden weitere wertvolle Schiffswracks entdeckt. Das älteste Wrack soll mehr als 1000 Jahre alt sein. Insgesamt sind zwölf Schiffe gefunden worden - neun davon sind älter als 100 Jahre. Es handelt sich deshalb um einen bedeutender Fund mit "enormem kulturhistorischen Wert", wie Peter Norman vom schwedischen Reichsantiquariats-Amt am 8.3. sagte. Auch die staatlichen Schifffahrtsmuseen in Schweden stufen die neun Funde in der eigenen Ostsee-Zone als "ausgesprochen wertvoll" ein. So hätten drei der Wracks noch einen intakten Rumpf. Das älteste der neu entdeckten Wracks in Schwedens Wirtschaftszone könnte mehr als 1000 Jahre alt sein.Es wird vermutet, dass eines der Schiffe aus dem Mittelalter stammt. Der Grund für die Vermutung ist der enorme Verfall des Holzes: "Solche Schäden, wie sie bei diesem Wrack zu sehen sind, entstehen durch die Kraft des Wassers. Doch in dieser Tiefe gibt es kaum Bewegung. Die Strömungen sind nicht stark, und es gibt keine Wellen. Das Schiff muss schon seit einer geraumen Weile dort liegen.", sagte Norman. Die meisten der in bis über 100 Metern Tiefe liegenden Schiffe stammen wohl aus dem 16., 18. und 19. Jahrhundert. "Wir können das Alter der Schiffe allerdings nur schätzen. Sie liegen zu tief, als dass unsere Taucher die Wracks unter Wasser untersuchen könnten, und haben daher nur Fotos als Anhaltspunkte." Die Wracks seien mittlerweile registriert, bleiben jedoch unangetastet auf dem Grund des Meeres liegen. Entdeckt wurden die Schiffe dadurch, dass die Firma Nord Stream den Grund des Meeres östlich der schwedischen Insel Gotland systematisch untersucht hat und abfotografieren ließ. Hier soll in Zukunft eine Gas-Pipeline verlaufen. Ein Sprecher der Firma erklärte, dass keiner der Funde direkt in der geplanten Linienführung der Leitung liege. Man rechne deshalb auch nicht mit Verzögerungen bei den von Frühjahr an geplanten Bauarbeiten, wolle aber Rücksicht auf die Interessen der Archäologen nehmen. Erst im Sommer 2009 waren im Greifswalder Bodden die Reste eines 300 Jahre alten Wracks geborgen worden. Es gehörte zu einer künstlichen Schiffssperre, die die Schweden 1715 quer durch den Bodden legten, um den feindlichen Dänen die Einfahrt zu verwehren. Quelle: Tim Schwabedissen



Bagger zerlegt Wrack des größten Ohio-River-Raddampfers
(9.3.10) Am 8.3. begann der Abbruch der im Ohio River gesunkenen "Becky Thatcher". Ein Bagger fraß sich durch das Holz der Oberdecks. Damit endet die 111-jährige Geschichte des Raddampfers, des größten, den es noch auf dem Fluss gab. Das Schiff hatte unter einer starken Schneelast am 21.2. vor Neville Island Schlagseite entwickelt, sodass Wasser eindringen und den Veteranen versenken konnte. Überlegungen, das Schiff zu erhalten, scheiterten, weil die oberen Decks der "Becky Thatcher" sich vom Stahlrumpf gelöst hatten und das 1. Deck eingestürzt war. Das 2. Deck lag unter Wasser. Da die gesamten Reste in den Fluss zu rutschen drohten, gab es keine Alternative zum Abbruch. Nach Auskunft von Delta Demolition gab es nichts erhaltenswertes mehr am Schiff außer einigen Möbeln und dem Namenszug. Mitte der Woche sollen die Aufbauten verschwunden sein. Dann soll ein Taucher den rund 500 Tonnen schweren Rumpf untersuchen und versuchen, die Untergangsursache herauszufinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Wer birgt die gestrandeten Schiffe vor Lagos?
(9.3.10) Am Lekki Beach liegen weiterhin die Wracks von 10 Schiffen, die dort vor drei Wochen von einem Sturm an Land getrieben wurden. Crews bewachen sie und verhindern so Plünderungen. Die Schiffe liegen zwischen dem Light House Beach bis zur fünf Meilen entfernten Westmole von Lagos in der Tarkwa Bay. Die Indigenous Ship Owners Association of Nigeria (ISAN) hat die nigerianische Maritime Administration and Safety (NIMASA) für die Massenstrandung verantwortlich gemacht. Es gebe keine Wetterstation udn keine Vorhersagen in der Region. Nach dem Sturm wurden die Eigner aufgefordert, ihre Schiffe binnen einer Woche bergen zu lassen. Doch für einige ist es nach mehreren vergeblichen Anläufen wohl zu spät, sie liegen eingesandet auf dem Strand, und es bleibt wohl nur der Abbruch übrig. Dafür aber haben einige der Schiffseigner wiederum nicht die finanziellen Mittel. Es bleibt abzuwarten, wie das Problem gelöst wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Leckende Abdichtung ließ "Eldorado" sinken
(9.3.10) Das am 2.3. gesunkene, 50 Fuß lange Sportboot "Eldorado" sank wegen einer lecken Wellenabdichtung am Steuerbord-Propellerschaft, und einer defekten Bilgenpumpe, die das eindringende Wasser nicht zurückbeförderte. Dies stellte sich nach der Bergung des Wracks aus der Friday Harbor Marina heraus, nachdem es am 3.3. nach Cap Sante Marina in Anacortes zur Reparatur geschleppt wurde. Zuvor waren Ölschlängel wegen der 100 Gallonen Diesel- und bis zu 15 Gallonen Maschinenöl an Bord ausgelegt worden. 27,5 Gallonen wurden in der Marina aufgegangen. Die Maschine, die Elektrik und das Interieur müssen ersetzt werden, dann soll das 39 Jahre alte Schiff wieder in Fahrt gehen. Die Bergung kostete 20,000 Dollar. Das Eignerpaar hatte sich an Land befunden, als sich das Unglück ereignete. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in der Curio Bay gestrandet
(9.3.10) In der Curio Bay an der Küste von Catlins funkte um 5.49 Uhr des 8.3. der 40 Fuß lange Kutter "Silver Fern" Mayday, als er in der Bucht auf Grund trieb. Der zweiköpfigen Crew kam ein Helikopter zu Hilfe. Ein Hummerkutter aus Invercargill sollte versuchen, das Schiff mit der 11-Uhr-Flut wieder flott zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht zerlegt
(9.3.10) Vor Waikiki wurde das Wrack der 28 Fuß langen Yacht "Coconut Rhumb" geräumt, das am 6.3. gesunken war, als es von einem Riff gezogen werden sollte. Der Rumpf und Trümmerteile wurden demontiert, in den kommenden Tagen soll auch der Kiel geborgen werden. Die Yacht war auf dem Outrigger Reef vor dem Beach Hotel festgekommen. Der Skipper wurde unversehrt gerettet, doch der Bergungsversuch endete mit der Kenterung des Bootes. Quelle: Tim Schwabedissen



Ex-Mitarbeiter versuchte, historisches Schiff zu versenken
(9.3.10) In den Erie Canal Locks in Waterford drohte der 259 Fuß lange Frachter "Day Peckinpaugh" in den Schleusen zu sinken, nachdem an Bord Ventile geöffnet worden waren. Es gelang Arbeitern, den Wassereinbruch zu stoppen, und sie setzten Pumpen an, das eingedrungene Waser zulenzen. Ein Schlepper assistierte. Es stellte sich heraus, dass ein ehemaliger Mitarbeiter des Education Dept., der bis zum 25.2. auf dem Schiff gearbeitet hatte, am 7.3. die Ventile geöffnet hatte. Danach floh er mit einem gestohlenen Auto. Der Schaden an der "Day Peckinpaugh" beläuft sich auf rund 10,000 Dollar. Der Beschuldige wurde verhaftet.
Die "Day Peckinpaugh" war das erste Motorschiff auf dem Erie Canal und den Great Lakes, gewesen. Es war ein gewohnter Anblick auf den Wasserwegen von Central New York, wo es von den 1950ern bis in die 1990er Zement von Oswego nach Rome brachte. 2005 drohte dem Schiff der Abbruch, doch dann wurde es vom Staat als Museumsschiff erworben. Quelle: Tim Schwabedissen



Mammoet irritiert über das Überdenken der Pläne zur "U 864"-Bergung
(9.3.10) Die gestoppte Bergung von "U-846" hat zu einem Disput mit Mammoet Salvage geführt. Die norwegische Regierung will noch einmal prüfen, wie die Umwelt bestmöglich vor dem geladenen Quecksilber geschützt werden kann. Eine Scheitern der Hebung würde ihrer Ansicht nach zu große Umweltrisiken bergen. Deswegen müssen verschiedene Alternativen nochmals geprüft werden. Dazu gehört auch eine mögliche Überdeckung des Wracks oder eine kombinierte Abdeckung und Bergung. Es gebe keinen Zeitdruck, sagte die Fischereiministerin. Es müsse die beste Lösung gefunden werden. Mammoet Salvage zeigte sich überrascht von der Entscheidung, die am 5.3. publiziert wurde. Die Bergungsfirma hatte das Schiff heben sollen.
Doch später wurde der Bergungsplan von der Dovre Group und dem Transportøkonomisk Institut kritisiert. Nach Meinung von Dovre hat Mammoet nicht die Ressourcen und die Expertise für ein solches Projekt. Mammoets Berguunsplan war eineinhalb Jahre entwickelt worden. Es sei überraschend, dass die "grüne" norwegische Regierung 67 Tonnen Quecksilber womöglich auf dem Meeresgrund belassen wolle, auch im Vergleich zur Räumung des Wracks der "Murmansk", das weniger Giftstoffe enthielte, aber dafür sichtbar sei. Mammoet Salvage erwartet, eine Gelegenheit zu erhalten, den Bergungsplan noch detaillierter zu erläutern. "U-864" wurde am 9.2.1945 von dem britischen U-Boot HMS "Venturer" zwei Meilen westlich von Fedje mit seiner gesamten 73-köpfigen Crew versenkt. Neben der Quecksilberfracht befand sich auch die übliche Bewaffnung aan Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Nehalem gestrandet   Großbild klick!
Baggerschiff geborgen
(8.3.10) Das Baggerschiff "Nehalem", das im Februar in der Zufahrt von La Push sank, wurde am späten Abend des 6.3. gehoben. Der Schaden am Schiff scheint gering geblieben zu sein. Die Tanks blieben intakt. Die mit der Bergung betraute Ballard Diving & Salvage hatte allerdings mit starken Strömungen, Unterwasserkabeln und einer Tsunamiwarnung zu kämpfen, bevor eine Kranbarge mit einer Hebekapazität von 135 Tonnen das Baggerschiff aufrichtete und hob. Ein Ölschlängel war um die Wrackposition nahe James Island ausgelegt worden. Die "Nehalem" sollte nun zur Reparatur nach Oregon gebracht werden und im Frühjahr seine Arbeit für die Nehalem River Dredging wieder aufnehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Die Hälfte der Bargen der "Margaret" ist abgestürzt
(8.3.10) Nach den kontrollierten Explosionen auf der Barge "Margaret" in der Jaaacobsbai sind rund die Hälfte der auf Deck gestauten Bargen sowie die beiden Schwimmdocks in die See gestürzt. Die Gesamthöhe der verbliebenen Wrackteile beträgt statt zuvor 50 nun noch 30 Meter. Rund die Hälfte der Ladung konnte damit geborgen werden. Zwei Lagen von Bargen verblieben auf dem Wrack, das seit Juni 2009 auf den Felsen liegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiffsveteran drohte zu sinken
(8.3.10) Am Nachmittag des 6.3. drohte das Binnenschiff "Antilope", 906 ts (ENI-Nr. 2311762) an der Brücke bei der Headammen in Oudega zu sinken, nachdem im Achterschiff ein Leck aufgetreten war. Die Feuerwehren von Drachten und Grou wurden um 13.34 Uhr gerufen und pumpten den mit Sand gefüllten Laderaum aus. Die Fracht wurde von einem Kran in ein anderes Schiff geleichtert. Die "Antilope" wurde 1933 als "Acrity 1" bei G. Brown, Greencock, für F.T Everard & Sons in London erbaut. 1964 ging es in die Niederlande und läuft seit 2006 als "Antilope" für E. Bergsma in Eernewoude. Das Schiff ist nach einem Umbau 69,69 Meter lang, 7,81 Meter breit und hat 2,87 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kranausleger abgestürzt
(8.3.10) In Southampton brach am 7.3. gegen 10 Uhr der 60 Meter hohe Ausleger des Schwimmkrans "Cormorant", 1505 BRZ (IMO-Nr.: 7328073), der um vier Uhr mit dem Schlepper "Multratug 7" eingelaufen war, zusammen. Zwei Männer wurden medizinisch untersucht, aber mussten nicht ins Krankenhaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Hausboot in Leer gehoben
(8.3.10) Das Hausboot "Siesta", das am 27.2. im Leeraner Hafen gesunken war, ist am 7.3. mit dem Schwimmkran "Triton" aus Delfzijl gehoben und gelenzt worden. Es wurde dann an den Kai der Ferus-Smit-Werft gelegt, wo es mit der Slipanlage auf die Helling gehievt, auseinander geschweißt und verschrottet werden soll. Es teilt damit das Schicksal des direkt nebenan liegenden Frachters "S. Gabriel", der nach seiner Strandung ein konstruktiver Totalverlust ist und auf den Abbruch wartet.
Die Berger der Firma Wagenborg hatten mehrere Stunden zu tun. Das 56 Meter lange Gefährt musste zunächst aus vier Metern Wassertiefe angehoben und gelenzt werden. Dafür setzte Wagenborg eine Pumpe auf einem Ponton ein. Beim Pumpen mussten die Bergungsarbeiter das Leck unter Wasser abdichten und darauf achten, dass das Wasser nicht so schnell wieder nachströmte, wie sie es abpumpten. Am Ende waren 300 Tonnen Wasser gelenzt. Da aus dem Schiff Öl und Diesel austraten, hatten die Freiwilligen Feuerwehren aus Leer, Emden und Warsingsfehn gleich nach der Havarie Ölsperren ausgelegt. Und bei der Bergung des Hausboots waren Mitarbeiter der Leeraner Spezialfirma Duismann dabei, um das Öl abzupumpen. Das Öl-Wasser-Gemisch wird zunächst in Tanks zwischengelagert und später von einer Osnabrücker Firma abgeholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Spendenaktion für Kutterbergung
(8.3.10) Nach einer Woche gelang es am 7.3., den 34 Fuß langen Hummerbagger "Ruth & Gail" aus Rock Harbor, Orleans, zu bergen. Das Schiff war in einem Sturm mit bis zu 12 Fuß hohen Wellen am 28.2. auf dem Cold Storage Beach nahe Sesuit Harbor gestrandet. Zwei große Kräne der by Winkler Crane Inc. aus Truro hoben das Schiff nun an und drehten den Bug Richtung Cape Cod Bay. Die Coast Guard inspizierte dann das fliegende Schiff und fand keine substantiellen Schäden. Es wurde anschließend zur Niedrigwasserlinie transportiert und schwamm mit der folgenden Flut am Nachmittag auf. Es wurde anschließend von der "Dream Baby" nach Sesuit Harbor geschleppt, da bei der Havarie die Maschine beschädigt wurde. Für die Bergungskosten von 100,000 Dollar suchte die Eignerfamilie nun Spender. Quelle: Tim Schwabedissen



Neun Tote bei Kutteruntergang befürchtet
(8.3.10) Am 6.3. sank ein 280 Tonnen großer chinesischer Kutter 150 Kilometer vor der südkoreanischen Insel Jeju. Drei Fischer ertranken, sechs weitere wurden vermisst. Sechs Schiffbrüchige wurden lebend gerettet. Die südkoreanische Coastguard schickte ein Patroullienboot für die SAR-Operation, doch starker Wind und hohe Wellen behinderten die Retter. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger wird als illegaler Einwanderer behandelt
(8.3.10) Ein Amerikaner, der am 3.3. fünf Tage nach dem Untergang seines 43 Fuß langen Segelschiffes vor der Westküste von Vancouver Island von einem Hubschrauber, der sich auf einem Routineflug von Kyuquot nach Holberg nahe Brooks Peninsula gerettet wurde, ist von den kanadischen Behörden in Gewahrsam genommen worden. Der Mann war von dem Bell 206 Helikopter auf einem Felsen stehend entdeckt worden, als er verzweifelt winkte. Er war durchnässt und hatte nichts zu essen bei sich. In der Nähe war ein defektes Schlauchboot, mit dem er sich am 26.2. an Land gerettet hatte. Er hatte das Zementboot in Seattle gekauft und Kurs auf Kalifornien genommen. Bei der Überführung geriet er in einen vier Tage währenden Sturm mit 55 Knoten Windgeschwindigkeit. Der Skipper suchte Schutz vor Victoria, bevor er wieder auslief, doch erneut erfasste ihn das Unwetter, und das Rigg wurde beschädigt. Zu dieser Zeit war der nächste Ort mit Rettungschance Port Alice, auf das er am 26.2. Kurs nahm. Das Schiff war zu dieser Zeit bereits irreparabel beschädigt, und so ging er in die Rettungsinsel, mit der er auf den Strand trieb. Er wurde dann ins Port McNeill Hospital geflogen und zwei Tage später festgesetzt, weil er illegal nach Kanada kam. Bis sein Status geklärt ist, bleibt er im Polizeigewahrsam in Port McNeill. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubschlepper untergegangen
(8.3.10) Ein Schubschlepper sank in der Nacht zum 6.3. in Hooghly nahe Prinsep Gat und verlor offenbar eine größere Menge Öl. Dei Bergungsbarge "Bhagadutta" der Regierung von Assam sollte am 8.3. zur Untergangsstelle an der Man o' War Mole flussaufwärts von Vidyasagar Setu gelegen laufen. Das Schiff liegt außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Quelle: Tim Schwabedissen



Frisch aus der Werft und schon gerammt
(8.3.10) Am 4.3. um 17.20 Uhr kollidierte in Milford Haven nahe des Pembroke Dock das Fischereischutzschiff "Cranowgen" mit dem Schlepper "Svitzer Ramsey" . Dabei wurde ein Mann auf der "Cranogwen" leicht verletzt. Die "Cranogwen" war in Pembroke Dock überholt worden und wollte gerade zurück auf Patroullie. Doch im Mittschiffsbereich an Steuerbord entstand ein so erheblicher Schaden - auch das Deck wurde eingedrückt - dass das Schiff bis zu einer Reparatur im Hafen bleiben muss. Ein Inspektor des South West Sea Fisheries Committee nahm in Pembrokeshire den Schaden unter die Lupe. Die "Svitzer Ramsey" wurde nur leicht beschädigt und konnte in Fahrt bleiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Alter Sechsmaster an Vineyard-Küste freigespült?
(8.3.10) Am vergangenen Wochenende wurden am Südstrand von Wasque die Überreste eines Schiffswracks als Folge einer Serie von Winterstürmen, die die Vineyard-Küste trafen, freigespült. Das Wrackstück liegt rund 100 Yards östlich des Norton Point Beach und ist etwas 35 Fuß lang und vier Fuß breit. Planken sind mit Holznägeln darauf fixiert. Ein Vertreter des Trustees of Reservations begutachtete es am 1.3. und vermutete, es könnte sich um einen Überrest des 6-Mast-Schoners "Mertie B. Crowley" handeln, der vor 100 Jahren verloren ging. Das Wrackstück ist nicht bewachsen, woraus sich schließen lässt, dass es unter dem Sand begraben war und nicht angetrieben wurde.
Die 296 Fuß lange "Mertie B. Crowley" strandete vor fast exakt 100 Jahren, am 23.1.1910. Die Crew wurde in einer dramatischen Aktion durch Fischer aus Edgartown gerettet. Immer wieder tauchten Stücke des Schiffs auf, doch niemals ein so großes. Ein weiteres Stück wurde bei Ebbe jetzt gesichtet, doch ob es sich wirklich um den Sechsmaster handelt, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Fotos des Torsos wurden jetzt an die Gannon and Benjamin Marine Railway in Vineyard Haven geschickt, die seit 1980 Schiffe baut. Dort wurde zumindest vermutet, dass es sich um Reste eines Küstenschoners handelt.
Bereits in der Vergangenheit tauchten immer wieder Wrackreste an der Küste von Vineyard auf. So fanden Anwohner im April 1994 ein Stück des 95Fuß langen Schoners "Basile" am Lucy Vincent Beach, die 81 Jahre im Sand geschlummert hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Bremen
(8.3.10) Am Nachmittag des 4.3. hat der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Nadja", 6409 BRZ (IMO-Nr.: 9252876) den Kai am Schuppen 22 im Neustädter Hafen in Bremen gerammt. Die "Nadja" sollte mit Hilfe eines Schleppers vom Schuppen 21 ablegen und gedreht werden. Bei diesem Manöver lief das 123 Meter lange Schiff mit seinem Heck in den Kai des gegenüberliegenden Schuppens 22. An der Spundwand kam es dadurch zu erheblichen Einbeulungen und Rissen, die Pflasterung der Pier wurde stellenweise hochgedrückt. Die Ursache der Kollision war ein Fehler der Elektronik, teilte die Polizei mit. Der Vorstellpropeller konnte nicht umgesteuert und das Drehmanöver nicht aufgefangen werden. Der Schaden belief sich auf mehrere Zehntausend Euro. Die "Nadja" verließ am Nachmittag des 5.3. den Hafen mit Kurs St. Petersburg, wo sie am 8.3. erwartet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff saß vor Bremerhaven fest
(8.3.10) Am 4.3. um 15.20 Uhr lief das zypriotische Baggerschiff "Cornelia", 6053 BRZ (IMO-Nr.: 8019277), vor Bremerhaven nahe Tonne 43 auf Grund. Das Schiff kam außerhalb des Fahrwassers fest. Die Schlepper "Svezia" und "Danimarca" wurden gerufen, es wieder flottzumachen. Dies gelang mit steigendem Wasserstand am 5.3. um 3.30 Uhr. Der Bagger machte am frühen Morgen nach Passage der Nordschleuse im Kaiserhafen 1 fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Das beschädigte Heck der Amorella   Großbild klick!
"Amorella" beschädigt in Stockholm
(7.3.10) Die Fähre "Amorella" (IMO: 8601915) liegt nach ihrer Kollision mit der Fähre "Finnfellow" weiterhin am Kai in Stadgården in Stockholm. Hier wird der Schaden, den das Schiff bei der Eiskollision vor der schwedischen Küste im Bereich des Backbord-Achterschiffes erlitt, nun ausgebessert. Die "Finnfellow" ging derweil wieder in den Liniendienst zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Istanbul gesichert
(7.3.2010) AM 5.3. um 4.20 Uhr erlitt der maltesische Frachter "Alexandra", 4096 BRZ (IMO: 8876340), Maschinenausfall in der Straße von Istanbul und drohte vor Kuleli zu stranden. Die Schlepper "Kurtarma 3" und "Kurtarma 6" sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti" kamen dem 136 Meter langen Havaristen zu Hilfe, der um 6.30 Uhr vor Ahirkapi verankert und gesichert werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hermann Helms" schleppte Kutter ab
(7.3.10) Bei der Cuxhavener Emting-Werft machte am 5.3. der in Büsum beheimatete Kutter "Mare Liberum - SC 4 "fest. Er hatte vor den Nordergründen im Wattgebiet zwischen Elbe und Weser Maschinenausfall erlitten und war von dem zu Hilfe gerufenen Senotrettungskreuzer "Hermann Helms" auf den Haken genommen worden. Erschwert wurde das Schleppen durch das sich noch außenbords befindliche Fanggeschirr des Kutters. Durch den Maschinenausfall konnte es nicht mehr an Deck gehievt werden. Kurz vor Erreichen der Cuxhavener Seeschleuse gelang es dann doch, das Geschirr an Deck zu holen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Rhein fest
(7.3.10) Das für die Reederei Jaegers fahrende Binnentankschiff "Saskia Reich", 2954 ts (ENI-Nr.: 04801300) ist am 6.3. auf dem Rhein bei Leimersheim, Rheinkilometer 272,5 auf Grund gelaufen. Das ebenfalls für die Reederei Jaegers fahrende Binnentankschiff "Eiltank 1", 1451 ts (ENI-Nr.: 04400190) kam zu Hilfe. Nachdem ein Teil der Ladung der "Saskia Reich" auf die "Eiltank 1" geleichtert war, kam sie am 07.03.10 um 13.45 Uhr wieder frei. Das Germersheimer Polizeiboot "WSP 1" sicherte die Talfahrt, und das Peilschiff des WSA Mannheim, die "Gottfried Tulla", sicherte derweil die Bergfahrt. Um 14.00 Uhr konnte die 125 Meter lange "Saskia Reich" im Verband mit der "Eiltank 1" die Bergfahrt fortsetzen. Der Kasko des Tankers entstand 2002 auf dem JSC Yantar Shipyard in Kaliningrad und wurde bei Vink in Sliedrecht ausgerüstet. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker saß bei Breiholz-Fähre fest
(7.3.10) Am Vormittag des 7.3. lief der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Tanker "Bitumen Express", 5232 BRZ (IMO-Nr.: 8014344), nahe Breiholz in die Nordböschung des Nord-Ostsee-Kanals. Das Schiff war von der Ostsee kommend unterwegs nach Rotterdam. Der Schlepper "Conrad", der zufällig auf Ostkurs mit einer Barge im Schlepp in der Nähe war, kam rasch zu Hilfe. Er legte die Barge in der Weiche Breiholz ab und zog den Havaristen dann vom Grund. Der Tanker lief anschließend nach Brunsbüttel weiter. Quelle: Tim Schwabedissen



"Maria S. Merian" durch Kollision außer Gefecht gesetzt
(6.3.10) Das deutsche Forschungsschiff "Maria S. Merian", 5573 BRZ (IMO-Nr.: 9274197) kollidierte in den Mittagsstunden des 5.3. im Hafen von Limassol mit der zyrpiotischen Fähre "Pontos" 20344 BRZ (IMO-Nr.: 7718450). Dabei wurde die Bordwand des Forschungsschiffes beschädigt. Der eigentlich schon für den 1. März geplante Start zur Forschungsreise "MSM14/3" musste deshalb erneut abgebrochen werden. Die 140 Meter lange"Pontos" verließ am Abend den Hafen von Limassol wieder in Richtung Piräus und machte am 7.3. in Perama fest. Die 94 Meter lange "Maria S. Merian" machte an der Containerpier in Limassol fest. Eigentlich sollte die "Maria S. Merian" am Vormittag des 6.3. mit Wissenschaftlern zur Reise "MSM 14/3" unter Ägide der Uni Hamburg mit 22 Wissenschaftlern und 23 Besatzungsmitgliedern an Bord ins östliche Mittelmeer auslaufen. Ziel der sechswöchigen Reise im Rahmen des CyprusArc-Projekts sollte die Untersuchung des Zypernbodens sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder schlugen Wellen Scheiben auf Fahrgastschiff ein
(7.3.10) Drei Tage nach der Kreuzfahrtschiff "Louis Majesty" geriet am 6.3. ein weiteres Schiff vor Spanien durch eine gewaltige Welle in Schwierigkeiten: Bei schwerer See wurden auf der marokkanischen Fähre "Atlas", 4174 gt (IMO-Nr.: 7361049) in der Meerenge von Gibraltar fünf Menschen verletzt. Eine große Welle hatte auf dem Weg von Cadiz die Fenster eines Aufenthaltsraums auf der Bugseite des Schiffes eingeschlagen. Es kam auch eine Zwischendecke herunter. Fünf Passagiere zogen sich durch Splitter Schnittwunden zu, eine schwangere Frau kam nach dem Einlaufen in Algericas vorsorglich ins Krankenhaus. Die "Atlas" war mit 125 Passagieren vom marokkanischen Hafen Tanger nach Algeciras in Südspanien unterwegs, als sie in schweres Unwetter geriet. Viele der Passagiere standen unter Schock und mussten bei der Ankunft in Spanien mit Schocksymptomen betreut werden. Bei dem Schiff handelt es sich um die frühere "Gelting Syd" der Gelting-Faaborg-Linie. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Fuerteventura
(7.3.10) Vor der Küste von Fuerteventura kollidierte am 6.3. ein Thunfisch-Trawler mit einem anderen Schiff und schlug leck, wodurch er zu sinken drohte. Herbei geeilte Schiffe brachten die Besatzung des Trawlers in Sicherheit und schleppten das Schiff vor die Küste von Pájara. Die Feuerwehr hat die Treibstoffe und Öle des Trawlers sichern können, so dass keine Schadstoffe ins Meer gelangen konnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Backfischkutter gehoben
(7.3.10) Eine Woche nach seinem Untergang im Hafen von Wismar wurde der 17 Meter lange Kutter "Bente Sieck" im Alten Hafens am 5.3. aufgerichtet. Das provisorisch abgedichtete Fahrzeug wurde zur Reparatur auf das Gelände der Wismarer Werft geschleppt . Eine Überholung des hölzernen Rumpfes war bereits Anfang Januar geplant. Doch offenbar war der stetig zunehmende Dauerfrost schneller. Der Eispanzer um sein Schiff wurde dicker und dicker und ließ es dann wochenlang nicht mehr aus der Umklammerung los. Eine starke Eispressung führte nach ersten Erkenntnissen zu einer Undichtigkeit, in deren Folge das Schiff voll Wasser lief und sank. Spezialisten des Rostocker Baltic Taucherei- und Bergungsbetriebes führten die mehrtägige Bergungsaktion durch. Sie füllten Auftriebskissen mit Kompressoren, die das Wrack aufrichteten und ein Lenzen ermöglichten. Vor dem Fixieren der Kissen galt es aber, einen Teil des Schlicks unter dem Rumpf freizuspülen, um dann ein Netz aus Ketten unter dem Kiel hindurchzuziehen n. Es diente anschließend an beiden Bordwänden als Halt für die Auftriebskörper. Taucher waren stundenlang im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf "Störtebeker"
(7.3.10) Unbekannte haben am Morgen des 7.3. in Waren an der Müritz ein Fahrgastschiff in Brand gesteckt. "Die stiegen sind über das Oberdeck eingestiegen und haben später im Innenraum Feuer der "Störtebeker" der Blau-Weißen Flotte gelegt. Das Feuer konnte von Feuerwehrleuten gelöscht werden, doch der Schaden an dem mehr als 20 Meter langen Schiff wurde auf mindestens 30 000 Euro geschätzt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tobago" zurück in Kirkenes
(7.3.10) Am 4.3. um 15.25 Uhr wurde das ausgebrannte Wrack des russischen Trawlers "Tobago" von den Küstenwachschiffen "Harstad" und "Beta" an den Kai in Kirkenes zurückgeschleppt. Das Schiff war am 28.2. in Brand geraten und vorsorglich in den Fjord geschleppt worden. Nun soll nach Willen der Hafenbehörden das völlig zerstörte Schiff schnellstmöglich aus dem Hafen entfernt werden. Das Ölbekämpfungsschiff "OV02" war wegen möglicher Umweltschäden auf Standby. erQuelle: Tim Schwabedissen



Ecostar ausgepumpt
(7.3.10) Die finnische Roro-Fähre "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.:: 7528647), verließ am Abend des 6.3. den Hafen von Oxelösund, nachdem sie freigegeben worden war, und nahm Kurs auf Szczecin, wo sie am 7.3. festmachte. Der geflutete Laderaum des Kollisionsgegners, des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcrriers "Ecostar G.O." (IMO: 9386421) wurde derweil gelenzt, sodass die Kollisionsstelle nun über Wasser liegt. Quelle: Tim Schwabedissen



'Sea Wind' arbeitet schwer im Eis   Großbild klick!
Eisnot vor Stockholm - Eisbrecher im Großeinsatz für eingeschlossene Schiffsflotte
(5.3.10) Massives Packeis hat in der Ostsee rund 50 Schiffe an der Weiterfahrt gehindert. Die unter Ålands-Flagge laufende Fähre "Amorella" 34384 BRZ (IMO-Nr.: 8601915) mit 753 Passagieren und 190 Mann Crew an Bord kollidierte vor Nörrtalje am 4.3. gegen 15.20 Uhr mit der schwedischen RoRo-Fähre "Finnfellow" (IMO-Nr.: 9145164), auf der sich 84 Passagiere befanden. Es entstanden allerdings lediglich leichte Schäden, als diese der "Amorella" ins Heck fuhr. Er war vom Eisdruck gegen die Fähre gepresst worden. Passagiere wurden vorher vorsorglich unter Deck und in den Vorschiffsbereich geschickt. Während die "Finnfellow" um 16.40 Uhr in der Lage war, die Reise nach Sandhamn wenig später fortzusetzen, steckte die "Amorella" noch stundenlang fest. Das Militär hielt in Nörrtalje Hubschrauber und Luftkissenfahrzeuge bereit, um die Passagiere notfalls zu bergen. Erst in den Morgenstunden konnten mehrere Eisbrecher eine Fahrrinne schaffen und das im Packeis gefangene Schiff befreien. Die "Vidar Viking" und "Tor Viking" hatten sich als zu schwach erwiesen, erst als die stärkere "Ymer" eintraf, gelang es um 2.04 Uhr am 5.3, einen Weg durch das Eis zu offnen. Die Fähre der Viking Linie setzte ihre Fahrt nach Stockholm fort, wo sie am 5.3. um 6.25 Uhr festmachte. Sie legte sich neben die ebenfalls in das Kollisionsgeschehen verwickelte Fähre "Isabella", 34386 BRZ (IMO-Nr.: 8700723), die um 17.40 Uhr samt ihrer 1153 Passagiere nach Stockholm zurückgekehrt war, nachdem eine Weiterfahrt unmöglich schien, sowie die schwedische Fähre "Viking Cinderella", 46398 BRZ (IMO-Nr.: 8719188).
Insgesamt wurden in der Ostsee vor Finnland und Schweden etwa 50 Schiffe vom Eis zeitweise gestoppt. Einige steckten am frühen Morgen des 5.3. immer noch fest, darunter die "Via Mare" mit 64 Fahrgästen, die Autofähre "Sea Wind" mit 32 Personen und das Frachtschiff "Regal Star" mit 56 Menschen an Bord. Die Eisbrecher sollte am Morgen versuchen, auch diese Schiffe freizubekommen. Das schwedische Schifffahrtsamt kritisierte die Kapitäne der Fähren und Frachter, weil sie nicht auf Warnungen der Behörden gehört hätten. Dadurch sei ein extrem hoher Bedarf an Eisbrechern nötig geworden. Normalerweise könne man mit so einer Situation fertig werden, hieß es bei der Reederei Viking Line. "Aber in diesem Fall steht der Wind ungünstig. Er weht Richtung Land und das bedeutet, dass das Eis mehr und mehr gegen die Küste gedrückt wird." Unterdessen sagte die Viking Line etliche Überfahrten zwischen Mariehamn und Kapellskär sowie nach Turku ab.
Weitere vor Tjärnen eingeschlossene Schiffe waren die estnische "Via Mare", 8023 BRZ (IMO: 7411258) der Baltic Scandinavian Lines mit 44 Passagieren und 22 Mann Crew auf der Reise von Tallinn nach Kapellskär, die um 22.44 Uhr loskam, die Tallink-Fähre "Sea Wind", 15879 BRZ (IMO-Nr.: 7128332), mit 26 Mann Crew und sechs Lkw-Fahrern an Bord, die sich gegen 16 Uhr festfuhr und bis um 3.15 Uhr des 5.3. unweit der Position der "Amorella" und der "Regal Star", 15281 BRZ (IMO-Nr.: 9087116), die mit 29 Lkw-Fahrern und 27 Mann Crew gegen 14 Uhr unterwegs von Kapellskär nach Paldiski steckengeblieben war, zu liegen kam. Die "Regal Star" konnte am 5.3. um 8.12 Uh rbefreit werden. Erleichterung sollte am Morgen des 5.5. der Eisbrecher "Sisu" bringen, während der Eisbrecher "Urho" versuchte, zu dem holländischen Frachter "Skagenbank", 4500 tdw (IMO-Nr.: 9313864) vorzudringen, der bei weiterhin 15-20 Metern Windgeschwindigkeit pro Sekunde in flache Gewässer abzudriften drohte. Quelle: Tim Schwabedissen



So verwüsteten die drei Wellen die "Louis Majesty"
(5.3.10) Das Kreuzfahrtschiff "Louis Majesty", 32396 BRZ (IMO-Nr.: 8814744), lag am 5.3., zwei Tage nachdem es von einer Freak-Welle verwüstet wurde, weiterhin im Hafen von Barcelona, wo die Crew die Schäden aufräumte und Ausbesserungsarbeiten durchführte. Zerstörtes Mobiliar musste entsorgt und der überschwemmte Schiffsbereich getrocknet werden. Aus Athen reisten Experten zur Untersuchung des Unglücks an. Die Probleme des Schiffes hatten begonnen, als es von Genua nach Marseille und dann weiter nach Madeira wollte. Dies ging bereits nicht wegen eines heftigen Unwetter dort. Daraufhin wurde nach Teneriffa ausgewichen und von da nach Lanzarote. Hier konnte das Schiff aber zunächst auch nicht in den Hafen einlaufen, weil das Wasser zu unruhig war. Erst nach rund drei Stunden gelang es. Von dort ging es weiter nach Cádiz, Cartagena und schließlich nach Barcelona, wo die verhängnisvolle Reiseetappe ihren Ausgang nahm und drei Wellen das Schiff am Nachmittag des 3.3. gegen 15.30 Uhr nacheinander trafen. Zuvor war die Sturmfahrt durchaus noch als Abenteuer empfunden worden. Ein Fahrgast: "Wir waren auf dem Weg von Barcelona nach Genua. In Barcelona konnten wir nicht einlaufen, weil dort schon sehr unruhige See war. Uns wurde gesagt, dass wir weiterfahren nach Genua. Dann haben sich die Wellen ganz schön aufgebaut. Es war auch starker Wind. Ich hatte meine Kabine auf Deck 3, gefühlt sechs bis acht Meter über dem Wasserspiegel. Von dort aus konnte ich das gut beobachten, und am Anfang war es berauschend im wahrsten Sinne des Wortes, ein tolles Schauspiel. Die Wellen schlugen dann immer heftiger gegen die Bordwand. Immer wenn das Schiff aus einem Tal hochkam, knallte so eine Riesenwelle vor den Bug." Doch es gab noch keinen Grund zur Beunruhigung: "Ich wollte mir noch einen Koffer kaufen im Duty-Free-Shop und war auf dem Weg dorthin, als plötzlich ein großer Aufruhr auf dem Schiff war. Kinder kamen mir auf dem fünften Deck entgegen und schrien ganz furchtbar. Eine Riesenwelle hatte erst eins und dann weitere vier, fünf Fenster auf Deck fünf eingeschlagen." Die erste Wasserwand hatte offenbar erst eine Scheibe des vorderen Salons zerstört, die folgenden Wellen überschwemmten den Raum, riss die Deckenverkleidung aus der Verankerung herab und Mobiliar mit sich. Fensterrahmen, verankerte Möbel und Glasscherben flogen durch die Gegend. Die Menschen wurden umhergeschleudert und unter Trümmern begraben. Hierbei kam es auch zu den beiden Todesfällen. Ein italienischer Augenzeuge zum Tod seines Landmanns: "Zunächst war ich nicht im Saal, wo das Wasser durch die kaputten Fenster hineindrang. Ich hörte Schreie. Ich sah, wie Wasser durch die Saaltür floss. Trotzdem ging ich in den Saal, weil ich wissen wollte, was dort passierte. In diesem Moment sah ich, wie eine Fensterscheibe zerbarst. Das Meer überschwemmte alles, riss alle mit. Möbel, Tische und Sofas flogen herum. Giuseppe wurde von herumfliegenden Möbeln zerquetscht, sein Gesicht war nicht mehr zu erkennen." Ein anderer berichtete, wie er zunächst einen Mann und seinen Sohn sah und wie sie plötzlich verschwanden. Später sah er das Kind, das Verletzungen erlitten hatte, in einem verwirrten Zustand wieder. Vom Vater fehlte jede Spur, seine Frau war verzweifelt. Die Schiffscrew versorgte die Verletzten und suchte anhand eines Fotos den vermissten Mann. Dann stellte sich heraus, dass es sich bei dem gesuchten Mann aus Genua um einen der beiden Passagiere handelte, die ums Leben gekommen waren. Ein Passagier ergänzte: "Der Salon stand in null Komma nichts unter Wasser, es tropfte in die darunter liegenden Decks. Nachdem mehrere Fenster zerborsten waren, war das Wasser nicht mehr zu bremsen. Es floss in die unteren Bereiche des Schiffs. Etwa drei Etagen waren überschwemmt. Das Wasser drang in die Kabinen der Passagiere ein, die umgehend Schwimmwesten anzogen und Rettungsringe suchten. Viele Leute hatten sehr große Angst. Durch die Lautsprecher wurde in allen Sprachen um ärztliche Hilfe gebeten, weil es ja auch Verletzte gab. Eine halbe Stunde später, so gegen vier, hieß es dann, der Kapitän würde beidrehen und zurück nach Barcelona fahren." Andere bekamen von dem Unglück nur indirekt etwas mit: "Ich war gerade im Internetcafé im fünften und habe E-Mails gecheckt, als ich plötzlich merkte, dass Wasser ins Schiff eingedrungen ist. Zuerst habe ich mir nicht wirklich etwas dabei gedacht. Allerdings ist das Schiff schon die ganze Zeit sehr unruhig und langsam gefahren - solche Wellen habe ich noch nie gesehen. Zunächst waren alle noch ruhig. Man hätte nicht erwartet, dass etwas so Schreckliches passiert war. Schließlich wurden wir informiert, dass zwei Menschen gestorben sind. Die unteren Decks des Schiffes wurden gesperrt - da durfte wegen der Verwüstungen niemand mehr hinunter. Vom ersten, also untersten Deck aus wurde dann das Wasser aus dem Schiff gepumpt. Es wurde beschlossen, nach Barcelona zurückzufahren. Dort wurden die Verletzten von Bord gebracht. Dann kamen die Angehörigen der Toten dran. Diejenigen, die wegen der Zerstörungen nicht mehr in die Kabinen zurück konnten, wurden in Hotels untergebracht. Die anderen Passagiere blieben in ihren Kabinen. Nach der Ankunft gab es sogar noch ein Abendessen an Bord und auch die Bar war offen." Quelle: Tim Schwabedissen



Neuer Einsatz für "Karlissa A" und "B"
(5.3.10) Die beiden Jack-Up-Bargen "Karlissa-A" und "Karlissa-B" liegen derzeit in Rotterdam, wo sie für die Räumung des Wracks der "Vinca Gorthon "vorbereitet werden. Das Schiff liegt in 80 Fuß Tiefe vor der holländischen Küste und ragt 32,8 Fuß über den Meeresboden empor, sodass es auf der belebten Schifffahrtsstraße inzwischen eine Gefahr für große Handelsschiffe mit Tiefgängen von 50 Fuß darstellt. Bis zum 1.11.2010 soll die Gefahrenstelle beseitigt sein. Die Bargen mit einer Decksfläche von 6,168 Fuß können in bis zu 164 Fuß Tiefe aufgestellt werden. Sie haben eine Krankapazität von 272 Tonnen und können 900 Tonnenladen. Sie waren 2008 an der Räumung des Achterschiffes der "New Carissa" in Coos Bay beteiligt, das dort seit 1999 in einer gefährlichen Brandungszone lag. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf türkischem Frachter
(5.3.10) Am 3.3. brach auf dem türkischen Frachter "Mersa 2", 1597 BRZ (IMO-Nr.: 7121085) nach dem Verlassen des Hafens von Istanbul ein Brand im Maschinenraum aus. Es gelang der Crew, das Feuer zu löschen. Danach lief das Schiff in den griechischen Hafen Karistos zur Reparatur ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Geplante Bergung von "U 864" auf unbestimmte Zeit verschoben
(5.3.10) Norwegen verschiebt die geplante Hebung des vor 65 Jahren versenkten deutschen U-Bootes "U 864" auf unbestimmte Zeit. Technische Probleme sind der Hindergrund der überraschenden Entscheidung der Regierung. Die "U 864" sollte aus 150 Metern Tiefe vor der Küste nördlich von Bergen gehoben werden, um ein Auslaufen von 67 Tonnen hochgiftigen Quecksilbers nach dem Durchrosten der Behälter zu verhindern. Die Regierung hatte sich mit ihrer Entscheidung den beharrlichen Forderungen von Umweltschützern und Anrainern gebeugt.
Jetzt hieß es, man müsse nach einem neuen Gutachten zu technischen Problemen "wieder bei Null anfangen". Der Beschluss zur Hebung des Wracks an sich bleibe aber unangetastet. Die Kosten der für 2010 bis 2011 anberaumten Hebung durch niederländische Spezialisten wurden auf mehr als eine 124,2 Millionen Euro veranschlagt. Vor allem wegen des enormen finanziellen Aufwands hatte die norwegische Küstenbehörde die Einbetonierung des Wracks empfohlen.
Das U-Boot war am 7. Februar 1945 von Bergen zu einer Fahrt in das mit Deutschland verbündete Japan aufgebrochen. An Bord waren neben 70 Besatzungsmitgliedern und drei Gästen geheime Rüstungskomponenten und Konstruktionszeichnungen sowie Quecksilber für die japanische Luftwaffe. Kurz nach der Umkehr wegen eines Maschinenschadens wurde das U-Boot am 9. Februar vom britischen U-Boot "Venturer" geortet, verfolgt und versenkt. Alle Männer in der U-864 kamen ums Leben. Das Wrack wurde erst im März 2003 nahe der Insel Fedje entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht gehoben - wer zahlt die Rechnung?
(5.3.10) Auf der Uecker im Yachtzentrum in Ueckermünde wurde von den Schnee- und Eismassen eine dort liegende Segelyacht unter die Wasseroberfläche gedrückt. Nur durch den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde und mit Hilfe eines großen Kranes konnte das etwa 20 Meter lange Boot wieder geborgen werden. Am 2.3. wurde begonnen, vier Ölsperren zu legen. Dann wurden große Trageriemen unter das Boot gebracht, um dieses später mit einem Kran herausheben zu können. Dieser war am Abend des 3.3. zur Stelle. Vorsichtig wurde dann das Boot ein wenig angehoben, um dann das Wasser herauspumpen zu können.
Schrittweise erreichte die Yacht die Wasseroberfläche. Die Löschmänner schätzten, das rund 50 Tonnen Wasser aus dem Rumpf gepumpt wurden. Um das Boot dann an Land befördern zu können, musste zuvor der Mast gelegt werden. Dann hob der Kran das Wrack an Land. Beschädigungen wurden am Rumpf nicht entdeckt, deshalb vermuten die Feuerwehrleute, dass das große Gewicht von Eis und Schnee den Bootskörper unter das Wasser gedrückt hat.
Zuerst hat das Eis der Uecker das Boot noch gehalten. Nach der Eisschmelze muss das Boot gesunken sein. 18 Feuerwehrmänner mit drei Einsatzfahrzeugen waren im Einsatz. Unklar ist noch, wer die Rechnung bezahlt. Schiffseigner und Liegeplatzbesitzer beschuldigen sich gegenseitig. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer im Schlaf von Kollision überrascht - alle gerettet
(5.3.10) Am 2.3. gegen 14 Uhr kollidierte der chinesische Trawler "Zhe Xiang Yu 23069" mit einem koreanischen Frachter in der ostchinesischen See, kenterte und sank binnen einer halben Stunde. Die 16-köpfige chinesische Crew wurde im Schlaf überrascht. Sie ging in eine Insel. Fünf von ihnen wurde von dem Frachter, der Rest von einem anderen Kutter gerettet, und diese kehrten tags darauf an Bord des Patroullienbootes "Marine Patrol 11" nach Qingdao in der Shandong Provinz zurück. Es hatte gegen 20 Uhr von dem Unglück erfahren und binnen 15 Stunden mit voller Fahrt die Distanz zur Unglücksstelle zurückgelegt. Die übrigen fünf wurden an Bord des Frachters nach Korea gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Kinmen
(5.3.10) Der Marineversorger "Cuung Pang" der 151. chinesischen Flotte kollidierte am 4.3. in dichtem Nebel vor der Insel Kinmen mit dem Frachter "Shunlong No. 6". Das Unglück ereignete sich fünf Meilen vor dem Inselhafen Liaoluo. Die "Chung Pang" war unterwegs von Taiwan dorthin, während der Frachter von Zeijang nach Guangzhou in der Guangdong Provinz unterwegs war. Die taiwanesische Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Margaret" in die Luft gejagt
(5.3.10) Am 4.3. reduzierte eine Explosion den Bargencarrier "Margaret" in der Jacobsbai auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe. Dabei stürzten die sechs auf Deck gestauten Bargen aus bis zu 50 Metern Höhe in die See und wurden durch die Smit Amandla Marine geborgen. Einige waren beschädigt, doch zwei überstanden die Zeit auf den Klippen fast unversehrt. Die in China erbaute "Margaret" war auf der Verschleppung nach Holland am 24.6.2009 nahe der Saldanha Bay gestrandet. Sie hatte 12 Flussbargen und zwei Schwimmdocks geladen. In der vergangenen Woche starb einer der Mitarbeiter der in Durban ansässigen Blasting & Demolition Services, als er an Bord von einer drei Meter hohen Leiter stürzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Archivbild der "Louis Majesty"   Großbild klick!
Freak-Wellen demolieren Kreuzfahrer - zwei Tote auf der "Louis Majesty"
(4.3.10) Acht Meter hohe Freak-Wellen zertrümmerten am 3.3. mehrere Fenster im vorderen Bereich von Deck 5 an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Louis Majesty", 32396 BRZ (IMO-Nr.: 8814744) im Mittelmeer, rund 130 Kilometer nordöstlich von Barcelona. In dem dort gelegenen Restauran starben zwei Menschen, ein 69-jähriger Deutscher aus Nordrhein-Westfalen und ein Italiener, 14 weitere Fahrgäste wurden verletzt. Etliche Kabinen wurden überflutet. Nach Angaben der Reederei Louis Cruise Line war das Schiff von drei "abnormal hohen" Wellen mit einer Höhe von bis zu acht Metern getroffen worden.
Ein Augenzeuge berichtete: "Ich habe Schreie gehört und dann das Wasser aus einem der Säle im fünften Stock stürzen sehen. In dem Moment, als ich den Salon betreten habe, ist ein Fenster zerbrochen und das Wasser hat alle überflutet. Dann herrschte nur noch Chaos." Der Havarist traf gegen 21 Uhr in Barcelona ein. Dort warteten vier Krankenwagen, um die beiden Leichen und die Verletzten in eine Klinik zu bringen. An Bord der "Louis Majesty" waren insgesamt 1350 Fahrgäste und 580 Besatzungsmitglieder. Das Schiff befand sich auf einer 12-tägigenKreuzfahrt im westlichen Mittelmeer mit Stopps in Tanger, Casablanca, Teneriffa, Lanzarote, Cadiz und hatte wenige Stunden vor der Havarie Cartagena mit Kurs Barcelona verlassen. Das Anlaufen des dortigen Hafens wurde aber wegen schlechten Wetters verworfen, und so befand sich das Schiff zum Unglückszeitpunkt auf dem Weg nach Endhafen Genua, wo es am 4.3. hätte einlaufen sollen. Die Windgeschwindigkeit in dem Seegebiet betrug über 100 Kilometer, die Wellenhöhen an die sechs Meter. Es hatte eine Sturmwarnung gegeben. Nachdem die Toten und Verletzten in Barcelona von Bord gebracht waren, sollte das Schiff die Reise nach Genua fortsetzen. Die unverletzten Passagiere durften den Kreuzfahrer während der Hafenliegezeit nicht verlassen.
Die "Louis Majesty" entstand 1991 auf der Kvaerner Masa-Werft in Helsinki. Sie ist 173,50 Meter lang, 27,60 Meter breit und hat 6,20 Meter Tiefgang. Nach der Ablieferung an die Birka Line in Mariehamn sollte sie als "Birka Queen" in Fahrt gehen, doch nachdem die Wärtsilä-Werft in Konkurs gegangen war, hätte das Schiff mehr kosten sollen, sodass die Abnahme verweigert wurde. Statt dessen übernahm am 2.7.1992 die Majesty Cruise Line, Panama, das Schiff als "Royal Majesty". Am 21.7. wurde sie in New York getauft und unternahm bis 1997 Karibikkreuzfahrten.
Im Mai ging sie an die Norwegian Cruise Line, Hamilton, die sie als "Norwegian Majesty" in Fahrt brachte. Vom 16.1. bis 1.4.1999 lag sie bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven, wo sie um eine bei der Aker MTW in Wismar erbaute, 33.6 Meter lange Sektion verlängert wurde. Am 23.4.2008 ging das Schiff dann an die Louis Cruise Line, Limassol, und im November 2009 wurde sie registriert für die Crew Navigation, Ltd, Valletta, Malta (Louis Cruise Lines) und unter dem Namen "Louis Majesty" in Fahrt gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Tankerexplosion
(4.3.10) Bei einer Explosion auf dem malaysischen Tanker "Hercules", 276052 tdw (IMO-Nr.: 8614417), kamen vor Kupuk in der Nacht zum 3.3. zwei Mann ums Leben, Die beiden Schweißer aus Sabah waren mit Schweißarbeiten an einem Tank beschäftigt und waren auf der Stelle tot. Eine Sektion des Schiffes, das rund drei Meilen südlich von Pulau Kukup, Pontian, ankerte, geriet nach der Explosion in Brand. Der in Port Klang registrierte Tanker hatte für Überholungsarbeiten Anker geworfen. Das Rettungszentrum in Johor Baru wurde um 21.05 Uhr alarmiert. Ein Rettungsteam bestehend aus der Malaysian Maritime Enforcement Agency, dem Fire and Rescue Department, der Marine Operations Force und dem Marine Department wurden zu dem Schiff gebracht und waren eine halbe Stunde später vor Ort. Es gelang, gemeinsam mit der 24-köpfigen Besatzung sowie 20 Vertragsarbeitern aus Malaysia, Indonesien, den Philippinen und Indien das Feuer rasch zu löschen. Die beiden Toten wurden an der Mole von Kupuk gegen 22.15 Uhr angelandet und wurden zur Obduktion ins Pontian Hospital gebracht. Das 1988 als "World Phoenix" erbaute, 269 Meter lange Schiff wird von der SH Thome Ship Management Private Ltd. bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



Antriebsloser Containerfrachter abgeschleppt
(4.3.10) Der amerikanische Containerfrachter "Horizon Tacoma", 21291 tdw (IMO-Nr.: 8419154) wurde am 2.3. um 22.30 Uhr antriebslos, nachdem es in der Straße von Juan de Fuca, drei Meilen nördlich von Neah Bay, zu einer Rauchentwicklung in einem Turbolader gekommen war. Daraufhin wurde die Maschine auf dem von Dutch Harbor nach Tacoma laufenden Frachter vorsorglich ausgestellt. Die U.S. Coast Guard wies die Schiffsführung der "Horizon Tacoma" an, einen Schleppkontrakt durch den Bergungsschlepper "Hunter" und die "Garth Foss" zu akzeptieren. Beide Schiffe waren binnen einer Viertelstunde vor Ort und nahmen den Havaristen Richtung Tacoma auf den Haken, wo er am 3.3. gegen 21 Uhr festmachte. Bei einem Ankerstopp gegen sieben Uhr war bereits ein Reparaturteam aus Port Angeles an Bord gegangen. Während des Einsatzes der "Hunter" ging der Schlepper "Valor" in Neah Bay auf Einsatzposition. Die 217 Meter lange "Horizon Tacoma" entstand 1987 als ""Sea Land Tacoma" und läuft seit 2000 für die Horizon Lines LLC. Quelle: Tim Schwabedissen



Vorwürfe gegen brasilianische Marine nach "Concordia"-Untergang
(4.3.10) Der 1. Offizier der gesunkenen Brigantine "Concordia" sagte am 3.3., die 64 Schiffbrüchigen hätten binnen Stunden gerettet werden können, wenn die brasilianischen Behörden rascher einen Notruf verbreitete hätten. Als das Schiff am 17.2. auf der Reise von Recife nach Uruguay sank, befand sich ein Handelsschiff nur vier Fahrstunden entfernt. Tatsächlich dauerte es aber 20 Stunden, bis die Schifffahrt in dem Seegebiet alarmiert wurde, und weitere 20 Stunden, bis Hilfe vor Ort war. Die brasilianische Marine sagte, es habe so lange gedauert, sicherzugehen, dass es sich um ein tatsächliches Notsignal gehandelt habe, weil Notsender auch mal versehentlich aktiviert würden. Quelle: Tim Schwabedissen



El Dorado unter Wasser
(4.3.10) Das 50 Fuß lange Sportboot "El Dorado" sank am 2.3. gegen 15.50 Uhr in Port of Friday. Der Skipper und seine Frau, die auf dem Schiff lebten, waren für zwei Tage auf dem Festland gewesen. Nach Angaben der Islands Oil Spill Association hatte die "El Dorado" rund 100 Gallonen Diesel- und bis zu 15 Gallonen Maschinenöl an Bord, als sie versank. Ein Ölschlängel und ölabsorbierende Pads wurden ausgebracht. Bis zum Morgen des 3.3. konnten 25 Gallonen aufgefangen werden. Die Festmacherleinen an Steuerbord bewahrten das Schiff vor einem vollständigen Versinken in 50 Fuß Tiefe. Taucher stabilisierten das Schiff mit weiteren Seilen. Dann sollte es mit Luftsäcken schwimmfähig und dann ausgepumpt gemacht werden. Vessel Assist setzte einen Kran zur Bergung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Tote bei Untergang auf Lake Victoria
(4.3.10) Am Morgen des 2.3. sank ein Fährboot im Lake Victoria auf der Fahrt von der Busiro Landestelle nach Maninga Island in Sigulu. Es kenterte auf halber Strecke. Sechs Menschen kamen ums Leben. Ursache des Unglücks waren schlechtes Wetter und Überladung. An Bord waren 20 Fässer Petroleum und 100 Stahlbleche. Quelle: Tim Schwabedissen



Ballast hätte "Trident" retten können
(4.3.10) Das Risiko eines Kenterns des Trawlers "Trident" wäre um das achtfache gesunken, hätte er 7,5 Tonnen Ballast aufgenommen. Das in Peterhead registrierte Schiff war am 3.10.1975 vor Caithness gesunken. Alle sieben Mann ertranken. Am 3.3. gab ein Vertreter von TMC Marine Consultants im Rahmen der neu aufgelegten Untersuchung an, dass dieser Ballast nach nun durchgeführten Simulationen die Schwimmfähigkeit und Stabilität entscheidend verbessert hätte. Die Angehörigen hatten seit jeher angenommen, dass die "Trident" wegen mangelnder Stabilität kenterte. Das Schwesterschiff der "Trident", die "Silver Lining", hatte 10 Tonnen Ballast aufgenommen, nachdem der Skipper ein merkwürdiges Seeverhalten festgestellt hatte. Doch je mehr Ballast an Bord war, desto geringer war die Ladekapazität. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Auslaufgenehmigung für "Global Carrier"
(4.3.10) Die finnische Fähre "Global Carrier" , die den Bulkcarrier "Ecostar G.O." am 27.2. beim Einlaufen nach Oxelösund gerammt hatte, durfte nicht wie geplant den Hafen am 3.3. zur Reparatur verlassen. Grund für die verweigerte Auslaufgenehmigung ist der hohe Schaden, der am Kollisionsgegner entstanden war. Um 14.30 Uhr, eine Viertelstunde vor Auslaufen, kam die Nachricht, dass der Schaden zunächst reguliert ewrden muss. Für den Hafen ist so auch ein logistisches Problem entstanden, werden nun doch zwei Liegepätze durch die Havaristen blockiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Eischaos in der Ostsee   Großbild klick!
Eischaos im Schärengarten vor Stockholm - Evakuierung der "Birger Jarl" erwogen
(3.3.10) Am 2.3. saß das schwedische Fahrgastschiff "Birger Jarl", 3564 BRZ (IMO-Nr.: 5044893), sechs Stunden lang im Eis von Stockholms Schärengarten nahe Norrtälje und 550 Meter von Tjärven entfernt fest und trieb mit dem Eis südwärts ab. Trotz des Eingreifens des Eisbrechers "Vidar Viking", der in Grisslehamn gelegen hatte, hielt das Packeis das 1953 erbaute, 92,4 Meter lange, mit der höchsten Eisklasse 1A versehene Schiff der Ånedinlinjens samt seiner 247 Passagiere seit 13.10 Uhr fest. Der Nordwind presste die Eismassen zusammen. Es war unterwegs von Mariehamn nach Stockholm, doch es gelang dem um 15.15 Uhr eingetroffenen Eisbrecher "Vidar Viking" nicht, eine Fahrrinne dorthin aufzubrechen, sodass gegen 19.30 Kurs zurück auf Åland genommen werden musste. Auch die Assistenz der "Isabella" blieb fruchtlos. Zeitweilig wurde auch eine Evakuierung durch das MRCC überlegt. Nun sollen die Passagiere am 3.3. auf einer anderen Fähre weiterreisen.
Auch die finnische Fähre "Sea Wind", 15879 BRZ (IMO-Nr.: 7128332) hatte auf der Reise von Helsinki nach Stockholm am Nachmittag gegen 17 Uhr Probleme im Eis nördlich von Söderarm und ging vor Anker. Beide Schiffe drohten mit der Eisdrift in Flachwasserzonen zu treiben. In letzterem Fall aber zeitigte das Eingreifen der "Vidar Viking" aber Erfolg, und das Schiff konnte die Reise fortsetzen. DAllerdings wurde die Rückreise angesichts der Eislange verschoben. Die Küstenwache führte im Laufe des Tages Überwachungsflüge über beiden Schiffen durch.
Ebenso kämpften die Fähren "Mariella", "Viking Rosella" und "Silja Symphony" gegen das Packeis nördlich von Tjärven an. Die schwedische "Rosella", 15879 BRZ (IMO-Nr.: 7901265) war gezwungen, die Reise von Mariehamn nach Kapellskär abzubrechen. Gegen 19 Uhr des 2.3. befanden sich immerhin alle betroffenen Schiffe wieder in Fahrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Seebäderschiff vom Winde verweht
(3.3.10) Das einstige Seebäderschiff "Gloria D.", 470 BRZ (IMO-Nr.: 7232406), riss sich am 28.2. im Orkan Xynthia von seinem langjährigen Liegeplatz im Binnenhafen von Hamburg-Harburg los. Ein Löschboot der Feuerwehr brauchte über eine Stunde, den Ausreißer auf den Haken zu nehmen und an seinen Liegeplatz zurück zu bugsieren. Die ehemalige "Wappen von Heiligenhafen" verehrte nach ihrer Ablieferung 1972 zwischen Heiligenhafen und Rødby. 1980 ging es von Willy Freter an H.W.Nissen, Heiligenhafen im Einsatz für die Seebäderdienst Heiligenhafen GmbH. 1981 erfolgte die Veräußerung an die Förde-Reederei GmbH, Flensburg, die sie erst weiter auf der Route Heiligenhafen - Rødby, ab 1982 im Dienst Kappeln - Sønderborg und 1984 Damp - Graasten einsetzte, ehe 1984 in den Heiligenhafen - Rødby-Dienst zurückkehrte. Nach Verkauf an die Hansa-Linien GmbH, Hamburg 1984 erfolgte die Registrierung als "Atlantis III" in Panama. 1988 wechselte sie auf die Linie Kappeln - Sonderburg. Nach verschiedenen Chartern wurde sie 1999 erst in Sønderborg, dann in Arnis aufgelegt und ging 2003 an die CCC Catamaran Chartering Company GmbH & Co. KG, Mallentin, die sie erst in "Gloria Dei", später in "Gloria D." umtaufte, aber nicht wieder in Fahrt brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tobago" zerstört, aber stabil
(3.3.10) Der Brand auf dem russischen Trawler "Tobago" schien am 2.3. allmählich unter Kontrolle zu sein. Das qualmende Wrack lag weiterhin nördlich von Kirkenes und wurde von dem Küstenwachschiff "Harstad" von außen gekühlt, während der Schlepper "Beta" es am Haken hatte. An der hochliegenden Backbordseite des Schiffes ist ein 20-30 Zentimeter großes Loch entstanden. Vom Ruderhaus waren nur noch Reste vorhanden, die meisten Seitenwände eingestürzt.
Seit dem 1.3. um 14 Uhr wurde das Schiff vor Ellinghamn auf Position gehalten zunächst durch die "Kraft Johanssen" assistiert von der "Østvern", Gegen 22 Uhr war das erste Küstenwachschiff vor Ort. Die PS-starke "Beta" löste die "Kraft Johanssen" ab. Eine halbe Stunde darauf traf auch die "Harstad" ein, und die "Østvern" konnte nun aus dem Einsatz entlassen werden. Die "OV 002" wurde am 2.3. gegen 22 Uhr vor Ort erwartet. Auch die "Harstad" hat Ausrüstung zum Lenzen und zur Ölbekämpfung an Bord. Die "Beta" hatte die Aufgabe, den Trawler, dessen Lage trotz der Verwüstungen unterdessen als stabil eingeschätzt wurde, auf seiner Position zu sichern. Falls er doch beginnen sollte, zu sinken, sollte er versuchen, ihn in Ellinghavn entweder in Martinkjosen oder Reinøya auf Grund zu setzen.
Der Krisenstab der Kommune arbeitete gemeinsam mit der Küstenwache Horten, der Feuerwehr, dem Zivilschutz und der Polizei. Er hatte verfügt, wegen der Gefahr giftigen Qualms den brennenden Trawler vom Kai in Kirkenes zu entfernen. Die Feuerwehr hatte sich zurückgezogen, um die Stabilität des brennenden Schiffes nicht durch weiteres Löschwasser zu gefährden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker in philippinischem Kanal gestrandet
(3.3.10) Am 2.3. lief gegen 8.30 Uhr der Tanker "Patriot III" mit 644 Tonnen Bunkeröl im Napindan Channel in Taytay, Rizal (Laguna de Bay) auf Grund. Das Schiff kam von Subic, Zambales, und war unterwegs nach Pililia, Rizal. Es blieb bei der Strandung dicht und sollte durch einen anderen Tanker derselben Reederei geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Vitte" die Dritte: Fähre muss erneut in die Werft
(3.3.10) Eine wirklich schlechte Saison für die Inselfähre "Vitte", 212 BRZ: Sie musste am 2.3. erneut den Verkehr zwischen Rügen und Hiddensee einstellen. Das Schadensbild ähnele sehr dem vom 29. Januar, hieß es bei der Weißen Flotte, deren Tochter, die Reederei Hiddensee, die Schiffsverbindung zwischen den Inseln aufrecht erhält. Seinerzeit war das Schiff wegen eines Schadens am Steuerbordantrieb nach Rostock in die Werft gegangen. Doch nur einen Tag nach der Wiederaufnahme des Fährverkehrs vor eineinhalb Wochen lag das Schiff erneut wegen eines Schadens an einer Ölpumpe fest, der jedoch innerhalb von 24 Stunden mit Bordmitteln wieder behoben werden konnte. Jetzt aber muss die "Vitte" erneut in die Werft. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Ruth & Gail" gescheitert
(3.3.10) Der 34 Fuß lange Muschelkutter "Ruth & Gail" lag am 2.3. weiterhin auf den Steinen der Außenmole von Sesuit Harbor fest. Das Schiff war am 28.2. in einem schweren Sturm zunächst vor der Mole auf Grund gelaufen und dann von einer hoch auflaufenden Flut kombiniert mit starkem Wind direkt auf den Strand getrieben worden. Seither wurden alle Muscheln, 135 Gallonen Diesel- und etwas Hydrauliköl von Bord des auf der Backbordflanke liegenden Kutters geholt. Dann wurde eine Schlepptrosse zu dem Muschelkutter "Dream Baby" ausgefahren und ein drittes Schiff, die "Guardian", weiter draußen in der Cape Cod Bay auf Position gebracht, die wiederum eine Trosse am Bug der "Dream Baby", dem zweiten Schiff der Eigner der "Ruth & Gail", fest hatte. Derweil ging aber die Brandung über das Deck des Havaristen, wodurch Wassser in den Maschinenraum eindrang und das Gewicht des Schiffes weiter erhöhte. Die Eignerfamilie Nickerson sah sich dazu verdammt, die Schlacht zu gewinnen, denn den Einsatz einer 10,000 Dollar teuren Kranbarge, um die "Ruth & Gail" anzuheben, oder die 30,000 Dollar für einen starken Bergungsschlepper konnte sie sich nicht leisten. Doch die Natur zeigte kein Einsehen mit diesen Umständen: Es gelang dem Duo bislang nicht, die "Ruth & Gail" vom Fleck zu bewegen.
Der 1987 erbaute Kutter war am 28.2. gegen 15.30 Uhr bei Winden von bis zu 60 Meilen und Wellenhöhen bis zu 12 Fuß östlich der Hafenmole auf Grund gelaufen, als er versuchte, im aufkommenden Sturm nach Sesuit Harbor einzulaufen. Direkt nach der Starndung waren ein 25-Fuß-Boot der Küstenwache in Provincetown und ein 47-Fuß-Boot der Station Cape Cod Canal ausgelaufen. Doch vor Ort hatte sich herausgestellt, dass das Wasser zu flach und die Mole zu nah war, um die Boote einzusetzen. Daraufhin war ein Helikopter der Air Station Cape Cod alarmiert worden. Die dreiköpfige Crew hatte Trockenanzüge angelegt, und ein Rettungsschwimmer wurde vom Hubschrauber abgesetzt. Mit seiner Hilfe erreichten die Fischer den nahen Strand. . Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor Sri Lanka gesunken - Schiffbrüchige trieben in der See
(3.3.10) In der Nacht zum 1.3. kam der Trawler "Sanju Putha" 300 Kilometer östlich von Sangamanjandai einem sinkenden anderen Fischereifahrzeug zu Hilfe. Gemeinsam mit der "Shakthi" der ceylonesischen Marine wurde die 12-köpfige Crew, 11 Indonesier und einen Thailänder, des aus Sri Lanka stammenden Schiffes gerettet, das zuvor in Brand geraten war. Die Schiffbrüchigen hatten sich nach dem Untergang ihres Trawlers an losgerissene Planken geklammert. Sie wurden am Morgen des 2.3. nach Galle gebracht. Ihr Schiff hatte den Hafen von Modera am 28.2. verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Abbrecher der "Becky Thatcher" in den Startlöchern
(3.3.10) Vom Nordufer des Ohio River sieht es so aus, als ob der historische Raddampfer "Becky Thatcher" nur ein wenig Schlagseite hat. Doch ein Blick von Neville Island aus macht klar, dass die Einschätzung des Eigners, dass das 83 Jahre alte Schiff nicht mehr zu retten ist, nicht übertrieben ist. Die Delta Demolition Group aus Newton Falls hat bereits begonnen, Teile des Wracks aus dem Fluss zu ziehen. Der Bergungskontrakt läuft über 30 Tage, doch wenn das Wetter mitspielt, könnte die Wrackräumung in etwas mehr als einer Woche vollzogen sein, schätzten die Berger die Lage am 2.3. ein. Dies hängt auch von dem Zustand der "Becky Thatcher" ab und damit, was der Eigner, der Geschäftsmann Jeffrey Levin, der das Schiff 2005 erwarb, mit den Überresten machen will. Wenn der Rumpf noch in gutem Zustand ist, könnte er noch weiter verwendet werden, andernfalls muss er zerlegt werden. Er liegt derzeit noch vollständig unter Wasser, während sich die oberen Decks von ihm gelöst haben und an zwei Dalben fixiert werden mussten. Die sichtbaren Teile sind schwer beschädigt und verzogen. Delta Demolition wird mit einem Kran und einer Stelzenbarge arbeiten, die Teile des Wracks demontieren und dann auf dem Gelände von Frontier Steel ablegen. Die U.S. Coast Guard wird die Arbeiten überwachen, so wie sie auch den Zustand des Raddampfers kontrollierte, seit er vor 11 Tagen versank. Wenn Teile vom Wrack abbrechen und abtreiben, könnte dies die Flussschifffahrt ebenso wie die Ufer gefährden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Global Carrier" fällt nach Kollision mehrere Wochen aus
(3.3.10) Am 3.3. verließ die finnische Fähre "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.: 7528647) den Hafen von Oxelösund, um eine Reparaturwerft in Landskrona anzusteuern. Hier soll der schwere Schaden ausgebessert werden, den sie am 27.2. von Travemünde kommend erlitten hatte, als sie den unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Ecostar G.O.", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9386421) in die Steuerbordseite rammte, der dort, nachdem er von Quingdao gekommen war, am Kai lag. Die Reparaturdauer wird auf drei bis vier Wochen geschätzt. Die "Global Carrier" läuft auf der Route Turku-Oxelösund-Travemünde für die Power Line und wird bereedert von der Lillbacka Powerco. Wann die 224 Meter lange "Ecostar G.O." in die Werft gehen kann, ist noch unklar. Erst muss die Ladung des Schiffes gelöscht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Ariake" wird jetzt verschrottet
(3.3.10) Das Wrack der japanischen Fähre "Ariake", (MMSI-Nr.: 431603350), die am 13.11. vor Kumano in der Mile-Präfektur gekentert war, wird derzeit vor Ort abgebrochen. Das 167 Meter lange Schiff hatte auf der Reise von Okinawa über Kagoshima nach Tokio Steuerbordschlagseite entwickelt und war von seinem Kapitän sinkend auf Grund gesetzt worden. Da es nicht, wie geplant, auf den Sandstrand, sondern auf vorgelagerte Felsen lief, kenterte es aber und musste wegen der dabei erlittenen schweren Schäden als konstruktiver Totalverlust abgeschrieben werden. Nachdem die Nippon Salvage noch 2009 das Bunkeröl geleichtert hatte, begann die Bergungsfirma Fukada Salvage im Januar 2010 mit der Verschrottung des Wracks, die bis Mai abgeschlossen werden soll, ehe neuerliche Pazifikstürme die Küste von Kumano treffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Tanker im Eiskonvoi
(3.3.10) In einem Eiskonvoi geleitet durch den Eisbrecher "Vaigach" im russischen Eismeer lief der liberianische Tanker "SCF Amur", 47095 tdw (IMO-Nr.: 9333436), ins Heck des norwegischen Vorausfahrers "Mari Ugland", 74997 tdw (IMO-Nr.: 9326885). Dabei wurde dessen Achterdeck leicht beschädigt. Der Havarist lief nach Port Vition, die "SCF Amur" setzte ihre Reise nach Murmansk in einem Konvoi fort, der vom Eisbrecher "Yamal" geleitet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Orkanböen deckten Binnenschiffe ab
(3.3.10) Der Skipper des belgischen Binnenschiffes "Philadelphia", 1594 ts (EU-Nr.: 6001921), traute seinen Augen nicht, als am 28.2. auf dem Rhein bei Dormagen all seine Lukendeckel, jeder einzelne mit einem Gewicht zwischen einer und 1,1 Tonnen, über Bord und in den Rhein geweht wurden. Die "Philadelphia" war mit einer Ladung Kunstdünger stromabwärts auf dem Weg nach Dormagen, als eine Bö zuerst die vorderste Luke packte. Durch eine Kettenreaktion kamen auch die übrigen Luken hinterher. Die vorderste Luke riss den Mast mit Radarscanner um, die achterste beschädigte das Ruderhaus. "Es war in 10, 15 Sekunden geschehen", sagte er. "Wir waren im Ruderhaus gewesen und haben uns in Sicherheit gebracht". Er fahre nun schon acht Jahre auf dem Schiff, und nie zuvor sei es nötig gewesen, die Luken festzusetzen. Ihr eigenes Gewicht fixierte sie sonst sicher auf den Sülls. Zunächst trieben die Aluminiumluken noch im Rhein, ehe sie versanken. Der Zentrale Nautische Informationsdienst warnte die Flussschifffahrt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt mühte sich bis zum 2.3. vergeblich, die Ausreißer zu lokalisieren. Der Schaden am Schiff betrug rund 30000 Euro. es lief einen geschützten Hafen in Keiulen-Niehl an, wo der Schaden an der durchnässten Ladung untersucht wurde.
Die "Philadelphia" war indes nicht das einzige Opfer: Auch im Hafen von Germersheim wehte der Orkan Xynthia zwei Luken des holländischen Binnenschiffes "Singa", 3204 ts (ENI-Nr.: 02317703) über Bord. Die Wasserschutzpolizei konnte die Luken mit Sonar lokalisieren, und am 1.3. wurden sie mit Tauchern unter Einsatz des Bordkranes der "Singa" wieder zurück an Bord geholt. Sie waren nur geringfügig beschädigt.
Die "Philadelphia" entstand 1971 als "Maresma 12" auf der Macvanska Mitrovi Brodogradiliste Tito in Sava für die Maresma Reederei GmbH & Co Schiffahrt & Transport KG in Berlin. Eigner seit 2002 ist J.M. Desyser in Gent. Sie ist seit einem Umbau 84,63 Meter lang und neun Meter breit.
Die "Singa" wurde als "Onderneming III" 1986 bei Slob, Papendrecht erbaut. Sie läuft seit 2002 für die Vof. Singa (R.C. Knieriem) in Barendrecht, ist 109,93 Meter lang und 11,39 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sank an Werft
(3.3.10) Am 1.3. sank um 4.30 Uhr der unbemannte russische Schlepper "Grifon-4", 46 tdw (IMO-Nr. 8846424) an seinem Liegeplatz an der Obukhovskiy-Werft. Das Schiff kam auf vier Metern Tiefe zu liegen. Es entstand eine Ölverschmutzung, deren Ausmaß noch untersucht wird. Der 1977 erbaute Schlepper gehört der Volgotanker Joint Stock Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Die brennende 'Tobago'   Großbild klick!
Brennende "Tobago" aus dem Hafen geschleppt - Feuer wütet außer Kontrolle
(2.3.10) Der weiterhin brennende russische Trawler "Tobago" wurde am Vormittag des 1.3. von zwei Schleppern vom Kai in Kirkenes weg in den Bøkfjord hinaus bugsiert. Um 11.25 Uhr wurde der Havarist von zwei Schleppern in Richtung Ellinghavn gezogen. Die Feuerwehr hatte die Löscharbeiten auf dem in hellen Flammen stehenden Schiff zuvor einstellen und sich zurückziehen müssen, weil die Steuerbordschlagseite auf 19 Grad zugenommen hatte. Dichter Rauch gefährdete zudem die Bewohner von Kirkenes, sodass durch den Krisenstab der Kommune Süd-Varanger beschlossen wurde, das Schiff aus dem Hafen zu bringen. Sorgen bereiteten derweil auch 85 Tonnen Bunkeröl, die sich in den Tanks befanden. Falls das Schiff kentert und sinkt, könnten diese zu einer Wasserverschmutzung führen. Die "Tobago" der Virma Co. Ltd. in Murmansk hatte unlängst noch zur Überholung bei der Kimek-Werft in Kirkenes gelegen, Die Arbeiten waren am 9.2. abgeschlossen worden. Es wurde erwartet, dass das Schiff noch mehrere Tage weiter brennen könnte. Das Küstenwachboot "Harstad", der Schlepper "Beta" und die "OV02" wurden in Marsch gesetzt, um das Schiff zu sichern. Die "Harstad" übernahm in Vadsø Lenzpumpen, die "OV02" Ausrüstung zur Ölbekämpfung. Quelle: Tim Schwabedissen



Orkanböen versenkten Lukendeckel im Rhein
(2.3.10) Am 28.2. auf Höhe von Rheinkilometer 710 hob eine Orkanböe die vorderste Ladeluke eines stromabwärts laufenden Binnenschiffes an und wehte sie seitlich von Bord . Durch eine Kettenreaktion hoben daraufhin auch die neun weiteren Lukendeckel ab und wehten davon . Die aus Aluminium bestehenden Luken mit einem Gewicht von ca. 1 Tonne trieben zunächst auf dem Wasser und versanken dann. Der Sachschaden lag bei rund 30.000 Euro. Die Schifffahrt wurde vorsorglich gewahrschaut . Die Suche nach den Luken sollte am 1.3. Tage durch das Wasserschifffahrtsamt aufgenommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenmutterschiff versenkt
(2.3.10) Der dänische Zerstörer "Absalon" versenkte im indischen Ozean vor der somalischen Küste am 28.2. ein Piratenmutterschiff. Zuvor war die Crew aufgefordert worden, dieses zu verlassen. Es handelte sich um ein Schiff, von dem aus kleinere Boote zu Überfällen ausgesandt wurden. In einem solchen, das sich im Schlepp befand, durften die Piraten zur Küste fahren. Ihr Schiff wurde durch Geschützfeuer auf den Meeresgrund geschickt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband rammte Mole
(2.3.10) Am frühen Morgen des 28.2. ist gegen sechs Uhr an der Schleuse Zeltingen ein holländischer Schubverband mit der Mittelmole kollidiert. Die Mosel-Schifffahrt musste in diesem Bereich gesperrt werden. Der 170 Meter lange Schubverband war voll beladen mit 4000 Tonnen Schlacke, als er von Wehlen kommend talwärts in die Zeltinger Schleuse einlaufen wollte. Aus bisher ungeklärter Ursache lief er aus dem Ruder, kam nach mehreren Ruder- und Maschinenmanövern quer vor derSchleusenkammer zu liegen und versperrte die Schleuseneinfahrt. Durch den Aufprall entstand am Bug ein großes Leck, und es kam zu einem Wassereinbruch. Der Kapitän schaffte es zunächst nicht, das Schiff mit eigener Kraft freizubekommen. Erst durch ein vorübergehendes Aufstauen des Wasserstandes gelang es schließlich, das Schiff zu bewegen und in die Schleuse zu bugsieren. Von 6.20 Uhr bis 14 Uhr war die Mosel gesperrt, teilweise war nur die Bergfahrt möglich. 15 Schiffe waren von der Sperrung betroffen. Ein Taucherdienst dichtete das Leck im Laufe des Tages provisorisch ab, und das Schiff durfte unter Auflagen seine Fahrt in Richtung Duisburg fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff mit 50 Mann gerettet
(2.3.10) Das rumänische Binnenschiff "Dunav", 1290 ts (ENI-Nr. 06000560) wurde an der Hausener Schleuse durch einen Großeinsatz des THW und der Feuerwehr am 28.2. vor dem Untergang bewahrt. Sie lenzten am Abend 35 Tonnen Wasser, die durch ein Leck in den Maschinenraum eingedrungen waren. Gegen 20.30 Uhr hatte die Crew des mit Mais beladenen Schiffes um Hilfe gebeten, nachdem das Wasser im Maschinenraum immer schneller angestiegen war. Die Polizeiinspektion Forchheim alarmierte daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Hausen und das THW Forchheim. Innerhalb kurzer Zeit waren dann zusammen mit der Wasserschutzpolizei und den Vertretern des Wasser- und Schifffahrtsamtes rund 50 Einsatzkräfte vor Ort. Als die Helfer am Einsatzort ankamen, lag das Schiff teilweise bereits 40 Zentimeter unter Wasser. Mit Tauchpumpen wurde das Wasser-Öl-Gemisch in einen 10 Tonnen fassenden Auffangbehälter der Feuerwehr, sowie mehrere kleinere Auffangbehälter des Technischen Hilfswerkes gepumpt, bevor es dann nach der Reinigung in den Kanal abgelassen werden konnte. Das Leck konnte in dem zweieinhalbstündigem Einsatz zunächst nicht geortet werden. Bei Tageslicht wurde es am 1.3. dann provisorisch abgedichtet. Währenddessen musste weiterhin das Wasser abgepumpt werden. Die Wasserschutzpolizei in Bamberg leitete Ermittlungen ein, Am Nachmittag lief die "Dunav" nach Löschen der Ladung mit leichter Backbord-Schlagseite auf dem Main-Donau-Kanal Richtung Donau zu Berg. Quelle: Tim Schwabedissen



Robben-Island-Frachter soll "Seli 1" leichtern
(2.3.10) Der Frachter "Blouberg" des Robben Island Museum wurde gechartert, um auf der "Seli 1" verbliebenes Öl und Ladung zu leichtern, bevor die Winterstürme dem Frachter womöglich den Garaus bereien. An Bord des seit September 2009 vor Blouberg sitzenden Bulkers sind noch rund 60 Tonnen Öl und eine unbekannte Menge Ölgemisch sowie rund 30000 Tonnen Kohle. Binnen 52 Tagen soll im Auftrag von Marine Electric Technical Service, der Firma, die die Ladung erwarb, diese geborgen sein. Sie hat einen Wert von rund drei Millionen Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Binnenschiff
(2.3.10) Ein Binnentanker lief am Abend des 26.2. gegen 21.30 Uhr in der Volerakschleuse das Heck des Binnenschiffes "Aurora" von van Loon aus Raamsdonksveer. Dabei wurde das Achterschiff eingedrückt, auch Ruder, Propeller und Wellentunnel wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die "Auroro" hatte im südlichen Vorhafen auf das Einlaufen in die Volkerakschleuse gewartet. Sie wurde nach der Kollision von dem mit Gasöl beladenen Tanker längsseits genommen. Dieser wurde 50 Zentimeter oberhalb der Wasserlinie auf einer Fläche von einem halben Mal einen halben Meter beschädigt. Die "Auroro" ging inzwischen in Versteeg zat ins Dock. . Quelle: Tim Schwabedissen



Kenterung der "Concordia" kann zu Erkenntnissen über Großseglerstabilität führen
(2.3.10) Class Afloat, die Eigner der "Concordia", sagten, das 18 Jahre alte Schiff sei designt und getestet gewesen, einen Squall wie den, der das 60 Meter lange Schiff versenkte, zu überstehen. Das Schiff war im Südatlantik binnen 20 Minuten gesunken, nachdem seine Masten auf das Wasser gedrückt worden waren und es sich nicht wieder aufzurichten vermochte. Terry Davies, Gründer und Vorsitzender von Class Afloat, gab an, das die "Concordia" sogar 110 Grad Schlagseite hätte aushalten sollen.
Das Schiff habe den höchsten Standards für Segelschulschiffe entsprochen und sei erfolgreich von der U.S.- unnd der Canadian Coast Guard inspiziert worden und habe hunderte von Hafenstaats- und Hafenkontrollen durchlaufen. Als nicht in den Vereinigten Staaten registriertes Schiff habe sie aber nicht den U.S. Coast Guard-Standards entsprechen müssen. Registerstaat war Barbados. Dies ermöglichte Class Afloat eine freie Auswahl der Besatzung unabhängig von ihrer Nationalität, was bei der weltweit begrenzten Anzahl von segelschiffserfahrenen Seeleuten von Vorteil ist. Roger Long, ein international anerkannter Experte in Sachen Stabilität großer Segler, forderte Class Afloat auf, die Daten der Stabilitätstests zu publizieren, nicht vorrangig wegen einer Schuldfrage, sondern um Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen.
Wenn sich herausstellt, dass die "Concordia" den britischen und amerikanischen Stabilitätsstandards entsprach, weise dies nicht nur auf ein Loch im Sicherheitsnetz hin, sondern sei ein wichtiger Faktor im Verständnis der Stabilität großer Segelschiffe. Die Tests auf der "Concordia" wurden durchgeführt, indem eine Seite stark belastet wurde und dann aus der Krängung die Aufrichtfähigkeit extrapoliert wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank im Aparima-Fluss
(2.3.10) Am 28.2. sank an der Riverton Wharf der rund neun Meter lange Kutter "Evander". An Bord waren rund 500 Liter Diesel, von denen ein Teil auslief und sich während der Drift in Richtung Aparima-Mündung aber auflöste. Wegen des herrschenden Hochwasser hatte die Feuerwehr nichts ausrichten können. Taucher dichteten am 1.3. den Tank ab. Die Riverton Fire Brigade prüfte, wie weit sie bei der Bergung des Kutters assistieren könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Wie lange fällte die "Costa Europa" aus? Bericht eines Augenzeugen der Evakuierung
(2.3.10) Thomson Cruises sind derzeit am Prüfen, ob sie die jetzige "Costa Europa" wie geplant im kommenden Monat als "Thomson Dream" werden in Dienst stellen können. Die erste Kreuzfahrt soll am 22.4. starten Die "Costa Europa" liegt aber derzeit weiterhin in Sharm el Sheikh. Sie hat ein zwei Meter langes Leck und erhebliche Schäden entlang der Steuerbordseite. Das Ausmaß des Schadens wird noch untersucht. Die beiden Folgereisen der "Costa Europa" wurden nach ihrer Kollision am 26.2. bereits abgesagt. Sie hätten am 4. und 22.3. starten sollen und wären die letzten für Costa Crociere gewesen.
Ein Passagier beschrieb nach seiner Heimkehr die Kollision so: Am Morgen wurden wir gegen vier Uhr von zwei starken Schlägen geweckt. Wir schossen aus dem Bett und stellten fest, dass das Schiff sich überlegte. Die Klimaanlage war ausgefallen, und man hörte Rufe. Alle kamen aus ihren Kabinen und fragten sich, was geschehen war. Wir dachten, wir seien noch auf See, nachdem wir aus Safaga ausgelaufen waren. Wir warteten alle auf Durchsagen, doch es kamen keine. Ohne Klimaanlage wurde es schnell warm. Ich sah aus der Kabine und sah, dass einige Deckenleuchten im Gang erloschen. Wir beschlossen, und anzuziehen und an Deck zu gehen oder auf eine Durchsage zu warten. Es lag ein starker Dieselgeruch in der Luft. Die Crew saß mit Rettungswesten auf den Treppen, einige sahen sehr unglücklich aus. Es war sehr windig, doch es kam mir nicht wie wirklich schlechtes Wetter vor. Wir waren erleichtert, als wir sahen, dass das Schiff im Hafen lag, auch wenn es begann, sich vom Kai weg überzulegen.
Um fünf Uhr wurde eine Durchsage in verschiedenen Sprachen gemacht, dass die Lage geprüft werde und alle in ihre Kabinen oder zu normalen Aktivitäten zurückkehren sollten. Die Schlagseite war so stark, dass Dinge von den Tischen rutschten, und waren immer noch unsicher, was zu tun sei. Um sechs Uhr kam eine weitere Durchsage, wir sollten so schnell wie möglich die Sachen packen und uns in den Korridoren für eine Evakuierung versammeln. Ich konnte nicht einmal mehr die Kabinentür schließen, weil sie zu schwer war und zur krängenden Seite hin lag. Wir standen fast eineinhalb Stunden in den engen Gängen. Die Luft war schlecht und heiß. Personal beförderte gehbehinderte Passagiere auf Liegen und in Rollstühlen nach draußen. An den Treppen, wo die Passagiere aus allen Richtungen aufeinander trafen, entstand eine Art Flaschenhals. Einige Passagiere hatten darauf bestanden, ihre großen Koffer mitzunehmen, es wurde gedrängelt. Es war wunderbar, endlich an die frische Luft zu kommen. Dann ging es in ein hübsches Hotel in der Sharks Bay in Sharm. Am 28.2. um 22.30 Uhr waren wir zurück am Flughafen Gatwick und wurden im Hilton einquartiert. Quelle: Tim Schwabedissen



< b> "Erna" sank und verliert Öl
(2.3.10) Aus der im Saarbrücker Osthafen gesunkenen "Erna" tritt Öl aus. Die Feuerwehr hat eine Ölsperre ausgebracht, dennoch muss das Wrack nun schnellstmöglich geborgen werden. Der Eigentümer wurde bereits informiert. Sollte er die Kosten von voraussichtlich mehreren zehntausend Euro nicht tragen können, müsse wohl das Wasser- und Schifffahrtsamt einspringen. Am 19.2. war die Peniche "Erna", die bereits seit über 10 Jahren im Osthafen Saarbrücken lag, gesunken. Offensichtlich war der marode Zustand des Schiffes die Ursache für das Sinken. Der Innenraum des leerstehenden Wohnschiffs ist mittlerweile mit Wasser gefüllt, lediglich die Aufbauten ragten aus der Saar heraus. Die "Erna" sorgte schon mehrfach für Schlagzeilen. Am 26.12. 2006 gegen vier Uhr hatte der überhitzte Ofen ihre Kajüte in Flammen gesetzt. Der Schiffseigner versuchte vergeblich zu löschen. Die Feuerwehr war viereinhalb Stunden im Einsatz. Der Eigner kam seinerzeit leicht verletzt ins Krankenhaus.
Das Hochwasser 2003 hatte die "Erna" auch schon einmal auf Grund gesetzt, doch später kam sie wieder frei. Auch 2001 war sie in der Diskussion. Damals verteidigte das Wasser- und Schifffahrtsamt die "Erna" als einen Fluchtpunkt für "sozial Schwächergestellte". Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter seit dem 25.2. vermisst
(2.3.10) Seit dem Auslaufen aus Rathgama am 25.2. wird der Kutter "Yuwathi RG 84" vermisst. An Bord waren zwei Mann Crew aus Boossa und Devathigoda, Rathgama. Das Schiff war abends zu Fanggründen vier Meilen vor der Küste ausgelaufen und hätte am Morgen des 26.2. zurückkehren sollen. Als dies nicht der Fall war, alarmierten die Angehörigen die Polizei. Versuche, über Mobiltelefon Kontakt aufzunehmen, scheiterten. Das Dakshina Naval Camp, Der Galle Fisheries Harbour und die Galle Police wurden in Kenntnis gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter kam auf Schäre fest
(2.3.10) Am 1.3. lief beim Einlaufen in den Trollsund gegen 5.30 Uhr ein Kutter zwischen Ingøy und Rolvsøy in Schneeschauerböen auf Grund. Das Rettungsboot "Reidar Von Koss" lief zum Havaristen aus und barg den Skipper ab. Danach versuchte das Boot aus Honningsvåg, den auf seiner Steuerbordseite auf den Felsen liegenden, 30 Fuß langen Havaristen freizuschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff geriet in reißender Strömung außer Kontrolle
(1.3.10) Beim Beladen im Hafen von Zeil (Kreis Haßberge) ist das Binnenschiff "Leho II", 996 ts (EU-Nr.: 02314212), außer Kontrolle geraten. Das Schiff wurde mit dem Heck abgetrieben und schlug quer. Das Schiff nahm gerade eine Ladung Getreide auf und sollte dazu entgegen der Strömung entlang der Kaimauer des Zeiler Hafens verholt werden. Gegen 17.15 Uhr liefen die Maschinen auf voll zurück, doch dann brachen die achteren Trossen, und das Schiff wurde binnen weniger Minuten mit dem Heck von der Strömung des Hochwasser führenden Mains an das südliche Ufer gedrückt. Dabei brach das Ruder ab.
Mit dem Bug prallte die "Leho II" gegen den vorderen Teil des holländischen Schubverbandes "Century II", 2439 ts (EU-No.: 02330484), der ebenfalls im Zeiler Hafen lag und Teile für ein Kraftwerk aufnahm. Feuerwehren aus Zeil, Sand und Haßfurt waren kurz darauf an der Unglücksstelle . Ein Rettungsboot der Zeiler Wehr kreuzte ebenfalls im Hafen. Polizei- und Rettungskräfte standen bereit. Insgesamt waren 45 Feuerwehrleute mit 11 Fahrzeugen vor Ort. Dutzende Schaulustige säumten das Hafengelände.
Die "Century II" sollte mit ihren 3200 PS den quer liegenden Havaristen wieder an den Kai bringen. Doch dies scheiterte zunächst, nachdem weitere Trossen brachen, und zu allem Überfluss erlitt der Kapitän der "Leho II" einen Schwächeanfall und musste medizinisch versorgt werden. Gegen 19.30 Uhr endlich gelang es, das Binnenschiff unter Kontrolle zu bekommen. Nun wurden Ermittlungen eingeleitet, ob Fahrlässigkeit die Havarie verursacht hat. Dem Vernehmen nach soll die aus Rumänien stammende Besatzung der "Leho 2" schon an der Knetzgauer Schleuse und auch im Zeiler Hafen aufgefallen sein.
Die "Leho II" wurde als "Heinrich 1959 auf der Gustavsburg Schiffswerft GmbH, Mainz eraut. Seit 2008 läuft sie für die Leho BV in Nijmegen.
Der Kasko der 79,5 Meter langen "Century II" wurde 2008 bei der Shui Tian Shipbuilding, Nanjing, erbaut und bei van Wijk, Werkendam., ausgerüstet für die Ruytenboer BV (R. Ruytenberg / D. Boer) in Werkendam. Quelle: Tim Schwabedissen



Bente Siek gesunken   Großbild klick!
Backfischkutter in Wismar gesunken
(1.3.10) Der Kutter "Bente Sieck", zuletzt ein beliebter Imbiss im Hafen von Wismar, ist am Abend des 25.2. dort am Kai gesunken. Gegen 17.30 Uhr hatte der Betreiber bemerkt, dass sein Kutter plötzlich Schlagseite bekam und voll Wasser lief. Der Feuerwehr gelang es nicht mehr, das Wasser zu lenzen. Experten vermuteten, dass durch Eisgang ein Loch in den Holzrumpf gedrückt wurde. Das nicht motorisierte Schiff wurde inzwischen wieder gehoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Schuber gegen Kai getrieben
(1.3.10) Am Abend des 26.2. kollidierte gegen 22.30 Uhr der holländische Schubschlepper "Zebulon", 67 BRZ (IMO: 6002897), aus Urk mit einem Kai auf dem Hartelkanal. Das Unglück ereignete sich rund 300 Meter von der Suurhofbrücke entfernt, als das Schiff seine Geschwindigkeit reduzieren musste und daraufhin von der Unterströmung und starkem Wind erfasst wurde. Es gelang dem Kapitän, sein Schiff wieder vom Kai fortzumanövrieren. Es musste anschließend auf mögliche Schäden untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutter in Not
(1.3.10) Ein 30 Fuß langer Kutter lief am 28.2. im Trollsund zwischen Roldsøy und Ingøy auf Grund. Das Rettungsboot "Reidar Von Koss" lief nach der Notmeldung um 5.30 Uhr aus und barg den Skipper ab. Am Vormittag des 1.3. sollte es versuchen, den Kutter von der Schäre zu ziehen. Zuvor war die "Reidar Von Koss" in Honningsvåg im Einsatz, wo ein anderer Kutter am Kai gesunken war. Quelle: Tim Schwabedissen



Vielfältige Hilfe für sinkenden Kutter
(1.3.10) Mehrere Schiffe der US Coast Guard waren im Einsatz, nachdem der 67 Fuß lange Krabbenkutter "Miss Suzanne" am 27.2. 50 Meilen nordwestlich von Key West leckgeschlagen war. Die Coast Guard Key West fing um 15 Uhr den Notruf der dreiköpfigen Crew auf, dass aus unbekannter Ursache Wasser eindringe und die Bilgenpumpen nicht dageen ankamen. Sofort wurden die Küstenwachboote "Nantucket", ein 110 Fuß langes Patroullienboot aus St. Petersburg, und "Joshua Appleby", ein 175 Fuß langer Tonnenleger, sowie ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater sowie ein HU-25 Falcon-Jet der Air Station Miami in Marsch gesetzt. Das Flugzeug war gegen 17 Uhr als erstes vor Ort und setzte eine Lenzpumpe auf der "Miss Suzanne" ab, die von deren Crew gestartet wurde. Wenig später trafen mit dem MH-60 Jayhawk zwei weitere Pumpen auf der "Miss Suzanne" ein. Mit der vereinten Lenzkapazität gelang es, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Um 18.330 Uhr war die "Nantucket" vor Ort und schickte ein Hilfsteam. Währenddessen nahm der Kutter Kurs auf Key West. Die "Joshua Appleby" schließlich traf um 19.30 Uhr ein. Eine Stunde darauf erlitt ein Besatzungsmitglied des Kutters einen Herzanfall. Sofort wurde eine Bootscrew der Rettungsstation Key West alarmiert, und ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Miami assistierte bei der Evakuierung. Der Fischer wurde ins Lower Keys Medical Center transportiert.
Am 28.2. um 1.30 Uhr nahm die "Joshua Appleby" die "Miss Suzanne" in Schlepp, nachdem deren Maschine ausgefallen war. Um 7.15 Uhr übernahm ein Boot der Station Key West den Schlepp in die Mündung des Nordwestkanals und weiter nach Stock Island. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung aus gesunkenem Hausboot mit Plastikeimern bekämpft
(1.3.10) Ein Hausboot, das vor der ehemaligen Janssen-Werft in Leer lag, ist am 27.2. gesunken. Aus dem Schiff, das im Leeraner Hafen abgewrackt werden sollte, traten Diesel und Öl aus. Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Leer und der Wasserrettung des Landkreises Leer legten eine Ölsperre auf der Wasseroberfläche aus. Durch das schnelle Eingreifen konnte ein Ausbreiten des Ölteppichs verhindert werden. Unterstützung erhielten die Leeraner von den Wehren der Stadt Emden und Warsingsfehn. Die Helfer brachten weitere Ölsperren aus.
Mitarbeiter der Firma Briese Schifffahrt hatten zufällig bemerkt, dass das Hausboot gesunken war. Sie fuhren mit einem Motorboot zum rund 50 Meter langen Schiff und hielten vor einige kaputte Bullaugen, aus denen Diesel und Öl floss, zunächst Plastikeimer, damit keine weiteren Stoffe in das Hafenbecken fließen konnten. Anschließend wurden Stopfen auf die Öffnungen gedrückt. Am Morgen des 28.2. waren Mitarbeiter der Firma Duismann aus Leer damit beschäftigt, das Öl und den Diesel mit Spezialmaschinen von der Wasseroberfläche abzusaugen.
Das Hausboot gehört einem niederländischen Eigner, der das Schiff in Leer verschrotten lassen will. Quelle: Tim Schwabedissen



Eisgang riss Schiffsrumpf auf
(1.3.10) Ein rumänisches Binnenschiff hat am Abend des 28.2. in Hausen (Landkreis Forchheim) für einen Großeinsatz gesorgt. Der mit 800 Tonnen Mais beladene Frachter hatte mit einem Leck im Rumpf an der Schleuse in Hausen angelegt. ES war vermutlich durch Eisgang auf dem Rhein-Main- Donau-Kanal entstanden. Weil Wasser in den Maschinenraum eindrang, mussten die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk die Nacht über tausende Liter Wasser abpumpen, damit das Schiff nicht sank, ehe das Leck abgedichtet werden konnten. Quelle: Tim Schwabedissen



< b> Viertelmillion-Yacht mit Hebesäcken geborgen
(1.3.10) Am Morgen des 27.2. begann im Yachthafen am Rheinübergang bei Nonnenweier. Die Bergung der am Vortag gesunkenen Motoryacht "Tangoara". Vor Ort waren die Feuerwehr aus Schwanau und Lahr sowie die Bergungsfirma Nautik GmbH Sasbach. Mithilfe von acht Hebeballons wurde das Wrack der 250000 Euro werten Yacht bis 15 Uhr gehoben. Wahrscheinlich hatte starker Wellengang das Schiff gut 24 Stunden zuvor zum Sinken gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Komplizierte Rettung gestrandeter Fischer
(1.3.10) Am Abend des 27.2. erlitt der 48 Fuß lange Kutter "Ruth & Gail" Maschinenausfall und wurde gegen 17.30 Uhr auf eine Mole nahe Sesuit Harbor getrieben. Es schlug auf den Felsen von Cold Storage Beach quer. Da es jedoch 10-20 Fuß von ihnen entfernt festsaß, konnte die dreiköpfige Crew nicht an Land kommen. Gegen 20 Uhr war ein Helikopter der US Coast Guard vor Ort, konnte aber wegen der an Deck befindlichen umfangreichen Fangausrüstung nichts ausrichten. Auch die Boote der Feuerwehr und des Hafenmeisters kamen nicht an den Kutter heran. Ein Abschleppen durch die Küstenwache wurde als zu riskant erachtet. Schließlich gelang es, die Fischer mit einer Leine zu retten. Gegen 20.45 Uhr waren alle an Land und wurden medizinisch betreut. Der Kutter sollte von einer Bergungsfirma wieder flottgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Trawler drohte zu kentern
(1.3.10) Der russische Trawler "Tobago", 414 tdw (IMO-Nr.: 8834005), aus Murmansk geriet am Nachmittag des 28.2. in Kirkenes in Brand. Während der Löscharbeiten entwickelte das Schiff durch das Gewicht des Löschwassers Schlagseite, sodass die Brandbekämpfung zeitweilig unterbrochen werden musste, bis Wasser gelenzt und der Trawler stabilisiert war. Erst am Vormittag des 1.3. gelang es der Feuerwehr, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die sechsköpfige Crew der "Tobago" war zuvor unversehrt gerettet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Travemünde-Fähre rammte Frachter
(1.3.10) In den Mittagsstunden des 27.2. rammte die finnische Fähre "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.: 7528647) von Travemünde kommend den unter Panama-Flagge laufenden Frachter "CMB Sakura", 38891 BRZ (IMO-Nr.: 9316854) beim Einlaufen in den Hafen von Oxelösund. Dabei wurde die Bordwand des Frachters aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch. Der Bug der Fähre wurde eingedrückt. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekaperter Schlepper gestrandet
(1.3.10) Der unter Singapur-Flagge laufende Schlepper "Asta", 296 BRZ, der vor drei Wochen vor Malaysia gekapert worden war, wurde am 25.2. am Nordende der entlegenen philippinischen Insel Dinagat gestrandet vorgefunden. Vertreter der philippinischen Marine gingen an Bord des Schiffes, das nun in "Roxy I" umbenannt worden war, aber an der IMO-Nummer 9622884 identifizierbar war. Das Schiff war am 6.2. vor Tioman Island vor Ost-Malaysia gekapert worden, als es auf der Reise von Kambodscha nach Singapur war. 11 Mann der Crew waren fünf Tage später in einer Rettungsinsel ausgesetzt und acht Tage darauf nahe Borneo in der See treibend gerettet worden. Der Chefingenieur wurde seither vermisst. Er wurde nach der Strandung samt der sieben Piraten aufgefunden und in Gewahrsam genommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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