EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
S O S Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker
Türkischer Frachter gesunken (2.9.10) Der türkische Frachter "Medy" geriet in der Nacht zum 1.9., nachdem er den Hafen von Constanza mit Kurs Istanbul beladen mit 3247 Tonnen Schrott verlassen hatte, um 3.10 Uhr in Seenot. Das Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und entwickelte 20-25 Grad Schlagseite. Die "GSP King" barg die 17-köpfige Crew des vom Untergang bedrohten Schiffes unversehrt ab. Der Frachter trieb derweil sechs Meilen vor dem rumänischen Hafen Constanza, bis er trotz aller Rettungsbemühungen um 12.51 Uhr sank. Die "Medy" (IMO-Nr.: 7711660) hat eine Tragfähigkeit von 4100 Tonnen und wurde 1982 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen Seenot vor Scharhörn (2.9.10) Etwa 20 Meilen westlich von Scharhörn geriet am 1.9. der ehemalige Fischkutter "Tinos - GG 159" mit Wassereinbruch in Seenot. Der Rettungskreuzer "Hermann Marwede" und das Gewässerschutzschiff "Mellum" eilten dem Havaristen zur Hilfe. Der Kutter hattte Cuxhaven mit nur einem Mann Besatzung in den frühen Morgenstunden des 1.9. verlassen, nachdem er am 30.8. gegen 16 Uhr bei der Boots- und Schiffswerft Cuxhaven auf Slip genommen worden war. In Begleitung der beiden Rettungsschiffe ging es nach der Havarie mit geringer Fahrt wieder zurück nach Cuxhaven. Quelle: Tim Schwabedissen Mehrere vermisste Fischer nach Kollision (2.9.10) Ein chinesischer Kutter sank vor der südkoeanischen Westküste am 1.9., nachdem er von dem 1250-Tonnen-Frachter "Ocean Ace No. 6" der südkoreanischen HC Freight Company 68 Meilen westlich der Insel West-Gyengnyelbi in der südlichen Chung Cheong Provinz gegen 14:25 Uhr gerammt wurde. Die gesamte Crew wurde nach der Kollision vermisst. Die Küstenwache von Seoul schickte ein Patroullienboot und einen Helikopter zur Suche nach den Fischern. Quelle: Tim Schwabedissen Strandung im Schutzgebiet (2.9.10) Nahe der Grecian Rocks vor Key Largo lief am 29.8.das im Trawler-Stil erbaute Sportboot "Lisern II" auf Grund. Schlechtes Wetter behinderte die Bergungsbemühungen. Es galt zunächst, 900 Gallonen Dieselöl abzupumpen. Das Schiff liegt in einem Schutzgebiet auf Felsen, eine runde Dreiviertelmeile südwestlich der Christ of the Abyss-Statue auf den Key Largo Dry Rocks. An den Arbeiten nach der Strandung waren das Keys Marine Sanctuary, die staatliche Fish and Wildlife Conservation Commission, die Coast Guard Station Islamorada, Tow Boat U.S. und Sea Tow beteiligt. Die "Lisern II" war durch die Keys unterwegs, als sie strandete. Quelle: Tim Schwabedissen Geschehnisse im Jensen Beach-Dreieck (2.9.10) Die Behörden von Florida konfiszierten 1,100 Pfund Marihuana, die sie auf einem gestrandeten, 33 Fuß langen Motorboot auf Hutchinson Island nahe Port St. Lucie entdeckten. Das Boot war am Morgen des 31.8. von zwei Anwohnern entdeckt worden, die zunächst annahmen, es habe Motorschaden. Nachdem es auf Strand saß, lief ein Mann weg, woraufhin sie die Coast Guard alarmierten. Diese fanden ihn wenig später am Ufer und benachrichtigte das U.S. Immigration and Customs Enforcement. Das verlassene Boot schlug in der Brandung voll. Seit Mitte Mai kam es damit zu drei merkwürdigen Vorfällen im sogenannten Jensen Beach Triangle zwischen dem Island Beach Restort und Shuckers Restaurant auf Huntchinson Island im südlichen St. Lucie County, einem Flugzeugabsturz, einer Strandung einer Yacht auf der Reise nach Kuba und dem jetzigen Drogenfund. Die Serie began am 15. Mai, als ein einmotoriges Flugzeug aus der einstigen Sowjetunion unweit des Strandes ins Meer stürzte, als es wohl Kunstflugübungen machte. Dabei kamen der Pilot aus Fort Lauderdale, ein Mann aus Jensen Beach und ein weiterer aus North Palm Beach ums Leben. Am 20.8. dann strandete die Yacht eines englischen Skippers und dessen deutscher Freu. Sie hatten zwei Meilen vor der Küste geankert, als sie ins Treiben und auf Legerwall gerieten. Das Boot lag mehrere Tage am Strand. Und nun der Fund von Drogen im Wert von über einer Million Dollar in einem gestrandeten Motorboot. Quelle: Tim Schwabedissen Rettung nach Untergang (2.9.10) Die US Coast Guard rettete am 1.9. zwei Personen, nachdem deren Boot "Whitetail" fünf Meilen nordwestlich des Baptiste Collette Bayou nahe Venice gesunken war. Um 15.30 Uhr hatten die Coast Guard New Orleans ein Mayday des Bootes aufgefangen, das Wassereinbruch erlitten hatte und dessen Crew sich anschickte, es aufzugeben. Daraufhin lief ein 33-Fuß-Boot der Coast Guard Station Venice aus, und ein MH-65C-Helikopter der Air Station New Orleans steig auf. Als die Retter eintrafen, war die "Whitetail" bereits gesunken, und die beiden Schiffbrüchigen trieben in Rettungswesten im Wasser. Sie wurden geborgen und in Venice medizinisch versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen Rettung nach Bootsbrand (2.9.10) Die Coast Guard rettete am 1.9. die zwei Insassen des 41 Fuß langen Bootes "LC4", das vor dem Manasquan Inlet in Brand geraten war. Um 11.51 Uhr meldete die " Eagles II " den Brand sowie die Sichtung zweier Personen in einer Rettungsinsel in der Nähe. Die "Sea Sue" nahm die Schiffbrüchigen auf, später wurden sie auf ein Rettungsboot der Coast Guard Station Manasquan Inlet, New Jersey, übergesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen Tanker auf Yangtse gestrandet (1.9.10) Der Tanker "Lucky Grow 178", 26060 tdw, lief in schwerer See am 31.8. in der Mündung des Yangtse-Flusses in China auf Grund. Die Crew wurde abgeborgen. Die "Lucky Grow 178" (IMO-Nr.: 8827870) wurde 1989 erbaut und führt die Flagge von Belize.Quelle: Tim Schwabedissen Tanker auf Lake St. Francis auf Grund gelaufen (1.9.10) Am Abend des 31.8. lief der maltesische Tanker "Hulin" um 19.55 Uhr auf der Horseback Shoal 1,3 Meilen nordöstlich von Hamilton Island am Westende des Lake St. Francis, Ontario, auf Grund. Nach einem Maschinenschaden war das Schiff nach Steuerbord aus dem Fahrwasser gedreht und auf dessen Südseite nahe Tonne D55 auf fünf bis sechs Metern Wassertiefe festgekommen. Es gelang dem Schiff, mit eigener Kraft wieder freizukommen. Am 1.9. um 7.30 Uhr wurde sie unterhalb der Snell-Schleuse zur Inspektion gestoppt. Zuvor hatte sie in der Eisenhower Schleuse festgemacht. Der Chemikalientanker wurde 2008 in Istanbul erbaut und läuft für die Hulin Shipping Ltd. im Management der Atlas Tanker Isletmeciligi aus Istanbul. Die "Hulin", 7260 BRZ (IMO-Nr.: 9447043) hat eine Tragfähigkeit von 10500 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen Flusskreuzfahrer rammte Kutter (1.9.10) Im nördlichen Peenestrom ist am 31.8. der Schweizer Flusskreuzfahrer "Frederic Chopin", 854 tdw (ENI-Nr.: 04801240) mit dem deutschen Kutter "Anne Maren" zusammengestoßen. Das Kabinenschiff wollte im engen Fahrwasser der sogenannten Knaakrückenrinne den vor ihm fahrenden Freester Fischkutter "Anne-Maren - FRE59", 18 BRZ, überholen. Dabei wurde der Kutter durch den Sog des Fahrgastschiffs an dessen Steuerbord-Seite gezogen. Während das Fahrgastschiff nur minimal in Mitleidenschaft wurde, wurden sowohl der Rumpf als auch das Schiffsinnere des gut 11 Meter langen Kutters deformiert. An Bord des Passagierschiffs befanden sich 70 Urlauber. Gegen den Kapitän des Fahrgastschiffs wurde eine Sicherheitsleistung von 600 Euro erhoben. Die "Frederic Chopin" wurde 2002 in Tangermünde erbaut, ist 82,93 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 1,1 Meter Tiefgang. Das Schiff kann 78 Passagiere und 21 Mann Besatzung aufnehmen. Es lief bis 2009 für die Neustädter Reederei Deilmann und wurde am 10. Dezember 2009 von Deutschland in die Schweiz umgeflaggt. Neue Eignerin ist die Bernina River Cruises GmbH in Zug. Quelle: Tim Schwabedissen Kutter in Greifswald zum zweiten Mal binnen sechs Monaten gesunken (1.9.10) Im Greifswalder Stadthafen ist am 31.8. der 50 Jahre alte, ehemalige Fischkutter "Veatind" an seinem Liegeplatz im Ryck gesunken. Im Hafen bildete sich ein Ölfilm, die Feuerwehr legte zwei Ölsperren aus, um die Verschmutzung des Ryck einzudämmen. An Bord sollten sich noch etwa 200 Liter Dieselkraftstoff sowie diverse Betriebsstoffe befinden. Eine Entscheidung über die Hebung des Schiffs sollte am 1.9. getroffen werden. Gegen den Eigner wurde eine Strafanzeige wegen Verdachts der Gewässerverunreinigung gestellt. Der Kutter stammt aus Norwegen und war einst am Nordkap im Einsatz. Seine besten Tage hat er aber zweifellos hinter sich: Bereits im Februar 2010 sank er und musste mit Feuerwehr und THW geborgen werden. Damals hatte das Eis an einigen Stellen die Kalfaterung herausgezogen und das Schiff war daraufhin voll Wasser gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen Frachter rammte Cuxhavener Mole (1.9.10) Am Morgen des 31.8. kurz nach Mitternacht rammte der unter Barbados-Flagge Frachter "Wilson Gaeta", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9171096), als er mit einer Ladung Schüttgut aus Bilbao den Machulez-Kai anlaufend den Vorhafen von Cuxhaven ansteuerte, mit dem Bug die östliche Mole der Hafeneinfahrt. Dabei wurde das Schanzkleid an Steuerbordseite eingedrückt, am Molenkopf sind hölzerne Abweiser abgesplittert. Die "Wilson Gaeta" konnte die Fahrt durch die Schleuse und weiter in den Neuen Fischereihafen fortsetzen. Am Abend verließ sie gegen 18.30 Uhr Cuxhaven wieder mit Kurs Bremerhaven, wo sie am 1.9. gegen ein Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen Brennende Fregatte sorgt für Feuerwehrgroßeinsatz in Kiel (1.9.10) Ein Feuer im Maschinenraum der im Kieler Tirpitzhafen festgemachten Fregatte "Brandenburg" (MMSI-Nr.: 211210160) sorgte in der Nacht zum 1.9. für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Kurz nach 3 Uhr hatten Besatzungsmitglieder den Brand bemerkt und Alarm ausgelöst. Gleichzeitig begannen die Soldaten mit ersten Löscharbeiten und verhinderten so ein Übergreifen der Flammen auf andere Räume. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kiel, die Freiwillige Feuerwehr Kiel-Suchsdorf sowie Spezialgerät zur Schiffsbrandbekämpfung mit zusammen rund 40 Einsatzkräften fuhren zum Tirpitzhafen. Der Brand wurde in der betroffenen und abgeschotteten Abteilung der Fregatte von Feuerlöschtrupps unter Atemschutz gelöscht. Verletzte gab es nicht. Wie hoch der Schaden im Maschinenraum des 139 Meter langen und 17 Meter breiten Schiffes ist, stand noch nicht fest und konnte erst nach der Begutachtung des Maschinenraums ermittelt werden. Im Laufe des Tages war das Schiff aber bereits wieder einsatzklar. Auslöser des Brandes war ein Ölabscheider. Die Fregatte gehört zum 2. Fregattengeschwader und ist in Wilhelmshaven beheimatet. Das 1994 in Dienst gestellte Schiff hat rund 200 Besatzungsmitglieder und absolvierte in Kiel einen Hafenbesuch im Rahmen einer Manöverteilnahme. Die Besatzung der Fregatte hatte das Zusammenspiel mit zivilen Feuerwehren erst im vergangenen Jahr bei einer Großübung mit den Feuerwehren Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie dem Havariekommando geübt. Die "Brandenburg" gehört wie auch die in Kiel gebaute Fregatte "Schleswig-Holstein" zum Fregattentyp 123. Quelle: Tim Schwabedissen Containerfrachter rammte Schleusenmauer (1.9.10) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Maureen" kollidierte am 30.8. mit der Mauer der Berendrecht-Schleuse. Dabei wurde der Rumpf auf mehreren Dutzend Metern Länge eingedrückt. Die "MSC Maureen", 112639 tdw (IMO-Nr.: 9251717) wurde 2003 erbaut und hat als Manager die Mediterranean Shipping Company. Die Berendrechtschleuse liegt nördlich von Antwerpen. Quelle: Tim Schwabedissen Wieder Kollision in Mumbai (1.9.10) Am 31.8. kam es zu einer neuerlichen Kollision im Hafen von Mumbai: In den Indira Docks kollidierte um 7.30 Uhr der Versorger "Beas Dolphin" beim Anlaufen von Liegeplatz 5 den Minibulker "Nand Hajara", der am Vortag dort festgemacht hatte und eine Stahlladung löschte. Ein Ballastwassertank des Frachters wurde aufgerissen, und das Schiff entwickelte eine Schlagseite von sieben Grad. Nachdem die beiden Havaristen auseinander gezogen werden konnten, wurde das Löschen der Ladung fortgesetzt und der Frachter dabei wieder in eine aufrechte Lage gebracht. Die "Beas Dolphin", 1200 tdw (IMO-Nr.: 94134829) wurde 2009 erbaut und läuft unter der Flagge von Mauritius. Quelle: Tim Schwabedissen Verlorene Holzladung treibt weiter vor Lowestoft (1.9.10) Die treibende Holzladung des norwegischen Frachters "Janny" gefährdet weiterhin die Schifffahrt vor Lowestoft. Bislang ist von dem Holz noch nichts auf Strände getrieben. Boote der holländischen Küstenwache versuchten, die Bündel aufzufischen, bevor sie sich in Planken auflösen. Das Treibgut ist weiterhin rund 50 Kilometer vor der Küste. Die "Janny" nahm derweil Kurs auf den Humber, wo sie am 1.9. erwartet wurde und die verbliebene Ladung wieder neu gestaut werden muss. Das Schiff war unterwegs von Schweden nach England, als es am 30.8. in Sturm geriet. Quelle: Tim Schwabedissen Feuer auf Yacht vor Holland (1.9.10) Die Produktionsplattform "Q4C" auf der Noordsee meldete am 31.8. um 15.30 Uhr, dass sie 30 Kilometer vor der Küste auf Höhe von Callantsoog eine brennende Yacht in Sicht habe. Der Tonnenleger "Terschellung" war als erstes Schiff vor Ort, und ein fünf Flugminuten entfernter Offshore-Rettungshubschrauber von Bristow Helikopters nahm Kurs auf die Yacht, die auf 52.49.400 N 004.17.100 O trieb. Es handelte sich um die "Najade", deren Skipper aus einer Rettungsinsel geborgen und zur Flugbasis "de Kooy" gebracht wurde. Der norwegische Schlepper "BB Worker" machte sich derweil daran, den Brand zu bekämpfen. Die KNRM schickte aus Egmond die "Adriaan Hendrik", die um 16.30 Uhr eintraf. Auch die Rettungsboote "Dolfijn" und "Koen Oberman" waren zur Stelle. Die "Dolfijn" nahm die brennende Yacht auf den Haken, um sie aus der Nähe der Plattform zu schleppen. Der Schaden am Boot war erheblich - der halbe Aufbau war verbrannt ebenso wie Teile des Mastes, und Wasser drang in das Boot ein. Nachdem der Brand zunächst gelöscht zu sein schien, flammte er noch ein weiters Mal auf. Als er gegen 16.40 Uhr endgültig gelöscht war, wurde die Schlepptrosse auf die "Adriaan Hendrik" übergeben, die gemeinsam mit der "Koen Oberman" die "Najade" nach Den Helder einschleppte. Die "Terschelling" begleitete den Schleppzug, der um 21.30 Uhr den Hafen erreichte. Die "Adriaan Hendrik" hatte in diesem Jahr bereits einmal mit der "Najade" zu tun gehabt, als sie sie in den Yachthafen von Ijmuiden einschleppte. Quelle: Tim Schwabedissen Segeltörn endete nach vier Jahren auf einem Riff (1.9.10) Ein Skipper aus Conwy verlor am Ende seiner Reise am 17.8. seine 12-Meter-Yacht "Kymika". Sie strandete am Abend auf dem Ackers Reef vor Nord-Queensland nahe Thursday Island. Wenig später sank sie in der Torres Strait. Der Einhandsegler hatte noch ein Mayday absetzen können. Zwei Bootsfahrer retteten den Mann, der dann mit einem Hubschrauber nach Thursday Island geflogen wurde. Hier kam er ins örtliche Krankenhaus und kehrte dann nach Warraber Island zurück in der Hoffnung, noch etwas von seiner Yacht bergen zu können. Doch diese war in der Zwischenzeit vollständig gesunken. Der Eigner, ein früherer Trawlerfischer, war im Mai 2006 von Perth nach Wales aufgebrochen, erreichte Conwy im August 2007 und blieb 13 Monate, ehe er im Juni 2008 wieder nach Perth auslief. Er segelte von North Wales nach Madeira, zu den Azoren, nach Brasilien und durch den Panama-Kanal in den Pazifik. Vor Australien zwangen ihn widrige Winde entgegen des Uhrzeigersinns Perth anzusteuern. Dabei verlor er sein Boot, das er selbst ausgebaut hatte, und seine Habseligkeiten. Quelle: Tim Schwabedissen Mastbruch im Solent (1.9.10) Das Rettungsboot von Cowes kam am 31.8. dem 30 Fuß langen Gaffelrigger "Pegasus" zu Hilfe, der im Solent bei starkem Wind mit Böen von bis zu 8 Bf Mastbruch erlitten hatte. An Bord war ein Paar mit seinem Sohn, die versucht hatten, gegen die Tide die Thorness Bay zu erreichen. Durch den Mastbruch verlor das Schiff seine Funkantenne, doch eine andere Yacht, die "Nightingale", war Zeuge des Unglücks geworden und konnte die Kommunikation mit der Solent Coastguard herstellen. Das Cowes Atlantic 85 Rettungsboot musste zunächst das Hauptsegel, den Mast und das Rigg aus dem Wasser bergen, was eine halbe Stunde dauerte. Danach wurde eine Schleppverbindung hergestellt, und mit Unterstützung des Motors der "Pegasus" wurde Southampton Water angesteuert. Von hier konnte die Yacht mit eigener Kraft eine Werft in Bursledon ansteuern. Quelle: Tim Schwabedissen Tropensturm Earl verwüstet Tortola (1.9.10) Im Alvin Pickering Dock in Tortola wurden etliche Fahrzeuge vom Tropensturm Earl versenkt oder auf Grund getrieben. Einige waren bewohnt gewesen, andere hatten schon jahrelang hier geankert. Schäden entstanden auch an den Schiffen der Native Sun Ferries, die zwischen Tortola und St. Thomas verkehren. Eine, die "Adventurer", wurde erheblich am Bug beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen Gestrandeter Tanker soll geleichtert werden (1.9.10) In Papua New Guinea wurde die Ankunft eines Leichtertankers erwartet, der die Ladung des vor den Admirality Islands an der Ostküste am 17.8. gegen 18 Uhr gestrandeten, voll beladenen Tankers "Hai Soon" übernehmen soll. Das Schiff war unterwegs von Hawaii in die Solomon Sea, um dort Fangflotten zu versorgen. Quelle: Tim Schwabedissen Weltältester Champagner geborgen (1.9.10) Die Bergung des wohl ältesten Champagner der Welt, der in den 1780ern abgefüllt wurde, hat jetzt vor den Aland-Inseln in Finnland begonnen. Rund 70 Flaschen sollen aus dem nahe der Insel Foglo liegenden Wrack geborgen werden. Sie liegen in einer Wassertiefe von 50 Metern. Eine Gruppe schwedischer und finnischer Taucher hatte den Fund Mitte Juli gemacht. Sie brachten eine Flasche an die Oberfläche, um das Alter zu bestimmen. Der Champagner, der in fast perfekten Bedingungen bei einer konstanten Temperatur von vier Grad und im Dunkeln gelegen hatte, erwies sich als genießbar. Der Wert einer Flasche wird auf rund 68000 Dollar taxiert. Der Frachtsegler war wohl zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Polen oder Dänemark kommend im finnischen Golf gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen Brennendes Motorboot sank 500 Meter tief (1.9.10) Ein 13 Meter langes Motorboot, das vor der Südküste von Wellington am 31.8. in Brand geraten war, ist während der Versuche, es abzuschleppen, um 17.20 Uhr auf mehreren hundert Metern Wassertiefe einen halben Kilometer südlich des Barrett Reef gesunken. Zwar war das Feuer zu dieser Zeit gelöscht, doch musste der Schleppzug mehrere einlaufende Schiffe abwarten, was das ausgebrannte Boot nicht mehr überstand. Der Skipper war zuvor vom Westpac Rescue Helicopter unversehrt aus einer Rettungsinsel einen Kilometer vor der Fitzroy Bay geborgen und ins Wellington Hospital gebracht worden, weil er Rauch des brennenden Motors eingeatmet hatte. Er hatte noch vergeblich versucht, die drei Meter hoch schlagenden Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Er war eine Stunde zuvor aus der Fitzroy Bay an deR Küste von Wainuiomata ausgelaufen. Das Polizeiboot "Lady Elizaberth III" ging gegen den um 14.40 Uhr entdeckten Brand vor. Die Flammen hatten das gesamte Boot erfasst. Der Rauch war Kilometer weit zu sehen. Auch die Inselfähre "Aratere" sowie die "Sea Patroller" waren zu der Brandstelle zwei Kilpometer vor Pencarrow Head gekommen. Quelle: Tim Schwabedissen
(1.9.10) Ein Paar aus Roermond musste am 31 .8. aus der Maas gerettet werden, nachdem ihre Kajütyacht gegen 23 Uhr von dem Binnenschiff "Vera" gerammt und zum Kentern gebracht worden war. Die Kollision ereignete sich auf Höhe der Stadtbrücke von Venlo. Die beiden wurden durch die Crews des mit Sand beladenen Binnenschiffes "Helena Tineke", eines VTG-Tanks sowie zwei Kanufahrer gerettet. Auch der Bordhund überlebte wie durch ein Wunder. Die Verunglückten hatten sich an ihr halbgesunkenes Boot klammern können, bis das Binnenschiff "Helena Tineke" sich heranmanövriert hatte und sie über ein Fallreep bergen konnte. Dann wurde das Wrack der Yacht an den Autokran angeschlagen und angehoben. Daraufhin kam der Hund zum Vorschein, der eine halbe Stunde nach der Kollision von einem Taucher der inzwischen angerückten Feuerwehr gerettet wurde. Er hatte wohl in einer Luftblase in der Kajüte überlebt. Bei dem Unglück kamen auch ein Helikopter und mehrere Ambulanzen zum Einsatz. Die hilfreiche "Helena Tineke" (EU-Nr.: 02318506) wurde 1961 als "Hermann Unger" auf derArminiuswerft Bodenwerder erbaut for die Westfälische Transport AG. Seit 2000 läuft sie für die Vof. Heuvelman v/d Breevaart in Alblasserdam. Sie ist 84,87 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 2,73 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen Supertanker versenkte Frachter - sechs Vermisste (1.9.10) Der unbeladene französische Supertanker "Flandre", 305688 tdw (IMO-Nr.: 9235256), kollidierte vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz am 31.8. um 11.10 Uhr mit dem chinesischen 800-Tonnen-Frachter "Hua Chi 8". Ein Mann wurde kurz danach gerettet. Sechs Mann von dessen Crew blieben aber vermisst, nachdem sie über Bord gegangen waren. Ihr Schiff stellte sich nach dem Zusammenstoß senkrecht aufs Heck, der Bug ragte noch aus dem 60 Meter tiefen Wasser. Retter hatten angesichts der großen Tiefe Probleme, nach den vermissten Seeleuten zu suchen. Die "Flandre" kam von Ningbo und war unterwegs in die Vereinigten Arabischen Emirate, als sie den Frachter rammte. Das 2004 erbaute Schiff von Euronav ging nach dem Unglück vor Taizhou vor Anker. Es hatte selbst nur leichte Schäden am Wulstbug davon getragen. Quelle: Tim Schwabedissen Mühselige Rettung nach Strandung (1.9.10) Am 30.8. erreichten die Schiffbrüchigen des unter Cook Islands Flagge laufenden Frachters "Unique R 1" St. Kitts, nachdem ihr Schiff im Hurrikan Earl gestrandet war. Die 39 Meter lange "Unique R1" war am 29.8. um 14.30 Uhr aus St. Maarten mit acht Mann Crew ausgelaufen, nachdem der Hafenkapitän sie unter einer Strafandrohung von 150000 Dollar gezwungen hatte, wegen des Sturms den Hafen zu verlassen, obwohl es Maschinenprobleme gab. Gegen 20 Uhr verschlechterte sich die Lage in den Gewässern von St. Kitts/Nevis, als die Maschine im Sturm ausfiel. Der Kapitän versuchte mit Mobiltelefon die Coast Guard in St. Kitts zu erreichen, doch erhielt keine Antwort. Dann rief er jemanden in St. Maarten an, der die St. Kitts' Coast Guard verständigen sollte. Doch auch dieser Versuch blieb erfolglos. Mit VHF wurde dann SOS gesendet, weiter ohne Echo. Endlich aktivierte er den Notsender, woraufhin sich am 30.8. gegen drei Uhr die Coast Guard meldete, ohne jedoch aktiv zu werden. Um sieben Uhr war er erneut in Kontakt mit der Coast Guard, als das Schiff sieben Meilen vor St. Kitts mit zwei Knoten Geschwindigkeit trieb. Gegen neun Uhr ließ er Anker fallen, doch das Wasser war zu tief, sodass die Drift anhielt. Am Ende trieb der Frachter in drei Meter hohen Wellen auf ein Riff und legte sich leckgeschlagen auf die Seite. Die Crew aus Guyana, Grenada und einer Frau aus Trinidad schwamm die kurze Distanz an Land und kämpfte sich binnen dreieinhalb Stunden über einen Berg, bis sie eine Hotelbaustelle erreichte. Bis dahin hatten vier Mann sich leichte Verletzungen zugezogen. Die Polizei wurde verständigt und brachte die Männer zur Basseterre Police Station, wo sie untergebracht wurden. Guyanas Honorarkonsul informierte die Regierung von Guyana und den Schiffsagenten. Ein Offizier der Streitkräfte von St. Kitts and Nevis sagte derweil, dass die Coast Guard wegen des schlechten Wetters und der Strandung zweier ihrer Schiffe im Sturm nicht eingreifen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen Polnischer Segler saß vor Arachon fest (1.9.10) Am 28.8. gegen 23 Uhr funkte das 14 Meter lange polnische Segelschiff "Sharky" Mayday, nachdem es in der Passage von Arcachon gestrandet war. Ein Helikopter des Zivilschutzes und einer der Marinebasis in La Rochelle wurden alarmiert. Doch wegen des schlechten Wetters war eine Abbergung der fünfköpfigen polnischen Crew aus der Luft nicht möglich. Gegen 14 Uhr gelang es dem Rettungsboot aus Cap Ferret, vier Personen abzubergen. Der Skipper blieb zunächst noch an Bord, doch am nächsten Morgen gab es gegen 4.30 Uhr ein neuerliches Mayday wegen eines Wassereinbruchs. Erneut stieg ein Hubschrauber aus, und das Rettungsboot setzte zwei Lenzpumpen auf das Schiff über. Danach gelang es, den Havaristen freizuschleppen und um 9.30 Uhr nach Archachon einzubringen. Quelle: Tim Schwabedissen Weblinks: SOS-Seenotfälle, Archiv Der mysteriöse Untergang der 'Beluga' Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499 Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899 Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949 Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken
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