EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 2001

Last update: Sonntag, 1.7.2001, 06:05:33 Uhr

Ägypten: 87 Touristen von brennendem Nil-Schiff gerettet
Samstag, 30.06. 2001, 23:09:58 Uhr
Kairo - Ägyptische Feuerwehrleute haben in der Nähe von Luxor 87 Touristen von einem brennenden Nil-Kreuzfahrtschiff gerettet. Es gab keine Verletzten.
Wie die Zeitungen aus Kairo berichteten, war das Feuer von einem Kurzschluss in einer der Kabinen des Kreuzfahrers verursacht worden. Die Touristen aus verschiedenen Ländern wurden von den Rettungskräften auf zwei andere Nilschiffe gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Drei Seeleute nach Schiffsunglück vor Japan vermisst
Freitag, 29.06. 2001, 21:44:56 Uhr
Tokio - Vor Japan sind am Freitag zwei Schiffe kollidiert. Der japanische Frachter «Sumitoku Mara» sank nach der Kollision. Drei Besatzungsmitglieder wurden vermisst. Die in Panama registrierte «Nissei Maru» und das japanische Frachtschiff «Sumitoku Mara» stießen nach Angaben der Küstenwacht am Morgen vor dem Hafen von Shimoda zusammen. An Bord des gesunkenen japanischen Frachters waren fünf Crewmitglieder, die bei der Havarie über Bord gingen. Zwei von ihnen wurden von der Coastguard gerettet. Die Suche nach den Vermissten dauerte am Vormittag an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Büsum: Schnellfähre raste in Radarfalle
Freitag, 29.06. 2001, 06:35:09 Uhr
Büsum - Eine Schnellfähre ist nahe des schleswig-holsteinischen Nationalparks Wattenmeer in eine „Radarfalle“ gerast. Der "Raser" wurde von einem Polizeiboot mit 27 Knoten (50 km/h) statt der erlaubten 16 Knoten (30 km/h) erwischt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung dient dem Schutz des Nationalparks. In dem Gebiet fahren nur fünf Schiffe. Der Dampfer hat im Sommer erstmalig den Verkehr von Büsum nach Helgoland aufgenommen. Gegen den Kapitän wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Amerikanische Wissenschaftler versuchen waghalsige Walbefreiung
Mittwoch, 27.06. 2001, 06:33:54 Uhr
Washington - Forscher der US-Behörde NOAA wollen diese Woche in einem beispiellosen Unternehmen diesen Wal retten, um dessen Maul sich die Leine eines Fischernetzes gewickelt hat. Bleibt sie dort, hat der Wal noch drei Wochen zu leben. Und nicht nur er selbst ist bedroht, seine ganze Art ist es: Er gehört zu den Nordatlantischen Glattwalen ("Nordkapern"), die auch "right whales" genannt wurden, weil sie langsam und in Küstennähe schwimmen und damit den Walfängern gerade recht kamen. Inzwischen gibt es noch 350 davon, der Verlust jedes einzelnen könnte das Ende bringen. Deshalb sind die Forscher hinter dem Wal her und wollen zunächst ihr Schiff an seine Leine anhängen. Dann wollen sie warten, bis der flüchtende Wal müde geworden ist. Und dann wollen sie ihm mit Spezialmessern die Leine vom Maul schneiden. Obwohl sie dazu den Wal vermutlich betreten müssen, wird auf Betäubung verzichtet. Die Forscher hoffen, dass der 15-Meter-Gigant so friedlich ist wie die anderen seiner Art. Die Aktion beginnt, sobald das Wetter es zulässt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Erfolglose Suche nach zwei Vermissten nach Bootsunfall
Mittwoch, 27.06. 2001, 06:30:12 Uhr
Port/Bern - Einen Tag nach einem schweren Bootsunfall im Nidau-Büren-Kanal bei Port (BE) werden weiterhin zwei Männer vermisst. Eine Frau, die verletzt geborgen wurde, verstarb inzwischen im Spital, wie die Kantonspolizei Bern am Montag bekannt gab. Die Suche nach den beiden Vermissten soll am Dienstag wieder aufgenommen werden.
Am Montag war auf der Aare zwischen Port bis zum Elektrizitätswerk Flumenthal (SO) auf einer Länge von 30 Kilometern eine Oberflächen- Suchaktion durchgeführt worden. Dabei wurden unterwegs und im Rechen des Kraftwerks einzelne Wrackteile des gekenterten Motorboots entdeckt. Von den beiden vermissten Männern fehlte zunächst aber weiterhin jede Spur. Die Suche, an der sich neben Angehörigen der Seepolizei Bielersee auch Beamte der Kantonspolizei Solothurn beteiligten, wurde am frühen Montagabend eingestellt und soll am Dienstag wieder aufgenommen werden.
Das mit vier Personen besetzte Motorboot hatte am Sonntagabend die Einfahrt zur Schleuse Port verpasst. Es wurde durch ein Schleusentor gespült und kenterte. Die inzwischen verstorbene Frau war 500 Meter unterhalb der Schleuse schwer verletzt geborgen und ins Spital gebracht worden. Eine zweite Frau konnte sich selber retten. Das Wrack des Bootes wurde am Sonntagabend aus der Schleuse geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Bermudadreieck Kadetrinne
Dienstag, 26.06. 2001, 06:37:42 Uhr
Die dänische Seesicherheit untersucht, ob der Tankerunfall in der Ostsee auf elektromagnetische Störungen durch Starkstromkabel zurückzuführen ist

KOPENHAGEN Bei der Suche nach den Ursachen des Tankerunglücks in der Ostsee vom Frühjahr verdichten sich Vermutungen, dass ein Unterwasserkabel der eigentlich auslösende Faktor des Unfallhergangs gewesen sein könnte.

Nun nimmt die Behörde Messungen vor, mit denen sie herausfinden will, ob die unerklärliche Störung der Steuersystems durch Elektrosmog verursacht worden sein könnte. Die Vermutung: Elektromagnetische Störungen, die von dem Starkstromkabel zwischen Schweden und Dänemark, das genau am Unfallort die Kadetrinne kreuzt, ausgelöst wurden, hätten die Technik der "Baltic Carrier" veranlasst, "verrückt" zu spielen. Bekannt ist, dass Kompasse in der Nähe von Starkstromkabeln völlig falsche Werte angeben: In Seekarten ist das 600 Megawatt-Kabel mit einem ausdrücklichen Hinweis auf mögliche Kompassabweichungen von bis zu 70 Grad vermerkt.

Niels Mogensen von der Seesicherheitsbehörde weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Laufe der letzten Jahre kleinere Schiffe wiederholt gemeldet hätten, sie seien im fraglichen Seegebiet von "mystischen" technischen Störungen betroffen worden.

1995 legte der Ingenieur Per E. Pedersen in der dänischen Fachzeitschrift Ingeniören Berechnungen vor, wonach es auf den genauen Winkel ankomme, mit dem ein Schiff in der Kadetrinne das Kabel kreuzt. Er warnte dabei davor, dass das Steuersystem eines Schiffes, das mit einem sehr schrägen Winkel in das Elektrofeld hineingerate, aus seinem Kurs gebracht werde und stattdessen der Richtung des Kabels folge. Genau das war der "Baltic Carrier" bei ihrer unkontrollierbaren Kursänderung passiert, die das Unglück herbeiführte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ausflugsdampfer rammte Kaimauer vor Astrid Lindgrens Haus
Montag, 25.06. 2001, 16:27:12 Uhr
Stockholm - Die bekannte Autorin von Kinderbüchern Astrid Lindgren wurde unsanft von einem Ausflugsdampfer aus dem Schlaf gerissen worden. Laut der schwedischen Zeitung «Aftonbladet» schlief die 93 Jahre alte Autorin von «Pippi Langstrumpf» auf dem Balkon ihres Hauses am Hafen der Ostseestadt. Plötzlich rammte ein mit 151 Passagieren besetzte Schiff mit Volldampf frontal die Kaimauer und fuhr mit dem Bug auf das Land. Die Schriftstellerin reagierte ruhig, viele Passagiere standen aber unter Schock.
Das 90 Jahre alte Ausflugsschiff rammte vorher noch ein Fahrzeug der schwedischen Küstenwacht sowie ein Segelboot und hielt auf die mit zahlreichen Schaulustigen besetzte Kaimauer zu. Die Blidösund-Reederei musste später zugeben, dass der Maschinist das Kommando zum Bremsen fälschlich als "volle Kraft voraus" interpretiert hatte. Ein Passagier wurde leicht verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Motorboot brennt: Vier Personen gerettet
Montag, 25.06. 2001, 16:06:34 Uhr
Vier Menschen sind in der Nacht zum 23.6. aus der Ostsee in Nähe der Insel Poel gerettet worden. Die drei Erwachsenen und ein Kind hatten sich in eine Rettungsinsel flüchten können, ehe das in Brand geratene Motorboot sank, berichtete das Informationszentrum der Marine in Glücksburg bei Flensburg. Von der dortigen SAR-Leitstelle aus werden die Hubschrauber im Falle eines Unglücks gelenkt. Die Bootsinsassen waren von dem in Rostock-Warnemünde stationierten SAR-Hubschrauber an Bord genommen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taiwan: Frachter mit 23 Menschen an Bord nach Sturm vermisst
Sonntag, 24.06. 2001, 10:15:15 Uhr
Taipeh - Der Eisenerzfrachter «Kuangyuan» mit 23 Menschen an Bord ist vermutlich in einem Sturm vor Taiwan gesunken. Suchboote konnten am Sonntag in dem Seegebiet, aus dem sich die 5.300 Tonnen große «Kuangyuan» zuletzt gemeldet hatte, nur Ölspuren und drei Rettungswesten entdecken. Der in Belize registrierte Eisenerzfrachter hatte am Samstag noch SOS gesendet und gemeldet, dass im Heck Wasser eindringe. Es wird vermutetet, dass der Frachter mit seiner chinesischen Besatzung untergegangen ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Puttgarden: Fähre kollidiert mit Hafenmole
Dienstag, 19.06. 2001, 22:15:58 Uhr
Kiel/Puttgarden - Die 142 Meter lange dänische Fähre «Prins Richard» der Reederei Scandlines ist vor der Ostseeinsel Fehmarn verunglückt: Sie fuhr am Dienstag mittag gegen die Ostmole der Hafeneinfahrt von Puttgarden auf Fehmarn. Mindestens eine Person an Bord sei dabei leicht verletzt worden. An Schiff und Hafenanlagen entstand erheblicher Schaden.
Das Schiff liege mit Schlagseite vor dem Molenkopf im flachen Wasser, sagte Hans-Peter Figura von der Wasserschutzpolizeidirektion in Kiel. Trotz eines Loches oberhalb der Wasseroberfläche bestehe weder Gefahr für das Schiff noch für die Passagiere.
Die Geschwindigkeit des Schiffes betrug laut Polizei zehn bis zwölf Knoten (fast 20 Stundenkilometer); das sei zu schnell für die Einfahrt gewesen. Was der genaue Grund für das Unglück war, stehe noch nicht fest. Der Fährbetrieb wurde eingestellt.
Die 142 Meter lange „Prins Richard" verkehrt seit 1997 auf der Vogelfluglinie. Die moderne Fähre kann bis zu 290 Autos und 35 Lastwagen sowie einen kompletten Eisenbahnzug befördern und bietet Platz für 900 Passagiere. Die Überfahrt über den Fehmarnbelt zwischen Deutschland und Dänemark dauert 45 Minuten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tankerunglück vor Griechenland
Montag, 18.06. 2001, 19:10:56 Uhr
Athen - Nach einem Tankerunglück südlich der Halbinsel Peloponnes konnte am Montag die Gefahr einer Umweltkatastrophe verhindert werden. Der Tanker "Wasiliki" hatte insgesamt 1.660.000 Liter Diesel und Benzin geladen. Das aus dem Schiff geflossene Treibstoff verdampft schnell. Spezialboote pumpten bereits am Montagvormittag auch den größten Teil des Treibstoffs aus dem Schiff, hieß es.
Nach Berichten des griechischen Rundfunks war der kleine griechische Tanker in der Nacht auf Montag wegen eines Motorschadens und starker Winde manövrierunfähig geworden und in der Region von Kap Maleas, des östlichesten der drei Kaps des Peloppones, auf Grund gelaufen. Dabei entstand ein drei Meter langer Riss im Schiff, aus dem etwa 90 Tonnen Öl ausliefen. Alle neun Crewmitglieder sind wohlauf. Die "Vassiliki" war von Athen nach Kalama unterwegs.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Frachtschiff kollidiert mit Yacht: Zwei Tote
Montag, 18.06. 2001, 16:20:44 Uhr
Kopenhagen - Zwei Teilnehmer der Regatta Sjaelland-Rundt sind bei einer Kollision mit einem Frachter in der Nordsee ums Leben gekommen. Ihre Yacht war in der Dunkelheit mit einem Frachter zusammengestossen. Zwei andere Crewmitglieder konnten nach dem Unglück vor der dänischen Küste gerettet werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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Red Line Page by Peter O.Walter
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