EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv August 2001

Last update: Mittwoch, 19.9.2001, 06:05:33 Uhr

Versenkt im Nildelta
23. August 2001

Am 23.8. versenkt die nigerianische Kriegsmarine im Nigerdelta acht Frachtkähne, ein Motorboot und Kleinfahrzeuge, die sie nach eigenen Angaben Menschenräubern und Öldieben abgenommen hat. Der Wert der Schiffe betrug sieben Millionen DM. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Skipper über Bord - Boot auf Grund
21. August 2001

Beim frühmorgendlichen Versuch, das Beiboot seiner Yacht auf dem Zürichsee besser zu vertäuen, fällt am 21.8. ein 56jähriger Skipper von Bord seiner mit Autopilot fahrenden Yacht. Mit Unterkühlungen rettet er sich nach einer Stunde schwimmend an Land, während das führungslose Boot mit seiner nichtsahnend schlafenden Ehefrau beim Seedamm in Pfäffikon unterdessen auf Grund läuft. Ein Anruf der vom Eigner alarmierten Züricher Kantonspolizei an Bord ergibt, daß die Frau und Boot wohlauf seien. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack nach 700 Jahren freigelegt
20. August 2001

Seit dem 20.8. arbeiten italienische Archäologen mit Hilfe mehrerer Pumpen daran, in Venedig zwei mittelalterliche Wracks trockenzulegen. Bei dem einen handelt es sich um eine 35 Meter lange und 5 Meter breite Galeere aus der Blütezeit der Stadt, die einst von 250 Ruderern angetrieben wurde. Sie wurde wohl im 14. Jahrhundert zum Schutz von Schiffen wie dem zweiten Wrack, einem 24 Meter langen Frachtschiff, eingesetzt. Binnen einer Woche sollen die beiden um 1300 zum Küstenschutz wohl vorsätzlich versenkten Relikte samt einem ein Hektar großen Areal der Insel San Marco trockengelegt sein. Das Fenster in die Vergangenheit der Schiffahrt wird indes nur zwei Wochen offen stehen - weil eine dauerhafte Freilegung zu teuer wäre, wird die Stätte dann erneut geflutet. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

James Bond auf dem Vierwaldstättersee
19. August 2001

Auf dem Vierwaldstättersee in der Schweiz werden am 19.8. bei der Kollision dreier Boote ebenso viele Menschen verletzt. Das Unglück nahe Kehrsiten ereignet sich, als ein Motorboot mit hoher Geschwindigkeit in einen Verband dreier vertäuter Sportboote rast. Das Motorboot rammt eines von ihnen, hebt ab und überfliegt das zweite, um dann auf dem dritten zu landen. Dessen Insassen konnten sich zuvor noch mit einem Sprung ins Wasser in Sicherheit bringen. Ein herbeieilendes Schiff kann die drei Verletzten, darunter den Führer des Motorbootes, bergen und in Stansstad Sanitätern übergeben. Weitere 10 Beteiligte, darunter fünf Kinder, bleiben unversehrt. Die havarierten Boote werden von der Wasserschutzpolizei abgeschleppt. Der Sachschaden beträgt rund 645.000 DM. Als Unglücksursache gilt mangelnde Aufmerksamkeit - die Versuche, das Motorboot mit Rufen zu warnen, waren fehlgeschlagen. Alkohol sei aber nicht im Spiel gewesen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot ausgebrannt
16. August 2001

Auf dem Mittellandkanal gerät am 16.8. in Bülstringen ein 6 m langes Sportboot in Brand. Als Qualm aus dem Schiffsinnern dringt, gelingt es dem Eigner noch, Gasflasche und Benzinkanister an Land zu bringen. Während der Löscharbeiten der Feuerwehr treibt das Boot ins Fahrwasser, von wo es ein Schubschiff zurück ans Ufer bugsiert. Hier sinkt es allerdings wenig später. Schon am Nachmittag hat es ein Kran allerdings geborgen und am Nordufer abgesetzt. Der Sachschaden wird auf 50.000,- DM geschätzt. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Altes Wrack reißt Kutter in die Tiefe
15. August 2001

Am 15.8. sinkt gegen 21 Uhr 7,7 Seemeilen südsüdwestlich Amrums der Büsumer Fischkutter "Joke Sabine SC 33". Beide Fanggeschirre des Kutters hatten sich zuvor offenbar im Wrack des 1964 gestrandeten und nach dem Auseinanderbrechen im Mahlsand versunkenen Erzfrachters "Pella" verfangen. Der Kutter beginnt trotz sofortiger Versuche, vom Netzhaker freizukommen zu kentern. Die zweiköpfige Besatzung rettet sich vom Kutter in eine hastig ausgebrachte Rettungsinsel und feuert, noch am unterdessen gesunkenen Schiff vertäut, rote Notsignale. Sie werden vom deutschen Kutter "Marion" gesichtet, der sein Fanggeschirr sofort hievt und sich auf den Weg zur Unglücksstelle macht. Gegen 2.30 Uhr sind die beiden Fischer gerettet. Um 3.10 Uhr trifft der mittlerweile alarmierte Seenotrettungskreuzer "Eiswette" vor Ort ein, der die beiden Schiffbrüchigen übernimmt und nach Amrum bringt. Die Ermittlungen der Husumer Wasserschutzpolizei dauern noch an. Die Position der "Pella" ist an sich wohlbekannt, ähnlich wie die "Pallas" war auch dieses Schiff nach seinem Totalverlust beliebtes Ausflugsziel, bis es von der Wasseroberfläche verschwand. In Wracknähe herrscht oft ein gutes Fischaufkommen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Schiffsführer verursacht Kollision
15. August 2001

Am Abend des 15.8. verursacht der zypriotische Frachter "Stephanie S", 1751 BRZ, im Hamburger Hafen kurz hintereinander zwei Havarien. Gegen 18.30 läuft das Schiff auf Höhe Tonne 87 auf den Krautsand auf, kann sich jedoch um 19.35 selbst wieder befreien und darf, da es offenbar unbeschädigt blieb, aus eigener Kraft den Weg elbaufwärts fortsetzen, wo die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei fortgesetzt werden sollen. Gegen 21.50 fährt das Schiff aber nur 40 km weiter dem im Neuhöfer Kanal festgemachten maltesichen Tanker "Vityaz", 3719 BRZ, vierkant in die Seite, der gerade Soja- und Kokosöl lädt. Ein Notankermanöver zum Aufstoppen des 82-m-Schiffes kommt zu spät, es bohrt sich in den Bug des 85 m langen Tankers. An dem entsteht ein Schaden von ca. 40.000 DM, der die Hafenzeit um vier Tage verlängert. Der "Stephanie S" reißen ebenfalls Bug und Oberdeck auf. Nach der Kollision entern Beamte der Wasserschutzpolizei die "Stephanie S", weil es ihr nicht gelingt, ordnungsgemäß anzulegen. Sie finden den Kapitän betrunken mit 2,8 Promille vor, so daß ein Lotse herbeigeordert werden muß, um das Schiff nachts an den Holthusenkai zu bringen. Über beide Havaristen wird ein Auslaufverbot von der Seeberufsgenossenschaft verhängt. Die "Stephanie S" muß für acht Tage zur Reparatur in die Norderwerft gehen, dem Kapitän droht neben zivilrechtlichen Konsequenzen auch der Entzug des Patents. Gegen die Polizei werden im Gefolge Vorwürfe laut, die Trunkenheit nicht rechtzeitig festgestellt zu hanben. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter durchgerostet
13. August 2001

Der Rostocker Frachter "Steenborg" droht am 13.8. im Nord-Ostsee-Kanal zu sinken. Auf dem Weg von Emden nach Rostock mit einer Ladung Stickstoffdünger entwickelt das Schiff auf Höhe Brunsbüttel plötzlich starke Steuerbordschlagseite. Im Laderaum wird Wassereinbruch festgestellt. Der Havarist wird von Schleppern nach Brunsbüttel eingebracht, wo das feuergefährliche Dünger-Wasser-Gemisch in stundenlanger Arbeit abgesaugt werden kann. Unglücksursache ist wahrscheinlich Rostfraß. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Prominenter Kreuzfahrer gesunken
August 2001

Vor der südafrikanischen Küste versank Ende August ein Kreuzfahrer, der in den 70er Jahren ein Stück deutsche Passagierschiffsgeschichte schrieb. Auf der Schleppreise von den USA zu indischen Abwrackern entwickelte die 25338 BRT große "Sun" zunächst 34 Grad Schlagseite, woraufhin die südafrikanischen Behörden den Schleppzug aus Sorge um eine mögliche Umweltverschmutzung durch die noch an Bord befindlichen 420 Tonnen Bunkeröl weiter auf See hinaus beorderte. Hier sank die 191 m lange und knapp 25 m breite "Sun" kurz darauf auf 5000 Metern Tiefe.
Das Schiff war von 1962-1964 bei Chantiers de l`Atlanique, St.Nazaire, erbaut und für die Zim Israel Navigation Co.Ltd., Haifa, als "Shalom" am 17.4. in Dienst gestellt worden. 1100 Passagiere wurden von einer knapp 500köpfigen Besatzung umsorgt. Noch im selben Jahr hatte das 20 Knoten schnelle Schiff eine schwere Havarie, als es am 26.11.1964 den norwegischen Tanker "Stolt Dagali" auf dem Atlantik rammte, der daraufhin auseinaderbrach und sank. Nach dem Totalverlust des deutschen Passagierdampfers "Hanseatic" 1967 durch ein Maschinenraumfeuer in New York erwarben die "Deutschen Atlantik-Linien" die "Shalom" und stellten sie am 9.11. d.J. als "Hansaeatic" (2) in Dienst. Der einzige Neubau der Hamburger Reederei wurde wenig später die "Hamburg", die heute als "Maxim Gorkij" Kreuzfahrten unternimmt.
Mit dem Niedergang der Transatlantikschiffahrt geriet die DAL in Schwierigkeiten und verkaufte 1973 zunächst die "Hanseatic" an die Home Lines, Panama, die sie als "Doric" einsetzte. Den Traditionsnamen "Hanseatic" übernahm für kurze Zeit noch die vormalige "Hamburg", ehe die DAL ganz in Liquidation ging. Die Ex-"Shalom" wurde 1981 zur "Royal Odyssey" der Piräusser Royal Cruise Lines, 1991 zur "Regent Sun" der Regency Cruises und 1999 zur "Sun", wurde dabei verschiedentlich umgebaut, so vom Zwei- zum Einschornsteiner und lag die letzten 2 Jahre in Freeport/Bahamas auf. Von hier führte die letzte Reise das heruntergekommene, aber äußerlich noch elegante Schiff auf den Meeresgrund. Auf diese Weise entgingen in den letzten Jahren bereits mehrere betagte Luxusliner wie die ex-"Bremen", "Britanis", "Angelina Lauro" u.a. dem Schneidbrenner. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot wird Totalverlust
18.August 2001

Am 18.8. gerät gegen 17.30 ein Pahlener Sportboot mit vierköpfiger Besatzung bei Tielen in der Eider in Brand und wird zum Totalverlust. Drei Insassen werden rasch von einem in der Nähe stehenden Segelboot übernommen, der Skipper versucht noch, den Brand zu löschen. Als die mittlerweile alarmierte Feuerwehr eintrifft, hat er sein Boot wegen Explosionsgefahr der Gasflasche aber auch verlassen müssen und rettet sich schwimmend an Land. Das Boot wird zwar erfolgreich ans Flußufer geschleppt und dort gelöscht, brennt aber bis auf den Rumpf völlig aus. Menschen und Umwelt kommen nicht zu Schaden. Als Unglücksursache wird ein technischer Defekt vermutet. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

DGzRS gut beschäftigt
11.August 2001

Die kräftigen Winde, die die Nordsee am Wochenende 11./12.8. aufwühlten, haben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zahlreiche Einsätze beschert. Die Seentoretter befreiten 115 Menschen in 33 Fällen aus kritischen Situationen. Bei bis zu sieben Windstärken war es zu zahlreichen Materialschäden gekommen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Segelschiff vor Helgoland in Seenot
9. August 2001

Der Seenotrettungskreuzer "Wilhelm Kaisen" muß am 9.8. einem in schwerer See hilflos in der Nordsee treibenden spanischen Segler zu Hilfe kommen. Die mit 11 Personen besetzte, 18 m lange "Juan de Langra" war 30 Seemeilen norwestlich Helgolands nach einem Defekt in der Ruderanlage in aufgewühlter See manövrierunfähig geworden. Gegen 22 Uhr wird der Havarist nach Helgoland eingeschleppt. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffskollision in der Schleuse Geesthacht
9.August 2001

In den Morgenstunden des 9.8. kommt es in der Nordkammer der Schleuse Geesthacht zu einer Kollision. Das Binnenmotorschiff "Har Con" hatte gerade in der Nordkammer der Schleuse festgemacht. Als das Tankmotorschiff «Ingrid» folgt, kann durch technisches Versagen der Antriebsmaschine nicht genügend Fahrt aus dem Schiff genommen werden, und es rammt die «Har-Con». Bug des Tankers und Heck des Frachtschiffes werden beschädigt, Menschen beim Zusammenprall jedoch nicht verletzt. Über die "Ingrid" wird ein Auslaufverbot verhängt, während die "Har Con" ihre Fahrt fortsetzen darf.
Die Schleusenkammer ist zweieinhalb Stunden gesperrt, der laufende Verkehr kann über die Südkammer abgewickelt werden. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Gesunkener Angelkutter geborgen
8.August 2001

Aus vier Metern Tiefe wird am 8.8. vor Heidkate, Schleswig-Holstein, ein vor einer Woche gesunkenes Angelboot gehoben. Hierzu bringen Polizeitaucher zwei Luftsäcke an dem Wrack an, das zunächst wie geplant an die Wasseroberfläche aufsteigt. Beim Versuch, das leckgeschlagene Kajütboot abzuschleppen, kommt es jedoch zu Komplikationen. Weder den bei der Bergung eingesetzten zwei Polizeischlauchbooten mit ihren 30-PS-Motoren noch einem weiteren 60 PS starken Polizeiboot gelingt es, das voll Wasser stehende Wrack abzuschleppen. Erst ein zu Hilfe gerufener Seenotrettungskreuzer kann es in den Hafen bringen, wo ein Autokran es an Land hievt. Durch die Bergung erhofft sich die Wasserschutzpolizei endgültige Klärung des Todes des einzigen Besatzungsmitgliedes, das bereits kurz nach der Havarie ertrunken aufgefunden wurde. Nach ersten Erkenntnissen könnte eine um die Schraube gewickelte Angelleine ursächlich für das Unglück sein. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision vor Dänemark
7. August 2001

Vor der dänischen Insel Langeland kommt es am 7.8. zur Kollision eines deutschen Angelkutters mit einer ebenfalls deutschen Yacht. Der 59-jährige Skipper des Segelboots und seine zwei Begleiter werden durch den Rammstoß über Bord geschleudert. Zwar gelingt es dänischen Rettern, die drei zu bergen, jedoch stirbt der Skipper nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturmbruch
6. August 2001

Kräftiger Wind bis zu 31 Knoten und steile Welle führen am 6.8., dem 3. Tag der Skandia Cowes Week, zu zahlreichen Havarien auf dem Solent. Zwei Segelboote sinken, es gibt eine Reihe von Kenterungen, Mastbrüchen und Verletzten. Ein Hubschrauber der britischen Coast Guard rettet zwei Segler aus der Luft. Mehrere Regattateilnehmer müssen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Regatta am Folgetag wird abgesagt. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Doppeluntergang in Hamburg
3. August 2001

Am Morgen des 3.8. sinkt in Hamburg der Schlepper "Karl Heinz" an der Überseebrücke - in die Tiefe gezogen von seinem Anhang, einer mit 462 Tonnen Erzsteinen beladenen Schute von der Peute. Der Schleppverband war unterwegs zum Kaiser-Wilhelm-Hafen, als überkommende Wellen die 42 m lange und 8 m breite Schute destabilisierten und zum Kentern brachten. Für einen Moment trieb sie kieloben, ehe sich das Heck noch einmal aufrichtete und eine Fontäne aufstieg. Der Schlepperkapitän versuchte, einen Notruf abzusetzen, ein Matrose, Tampen und Stahlseil zu kappen. Zu spät - die längsseits vertäute "Karl Heinz", ein 220 PS starker Oldtimer von 1948, geht kurz nach der Schute ebenfalls unter, die Besatzung rettet sich mit einem Sprung in die Elbe. Die "WS 34" der Wasserschutzpolizei sowie das Boot des Hafenkapitäns, eigentlich wegen des Anlegens des brasilanischen Marineschulschiffs "Brasil" vor Ort, bargen die Schiffbrüchigen. Unmittelbar nach dem Unglück wurde die Elbe voll gesperrt, Peilschiffe machtne sich auf die Suche nach den Wracks. In 10 m Tiefe wird man fündig, als die Stelle mit Tonnen gesichert ist, kann der Elbverkehr wieder freigegeben werden. Wenig später ergeht der Bergungsauftrag an den 400-t-Schwimmkran "Taklift 5" - eine knifflige Angelegenheit. Nur bei Stauwasser können Taucher zu den Wracks absteigen, die Bergetrossen verrutschen, die Schute hängt schief in den Seilen, die sind nicht fest. Am Nachmittag des 5.8. endlich ist es soweit - ein paarmal lugt der Lastkahn aus dem Wasser, verschwindet wieder, dann ist er an die Wasseroberfläche gebracht, so daß Lenzpumpen eingesetzt werden können. Weniger schwierig war tags zuvor die Hebung der "Karl Heinz" durch den 40 m langen Riesenkran gewsen. Zunächst hatten Taucher Lage und Schäden noch in der Nacht nach dem Untergang begutachtet und Trossen angebracht. Der 13,5 m lange Havarist erwies sich, Stunden später zentimeterweise an die Oberfläche gebracht, als soweit schwimmfähig, daß er nach Lenzen des Dieseltanks in eine Werft verholt werden konnte. Hunderte von Schaulustigen verfolgten das Schauspiel, auch während eines "Open Ships" auf der "Brasil", die im Verdacht steht, mit ihren Heckwellen das Unglück während ihres Anlegens an der Überseebrücke verursacht zu haben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, am 6.8. steht eine Untersuchung der "Karl Heinz" durch die Behörden an. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Hamburger Frachter freigeschleppt
6. August 2001

Rund 10 Tage nach seiner Strandung im Finnischen Meerbusen wird am 6.8. der Hamburger Frachter "Gambler" freigeschleppt. Das Schiff war am 26.7. mit über 2000 Tonnen Düngemitteln an Bord unterwegs von Rußland nach Großbritannien auf eine Sandbank rund 100 Seemeilen vor St. Petersburg aufgelaufen. Anschließend war es zu einem Bergungspoker gekommen, die russischen Behörden prophezeiten schlechtes Wetter und befürchteten, das Schiff könne auseinanderbrechen. Die Hamburger Reeder hingegen sagten, der Havarist liege stabil und wollten die Bergungsrechte selbst vergeben. Nun ist das Schiff unterwegs zu einem Nothafen, wo es auf Schäden untersucht werden soll. Immerhin ist ein baugleicher Frachter an der Strandungsposition tatsächlich vor einigen Jahren total verlorengegangen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker gesunken
4.August 2001

60 Seemeilen vor der kuwaitischen Küste sank am 4.8. der unter der Flagge Honduras fahrende Tanker "Georgios" über den Bug. Die zwölfköpfige Besatzung wurde von einem amerikanischen Schiff zwar ölverschmiert, aber wohlbehalten gerettet. Die 900 Tonnen Öl sollen keine Gefahr für die Küste darstellen, da der entstandenen Ölteppich auf die offene See hinaustreibt. Die "Georgios" hatte vermutlich versucht, das Ölembargo gegen den Irak zu unterlaufen. Das schlecht ausgerüstete Schiff war beim Versuch, Kontrollen zu entgehen, in Seenot geraten. Zuvor war es bereits dreimal aufgebracht worden. Erst im April war ein Schmuggel-Tanker vor den Vereinigten Arabischen Emiraten gesunken und hatte dort eine schwere Ölpest verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fahrgastschiff in Brand
4.August 2001

Zwischen Donau und Linz gerät am 4.8. ein Schweizer Passagierschiff auf der Donau in Brand. Es gelingt, 90 Passagiere unverletzt zu evakuieren. 80 Feuerwehrmännern bekämpfen anschließend erfolgreich das Feuer, so daß der Havarist samt Besatzung die Fahrt zu einer Werft fortsetzen kann, wo er repariert werden soll. Die Unglücksursache ist noch unklar. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Vermißte Yacht geborgen
3. August 2001

Auf der Nordsee wurde am Wochenende eine Suchaktion nach einer überfälligen 7-m-Yacht gestartet. Das Schiff war am 3.8. mit Kurs Dangast-Varl aus dem Helgoländer Hafen ausgelaufen, jedoch nicht, wie angekündigt, tags darauf in dem niedersächsischen Hafen eingetroffen. Als es Angehörigen auch nicht gelang, das Schiff per Handy zu erreichen, wurde die Wasserschutzpolizei alarmiert. Daraufhin nahm der SRK "Wilhelm Kaisen" die Suche nach den Vermißten auf. Schließlich gelang es doch, Telefonkontakt zum Boot aufzunehmen. An Bord waren der Eigner und dessen 12jähirge Sohn. Das Tochterboot "Helene" lief dem unbeleuchteten Havaristen, der bei Wind 6-7 in der aufgewühlten Nordsee trieb, entgegen, und nahm ihn eine dreiviertel Stunde später auf den Haken, um ihn zurück nach Helgoland zu schleppen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Schnellboot gekentert
1. August 2001

27 Kilometer südöstlich von Key West, Florida, kentert in rauher See ein Schnellboot mit kubanischen Flüchtlingen. Ein vorbeikommender Frachter entdeckte die Schiffbrüchigen, rettete 14 von ihnen aus dem Meer und alarmierte die US Coast Guard. Insgesamt konnten von den Rettern 22 Menschen, darunter vier Kinder, aus den Wellen geborgen werden. Für zwei weitere kam jedoch jede Hilfe zu spät, vier sind am Abend des 1.8. noch vermißt. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

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