Drei Verletzte bei Strandung im Stettiner Haff Sonntag, 27.04.03
Ein Ausflugsschiff mit 71 Passagieren strandete am 27. April bei starkem
Wind im Stettiner Haff nahe Ückermünde. Das Fahrzeug kam nahe der
polnischen Grenze auf einer Untiefe fest. Drei Fahrgäste wurden nach
Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger bei der
Havarie verletzt, sämtliche Ausflügler von Bord gerettet. Quelle: Tim
Schwabedissen
Betrunken auf die Sandbank
Dienstag, 29. April 2003, 21:59 Uhr
Ein volltrunkener Kapitän hat in der Elbmündung einen Frachter auf Grund gesetzt. Wie die Polizei gestern mitteilte, fuhr das 75 Meter lange Schiff mit einer Ladung Salz nahe Cuxhaven auf eine Sandbank. Als Polizisten an Bord kamen, rochen sie die Alkoholfahne des 45 Jahre alten Kapitäns. Sie stellten 3,12 Promille fest. Das Schiff wurde nach Cuxhaven gebracht und die Weiterfahrt untersagt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Geburtstagsständchen rettet Schiffbrüchige
Dienstag, 29. April 2003, 06:55 Uhr
London - Ein "Happy Birthday" in Seenot hat gekenterte Segler vor der südenglischen Küste gerettet. Zwei Männer und zwei Frauen waren mit ihrem Katamaran gekentert. Zwölf Stunden trieben sie in sieben Grad kaltem Wasser, überlebten jedoch dank ihrer Trockenanzüge und Schwimmwesten. Als der Geburtstag einer der beiden Frauen angebrochen war, stimmten die drei anderen Schiffbrüchigen ein Geburtstagsständchen an. Das hörte eine Frau, die am Strand ihren Hund ausführte. Sie alarmierte den Rettungsdienst. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kieler Fahrtgastschiff fuhr Amok Samstag, 26. April 2003, 22:11 Uhr
Amokfahrt eines Kieler Fördedampfers: Das Anlegemanöver des
Fahrgastschiffes "Laboe" in Friedrichsort verwandelte sich um 7.27 Uhr des
22. April in eine Irrfahrt, an deren Ende ein versenktes und zwei
beschädigte Schiffe zurück blieben. Bei Aufstoppen des 32 Meter langen
Schiffes an der Anlegebrücke sprang die Steuerungstechnik statt auf
Nullschub auf Voll zurück, woraufhin die "Laboe" übers Heck Fahrt aufnahm
und am Sportboothafen Skagerrakufer eine Steganlage rammte. Hier versenkte
sie eine Segelyacht und beschädigte eine weitere. Doch erst das Schwimmdock
der Lindenau-Werft vermochte die unbeabsichtigte Fahrt durch die
Friedrichsorter Bucht zu stoppen. Mit einem Knall krachte die "Laboe" gegen
dessen stabile Stahlwand und drückte sich das Heck ein. Die 20 Passagiere
und zwei Mann Besatzung kamen mit dem Schrecken davon. Polizeitauchter
stiegen vorsichtshalber zur versenkten Yacht, von der nur noch Fender und
Rettungsringe sichtbar waren, ab und durchsuchten sie auf möglicherweise an
Bord befindliche Menschen - Gott sei Dank mit negativem Resultat. Die Yacht
selbst ist allerdings wahrscheinlich ein Totalverlust.
Der an der "Laboe" entstandene Schaden wurde anschließend bei einer Dockung
in der Lindenau-Werft - in der das Schiff auch 1984 erbaut wurde - behoben.
Die Schraube musste ausgetauscht und Stahlplatten im Heckbereich erneuert
werden. Zur Klärung der Unglücksursache wurde zunächst ein Auslaufverbot
über den Dampfer verhängt. Die "Laboe" hatte bereits eine Rundreise
zwischen den Fördeorten Möltenort, Friedrichsort und Laboe absolviert, als
offensichtlich die Technik versagte. Am 23. Juni 1992 hatte es bereits ein
ähnliches Unglück mit dem Schwesterschiff "Friedrichsort" gegeben. Als es
mit dem Anleger in Kiel-Gaarden kollidierte, wurden 11 Passagiere verletzt.
Das Kieler Seeamt hatte die Unglücksursache anschließend nicht restlos zu
klären vermocht, in Hamburg wurde später aber auch in diesem Fall eine
technische Ursache festgestellt. Quelle: Tim
Schwabedissen
h2>Hamburger Seeamt: Untergang der "Gotland 1" zeigt Probleme von
Traditionsschiffen auf Dienstag, 22.04.03
Vor dem Hamburger Seeamt wurde am 22. April der Untergang des
Traditionsseglers "Gotland 1" am 15. Juni 2002 vor Damp untersucht. Dabei
stellte es fest, dass der ehemalige Kriegsfischkutter nach einer Vielzahl
von Umbauten faktisch nicht mehr seetüchtig gewesen war. Der Einbau
schwerer Stahlmasten verbunden mit der Vergößerung der Segelfläche
verursachte einen Stabilitätsverlust, der zur Kenterung durch eine Windbö
führte. Nur mit viel Glück hatte die vierköpfige Besatzung das Unglück
überlebt. Das Seeamt wies auf das Problem hin, dass Traditionssegler nicht
der Seetauglichkeitsuntersuchung unterworfen sind wie reguläre
Passagierschiffe, aber immer häufiger im Charterverkehr mit zahlenden
Fahrgästen eingesetzt werden. Theoretisch könne sich jemand einen Schlepper
kaufen und eine Takelage wie die der "Gorch Fock" daraufsetzen, monierten
die Richter. Mittlerweile würden selbst Neubauten schon als
Traditionsschife angemeldet, um die Sicherheitsvorschriften zu umgehen. Bei
der Kieler Woche 2002 wurde ein Großsegler aus dem Verkehr gezogen, der als
Kreuzfahrer genutzt werden sollte. Anfang Mai soll es in Kiel ein Treffen
mit Vertretern der Wasserschutzpolizei, verschiedener Behörden und Vereine
geben, um das durch den sprunghaften Anstieg solcher Traditionsschiffe
entstandene Problem zu erörtern. Als Sofortmaßnahme wurde durch die
Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen eine Sicherheitsempfehlung an die
Betreiber solcher Schiffe in Hinblick auf deren Stabilität herausgegeben.
Die "Gotland 1" selbst ist mittlerweile in Arnis vollständig
wiederhergestellt worden. Anstelle der schnell ins Visier geratenen alten
Takelage ist es nun mit einem im dänischen Ebbe erworbenen leichten Rigg
ausgerüstet und wurde im April in Wolgast umfangreichen Krängungstests
unterworfen. Nach einem weiteren Aufenthalt an der Schlei sind als nächste
Ziele eine Verlegung in die Nordsee und im Juni die Teilnahme an der Kieler
Woche angepeilt. Quelle: Tim
Schwabedissen
18 Seeleute im Südpazifik vermisst Donnerstag, 17.04.03
800 Kilometer westlich von Auckland, Neuseeland, sank am 17. April im Sturm
der Fischtrawler "Lih Fa". Vermutlich kamen alle 18 Man Besatzung - 15
Chinesen, zwei Taiwaner und ein Chinese, bei dem Untergang ums Leben.
Neuseeländische Bergungsmannschaften starteten in dem südpazifischen
Seegebiet eine Suche nach dem vermissten Schiff und seinen zwei
Rettungsflößen, die während der folgenden Tage ergebnislos
verlief. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Mülheim" wurde endgültig aufgegeben Freitag, 25.04.03
Der vor Cornwall gestrandete Frachter "Mülheim", 1846 BRZ, wurde am 25.
April von seinen Versicherern aufgegeben. Wenn die restliche Ladung
entfernt ist, soll das Wrack sich selbst überlassen bleiben. Nach
behördlichen Einschätzungen stünden die Gefahren bei einer Entfernung des
Schiffes in keinem Verhältnis zu möglichen geringen Umweltschäden. Die
schwierigen Wetterbedingungen lassen keine Erfolg versprechenden
Bergungsarbeiten zu. Zudem beginnt der Rumpf an mehreren Stellen im Bereich
der Aufbauten bereits aufzubrechen. Wenn Seen über das Deck brechen, ist
der Schiffskörper stark am Arbeiten. Das Fördersystem bleibt vor Ort, bis
die Laderäume vom geschredderten Plastik geleert sind. Die Bemühungen, die
Ladung in großen Säcken auf die Klippen zu bringen, dauern an und können
noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Trotz der Eisverstärkung der
"Mülheim" wird erwartet, dass sie dem Ansturm der Wellen nicht mehr lange
wird standhalten können. Die umliegenden Strände werden weiterhin
kontrolliert, doch bislang gab es nur geringe
Verschmutzungen. Quelle: Tim
Schwabedissen
30 Grad Schlagseite - Frachter kehrte nach Lübeck zurück Samstag,
19.04.03
Nicht weit kam der finnische RoRo-Frachter "Translubeca" am 19. April auf
seiner Reise von Lübeck nach St. Petersburg. Nachdem Schwierigkeiten mit
den Ballasttankpumpen auftraten, entwickelte das Schiff auf der Trave eine
Schlagseite von 30 Grad. Die Ladung begann zu verrutschen, und die
"Translubeca" war gezwungen, vor der Travemündung außerhalb des Fahrwassers
zu ankern. Nachdem die Lage soweit unter Kontrolle gebracht war, dass sich
die Schräglage nicht weiter vergrößerte, kehrte der Frachter an den
Lübecker Nordlandkai zurück. Hier wurde die beschädigte Teil der Ladung
gelöscht und das Schiff neu ausgetrimmt. Am 21. April waren auch die Pumpen
repariert, so dass mit zweitägiger Verspätung die Reise ein zweites Mal
beginnen konnte. Der Schaden ist nicht zuletzt wegen des Ausfalls der
"Translubeca" beträchtlich. Quelle: Tim
Schwabedissen
In der Hamburger Süderelbe versenkte ein 62jähriger Motorbootfahrer am 13.
April ein anderes Sportboot. Der Mann hatte sein kanpp acht Meter langes
und 2,5 Meter breites Boot zur Mittagszeit im Diamantgraben zu Wasser
gelassen. Als er den Motor startete, ging dessen Leistung sofort auf voll
voraus. Daraufhin kollidierte das Boot mit einem anderen Schiff, auf dem
gerade ein Maler tätig war. Das gerammte Boot sank. Zeugen retteten den
Maler aus dem Wasser, der vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Der Kollisionsgegner beging zunächst Fahrerflucht, kehrte eine Stunde
später aber zum Unfallort zurück. Er gab an, das ein technisches Versagen
den Zusammensttoß verschuldet habe. Sein Boot wird nun gutachterlich
untersucht. Das gesunkene Boot wurde noch am selben Nachmittag gehoben und
an Land gesetzt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Bakrassen und Polizeiboot durch üblen Streich beschädigt Sonntag,
13.04.03
In e Nacht zum 13. April warf ein Unbekanntere in Hamburg St. Pauli vier
Barkassen von ihren Elbliegeplätzen los. Das nach der Alarmierung durch
einen Zeugen alarmierte Funkstreifenboot "Elbe 52/2" stellte fest, dass die
Boote westweärts abtrieben. Das Boot "Elbe 34" konnte zunächst zwei
Barkassen sicher einfangen und an den Landungsbrücken vertäuen. Die anderen
beiden Boote aber waren unter die Zugangsbrücke zum HADAG-Anleger gedriftet
und hier nur mühevoll und mit zusätzlicher Hilfe eines Feuerlöschbootes zu
bergen. Beim Hervorziehen der Barkassen wurden diese und auch das
Streifebboot "Elbe 34" beschädigt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Türkischer Frachter nach Kollision evakuiert Sonntag, 13.04.03
In den Frühstunden des 13. APril kollidierten im Schwarzen Meer ein
russischer und ein türkischer Frachter. Das türkische Schiff schlug dabei
leck. Seine 17köpfige Besatzung wurde gerettet. Der russische
Kollisionsgegner konnte seine Fahrt fortsetzen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Zweites Fährunglück binnen 10 TAgen in Bangla Desh Sonntag,
13.04.03
Nur 10 Tage nach dem letzten Untergang einer Fähre in Bangla Desh kenterte
im Norden des Landes am 13. April erneut ein Fahrgastschiff. Diesmal
spielte sich das Unglück im Nakchini-Fluss im Bezirk Kishoreganj ab. Von
den 150 Passagieren sprangen beim Umschlagen des Fahrzeugs ein rundes
Dutzend ins Wasser und schwammen an Land. Polizeitaucher zogen 10 Tote aus
dem Fluss. Dutzende von Menschen werden noch vermisst. Unglücksursache war
ein Sturm. Bei dem kollisionsbedingten Untergang einer Fähre nahe Chatak in
der vergangenen Woche waren 62 Menschen, darunter 39 Kinder, ums Leben
gekommen. 110 Menschen wurden gerettet. Viele der rund 3000 Fähren, die auf
Bangla Deshs 230 Flüssen verkehren, sind kaum seetüchtig und oft völlig
überladen. Daher kommt es zu vielen Havarien mit hohen
Opferzahlen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Arbeiten am "Mülheim"-Wrack gehen voran Dienstag, 08. April 2003, 19:22 Uhr
Am 6. April gelang es mit Taucherhilfe, eine Jack-Up-Plattform am Wrack des
bei Land's End gestrandeten Frachters "Mülheim" zu verankern und
hochzuspindeln. Sie begann am selben Tag, den Plastikschrott aus dem
mittlerweile gefluteten Laderaum in eine Barge verfrachten. Hierzu schaffte
das Landungsboot "Mojo" zusätzlich einen Bagger herbei, der in eine
geöffneten Ladeluken der "Mülheim" gehievt wurde. Bei günstigen
Wetterbedingungen gingen die Löscharbeiten bis zum 7. April gut voran. Für
den Folgetag wurde wieder höhere Schwell erwartet.
Schwere See hatte der in der Nacht zum 22. März bei Castle Zawn auf Grund
getriebenen "Mülheim" auch schon in den der Wetterberuhigung voran
gegangenen Tagen schwer zugesetzt. Nachdem die Berger die Ladeluken
geöffnet hatten, wurden durch hohe See rund 500 Tonnen Plastikschrott aus
dem Wrack gespült und stellen nach Meinung von Umweltschützern eine
Gefährdung des marinen Lebens dar. Es wurde kritisiert, dass die Luken des
Schiffes geöffnet worden seien, so dass Wasser eindringen und Ladung
herausschwemmen konnte. Inzwischen ist wegen struktureller Schäden auch
kein Schließen der zum Teil zerstörten Lukendeckel mehr möglich. Die
stürmische See hatte am 28. März einen erneuten Rettungseinsatz an der
"Mülheim" notwendig gemacht. Wegen Nebels konnten die an Bord arbeitenden
Berger nicht per Hubschrauber evakuiert woerden, so dass Rettungsboote sie
abbargen. In hoch gehenden Wellen schlug der Rumpf schwer auf Grund. Als
das Wetter sich beruhigte, wurden Risse im Sülldeck festgestellt. Im
Bereich der Aufbauten waren Bullaugen eingedrückt, durch die weiteres
Wasser eingedrungen war. Immerhin war es den Bergern zuvor gelungen, 20
Tonnen Diesel und weitere umweltgefährdende Stoffe zu entfernen, bevor die
Brandung eine Fortsetzung der Arbeit zu riskant machte. Sie hatten eine Art
Fördervorrichtung mittels eines Stahlkabels zu dem Wrack geführt, mittels
dessen die Ladung an Land gebracht werden sollte.
Rund um das Wrack treibt momentan ein rund 120 Meter langer und 50 Meter
breiter Teppich von geschreddertem Plastik. Der Cornwall Wildlife Trust
äußerte Sorgen, dass Tiere diese Stücke fressen könnten. Seit dem 2. April
läuft zudem eine bräunliche Flüssigkeit aus dem Wrack, deren Herkunft
unklar ist. Eine weitere Sorge gilt der Zerstörung des Heidlands sowie
eines Bronzezeitgrabs oberhalb der Strandungsstelle durch die tausenden von
Schaulustigen, die seither zu den Klippen kamen. Der Bereich direkt um die
Bucht wurde mittlerweile abgesperrt, um den Bergern ein ungestörtes
Arbeiten zu ermöglichen. Am 4. April erreichte ein Mobilkran landseitig die
Strandungsstelle.
Eine Beseitigung des Wracks hat keine Priorität. Es wird nach Abschluss der
Arbeiten wohl sich selbst und der See überlassen bleiben. Schon jetzt gehen
die Brecher bei Flut ungehindert über das Hauptdeck. Die 1599 GRZ große
"Mülheim" war 1999 bei Tulcea in Rumänien erbaut worden. Sie hatte bei 90
Metern Länge eine Containerkapazität von 134 TEU. Ein Deutz-Diesel von 2039
PS brachte sie auf 13 Knoten. Quelle: Tim
Schwabedissen
Brite muss Pazifiküberquerung im Ruderboot erneut abbrechen
Samstag, 05. April 2003, 06:19 Uhr
London - Geplagt von starken Winden und Gesundheitsproblemen hat ein 45-jähriger Brite seinen zweiten Versuch einer Pazifiküberquerung im Ruderboot aufgegeben. Nach knapp viereinhalb Monaten auf See wurde Andrew Halsey Donnerstagabend von einem panamaischen Fischerboot aufgenommen.
"Seine Reise ist zu Ende", sagte der Geschäftsführer der Ocean Rowing Society, die Halsey unterstützt, am Freitag in London. Der Maurer aus London gab rund 130 Meilen (etwa 210 Kilometer) vor den Galapagos-Inseln
auf. Seine Lebensmittel- und Trinkwasservorräte gingen zu Ende, da ungünstige Winde sein rund 7,60 Meter langes Boot "Brittany Rose" um hunderte Kilometer vom Kurs abbrachten. Halsey war 25. November 2002 in Peru gestartet, um die rund 14.500 Kilometer bis nach Australien zurückzulegen. Bei seinem ersten Versuch 1999 kam er in vier Wirbelstürme und musste nach 267 Tagen aufgeben.
Obwohl Halsey diesmal mindestens vier epileptische Anfälle erlitten haben soll, blieb er guter Stimmung: "Vielleicht werde ich ja den längsten Rudertrip aller Zeiten machen", scherzte er während seiner Fahrt. Die Ocean Rowing Society gab an, Halsey bei einem möglichen dritten Versuch der Pazifiküberquerung nicht mehr unterstützen zu wollen. Bisher gelang es nur drei Ruderern, den Pazifischen Ozean zu bezwingen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter vor Kalymnos freigeschleppt Freitag, 28.03.03
Happy End für die "P& O Neddlloyd Capri": Am Spätnachmittag des 28. März
gelang es den Schleppern "Matsas Star" und "Pegasus", den am Fuß der Insel
Kalymnos in der Ägäis gestrandeten Frachter freizuschleppen und auf tiefes
Wasser zu bringen. Das Schiff wurde in einem sicheren Schwimmzustand vor
der Felsküste verankert und wartet seither auf die Genehmigung, einen
Reparaturhafen anzulaufen. Der 125,5 Meter lange Containerfrachter war
teilweise beladen am 5. März auf dem Weg von Istanbul ins ägyptische
Damietta auf Grund gelaufen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Schwerer Sturm an der Costa Brava
Donnerstag, 03. April 2003, 13:35 Uhr
Nach wie vor wird die Costa Brava von Orkanboen mit Windgeschwindigkeiten von 100 bis 120 km/h heimgesucht, gegen Abend soll
der Wind abflauen, dafür die Temperaturen nochmals absinken und regional unter den Gefrierpunkt fallen.
In der Nacht hatte der Orkan seine volle Stärke erreicht, in den Häfen an der Bucht von Roses sind bisher jedoch keine grösseren
Schäden gemeldet worden.
Nach wie vor unklar ist das Schicksal von drei französischen Surfern und einem deutschen Kiter, welche sich gestern nachmittag vor
dem plötzlich Sturmausbruch auf dem Wasser aufgehalten haben sollen.
Ein sich zeitweise in Seenot befindener Glasboodencatamaran
mit einer Seniorengruppe an Bord konnte nach stundenlangem Ankämpfen gegen den Wind einen Schutzhafen erreichen.
Vor wenigen Minuten ist an der gesamten Costa Brava eine erneute Unwetterwarnung herausgegeben worden, in welche nunmehr auch
die südfranzösiche Küste bis Marseille einbezogen wurde. Der zur Zeit an der Costa Brava tobende Sturm soll nordöstlich drehen und
sich mit seinem Zentrum in Richtung Montpellier/ Südfrankreich verlagern. Hier sollen aufgrund der besonderen Gebirgsformen
Windgeschwindigkeiten von 150 bis 200 km/h auftreten können.
In den Pyrenäen und auf der südfranzösichen Seite tobt zudem ein Schneesturm. Quelle: Ernst Schliemann
Warnung vor schwerem Unwetter Costa Brava
Mittwoch, 02. April 2003, 13:33 Uhr
Im Bereich der nördlichen Costa Brava, Girona und Mallorca wird stündlich vor einem aussergewöhnlich schwerem Unwetter gewarnt.
Die Temperaturen sollen ab heute nachmittag von derzeit 26 Grad auf 2 bis 8 Grad fallen , es wird starker Regen und Nordsturm mit
Orkanböen erwartet, die Windgeschwindigkeit soll 130 bis 180 km /h erreichen.
Nachdem in der vergangenen Nacht bereits erste leichtere Gewitter über den Pyrenaen zu sehen waren, ist zur Zeit völlige Windstille
eingetreten bei leichtem Regen.
Schiffseigner sollten ihre Yachten rechtzeitig sichern. 15:47 Uhr: Mit ungeheuren Sturmboen hat der angekündigte Orkan gegen 1430 die Costa Brava erreicht und bereits in den ersten Minuten schwere
Schäden angerichtet.
Aus völliger Windstille heraus setzten Orkanböen mit 140 km ein, in den Pyrenaen tobt ein Schneesturm.
In der Bucht von Roses sollen sich mehrere Surfer und Kiter auf dem Wasser befinden, welche von dem Orkan überrascht wurden,
Rettungsschiffe können derzeit nicht auslaufen. Quelle: Ernst Schliemann
Frachter blockierte Schleuse im Nord-Ostsee-Kanal Dienstag,
01.04.03
Beim Einlaufen in die alte Brunsbütteler Südschleuse kam es am 1. April auf
dem estnische Frachter "Maya" zu einem Maschinenausfall. Das 99 Meter lange
Schiff rammte sich ungebremst in das kanalseitige Schleusentor. Seither ist
die Südschleuse blockiert. Das Stahltor wurde erheblich zerstört und muss
zur Reparatur ausgetauscht werden. Die "Maya" wurde nach der Havarie
festgelegt. Wann sie ihre Fahrt mit 1.900 Tonnen Malz vom englischen
Waterford via Kiel-Holtenau nach Kaliningrad fortsetzen kann, ist nicht
bekannt.
Mit der Kollision setzt sich eine Serie von Havarien auf dem
Nord-Ostsee-Kanal fort, die bereits in den ersten 14 Wochen des Jahres 2003
mit 15 Ereignissen zu einer Verdoppelung solcher Vorfälle gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum geführt hat. Insgesamt war es 2002 zu 31
Havarien gekommen. Jedes Loch in einem Schleusentor oder ausgerissene
Torwagenschienen führen dabei zu zeitweiligen Sperrungen der betroffenen
Schleusenkammern und häufig zu aufwändigen, kostenträchtigen Reparaturen.
Zuletzt war am 23. Februar der Gastanker "Norge Traveller" in der
Nordkammer der Brunsbütteler Schleusen havariert. Dabei zerbrach er die
Torwagenschiene eines 1.500 Tonnen schweren Schiebetors. Taucher des
Wasser- und Schifffahrtsamtes nahmen die Schadensuntersuchenungen vor und
bargen unter einer zum Teil meterdickernSchlammschicht Trümmerteile. Sie
können als Freitaucher oder mit Glocke tätig werden und auf zwei große
Schwimmpontons mit Ramm- und Zieheinrichtungen zurückgreifen, die bis in
eine Wassertiefe von 15 Metern einsetzbar sind. Mit dem so vorhandenen
Knowhow und vielfach bewährtem Gerät konnte auch in diesem Fall die
betroffene Schleusenkammer rasch wieder in Betrieb genommen werden. Dem
derzeit boomenden Kanalverkehr stehen dabei heute zur Sicherung des
Kanalverkehrs im Vergleich zu den Vorjahren gut 15 Prozent weniger
Mitarbeiter im Brunsbütteler Wasser- und Schifffahrtsamt gegenüber.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Rettungskreuzer brachte Schulklasse in Sicherheit Mittwoch,
02.04.03
Eine unerwartete wie dramatische Wendung nahm ein
Für 26 Schüler aus dem Binnenland wird dieser Klassenausflug sicher
unvergesslich bleiben. Am 1. April mussten sie samt den zwei Lehrern und
der dreiköpfigen Besatzung von Bord des havarierten Kutters "Hauke"
evakuiert werden. An Bord des Kutters hatten sie von Büsum aus eine
Exkursion in die westlich des Hafenss gelegene Süderpiep gestratet, wo
ihnen die Krabbenfischerei und das Ökosystem nahe gebracht werden sollte.
Die "Hauke" hatte ihr Fanggeschirr ausgebracht. Plötzlich ging ein Ruck
durch das Schiff - das Netz war in die Schraube geraten. Manövrierunfähig
trieb der Kutter nun in der bei sechs Windstärken groben See. Der Kapitän
suchte bei der DGzRS um technische Assistenz nach. Der unrsprüngliche Plan,
die Schraube mit Taucherhilfe zu klarieren und den Törn fortzusetzen,
musste wegen der voraussichtlichen Dauer aber aufgegeben werden. Statt
dessen übernahm der Seenotrettungskreuzer "Hans Hackmack" alle 31 Menschen
an Bord und brachte sie nach Büsum zurück. Anschließend wurde durch einen
Taucher die schwere Eisentrosse des Fanggeschirrs von der Schraube gelöst
und die "Hauke" in den Heimathafen geschleppt. Schließlich bargen die
Seenotretter in schweißtreibender Arbeit mit Hilfe des Tauchers auch noch
das auf den schlammigen Nordseegrund gesunkene Netz. Gefahr habe für die
Schüler zu keinem Zeitpunkt bestanden, erklärte Kutter-Reeder Hauke Rahder
nach dem ungeplanten, aber zweifellos aufregenden Ende des
Klassenausflugs. Quelle: Tim
Schwabedissen
20 Yachten in Lübeck verbrannt Dienstag, 01. April 2003, 13:28 Uhr
Bei einem
Großfeuer in Lübeck-Herrenwyk sind am 30. März 20 Yachten vernichtet
worden. Sie befanden sich in einer Halle im Winterlager. Die Feuerwehr
konnte nicht verhindern, dass die Halle niederbrannte. Neben einem
Gebäudeschaden von 230.000 Euro beträgt der Sachschaden an den Booten rund
eine Million Euro. Quelle: Tim
Schwabedissen