EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 97
Last update: Monday, 31. March 1997 - 15:53:46
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Endlich! Die wahre Ursache vieler Schiffsunfälle jetzt gefunden!!!
Link zum Seenot-Archiv am Ende der Seite
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Frachter gesunken: Stau auf'm Rhein
Thursday, 27. February 1997 - 06:09:46
ASSMANNSHAUSEN. Auf dem Rhein bei Assmannshausen in der Nähe von Rüdesheim
ist ein Frachter mit 1800 Tonnen Split gesunken. Die dreiköpfige Crew
konnte unverletzt geborgen werden. Kurz nach 23 Uhr war das Schiff
plötzlich aus noch ungeklärter Ursache vollgelaufen und auf Tiefe
gegagngen. Nur noch das Dach ist zu sehen. Der Verkehr zu Tal und zu Berg
wurde komplett gesperrt. Nur gelegentlich können einzelne Schiffe an dem
Wrack vorbeigelotst werden. In beiden Richtungen haben sich mittlerweile
erhebliche Staus gebildet. Jetzt soll ein Baggerschiff den Havaristen
leeren, um die Bergung vorzubereiten.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Neuseeland: Fähre in Brand, Menschen gerettet
Tuesday, 25. February 1997 - 06:31:40
NEUSEELAND. Rund 240 sm nordwestlich der Cookinseln (Neuseeland) ist ein
als Fähre benutzter Frachter in Brand geraten. Die 25 an Bord befindlichen
Menschen konnten sich auf Rettungsflöße und in Rettungsinseln in Sicherheit
bringen. Zwei Kaufahrteischiffe wurden zur Unglücksstelle beordert.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Philippinen: Drei Tote bei Piratenüberfall auf Fähre
Tuesday, 25. February 1997 - 06:31:46
MANILA. Piraten haben auf den Philippinen eine Fähre überfallen und drei
Crewmitglieder erschossen. Drei weitere wurden schwer verletzt. Die vier
Seeräuber hatten sich als normale Passagiere ausgegeben und kurz nach dem
Auslaufen aus dem Hafen von Sirawai (Insel Mindano) das Kommando
übernommen. Die Passagiere wurden äußerst brutal zur Herausgabe von Geld
und Wertsachen gezwungen. Als die Besatzung versuchte, sie zu entwaffnen,
schossen die Piraten. Sie entkamen später auf zwei Motorbooten. Die
Gangster waren möglichweise Mitglieder der moslemischen Moro-Guerilla auf
Mindanao.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Rotes Meer: 89 Tote bei Schiffsuntergang
Tuesday, 25. February 1997 - 06:31:54
Vermutlich 89 Menschenleben hat ein Schiffsuntergang auf dem Roten Meer
gefordert. Nur sechs der Flüchtlinge aus Eritrea und Äthopien, die nach
Saudi-Arabien wollten, haben überlebt. Das Schiff war für höchstens 40
Personen zugelassen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Flüchtlingsschiff vor Ceylon gesunken - über 100 Tote
Saturday, 22. February 1997 - 06:45:43
COLOMBO. Über 100 Menschen sind beim Untergang eines mit Flüchtlingen
besetzten Trawlers vor der Küste Sri Lankas ums Leben gekommen. Etwa 20
überlebten das Unglück. Die Tamilen wollten vom Rebellenstützpunkt
Nachchikuddah zur etwa 30 sm entfernten indischen Küste fahren. Kurz nach
der Abfahrt sank das völlig überladene Schiff. In Südindien leben bereit
mehr als 50 000 Bürgerkriegsflüchtlinge in Lagern.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Wilde "Daniela" läßt Yacht vor Cowes kentern
Friday, 21. February 1997 - 07:08:49
LONDON/KIEL/SEEBRÜGGE. In schwerem Sturm ist vor der Isle of Wight bei
Cowes eine britische Segelyacht mit vier Menschen an Bord gesunken. Drei
ertranken, ein Mann konnte lebend geborgen werden. Die Yacht stammte aus
Poole/Südengland. Das bei Island liegende Sturmtief "Daniela" hatte sich
explosionsartig und unerwartet zu einem Orkan vertieft. Der Fährverkehr
zwischen Nordirland und England wurde zeitweise eingestellt. Auf dem
Nord-Ostsee-Kanal (NOK) stießen zwei Schiffe leicht zusammen. Im belgischen
Hafen Seebrügge sprang ein Kranführer aus 50 Meter Höhe ins Wasser, weil
sein Kran zu schwanken begann. Er wird seitdem vermißt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Drogenmafia für Delphinsterben verantwortlich?
Friday, 21. February 1997 - 07:08:54
MEXIKO. Umweltschützer, Marine und Wissenschaftler machen die Drogenmafia
für ein Delphin- und Walsterben im Golf von Mexiko verantwortlich. Die
Drogenkuriere benutzten eine giftige Substanz (NK-19), um auf hoher See die
Stellen zu markieren, wo Flugzeuge aus Süd- und Mittelamerika ihre
Drogenfacht abwerfen. In den vergangenen Monaten sind Dutzende von Walen
und Delphinen im Nordwesten Mexikos verendet.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Waffentest im Wattenmeer
Thursday, 20. February 1997 - 12:58:27
MELDORF. In der Meldorfer Bucht in Schleswig-Holstein hat die Bundesmarine
trotz des Protestes von Naturschützern und Landesregierung ihre
Waffenerprobung fortgesetzt. Es wurde eine Artillerierakete vom Typ "Mars"
ohne Gefechtskopf von Land abgeschossen. Sie flog 40 Kilometer weit und
fiel ins Meer. Dort soll sie von Tauchern geborgen werden. Der Zeitpunkt
ist nach Angaben der Marine gewählt worden, um Fauna und Flora nicht zu
schädigen. Demgegenüber betonten Naturschützer, daß der Naturschutzpark
Wattenmeer zur Zeit von mehreren tausend Zugvögeln genutzt werde. Vom
Kieler Umweltministerium hieß es, man habe keine Handhabe gegen solche
Tests.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Katastrophenalarm bei Antwerpen
Wednesday, 19. February 1997 - 06:10:08
ANTWERPEN. In einem Kanal in Zandvliet bei Antwerpen hat ein Frachter
nachts 21 Container verloren. Einige der Container waren mit ätzender
Phosphor- und Chlorsäure beladen. Es wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Die
Wasserstraße, die nach Rotterdam führt, wurde gesperrt. Lecks wurden bisher
nicht entdeckt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Katastrophenregatta beendet - keine Spur von Gerry Roufs
Tuesday, 18. February 1997 - 06:48:18
LES SABLES D'OLONNE. Der Franzose Christophe Auguin hat am Montag die
Katastrophen-Regatta Vendee Globe in Rekordzeit gewonnen: Nach 105 Tagen
und 20 Stunden erreichte er unter dem Jubel vieler Zuschauern den
französischen Atlantikhafen Les Sables d'Olonne. Bei der dritten
Einhand-Weltumseglungs-Regatta hat es zehn teilweise schwere Unfälle
gegeben. Zwei Segler mußten in einer mehrere Millionen Dollar teuren
Rettungsaktion aus einem Gebiet weitab jeder Zivilisation geborgen werden.
Von dem Kanadier Gerry Roufs fehlt seit dem 8. Januar, als es im Südpazifik
den letzten Funkkontakt zu ihm gab, jede Spur. Dem Gewinner der
Schwachsinns-Regatta teilte Frankreichs Premier Alain Juppe mit: Der Sieg
"gegen die Elemente und auch gegen die Einsamkeit und Ängste" sei ein
"hervorragendes Beispiel für Mut und Einsatz".
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Neu: Antifouling-Anstrich aus Krabbenschalen
Tuesday, 18. February 1997 - 06:48:26
SEHESTEDT. Ein neuartiger Antifouling-Anstrich aus den Schalen von Krebsen
und Krabben wird derzeit vom Naturfarbenhersteller "Dritte-Haut-Laden" in
Sehestedt (Schleswig-Holstein) erprobt. Weil Firmenchef Karl-Heinz Bastian
noch nie Seepocken auf Krabben gesehen hat, forschte er - und wurde fündig:
In den Panzern fand er Chitin, das nun als "Chitosan" in Naturölen,
-wachsen und -harzen gelöst wird. Zur Zeit laufen Versuche mit lackierten
Flächen im NOK und in Florida. Bei Erfolg denkt Bastian an den Bau einer
Krabbenverarbeitungsanlage, der eine Chitosan-Gewinnung angeschlossen ist.
Jährlich werden in Deutschland rund 5500 Tonnen Krabben angelandet, die
Schalen landen bisher im Müll. Die Schalen werden in einer alkalischen
Lösung gekocht. Dabei entstehen Chitosan-Flochen, die in den Farben als
Stabilisatoren wirken.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Mysteriöser Schiffsuntergang - literarisch aufbereitet
Monday, 17. February 1997 - 06:50:22
Mehr als 30 Männer, Frauen und Kinder sind bei einem mysteriösen
Schiffsuntergang vor der Küste des US-Bundesstaates Maine umgekommen. Doch
nur die Leichen der Frauen wurden am Strand angeschwemmt. Mit einer
Ausnahme: Den Kapitän des Vergnügungsdampfers "Raven" fand man nackt an ein
Faß gefesselt. Dieses Unglück, das Anlaß gibt für viele Spekulationen und
Verdächtigungen, brachte das Leben im nahen Fischerdorf Meckerel Cove
völlig durcheinander...
Das alles geschah im Juni 1941. Die "Meereswunden", die dieses
geheimnisvolle Unglück schlug, sind auch Jahrzehnte danach noch spürbar. In
seinem gleichnamigen Roman begibt sich der Amerikaner Peter Landesman auf
Spurensuche. (Liszt Verlag, München, 460 Seiten, 44 Mark)
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Türkei: Schlamperei führte zu Tankerkatastrophe
Saturday, 15. February 1997 - 07:54:28
ISTANBUL. Beim Brand des größten türkischen 160 000-Tonnen-Tankers "TPAO
Istanbul" in Tuzla bei Istanbul sind bis zu 30 Menschen teilweise
lebensgefährlich verletzt worden. Das Feuer war am Donnerstag abend bei
Reparaturarbeiten entstanden. Offenbar waren die Laderäume des 307 Meter
langen Schiffes zuvor nicht entgast worden. Es ereigneten sich mehrere sehr
heftige Explosionen. Die Mehrzahl der Verletzten sind Feuerwehrleute. Das
Feuer hatte auch vier weitere Frachtschiffe in der Werft erfaßt. Gestern
kam es zu einer weiteren Explosion, Löschboote mußte sich wieder
zurückziehen. Die Flammen haben den Maschinenraum erreicht. Hier lagern
rund zehn Tonnen Kohlendioxid in Flaschen. Außerdem sollen sich noch 500
Tonnen Treibstoff an Bord befinden. Große Mengen Ölschlamm sind brennend
ins Marmara-Meer geflossen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Zwei Segler gerettet - drei Retter tot
Saturday, 15. February 1997 - 07:54:36
WASHINGTON. Nach der Rettung von zwei Seglern ist vor der Küste des
US-Bundesstaates Washington das SAR-Boot gekentert. Dabei sind drei der
vier Retter ertrunken. Der vierte wurde leicht verletzt. Das Boot der Coast
Guard war ausgelaufen, um die beiden Segler aus Seenot zu befreien. Bei der
Rückfahrt kenterte das Schiff durch, richtete sich aber wieder auf. Dann
trieb es auf den Strand. Die Rettungsleute trugen Helme und Rettunsgwesten.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Tornado in Setur-Marina / Antalya
Wednesday, 12. February 1997 - 22:27:05
Ein für die Mittelmeerregion absolut unübliches Szenario bot sich am 08.
Januar 1997 gegen 1830 Uhr türkischer Zeit den entsetzten Langfahrtseglern
verschiedenster Nationen, die in der Setur Marina in Antalya/Türkei
überwintern.
Nachdem es bereits den ganzen Tag mit um die 8 Bft. geblasen hatte schwoll
das Windgeräusch abends zur genannten Zeit urplötzlich zu einem brüllenden
Kreischen an, die Luft füllte sich mit Wasser, alles war nur noch weiss.
Mit ohrenbetäubendem Krachen donnerten Riggs ineinander, bohrten sich
Bugspriets in Nachbarboote, wurden Katamarane vom Winddruck "geliftet". Auf
dem Trockenen fielen die Yachten wie Dominosteine nacheinander um. Dächer
wurden abgedeckt, eine Mauer einer grossen Backsteinhalle ist nur noch als
Trümmerhaufen erkennbar, ein Motorboot sank und mehrere grosse Holzgülets
krachten ebenfalls auf den Boden. Nach ein paar Sekunden war der Spuk
vorbei und die betäubten Besatzungen erschienen nach und nach auf den
Stegen, von denen sich einer von seiner Mooringkette verabschiedet hatte
und mitsamt den an ihm vertäuten Schiffen abdriftete. Verschiedene Yachten
hatten sich losgerissen und trieben im Hafen.
Dem sofortigen Einsatz der Marinaangestellten ist es zu verdanken, dass es
hierbei nicht zu noch mehr Schäden kam und die Ausreisser schnell
eingefangen werden konnten. Mit extrem dicken Tauen wurde dann der Steg
gesichert. Einige Boote, die ausserhalb der Zugbahn des Tornados lagen
waren völlig in Ordnung, bei anderen wiederum entstand erheblicher
Sachschaden. Die Palette reicht von Mast- und Baumbrüchen über
zerquetschte Bugkörbe, gebrochene Relingstützen, davongeflogene Solarpanels
und Satelitenschüsseln bis zum totalen Verkeilen umgestürzter Yachten.
Nach Aussagen verschiedener Segler bewegten sich deren Messinstrumente
während des Tornados zwischen 95 und 106 Knoten, dies allerdings in der
Randzone. Es grenzt an ein Wunder, dass zum Zeitpunkt des Durchzugs des
Tornados keine Menschen in der Marina unterwegs waren und somit niemand zu
körperlichem Schaden kam.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Überlebensanzüge für Passagiere auf Ostsee-Fähren
Wednesday, 12. February 1997 - 22:25:53
TRAVEMÜNDE. Mit preiswerten Überlebensanzügen sollen nun auch die
Passagiere von Ostsee-Fähren bei Unglücken eine reelle Chance bekommen. Als
erste deutsche Reederei rüstet die Deutsche Fährreederei Ostsee (DFO) ihre
sieben Schiffe mit insgesamt 7000 solcher Kälteschutzanzügen aus. Mit den
etwa 160 Mark teuren speziell isolierten Overalls, die von der Firma
Ascon-Kemi aus Göteburg geliefert werden und auch für Segler geeignet sind,
sollen Menschen auch in sehr kaltem Wasser bis zu vier Stunden überleben
können. Beim Untergang der "Estonia" waren auch viele Menschen, die es noch
in die Rettungsinseln geschaft hatten, an Unterkühlung gestorben. Für die
Besatzungen gehören Überlebensanzüge zur Standardausrüstung.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Frachter vor Norwegen gesunken: 20 Tote
Monday, 10. February 1997 - 06:48:05
OSLO. In schwerem Sturm ist vor der norwegischen Küste ein
griechischer Frachter mit 20 polnischen Besatzungsmitgliedern gesunken. Die
Suche nach Überlebenden wurde nach eineinhalb Tagen ergebnislos
abgebrochen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte Seegang mit bis zu
sechs Meter hohen Seen. Der Kapitän des 22 000-Tonnen-Frachters "Leros
Strength" hatte gegen 07.50 Uhr über Funk um Hilfe gebeten, weil durch ein
Loch im Bug Wasser eindringe. Drei Minuten später riß der
Funkkontakt ab. Das Schiff, das einer griechischen Reederei gehört, aber in
Zypern registriert ist, war mit Mineralien zur Herstellung von
Düngemitteln auf dem Weg von Murmansk nach Polen. In der polnischen
Hafenstadt Gdynia, der Heimat der vermißten Seeleute, herrschte
gestern Trauer. Nach Angaben der norwegischen Küstenwacht sei der 21
Jahre alte Frachter, der nun 30 sm vor Stavanger in 258 Meter Tiefe liegt,
in "schlechtem Zustand" gewesen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Vendee Globe: Segler operiert sich selbst
Saturday, 8. February 1997 - 07:00:36
KAP HOORN. Bei der Katastrophen-Einhandregatta Vendee Globe hat sich Teilnehmer
Peter Goss (35) mitten auf dem Pazifik selbst am Ellbogen operiert. Nach einer
Anleitung, die per Fax von einem Arzt aus Frankreich kam, schnitt er sich in den
Arm, um eine aufgebrochene Sehne zu behandeln. Der knallharte ehemalige
britische Marineinfanterist beleuchtete seine eigene Operation mit einer
Stirnlampe. Der britischen Zeitung "Daily Telegraph" sagte Goss: "Es ist schon
seltsam, an sich selbst mit einem Skalpell herumzuschneiden." Er bete nun,
daß sich die Wunde nicht entzünde. Goss befand sich zum Zeitpunkt
seiner Operation etwa 2000 sm von der chilenischen Küste entfernt. In der
kommenden Woche will er mit seiner 15-Meter-Yacht "Aqua Quorum" Kap Hoorn
umrunden, um dann Kurs auf das Ziel in Frankreich abzustecken. Er liegt zur Zeit
an sechster Stelle. Goss hatte Weihnachten den Franzosen Raphael Dinelli aus
Seenot gerettet.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Alptraum Karibik: Mord und korrupte Polizisten
Thursday, 6. February 1997 - 06:38:29
ST. VINCENT. Einen wahren Alptraum erlebte der südafrikanische Weltumsegler Alan
Heath auf der Karibik-Insel St. Vincent/Grenadines. Obwohl es Warnungen gegeben
hatte, mußte Heath gemeinsam mit seiner Frau Lorraine im November 1996 in der
als unsicher geltenden Bucht Cumberland Bay ankern. Ein nahender Hurrican lies
ihnen keine andere Wahl. In der Nacht zum 2. November kamen Diebe an Bord und
ermordeten seine Frau. Nachdem Heath einen Notruf abgesetzt hatte, wurde er
unter Mordverdacht verhaftet, sein Paß eingezogen. Drei Wochen lang kämpften
südafrikanische Behorden vergeblich darum, das Heath seinen Paß wiederbekam. Ein
Polizeioffizier verlangte fur den Paß 25 000 Dollar in bar. Andernfalls werde
man Heath des Mordes anklagen. In einer Stellungnahme in der örtlichen Zeitung
behauptete spater der Außenminister von St. Vincent, Alpine Allen, daß man in
"ständigem Kontakt mit südafrikanischen Behorden gestanden habe". Das war glatt
gelogen. Denn nach Angaben des südafrikanischen Außenministeriums seien alle
offiziellen Anrufe aus Südafrika in dieser Angelegenheit sowie zwei
diplomatische Noten von den Behorden von St. Vincent ignoriert worden. Bis zum
21. Januar 1997 habe man lediglich Informationen zu dem Mordfall vorliegen, die
aus Kreisen französischer Diplomaten stammten. (Mehr dazu im CompuServe
Sailingforum -Go Sailing- unter Cruising Grounds; Alan Heath, Durban: Tel/Fax
027 31 83 66 45)
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Florida: Frachter gefährdet Korallenriffe
Wednesday, 5. February 1997 - 06:06:14
KEY WEST. Ein liberianisches Containerschiff ist vor Key West/Florida in der
Nähe der letzten noch lebenden Korallenriffe der USA gestrandet. Gefahr
für Besatzung und Schiff besteht nicht. Allerdings wird befürchtet,
daß bei der Bergung der "Houston" die nahen Korallen beschädigt
werden könnten und absterben. Erst vor einer Woche war diese Region zum
Schutzgebiet erklart worden. Es ist für Schiffer dieser Größenordnung (180
Meter) gesperrt. Die "Houston" war auf der Fahrt von Texas nach Spanien.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Ostsee: Frachter und U-Boot zusammengestoßen
Tuesday, 4. February 1997 - 06:22:25
KIEL. Ein U-Boot der Bundesmarine und ein finnischer 90 000-Tonnen-Tanker sind
in der Nacht zum Montag bei dichtem Nebel südlich von Langeland
zusammengestoßen. Das 1966 gebaute U-Boot vom Typ 205 A mit 22 Mann Besatzung an
Bord war auf Überwasserfahrt, als es aus noch ungeklärter Ursache zu
der Havarie kam. Menschen wurden nicht verletzt. Beide Schiffe konnten ihre
Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen. Das U-Boot war allerdings nicht mehr
tauchfähig, weil die zweiteilige Außenhaut beschädigt worden war.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Piraten werden immer dreister
Tuesday, 4. February 1997 - 06:22:30
KUALA LUMPUR. Die Piraten werden weltweit immer dreister und gefährlicher.
Nach Angaben des Zentrums fur Piraterie des International Maritime Bureau gab es
175 Angriffe auf Handelsschiffe im vergangenen Jahr (1995: 170). Die
Dunkelziffer gilt als extrem hoch. Die gefährlichsten Reviere sind
Indonesien (55 Überfälle), Brasilien (16), Thailand (13) sowie das
Dreieck Hongkong-Macao-China, Indien, Sri lanka, Philippinen und Malaysia. Die
Piraten sind zunehmend schwer bewaffnet. Sie entern Container- und
Massengutfrachter sowie Tanker. Vier Frachter wurden 1996 mit Mann und Maus
entführt (Südostasien, Rotes Meer und Somalia). Am 15.November rief die
Crew eines Containerfrachters, der vor Rio de Janeiro vor Anker lag und
überfallen wurde, vergebens uber Funk um Hilfe.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Inmarsat: Neues Seenot-Alarmsystem
Tuesday, 4. February 1997 - 06:22:38
LONDON. Das neue Satelliten-Seenotsystem Inmarsat-E ist in Betrieb genommen
worden. Geostationäre Satelliten melden Notrufe sofort an drei
Bodenstationen, darunter Raisting in Bayern. Die Notmeldung enthält
Position, Kurs, Speed und Art des Notfalles. Die Satelliten k&oum;nnen den
Havaristen außerdem bis auf 200 Meter genau orten. Rettungsaktionen können
bereits zwei bis fünf Minuten nach Auslösen der Seenotboje anlaufen.
Bei Cospas-Sarsat, das mit umlaufenden Satelliten arbeitet, kann die Alarmierung
der MRCC's (Maritime Distress and Rescue Coordination Center) am Boden mehrere
Stunden dauern. Inmarsat mit Sitz in London ist eine Kooperative von 79 Landern.
Das neue System wurde auch mit deutscher Hilfe entwickelt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Australien: Hai greift Ruderin an
Tuesday, 4. February 1997 - 06:22:43
SYDNEY. Ein Hai hat auf einem Fluß in Sydney eine 49jahrige Ruderin angegriffen
und leicht verletzt. Am Boot wurden später deutliche Abdrücke der
Hai-Zähne entdeckt. Hai schwimmen nicht selten auf der Suche nach Nahrung
Dutzende von Kilometern flußaufwärts. In und um Sydney sind alle
Strände mit Netzen gegen Hai-Attacken gesichert.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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