EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Die Insel Christiansø / Dänemark

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Wetter Christiansø
© meteo24.de
Christiansø bildet mit Frederiksø, Græsholm und kleineren Felsen eine Schären-Inselgruppe in der Ostsee 18 Kilometer nordöstlich von Bornholm. Die Inselgruppe wird auch Ertholmene genannt. Sie bildet den östlichsten Punkt Dänemarks.
Christiansø ist der Name der Hauptinsel sowie die amtliche Bezeichnung der gesamten Inselgruppe. Die beiden Hauptinseln hießen Kirkholm und Bo(d)holm, bevor die Festung 1684 gegründet wurde. Der alte Name Ertholmene setzte sich in jüngerer Zeit wieder durch. Weil die Inseln so klein sind, wird häufig vermutet, der Name stamme vom dänischen ært (Erbse) ab. Auf Deutsch wird gelegentlich der Name Erbseninseln verwendet.

Die Inseln ragen als Rundhöcker bis zu 22 m (Møllebakken auf Christiansø) aus der Ostsee heraus. Sie bestehen aus grauem Hammergranit, der von den Gletschern, die während der vergangenen Kaltzeiten über die Inseln glitten, abgerundet wurde. Der Granit tritt vielfach an die Oberfläche. Er ist gekritzt, das heißt er weist zahlreiche Schleifspuren auf, die im Gletscher mitgeführtes Geschiebe hinterlassen hat. Die Kritzungen zeigen die ehemalige Bewegungsrichtung an, die der Gletscher auf seiner Fahrt genommen hat.

Am Hafen befinden sich auch ein Restaurant, ein Kiosk, ein Laden und ein Hotel. Im Pulverturm auf der Insel Frederiksø befindet sich ein Inselmuseum.
Die Inseln sind auto- und fahrradfrei, auch das Mitbringen von Hunden und Katzen ist untersagt. Der Hafen wird vom Gewässer zwischen den beiden Hauptinseln gebildet. Über den Hafen spannt sich eine 30 Meter lange Fußgängerbrücke.



Hafen Christiansø
55° 19,13'N, 015° 11,16'E
Festungsanlage und Flottenstützpunkt aus dem 17. Jahrhundert. 60 Liegeplätze. Guter Nothafen bei Starkwind oder Sturm, jedoch nicht aus südlichen Richtungen. Nördlich der Drehbrücke über den Hafen kann man vor Anker liegen. Größere Schiffe finden am Anleger auf der Ostseite Platz.
Der Hafen kann Tag und Nacht unter Berücksichtigung der Wind-, Strom- und Sichtverhältnisse angelaufen werden, jedoch nicht bei stärkerem auflandigen Wind. Kompassmissweisung kann vorkommen, weshalb die Ansteuerung bei kräftigem Strom in Verbindung mit schlechter Sicht gefährlich sein kann.
Folgende Signale am Flaggenmast an der Südseide von Frederiksø bedeuten, dass der Hafen wegen starken Seegangs nicht angelaufen werden kann oder dass alle Liegeplätze belegt sind: Schwarzer Ball oder drei rote Lichter übereinander.
In dem schmalen Hafenbecken ist kein Platz für Segelmanöver. Geschwindigkeitsbegrenzung auf drei Knoten. Ankern verboten.
Christiansø. Tel.: +45 30 55 00 14



windsack
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (hohe Gebäude, gewundener Verlauf des Kleinen Belts): Abdeckungen, Winddreher, Düsenwirkungen etc. Thermische Winde gibt es nicht. Beachten Sie, dass der Wind auf der Leeseite Bornholms oft stärker weht als auf der Luvseite.


Weblinks:
Die Insel Christiansø in Wikipedia
Interaktive Karte mit vielen Panoramen über Christiansø



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Die Christiansø-Inseln   Großbild Klick!












Christiansø: Kanonenturm am Hafen   Großbild klick!












Festungsturm mit Leuchtfeuer und Drehbrücke
(Bild: 7alaskan)   Großbild klick!





























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