Die Gemeinde Altefähr befindet sich am Stralsund gegenüberliegenden Ufer des Strelasundes, der die Insel Rügen vom vorpommerschen Festland trennt.
Altefähr hat vermutlich seit dem Jahre 1200 als Fährhafen gedient. Die erste Nennung des Ortes findet sich im Stadtarchiv Stralsunds im Jahr 1240; hier wird der Ort als „bei der ollen Fähre“ erwähnt. Die Fährverbindung verband Rügen mit dem Festland und erreichte insbesondere ab Ende des 19. Jahrhunderts hohe Frequenzen. Insbesondere wurden landwirtschaftliche Produkte über die Fähre nach Stralsund gebracht. Einen weiteren Aufschwung nahm der Ort mit der Aufnahme des Eisenbahn-Fährverkehrs. Ab 1909 war die Eisenbahnfähre Teil der Schnellzugverbindung zwischen Berlin und Stockholm, die die Fährverbindung der Königslinie (Sassnitz–Trelleborg) einschloss. Nach der Fertigstellung des Rügendammes im Jahre 1936 wurde der Fährverkehr eingestellt.
Altefähr ist ein beliebter Naherholungsort der Stralsunder. Seit 1996 verbindet die Personenfähre „Altefähr“ den Ort mit Stralsund (zwischen 1. Mai und 30. September).
In den Jahren nach der politischen Wende entstand in Altefähr eine Strandpromenade. Zum touristischen Angebot gehören des Weiteren Pensionen und Ferienwohnungen, ein Hotel, ein Campingplatz sowie ein Wasserwanderstützpunkt mit Bootsliegeplätzen. Seit 2000 wird der Ortskern aus Mitteln der Städtebauförderung gründlich saniert.
Der Rügener Chronist Johann Jacob Grümbke schildert Altefähr im Jahr 1805 als eines der größten Dörfer auf Rügen. Er schreibt: "Es zieht sich eine mäßige Höhe sanft hinan und wird von einem Wall eingeschlossen, der aus dem schwedisch-dänischen Krieg (1714-1720) herrührt. Die Kirche liegt auf einem Berg, und vom Kirchhof stellt sich das gegenüberliegende Stralsund, welches die Meerenge beherrscht, an welcher es emporsteigt, vorteilhaft dar, so daß hier eine Reminiszenz an die vormalige Reichsstadt Mainz in mir rege ward, welche von Kastel aus eine ähnliche Ansicht darbietet."
Hafen Altefähr
Kleine Marina am Strelasund gegenüber der Hansestadt Stralsund.
Segler sollten nur die neue Holzpier nutzen. Hier liegt man an Heckpfählen auf Wassertiefen zwischen 2,5 und 2 m. Am Kopf des Bollwerks darf nicht angelegt werden – hier macht das Fahrgastschiff fest.
Ankern: Südlich des Rügendamms findet man in der Wamperwiek auf ca. 2,3 m Wassertiefe einen guten Ankerplatz. Die lagunenartige Bucht unmittelbar südlich davon ist ein ehemaliges Baggerloch. Es wird gerne von Einheimischen angelaufen. Ortsunkundige sollten die Bucht jedoch nicht ansteuern.
Navigation: Die Ansteuerung ist Ortsfremden nur am Tag zu empfehlen. Ab Tonne 49 ist direkt auf die Kirche Altefähr zuzusteuern.
Versorgung / Sonstiges: Eine Gaststätte und Toiletten sind in Hafennähe vorhanden. Direkt am Hafen gibt es eine Segelschule. Versorgungsmöglichkeiten bietet der direkt östlich gelegene Ort. Bei Wind aus SE steht Schwell im Hafen.
Service: Toilette, Dusche, Wasser, Müllannahme, Elektroanschluss, Diesel, Lebensmittel, Kran, Rampe / Slip, Fähre / Bus / Bahn,
Fahrradverleih

Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.
Besonders durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen immer wieder für beste Winde aus westlichen Richtungen. Im Sommer wechseln diese aber auch oft mit ausgiebigen Ostwindperioden, wenn sich Hochdruckgebiete über Osteuropa festsetzen.