Die Île de Bréhat (kurz: Bréhat) ist eine Insel im französischen Departement Côtes-d’Armor an der Nordküste der Bretagne, am Ärmelkanal. Der bretonische Name der Insel lautet Enez Vriad. Nach ihr ist die Gemeinde Île-de-Bréhat benannt.
Die Île de Bréhat ist die größte Insel und Namensgeberin der Gruppe der Bréhat-Inseln (frz. archipel de Bréhat).
Île de Bréhat setzt sich aus einer Nord- und einer Südinsel zusammen, die durch die Brücke Pont Vauban verbunden sind. Die Insel trägt den Beinamen L'île des fleurs et des rochers roses (die Insel der Blumen und der rosa Felsen), wobei das erste Attribut vor allem die lieblichere Südinsel, das zweite die Nordinsel mit ihrer markanten Felsküste charakterisiert.
An der nördlichsten Stelle der Insel steht sich der Leuchtturm Phare du Paon.
Auf der Südinsel befinden sich die erhöht gelegene Kapelle Saint-Michel (1651) sowie der Hafen Port-Clos, zu dem Fährverbindungen zum Festland (pointe de l'Arcouest in der Gemeinde Ploubazlanec; in der Touristensaison außerdem zu anderen Orten) führt. Für Touristen werden auch Schiffsrundfahrten durch die Inselgruppe Bréhat angeboten, um die abwechslungsreiche Küste und die zahlreichen kleineren Nebeninseln zu sehen.

Entsprechend ihrer atlantiknahen Lage am Westrand des europäischen Festlandes und im Einflussbereich des Golfstroms haben die Gewässer vor der Bretagne ein ausgesprochen ozeanisches Klima mit relativ milden Temperaturen, die im Jahresmittel zwischen 9 und 12 °C liegen. Schnee und Frost treten nur selten auf, die Sommer sind mäßig warm mit jährlich über 2.000 Sonnenscheinstunden.
Den Wetterverlauf prägt ein rascher Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik heranziehen. Die vorherrschenden Westwinde können vor allem im Winter Sturmstärke erreichen. Regenschauer und starke Winde können sehr kurzfristig auftreten, sind jedoch meist nur von kurzer Dauer. Mit durchschnittlich zwischen 700 und 800 mm pro Jahr sind die Niederschlagsmengen relativ gering; während die Regenfälle in den Küstengebieten geringer ausfallen, ist das Landesinnere feuchter.
Deutlich spürbar ist der Einfluss der starken Gezeiten auf den Wetterverlauf, aber auch den Jodgehalt der Luft, der in der Bretagne sehr hohe Werte erreicht. Die starken Winde bedingen zudem einen geringen Schadstoffgehalt der Luft.
Der Wind weht fast ständig aus nordwest- und westlichen Richtungen.