Limnos (in der Antike Lemnos) ist eine griechische Insel in der Nord-Ägäis. Zusammen mit den Inseln Agios Efstratios und Lesbos bildet sie die Präfektur Lesbos in der Verwaltungsregion Nördliche Ägäis, wird aber innerhalb der Präfektur zusammen mit Agios Efstratios durch ein eigenes Provinzbüro.
Nach der Volkszählung von 2001 hat Limnos 18.104 Bewohner. Hauptort, Sitz des Provinzbüros sowie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Insel ist die mehr als 5.000 Einwohner zählende Stadt Myrina.
Limnos liegt in der Nordägäis. Gökçeada, die zur türkischen Provinz Çanakkale zählt, liegt 22 km nordöstlich und ist die nächstgelegene Insel. Nach Agios Efstratios im Süden beträgt die Entfernung 30 km, nach Samothraki im Norden 41 km. Die Halbinsel Athos liegt 58 km nordwestlich.
Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, ihre Fläche beträgt 476,28 km². Dabei ist Limnos von West nach Ost etwa 30 km lang, die maximale Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 28 km.
Limnos ist in eine westliche und eine östliche Halbinsel gegliedert, die durch eine 4 km schmale Landbrücke miteinander verbunden sind. Südlich der Landbrücke liegt der Golf von Moudros, nördlich der Golf von Pournia.
Die Vigla im Nordwesten ist mit 430 m die höchste Erhebung der Insel.
In der griechischen Mythologie war Limnos die Insel des Hephaistos, der hier wegen der Vulkantätigkeit dieser Insel seine Schmiede gehabt haben soll. Er wurde besonders bei einem „Erdfeuer“ in der Nähe der Stadt Hephaisteia im Norden der Insel verehrt. Auch die Kabiren, die Söhne des Hephaistos, hatten hier ihren Kult.
Ein anderer Mythos berichtet von dem sogenannten lemnischen Frevel. Demnach brachten die Frauen von Limnos alle Männer um, um selber zu regieren. Als ihnen dann die Männer zur Fortpflanzung fehlten, versuchten sie, die Argonauten zu verführen – nur mit Mühe konnte Herakles die Männer zur Weiterfahrt überreden. Auf dem Feldzug gegen Troja wurde Philoktet hier von den Griechen zurückgelassen.
Tourismus und Unterkünfte: Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen, Privatzimmern und Hotels ist reichlich.
Limin Myrina
39° 52,32' N 025° 03,49' E
Myrsini ist der Fährort der Insel. Im hübschen Ort findet man entsprechend gute Versorgungsmöglichkeiten. Der Ankergrund hält allerdings schlecht, und Längsseitsliegen ist wegen Platzmangel oft nicht möglich und wegen eventuellem Schwell durch im Hafen manövrierende Schiffe bedenklich.
Bucht bei Akrotirion Mourtzephlos
39° 58,86' N 025° 02,72' E
Landschaftlich sehr reizvoll gelegene Bucht, je nach Wind auch zur Übernachtung geeignet. Man ankert auf gut haltendem Sandgrund.
Ormos Moudros
39° 52,28' N 025° 15,83' E
Weit schneidet die Bucht in die Insel ein, und je nach Wind bietet sie an allen Ufern eine Vielzahl an Ankermöglichkeiten über gut haltendem Sandgrund. Beim Befahren der Bucht ist wegen der vielen Flachstellen und Klippenfelder Sorgfalt geboten, nachts ist nur die Ansteuerung zu den Anlegestellen von Moudros-Stadt befeuert. Die dazugehörigen Tonnen sind auch tagsüber eine große Hilfe, auch wenn sie zuweilen nur schwer erkennbar sind.
Moudros selbst ist in freundlicher, wie dahin gesprenkelter Ort, wo irgendwie alles seinen sehr ruhigen Gang geht. Die Pier vor dem Ort wird oft von Frachtern angelaufen, oft kann man jedoch ein freies Plätzchen ergattern. Zur Wurzel der Pier wird es schnell flach. Der südlich der Pier gelegene kleine Hafen ist mit Fischerbooten gefüllt und mit Wassertiefen von 1,50 Metern für die meisten Yachten zu flach. Zuweilen ankern Segler südlich der Frachterpier außerhalb des betonnten Fahrwassers. Im Ort gibt es gute Versorgungsmöglichkeiten, auch Wasser und Diesel ist erhältlich. Im Norden ist eine Kaikiwerft angesiedelt, die sich bei provisorischen Bootsreparaturen redlich bemüht.

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Die Winde der Ägäis zeichnen sich durch Beständigkeit aus. Bei wolkenlosem Himmel wehen von Mai bis September oft stürmische nordöstliche sehr trockene und warme Winde, die nach der altgriechischen Bezeichnung Etesien genannt werden. Die Neugriechische Bezeichnung ist „Meltemi“, abgeleitet vom türkischen „Meltem“. Entsprechend wird diese Ausprägung des mediterranen Klimatyps als Etesienklima bezeichnet. Ursache für diese beständige Luftströmung sind das Azorenhoch und das über dem asiatischen Festland lagernde Hitzetief. Böen und Fallwinde treten besonders an der kleinasiatischen Küste auf. Der Nordwind der Ägäis ist als Boreas (griechisch Vorias) bekannt. Im Norden der Ägäis sorgt der „Vardari-s“ genannte Wind für Kaltlufteinbrüche, die derart intensiv sein können, dass Teile der flachen Bucht von Thessaloniki gefrieren.