Paxos ist eine griechische Insel innerhalb der Inselgruppe und Gemeinde Paxi, die zur Gruppe der
Ionischen Inseln gehört. Paxos ist die kleinste unter den Hauptinseln dieser Inselgruppe, liegt südlich von
Korfu und ist dicht mit subtropischer Vegetation bewachsen.
Paxos ist etwa 10 Kilometer lang und nur an wenigen Stellen breiter als zwei Kilometer. Die höchste Erhebung der etwa 19 Quadratkilometer großen Insel ist 248 Meter hoch. Auf Paxos gibt es keine dauernd wasserführenden Bäche und kaum Quellen.
Wenige Kilometer östlich auf dem Festland befindet sich der kleine Hafenort Parga.
Etwa zweieinhalb Kilometer südlich der Hauptinsel liegt Andipaxos, eine kleine Insel, die nur von etwa 40 Einwohnern ständig bewohnt wird.
Die Haupteinnahmequelle der Bewohner der Insel lag früher in der Kultivierung zwar sehr kleiner, aber besonders aromatischer Oliven und in der Gewinnung eines hochwertigen Olivenöls. Heute spielt der Tourismus die herausragende Rolle im Erwerbsleben der Bevölkerung. Auf Andipaxos dagegen werden kaum Oliven kultiviert, dagegen sind zwei Drittel der Insel mit Reben bedeckt, die neben durchschnittlichen Tischweinen in zunehmendem Maße auch Qualitätsweine liefern.
Gut die Hälfte der etwa 3.000 Einwohner von Paxos lebt im Hauptort Gaios, im Südosten der Insel. Im durch die zwei vorgelagerten Inselchen Panaghia und Agios Nikolaos gut geschützten Hafen legen die Fähren aus Italien, Korfu und Igoumenitsa an. Im Norden beziehungsweise Nordosten liegen die Badeorte Lakka und Longos. Verstreut im Inselinneren befinden sich einige Weiler und kleinere Ansiedlungen; Magazia ist die bedeutendste unter ihnen.
Der Osten der Insel ist eher flach und reich an sehr schönen Badebuchten, die Westküste fällt in jähen steilen Abbrüchen und Klippen zum Meer ab. Dort befinden sich auch einige Grotten und hochaufragende, der Küste etwas vorgelagerte Monolithen, wie etwa der Ortholithos.
Tourismus und Unterkünfte: Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Gaios
39° 11,8' N 020° 11,5' E
Gaios ist der Haupthafen der Insel. Er ist gegen Wind aus allen Richtungen geschützt und besitzt zwei Einfahrten. Die südliche Einfahrt ist eng und hat nur zwei Meter Wassertiefe. An der Seite des Ortes Gaios kann man überall wo Platz ist rk anlegen, nur bei der Anlegestelle der Fähre muss Platz freigehalten werden.
Hafen Longos
39° 13,7' N 020° 09,8 E
An der Nordostseite der Insel befindet sich der kleine Ort Longos. Die Ansteuerung ist einfach, man muss nur auf Klippen 0,5 Meilen südöstlich von Longos achten. Die Einfahrt selbst ist frei von Untiefen. Der Kai bietet nur wenig Platz für Segler. Ankergrund ist gut haltender Mud mit Seegras bewachsen. Bei nördlichen Winden kann eine leichte Dünung in die Bucht stehen. Es gibt gute Tavernen, Spezialität sind Langusten.
Hafen Lakka
39° 14,5' N 020° 08' E
Der Hafen Lakka liegt in einer Bucht am Nordende der Insel, die bei Winden aus allen Richtungen guten Schutz bietet. Nur bei Nordwind kann eine leichte Dünung in die Bucht stehen. Die Einfahrt ist frei von Untiefen. Man ankert im Westen der Bucht auf 3-5m Wassertiefe. Ankergrund ist gut haltender feiner Sand. Der kurze Kai (WT 3m) ist freizuhalten für die Fähre und bietet sonst wenig Platz für Segler. Ankergrund ist hier Schlick.
Insel Antipaxos
39° 09,6'N 020° 13,6
Hier liegen drei Buchten mit karbik-ähnlich hellblauem Wasser. Gut geeignet für einen angenehmen Badestopp.
Bucht Mongonissi (s. Panorama oben)
39° 10,8' N 020° 12,5' E
Im Südwesten der Insel befindet sich die hübsche und gegen Wind aus allen Richtungen geschützte Bucht. Die Ansteuerung erfolgt von Ost oder Nord. Die Einfahrt ist frei von Untiefen. Der gut haltende Ankergrund ist Sand und Mud mit kurzem Seegras bewachsen. Die Bucht eignet sich gut zum Übernachten, nur bei starkem Nordwind steht Dünung in die Bucht. An der Ostseite der Bucht befindet sich ein Restaurant mit einem Anlegekai (Wt 2,5m).
Die Ionischen Inseln aind bei Seglern bekannt für ihre ruhigen Winde. Wir haben es so, aber auch mal anders erlebt:
- Ostern 1980 eine Reise von Malta nach Pylos, das ist ein Hafen an der Südwestseite des Peloppones: zweieinhalb Tage Maschine, erst 10 Meilen vor dem Peloppones kam der Wind.
- Pfingsten 2000 sah die Sache schon anders aus: Wir fuhren in der Nacht aus Malta ab, motorten bis zum Morgengrauen. Aber dann setzte der Wind ein, an die 7 Bft. und unser Katamaran machte 18,4 Knoten, das haben wir in den nächsten Jahren nie mehr erreicht.
Allgemein kann man sagen, dass die Ionischen Inseln recht zuverlässigen Nordwind bieten, der allerdings frühestens mittags einsetzt. Normalerweise hat er dann zwischen drei und fünf Beaufort.