Osor ist ein kleiner Ort auf der Insel Cres in Kroatien. Er liegt am Kanal Kavada, der die Nordinsel Cres von der Südinsel Lošinj trennt. Hier befindet sich die schmalste Landverbindung zwischen den beiden Inseln, schon in der Antike eine strategisch günstige Schiffspassage. Noch heute wird der Kanal vor allem von kleineren Fischkuttern und Touristenbooten genutzt.
Osor, in der Antike Apsorus (auch Absorus, Absarus, griechisch Apsorros) und in byzantinischen Quellen Opsara genannt, ist die älteste Siedlung und die erste bedeutende Stadt von Cres und Lošinj. Unter der Herrschaft des Römischen Reichs wurde der Isthmus durch einen etwa 11 m breiten Graben getrennt und schiffbar gemacht. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches kam Osor in den Herrschaftsbereich von Byzanz. Osor erhielt in der Antike sein Stadtrecht und war bis zum 14. Jahrhundert die Hauptstadt dieser Inselgruppe. Zeugen dieser Zeit sind v.a. die alles dominierende Kathedrale von Osor, in der heute Konzerte stattfinden. Zu Zeiten venezianischer Herrschaft war der Römergraben versandet und Schiffe und Waren mussten etwa 100 Meter über das Festland gebracht werden.
Im Mittelalter hatte Osor seine Blütezeit, es lebten dort bis zu 30 000 Menschen.
Osor wurde im Mittelalter wegen der Nähe eines großen Sumpfgebietes regelmäßig von Malariaepidemien heimgesucht. Daher verlegte man die Inselverwaltung nach Cres.
Heute ist Osor eher ein kleiner ländlicher Weiler mit historischem Ortskern. Wirtschaftlich ist Osor heute ohne jeden Einfluss und es leben hier lediglich noch etwa 80, vorwiegend ältere Bewohner auf Dauer. Von Bedeutung ist neben der alten Kathedrale vor allem die stählerne Drehbrücke, die einerseits als Verbindungsader zwischen den beiden Hauptinseln Cres und Lošinj dient, andererseits noch immer zweimal täglich (um 09.00 und um 17.00 Uhr) geöffnet wird, um kleineren Schiffen die Kanaldurchfahrt zu ermöglichen.
Tourismus und Unterkünfte: Die Haupteinkommensquelle in Osor ist der Tourismus. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Kanal von Osor mit Drehbrücke:
44° 41,543' N 014° 23,57'E (Einfahrt Süd)
Eigentlich kein navigatorisches Highlight
(Bild), wenn da nicht die
Drehbrücke wäre, die die Inseln Losinj und Cres verbindet. Die
Brücke wird täglich um 09 und 17 Uhr MESZ geöffnet. Die Durchfahrt
ist kostenlos, nach dem Öffnen dürfen zu erst die Schiffe von Ost
nach West passieren. Sportyachten fast aller Größen passen durch den
Kanal von Osor und ersparen auf der Route von/nach Istrien viele Meilen
wenn man z.B. Rab besuchen möchte.
Quelle: Hans-Jürgen Grünefeldt
Osor
44°41,8'N 014°23,6'E
Michael Brand Schreibt:
Von Norden her, gibt es nur einige Plätze an der Kaimauer direkt vor der Durchfahrt. In der vorgelagerten Bucht kann jedoch mit Anker und Landfeste angelegt werden. Ankergrund ist unbekannt. Da die Bucht jedoch rundum geschützt ist, sind hier keine Probleme zu erwarten. Das Dorf ist sehr sehenswert. Unbedingt einen Abstecher in das Restaurant "Buffet Osor" machen. Super. Von Süden her, gibt es keine (!!) Liegeplätze. Also irgendwo südlich bleiben, und rechtzeitig zur Brückenöffnung da sein. Das ist um 9.00 und um 17.00 Uhr Ortszeit. Auch wenn viele Quellen etwas Anderes sagen.
Martina Scheuhammer schreibt dazu:
Hallo!
Auf Grund der Empfehlung vom Internet- Reiseführer sind wir letzte Woche zum Abendessen in dieses Lokal gegangen.
Das Essen war ausgezeichnet, die Bedienung (unverschämt) zuvorkommend. Doch leider stimmte die Rechnung überhaupt nicht.
Wir waren eine Gruppe von 10 Personen und es wurde eine händisch geschriebene Gesamtrechung von der Kellnerin ausgestellt.
Die Betreiber haben nicht damit gerechnet, daß wir den Rechnungsbetrag näher ansehen, der doch bei dieser großen Personenanzahl sehr hoch war.
Zum einen wurden Getränke verrechnet, die wir nie erhalten haben, zum anderen wurde bei den Hauptspeisen, die zB. 80 Kuna laut Karte gekostet hätten, einfach 120 Kuna verrechnet.
Es sieht ganz nach einem eingespielten System aus, denn die Kellnerin hat sich auf den Lokalbesitzer ausgeredet und dieser hat dann schließlich fast ohne Widerstand die Preise, wie sie in der Karte stehen, auf der Rechnung geändert.
Fazit: das Lokal können wir nicht empfehlen.
Von Süden her, gibt es keine (!!) Liegeplätze. Also irgendwo südlich bleiben, und rechtzeitig zur Brückenöffnung da sein. Das ist um 9.00 und um 17.00 Uhr Ortszeit. Auch wenn viele Quellen etwas Anderes sagen.
Quelle: Michael Brand
In den Sommermonaten während der Nachmittagsstunden weht vom Westen der
Maestral und bringt vom offenen Meer eine angenehme Erfrischung. Der
Shirokko oder Jugo weht vom Süden und bringt Feuchtigkeit und dunkle und schwere Regenwolken. Die
Bora bläst vom Nordosten, erhebt dabei die Meeresoberfläche und bringt Salztropfen; manchmal erreicht sie Orkanstärke. Der sog.
Tramontana weht vom Norden, geht dabei oft in den Borawind über. Der Volksspruch sagt:
"Tramuntana - Bora für Kähne". Nach dem Wind nennt man den ganzen Nordteil von Cres "Tramuntana".
Im Sommer kann es plötzlich und unvorhersagbar zu der gefürchteten
Nevera kommen.
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Weblinks:
Die Insel Cres in Wikipedia
Webcam Cres
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