Pula (italienisch Pola, slowenisch Pulj), lateinisch Colonia Pietas Iulia Pola, deutsch veraltet Polei), ist mit 58.594 Einwohnern (Stand 2001) die größte Stadt der Gespanschaft Istrien in Kroatien. Pula liegt nahe der Südspitze der istrischen Halbinsel.
Das Gebiet um Pula kann auf eine rund 7.000-jährige Geschichte zurückblicken. Die Erstbesiedelung der Stadt durch den illyrischen Stamm der Histri wird auf das 10. Jahrhundert vor Christus datiert.
Von Römern im Jahr 177 vor Christus erobert, wurde Pula eine römische Kolonie unter dem Namen Colonia Pietas Iulia Pola. Unter Kaiser Augustus wurde das Amphitheater erbaut, das heute eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist. Neben dem Amphitheater gibt es aus der augusteischen Zeit den Rom-und-Augustus-Tempel, die in Teilen erhaltene Stadtmauer mit Toren und die Überreste von zwei Theatern.
Wie ganz Kroatien war Pula bis 1991 Teil Jugoslawiens. Die Pula vorgelagerte Insel Brioni (wie sie in ausländischen Medien zitiert wurde) bzw. Brijuni erlangte internationale Bekanntheit, weil der jugoslawische Staatschef Marschall Tito dort seine Sommerresidenz einrichtete, wo er von Staatsmännern aus aller Welt besucht wurde. Zudem wurde auf den Inseln 1991 das Brioni-Abkommen geschlossen, das den 10-Tage-Krieg in Slowenien beendete.
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten und zugleich das Wahrzeichen der Stadt ist das Amphitheater, welches unter Kaiser Augustus erbaut und unter Kaiser Vespasian erweitert wurde. Es hat eine Größe von 133×105 Metern, bot etwa 23.000 Menschen Platz und ist damit eines der größten von den Römern erbauten Amphitheater. Die in großen Teilen bis zur ursprünglichen Höhe von 32,5 Metern erhaltene Fassade ist nach neuerer Ansicht ebenfalls augusteisch.
Beeindruckend, wenn auch nicht so groß wie das Amphitheater, ist der Sergierbogen, der zwischen 29 und 27 vor Christus zur Erinnerung an den Sieg Octavians in der Schlacht bei Actium erbaut wurde. Sehenswert ist auch der Augustustempel (2 vor Christus – 14 nach Christus).
Tourismus und Unterkünfte: In der Nähe gibt es gut ausgebaute Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
ACI-Marina Pula
44° 52,473' N 013° 50,641' E
Die Marina verfügt über 213 Liegeplätze im Wasser, die mit Strom- und Wasseranschluss ausgestattet sind.
Der Flughafen Pula ist nur 5 km von der Stadt entfernt. Entfernungen: Triest - 110 km, Mailand - 520 km, Graz - 430 km, Wien - 610 km, München - 630 km.
Der Hafen Pula liegt in einer großen, durch eine Halbinsel und einen Wellenbrecher gut geschützten Bucht. Eine sichere Zufahrt in die Marina ist zwischen dem Kopf des Wellenbrechers (die Verlängerung des Rt Kumpar), gekennzeichnet durch das grüne Feuer (Blz.gn. 3s 6sm 9m), und dem Rt Proština, gekennzeichnet durch das rote Feuer (Blz.r. 3s 5sm 9m). Die genaue Position des Rt Kumpar ist N 44°53,2’ E 13°47,7’. Danach steuere man auf die Südspitze des Inselchens Andrija zu, auf der sich ein grünes Feuer (Blz.gn. 2s 1sm 7m) befindet. Das Inselchen Andrija kann sowohl an der Süd- als auch an der Nordseite umfahren werden, während die Durchfahrt zwischen diesem Inselchen und der Insel Katarina nachts gut gekennzeichnet ist (zwei rote und grüne Feuer, zwischen denen gefahren werden soll). Nach dieser Durchfahrt führt ein weiteres Feuer auf der Insel Uljanik (Blz.gn. 5s 3sm 7m) bis zur ACI Marina Pula. Nach dem Umfahren dieses Feuers wird die Marina sichtbar. Es ist bei nächtlichen Einfahrten auf einige im Vorhafen liegende unbeleuchtete Festmachetonnen zu achten. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im gesamten Hafengebiet beträgt 8 Knoten.
Service / Sonstiges: Rezeption, Wechselstube, Restaurant, Sanitäranlagen (WC und Duschen), technischer Service, 10-Tonnen-Kran, PKW Parkplatz, Rent-a-car Angebot. Die Tankstelle liegt auf einer kleinen Pier neben der Marina. Alle übrigen Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Stadt. Hafen- und Zollamt befinden sich in unmittelbarer Nähe der Marina.
Marina Veruda
44° 50,18' N 013° 50,597' E
Die Marina Veruda liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Pula. Dank ihrer Lage bietet sie sicheren Schutz vor allen Winden. Wegen der Bewahrung der natürlichen Umwelt wurde die Marina mit der renommierten "Blauen Fahne" ausgezeichnet. Viele Wassersportklubs haben hier ganzjährige Liegeplätze angemietet.
Die Marina ist ganzjährig geöffnet und verfügt über 630 Liegeplätze (Anlegemöglichkeit auch für Megajachten bis 35 m), sowie 250 Stellplätze an Land. Alle Liegeplätze sind mit Wasser- und Stromanschluss (220V und 380V) ausgestattet.
Service / Sonstiges: Rezeption, Wechselstube, Restaurant, Sanitäranlage (WC und Duschen), Lebensmittelladen, Fachgeschäft für Nautikausrüstung, Pizzeria, Servicewerkstatt, 15-t-Kran, Parkplatz, Tankstelle.
In der Marina befinden sich autorisierte Services von Volvo-Penta, Yanmar und Tohatsu. Es werden Reparaturen elektrischer und elektronischer Installationen, sowie auch Reparaturen von Stahl-, Holz- und Glasharzteilen durchgeführt. Die Leistungen umfassen auch den
antivegetativen Schutz des Kiels, das Polieren des Schiffsrumpfes, sowie Decks-, Mast -und Segelreparaturen.
Die Marina ist auch Sponsor der traditionellen Regatte "Trieste-Brijuni", sowie auch Sponsor des Wettbewerbes der Klasse ASO 99, den der Lokalklub "VEGA" organisiert.
Eine Umgehungsstrasse führt zur Marina, so dass der Verkehr im Zentrum der Stadt reduziert wird. Der Haupteingang wurde vor kurzer Zeit modernisiert und ist nun mit Magnetkarten versehen. Die Marina verfügt über 300 Parkplätze und eine Tankstelle.
Ganz in der Nähe befinden sich der internationale Flughafen von Pula und der touristische Flughafen im benachbarten Medulin.
Adresse: Cesta prekomorskih brigada 12, HR - 52100 Pula
Tel.: +385 52 224 034, +385 52 211 033, Fax: +385 52 211 194
UKW-Kanal: 17
E-Mail: marina-veruda@pu.t-com.hr
In den Sommermonaten während der Nachmittagsstunden weht vom Westen der
Maestralwind und bringt vom offenen Meer eine angenehme Erfrischung. Der sog.
Jugo weht vom Süden und bringt Feuchtigkeit und dunkle und schwere Regenwolken. Die
Bora bläst vom Nordosten auf das Meer hinaus. Manchmal erreicht sie Orkanstärke. Besonders gefährdet sind hier der Golf von Triest und der Kvarnergolf.