Umag (italienisch Umago, deutsch veraltet: Humag, lateinisch Humagum) ist eine kroatische Kleinstadt mit Hafen an der Nordwest-Küste Istriens in der Region Buje, nur wenige Kilometer von der kroatisch-slowenischen Grenze entfernt. Es ist ein bekanntes Geschäfts- und Fremdenverkehrszentrum und 40 km von Triest, 150 km von Ljubljana und 50 Seemeilen von Venedig entfernt. Nach den K.u.K. Volkszählungen 1900 lebten in Umag 2750 Italiener, jedoch keine Slowenen und Kroaten.
Die Strände in Umag und in der Umgebung der Stadt sind nicht, wie man es normalerweise vermuten würde, Sandstrände, Kiesstrände oder Felsstrände, sondern großteils betonierte Vorsprünge, die bis ins Meer ragen. Abschnittsweise gibt es auch zierliche Kies- und Felsstrände, die aber eher eine Ausnahme bilden.
Tourismus und Unterkünfte: Touristisch gesehen ist das Hinterland von Umag für viele noch unbekanntes Gebiet. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
ACI Marina Umag
45° 26,40'N 13° 31,30'E
An der Nordwest-Ecke von Istrien gelegen, ist Umag für diejenigen, die von Grado oder Lignano aus nach Kroatien fahren, meist der günstigste Hafen zum Einklarieren. Die Ansteuerung ist unproblematisch. Direkt vor der Hafeneinfahrt, einlaufend Backbord ist eine Untiefe mit Kardinalszeichen. Unter normalen Verhältnissen kommt man nicht in Versuchung dort drauf zu fahren.
An der Nordseite des sehr großen Hafenbeckens befindet sich eine ACI-Marina mit allen Versorgungsmöglichkeiten. Die ganzjährig geöffnete Marina verfügt über 494 Liegeplätze zu Wasser und über 90 an Land, die alle einen Strom- und Wasseranschluss aufweisen.
Einklarieren kann man hier auch. Am Büro wird täglich der Wetterbericht ausgehängt. Im Hafenbecken liegen etliche Bojen aus, die den Sportbootfahrern zur Verfügung stehen.
Das Übernachten an der Boje kostete im September 2006 mit einem 16 m -Boot 11,00 €. Der südliche Hafenbereich ist den Fähren und Touristendampfern vorbehalten.
Nördlich des Hafens befinden sich Hotels und weiträumige Ferienanlagen. Südlich des Hafens liegt die romantische Altstadt mit Marktplatz und Campanile. Einige Restaurants liegen direkt am Ufer, hier kann man beim Abendessen dem Schiffsverkehr zusehen. Von der Marina bis zur Altstadt ist es eine schöne Strecke zu Laufen. Wer das nicht mag oder kann, sollte mit dem Touristenbähnchen fahren, das zwischen Nordstadt und Südstadt pendelt.
Markus Schwarz schreibt:
"In Umag reichte uns in der Marina der Mitarbeiter die falsche Muringleine, zog diese
dann während des
Einfahrens mutwillig Richtung Ruderblatt. Mit Erfolg: Die Leine verfing sich in der Schraube.
Er bot uns gleich einen Taucher an: 60,- Euro! Wir verzichteten und tauchten selber: 15 Grad
Wassertemperatur, konnten
das Problem nur durch einen Schnitt lösen. Jetzt wollte er 100,- Euro für die Muringleine, trotz
fachmännischer Reparatur mit neu eingespleißter Leine. Hier wurde offensichtlich versucht, uns zu schröpfen,
auch unser Nachbar-Skipper hat beobachtet, wie der Mitarbeiter die Leine Richtung Schiffsschraube gezogen
hat! Erst der Protest beim Hafenmeister löste das Problem.
Also: Vorsicht beim Anlegen in Umag, dort betreiben wohl Mitarbeiter der Marina einen
Nebenerwerb!"
Diesel, Benzin gibt es bei der großen Tankstelle neben der Marina
(Bild).
Quelle: Axel Kramer / HAFENFÜHRER ADRIA aus dem SEE-VERLAG
Service / Sonstiges:Rezeption, Wechselstube, Restaurant, Sanitäranlagen (WC und Duschen), Wäscherei, Lebensmittelgeschäft, technischer Service, 50-Tonnen-Travellift, PKW Parkplatz, saisonale Seegrenzübergangsstelle und Hafenamt auf dem Kopf der östlichen Mole, ganzjährige Seegrenzübergangsstelle im Stadthafen, Tankstelle in der Nähe der Marina (200 m). Die ACI Marina Umag hat die strengsten Umweltschutzkriterien hinsichtlich der Sicherheit und Sauberkeit des Wassers erfüllt und ist somit eine der 10 ACI Marinas, die die hohe Umweltauszeichnung “Blaue Europa-Flagge” verliehen bekommen haben.
In den Sommermonaten während der Nachmittagsstunden weht vom Westen der
Maestralwind und bringt vom offenen Meer eine angenehme Erfrischung. Der sog.
Jugo weht vom Süden und bringt Feuchtigkeit und dunkle und schwere Regenwolken. Die
Bora bläst vom Nordosten auf das Meer hinaus. Manchmal erreicht sie Orkanstärke. Besonders gefährdet sind hier der Golf von Triest und der Kvarnergolf. Im Sommer kann es plötzlich und unvorhersagbar zu der gefürchteten
Nevera kommen.