Dieser Artikel behandelt die Insel Capraia im
Toskanischen Archipel. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Insel Capraia der
Tremiti-Inseln. Ebenfalls darf sie nicht verwechselt werden mit der
Insel Cabrera in den
Balearen südlich
Mallorca.
Capraia ist eine Insel im Mittelmeer und gehört zum Toskanischen Archipel der Region Toskana in Italien.
Capraia liegt zwischen dem Cap Corse im Norden
Korsikas und dem italienischen Festland. Geographisch zählt Capraia zu den Tyrrhenischen Inseln. Ihr Ursprung geht auf mehrere heftige Vulkanausbrüche zurück, die sich vor neun Millionen Jahren ereigneten. Die heute etwa 20 km² große Insel wird von einem schroffen Gebirge geprägt, als höchster Berg erhebt sich der Monte Castello mit 447 m Höhe. Den Küstenstreifen bildet eine zerklüftete Steilküste, die kaum von Buchten unterbrochen wird. Die Cala Rossa ist der Überrest eines ins Meer abgestürzten Vulkankegels.
Von den Griechen wurde die Insel Aegylon genannt, von den Römern Capraria – beide Namen verweisen vermutlich auf die Präsenz wilder Ziegen auf Capraia (it. capra = Ziege). Eine andere Theorie geht davon aus, dass sich der Name von der altmediterranen Wurzel *karpa mit der Bedeutung Fels, Stein ableitet.
Capraia ist eine der sieben Schwestern des toskanischen Archipels, nach
Elba und
Giglio die drittgrößte. Sie ist von Punta della Teglia bis nach Punta dello Zenobito etwa 8 km lang und von Peraiola bis zum Monte Campanile etwa 4 km breit. Capraia hat eine Fläche von ungefähr 20 Quadratkilometern und eine Küstenlänge von 30 km. Der kleine Hafen füllt sich oft unglaublich mit Schiffen und der einzige schmale Küstenstreifen wird zum Refugium hunderter Schlauchboote. Meistens gehören sie Tauchsportlern, die das kristallklare Wasser mit seinem Artenreichtum und seinen Sehenswürdigkeiten lieben.
Die Insel Capraia ist zwar nicht groß, verfügt aber über alles was man für einen Urlaub benötigt. Arzt, Apotheke, Tankstelle, Bäcker, Metzger, Auffüllstation für Tauchflaschen, Bank, Post, Hubschrauberplatz, Taxi-Boot.

Im Sommer gestaltet sich das toskanische Klima zumeist warm und trocken, es regnet ausgesprochen selten. In dieser warmen Jahreszeit wirken die toscanischen Inseln wie Elba mit ihrer erfrischenden Brise überaus anziehend.
In diesem Seegebiet weht der Wind überwiegend aus westlichen Richtungen: Der Mistral aus Nordwest kann besonders im Spätsommer beachtliche Stärken erreichen. Ansonsten zeigt sich im Sommer häufig der Libeccio aus Westsüdwest. Auch die thermischen Winde entlang der Küsten sind ein guter Motor für Segler. Regionale Tagesbrisen können 3-5 Bft. erreichen.