Ithaka (griechisch Ithaki) ist eine der ionischen Inseln vor der Westküste Griechenlands. Höchste Erhebung ist der Niritos mit 809 m, Hauptort und wichtigster Hafen ist die gleichnamige Ortschaft. Die Insel ist sehr grün und hat viele Buchten. Große Teile der Insel wurden 1953 bei einem Erdbeben zerstört. Die Insel ist heute mit der Fähre von Lefkada, Kefalonia und Patras aus zu erreichen. Ithaka hat keinen eigenen Flugplatz und ist daher vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben.
Die Form der Insel ist ungewöhnlich: Sie besteht aus einem Nord- und Südteil, die durch einen schmalen Isthmus verbunden sind, der an seiner engsten Stelle gerade mal 650 Meter breit ist. Insgesamt beträgt die Grösse der Insel nur 96 qkm; die grosse Nachbarinsel Kephalonia übertrifft sie um das Achtfache. Die Einwohnerzahl von rund 3000 erhöht sich nur in den Sommermonaten auf rund 6000. Früher waren es mehr, aber nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 1953, bei dem der Grossteil der Häuser zerstört wurde, haben viele Einwohner die Insel verlassen und sind nach Südafrika, Australien oder Amerika ausgewandert.
Im Süden der Insel befindet sich die kleine geschäftige Hauptstadt Vathi, um die langgestreckte, eingezogene Bucht wie ein Amphitheater gelegen.
Tourismus und Unterkünfte: Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Kioni
38° 27,0' N 020° 41,5' E
Kioni ist ein kleiner Hafen mit allen Versorgungsmöglichkeiten, die man braucht. Die Tavernen (insbesondere die Taverne bei der Galerie) sind gut und preiswert. Der Hafen ist sehr gut geschützt. Leider sind nur wenige Liegeplätze vorhanden. Ein frühes Einlaufen ist empfehlenswert. Ankern ist möglich, der Hafengrund hält gut. Jedoch stets volle Kette nutzen, da der Anker auf Seegras fällt. Das Wasser ist auch im Hafen glasklar. Im Dorf findet man einen Mofa- und Motorrollerverleih. Ein Ausflug in die nähere Umgebung lohnt sich.
Die Ansteuerung ist einfach, die Bucht ist frei von Untiefen. Tiefes Wasser reicht bis dicht unter Land.
An der Südküste Ihakas liegt die Ankerbucht A. Andreou. Eine ideale Bucht zum Tagesaufenthalt. Die gesamte Ost- und Südküste bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, um zu schwimmen, schnorcheln...! Eine Ankerbucht ist schöner als die andere. Manche von ihnen sind so klein, daß nur ein oder zwei Yachten Platz finden.Hier findet jeder 'seine' Traumbucht.
Vathy
38° 22,4'N 020° 42,7'E
Einen wunderschönen Hafen mit außergewöhnlich guten Versorgungsmöglichkeiten findet man bei der Stadt Vathi. Am Ende eines fjordartigen Einschnitts liegt der für Ionische Verhältnisse große Hafen von Vathi. Hier für eine Nacht zu liegen, ist eigentlich Pflichtprogramm. Direkt am Marktplatz findet sich immer ein Plätzchen. Umgeben von kleinen Tavernen, fällt die Auswahl für das Abendessen schwer. Für ca. 2,-EUR kann man in einem Hotel duschen. In den Bergen liegt die, in der Erzählung Homers aufgeführte Nymphengrotte. Hier soll Odysseus die Geschenke der Phäaken versteckt haben. Ein Moped kann man schon für 10,-EUR am Tag mieten.
Seitdem die großen Fähren aus Patras den Hafen nicht mehr anlaufen ist für Yachten am Kai vor der kleinen Stadt viel Platz. Bei der "Marina" im Norden außer zwei Tavernen nichts; ein weiter Weg in den Ort.
Quelle: Axel Kramer / HAFENFÜHRER Ionisches Meer
01.08.03: Der bei Radspieler beschriebene Kai im Norden der Bucht von Vathy ist fertig.Strom und Wasser sind installiert, aber noch nicht verfügbar. Eine reizvolle Ecke, in der man wesentlich geschützter liegt als am Kai vor der Stadt.
Quelle: Peter O.Walter, SY ESYS
Hafen Phrikes
38° 27,6' N 020° 39,9' E
Im Nordosten von Ithaka im Scheitel der tiefeinschneidenden Bucht Ormos Phrikon liegt der gleichnamige Hafen. Das Städtchen ist nicht direkt sehenswert, liegt aber landschaftlich schön. Von Sportbooten wird es selten besucht. Die umliegenden malerischen Buchten sind zum Baden und Schnorcheln gut geeignet.
Hinter der Mole kann man mit Buganker und Heckleinen festmachen. Der Hafen wird von einer 140 Meter langen Mole mit einem Feuer gut geschützt. Der Ankergrund ist Sand mit kleinen Steinen und Seegras. Die Wassertiefe beträgt um die vier Meter, am Kai und an der Mole zwei bis drei Meter. Es wird empfohlen den Anker mehr nach Westen auszubringen und reichlich Kette zu geben, da durch die enge Schlucht im Westen des Hafens starke Fallböen kommen können.
Navigation: Die Ansteuerung ist problemlos, die Bucht Phrikon ist frei von Untiefen. Es ist ratsam, vor dem Einlaufen in die Bucht die Segelfläche zu verkleinern.
Entlang der Westküste von Meganisi und zwischen Lefkas, Ithaka und Kefallonia gibt es fast immer guten Segelwind, wenn der auch ziemlich launich ist und öfter mal dreht.
Das Ionische Meer ist bei Seglern bekannt für seine ruhigen Winde. Wir haben es so, aber auch mal anders erlebt:
- Ostern 1980 eine Reise von Malta nach Pylos, das ist ein Hafen an der Südwestseite des Peloppones: zweieinhalb Tage Maschine, erst 10 Meilen vor dem Peloppones kam der Wind.
- Pfingsten 2000 sah die Sache schon anders aus: Wir fuhren in der Nacht aus Malta ab, motorten bis zum Morgengrauen. Aber dann setzte der Wind ein, an die 7 Bft. und unser Katamaran machte 18,4 Knoten, das haben wir in den nächsten Jahren nie mehr erreicht.
Allgemein kann man sagen, dass die Ionischen Inseln recht zuverlässigen Nordwind bieten, der allerdings frühestens mittags einsetzt. Normalerweise hat er dann zwischen drei und fünf Beaufort.
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Kioni Großbild klick! |
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