EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler: La Gomera / Kanaren Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Vorsicht in der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera. Insbesondere in der Nähe der Nordküste La Gomeras kommt es mitunter zu starken Kap- und Düseneffekte, die zusätzliche 2 bis 3 Bft. ausmachen können. Auf Gomera gibt es eine sehr seltene Sprache: El Silbo, eine Pfeifsprache. El Silbo (span. „der Pfiff“) bezeichnet die Pfeifsprache der Guanchen, der Ureinwohner der Kanarischen Inseln. Eine Form davon hat sich bis heute auf der Insel La Gomera erhalten. Die genauen Ursprünge der Pfeifsprache sind nicht eindeutig. El Silbo entstand aus dem Bedürfnis, sich über die vielen tiefen und weiten Schluchten der Vulkaninseln zu verständigen. Schon im 15. Jahrhundert konnte sich die Urbevölkerung mit Hilfe von El Silbo vor den spanischen Eroberern und vor Piratenüberfällen schützen. Diejenigen, die El Silbo benutzten und noch heute benutzen, nennt man Silbadores (die Pfeifer). Noch im Spanischen Bürgerkrieg wurden die Männer, die die Pfeifsprache beherrschten, von beiden Seiten zur Nachrichtenübermittlung an der Front eingesetzt. Es ist die lauteste Kommunikationsform, die ohne Hilfsmittel auskommt; die Reichweite kann, je nach Windrichtung, acht bis zehn Kilometer betragen. Die Technik besteht aus Zeige- und Mittelfinger, die in den Mund gelegt werden. Die Töne entstehen mit Hilfe der Zunge, wenn beim Ausstoßen der Luft gleichzeitig die Lippen gespitzt oder in die Breite gezogen werden. Mit der anderen Hand kann der Schall in eine bestimmte Richtung gebracht werden. Die UNESCO hat El Silbo 1982 auf die Liste der zu schützenden Weltkulturgüter gesetzt. Im September 1999 hat die kanarische Inselregierung an allen Grundschulen der Insel La Gomera El Silbo als Pflichtfach eingeführt, vorher war die Pfeifsprache Wahlfach. Marinas und Ankerbuchten : Aufgrund des Passateinflusses ist die Nordküste für Segler uninteressant.
Ankerbuchten finden sich vereinzelt an der Südküste, zum Beispiel bei Valle Gran Rey. Valle Gran Rey bietet zwar ebenfalls Liegemöglichkeiten im Stadthafen, jedoch sollte man dort ernsthaft über die Alternative nachdenken, vor dem Hafen zu Ankern. Tipps: La Gomera ist bekannt für viele Wale und Delfine. Insbesondere in der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera, sowie in der Nähe von San Sebastian sind extrem große Delfinschulen anzutreffen.
Um Nordost spielende Winde wehen einen Großteil des Jahres mit erträglichen Stärken zwischen 3 und 6 Bft. im freien Seeraum. Ihre größte Konstanz und Stärke erreichen sie im späten Sommer (August) und im Winter (Januar/Februar). Die stärksten Störungen und Unregelmäßigkeiten erfahren sie im Herbst (Oktober/November) und Frühjahr (März bis Mai). Zu diesen Zeiten sind heiße Ost- bis Südostwindlagen (Schirokko, Harmattan) sowie lange Flautenperioden und westliche Schlechtwetterlagen am ehesten möglich. Auch in den Wintermonaten, wenn das Azorenhoch von einem Tief verdrängt wird, kann es Südstürme bis 35 Knoten geben. Weblinks: La Gomera in Wikipedia El Silbo Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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