EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler: Bucht von Rosas / Spanien Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Die Stadt Roses (spanisch: Rosas) hat ca. 20.000 Einwohner und liegt in der autonomen Region Katalonien in Spanien in der Comarca Alt Empordà (spanisch: Alto Ampurdán) am Nordrand des Golfes von Roses in der Provinz Girona.Darüber hinaus verfügt Roses über einen Fischerhafen. Die Fischfangflotte arbeitet mit ca. 40 Booten und es gibt vor Ort auch eine Fischverarbeitung. Im Sommer 2004 wurde der modernste Sporthafen der Costa Brava eingeweiht. Es finden 485 Boote und Yachten bis 35 m Länge hier ihren Platz.
Haupthafen Roses / Fischereihafen42° 14'N 003° 08'E Dieser Hafen liegt von Süden aus kommend an der Steuerbordseite und ist nach Süden hin von scharfkantigen Felsen und steinigem Ufer begrenzt (Webcam). Direkt vor der Hafeneinfahrt in einem Abstand von ca. 200 m befindet sich ein Untiefengebiet ausgetonnt mit gelben Tonnen, an das sich sofort ein Gebiet von ca. 100 x 100 m mit Stellnetzen anschließt. Dies ist nur durch unbeleuchtete rote Bojenbälle begrenzt und nachts kaum erkennbar. Insbesondere bei nacht und stürmischem Wetter ist somit die Anfahrt sehr schwierig. Die Molenbefeuerung ist gegen die starken Reklamelichter der am Uferstreifen direkt hinter dem Hafen stehenden Hotels und Läden von See aus äußerst schwer auszumachen. Der Hafen ist ausschließlich für die gewerbliche Schiffahrt gebaut worden und hat enstprechend hohe Pieranlagen, die ein Anlegen für Boote bis 10 m sehr erschweren. Im Hafenbereich herrscht frühmorgens und abends gegen 18 00 außergewöhnlich starker Verkehr von Fischereibooten mit entsprechend hohem Schwell, ebenfalls legen hier ganztägig stündlich Ausflugsdampfer und Glasbodencatamarane sowie Tauchbasisschiffe an und ab. Den Segelbooten wir meistens ein Liegeplatz am Südende des Hafens zugewiesen. Diese Liegeplätze sind bei auftretendem Tramuntana - Nordwind mit Sturmstärke, welcher innerhalb weniger Minuten auftreten kann - völlig unsicher. Im Hafen baut sich innerhalb kürzester Zeit eine Welle von bis zu 1 m auf, welche selbst ausgebrachte Luvanker ausreißen lässt. Wenn kein Liegeplatz am Nordende des Hafens im Schutz der dort vorhanden Lagerhallen aufgesucht werden kann. sollte man den Hafen verlassen. Es empfielt sich dringends, ständig eine Wache an Bord zu lassen, welche im Notfall das Schiff verlegen kann. Dies ist ebenfalls als Schutz vor neugierigen Touristen sinnvoll, welche durch Busreiseunternehmen zu Hunderten in den Monaten Juni, Juli,August und September in den Hafen gebracht werden. Die Wassertiefe im Hafen wird mit 5 bis 7 m angegeben, insbesondere in den Ecken des Hafens sind durch Sandanschwemmungen jedoch bedeutend geringere Wassertiefen vorhanden - teilweise unter 2 m. Im Hafen muß mit sehr starker Verschmutzung gerechnet werden, insbesondere mit treibenden Holzkisten, Plastikplanen (Achtung Kühlwassereintritt und Schraube!!) und Verpackungsmaterialien allgemein. Die beiden Außenmolen an der West- und Nordseite sind gut anzusteuern, bieten aber sowohl bei dem täglich auftretendem Südwind(Thermik) oder Ostwind(Levante) sowie bei dem schon beschriebenem Tramuntana nur begrenzten Schutz.
AB 2002 IST DAS KITESURFEN AN DER COSTA BRAVA /SPANIEN GENERELL VERBOTEN. Die zuständige Marinepräfektur PALAMOS hat für die Monate Juni,Juli, August und September ein vollständiges Kitesurfverbot erlassen. Außerhalb dieser Zeit ist das Kitesurfen nur an einer einzigen besonders freigegebenen Strandstrecke in der Nähe der Rosesbucht erlaubt, an allen anderen Stränden ist das Kitesurfen ganzjährig verboten. Quelle: Ernst Schliemann Hafenanlage und Kanäle von Santa Margarita/Roses 42° 15'N 003° 09'E GEFAHRENMELDUNG BUCHT ROSES HAFENEINFAHRT SANTA MARGARITA UND AMPURIABRAVA IN DEN LETZTEN VIER TAGEN SIND GLEICH ZWEI SEGELYACHTEN BEI DER Ansteuerung der Hafeneinfahrt von Santa Margarita und Ampuriabrava gestrandet. Gründe scheinen hierfür mehrere bisher unbekannte Sandbänke zwischen den beiden Anfahrten in einem Abstand von ca. 200 m und 120 m vom Strand zwischen den beiden Hafeneinfahrten zu sein. Beide Yachten strandeten, nachdem sie mit halbem Wind bei Südwind auf die Anteuerung Santa Margarita bzw. Ampuriabrava zuhielten und sich dabei wie gewöhnlich in einem Abstand von ca 150 bis 200 Metern vom Land hielten. Die erste Yacht, eine spanische 10 m Yacht verlor bei der plötzlichen Grundberührung einen Teil ihres Ruders und strandete nur 60 m von der Hafenmole entfernt, nachdem sie über eine weitere Sandbank durch hohe Wellen hinüber geschoben worden war. Die zweite Yacht, eine deutsche 8 Meter Yacht hatte ebenfalls völlig unerwartzet Grundberührung und wurde bei Südwest Wind Bft 5 und 2 Meter Wellen sofort vollständig an den Strand geworfen. Beide Schiffe wurden durch einen Berufsschlepper freigeschleppt und teilweise erheblich beschädigt. Die betroffenen Skipper sind beide seit Jahren an der Costa Brava beheimatet und kennen das Revier genau. Die Sandbänke sind vermutlich erst in den letzten zwei Wochen durch ungewöhnliche Strömungen entstanden und haben eine Wasserstiefe von teilweise nur 60 cm. Der Mindestabstand vom Strand sollte nunmehr 500 m betragen, nach der Ausfahrt aus Santa Margarita muß man sich erst für 400 Meter nach Süden wenden und dann Kurs auf Ampuriabrava nehmen. Die Ansteuerung kann nur aus dem gleichen Abstand aus Süden kommend erfolgen. Ernst Schliemann 21.07.00: Warnung: In der Hafeneinfahrt von Santa Margarita ist die Wassertiefe aufgrund Sandeinwehungen von der dortigen Baustelle auf 1.70 m bei Niedrigwasser abgesunken. Es hat bereits mehrere Grundberührungen und Schraubenschäden gegeben. Ebenfalls befinden sich in der Fahrrinne ungewöhnlich viele Plastiksäcke und Bauabfälle, insbesondere treiben schwere Holzbalken im Wasser Vor einem Anlaufen bei Dunkelheit wird ausdrücklich gewarnt. Am Tage muß mit geringer Geschwindigkeit gefahren und gelotet werden. Ernst Schliemann In der Mitte der Bucht von Roses liegt direkt am von See ausgesehenem linken Ende der Bebauung die Hafeneinfahrt zu den Kanälen der Urbanisation Santa Margarita. Die Hafeneinfahrt ist begrenzt durch einen ca. 5 m hohen Steinwall und nach Westen geöffnet. Obwohl die Hafenhandbücher eine durchgehende Wassertiefe für die Kanäle und die Einfahrt von 3.5 m angeben, kann selbst bei hohem Wasserstand nur mit max. 2.2m Wassertiefe festgerechnet werden. Direkt in der Einfahrt befindet sich auf der Backbordseite des einlaufenden Schiffes bis zur Mitte des Fahrwassers eine Untiefe von 0.8 m. Entsprechend kommen dem einlaufenden Fahrzeug alle auslaufenden Schiffe auf seiner Steuerbordseite entgegen, dies betrifft besonders die Berufsschiffahrt der Ausflugsdampfer und der Tauchschule. Es wird dringend empfohlen, von der Einfahrt zuerst einen Abstand von 200 m nach Backbord zu nehmen und erst , wenn man den Kanal voll überblicken kann, einzulaufen. Die Höchstgeschwindigkeit im Kanal beträgt ab 50 m v o r der Einfahrt 3 kn und wird ab 2000 durch RADAR und VIDEO kontrolliert. Die Kanäle sind PRIVATGEWÄSSER und künstlich angelegt. Ca. 200 m nach der Hafeneinfahrt beginnen die Liegeplätze der Jetskivermietstation und des Wassersportzentrums WIND Y FUN - Segelschule und Surfschule. Hier muß mit dem Ein- und Auslaufen der Segeljollen und Optimistjollen der Schule gerechnet werden. Ebenfalls sind hier die Liegeplätze der Ausflugsfähren, welche als Berufsfahrzeuge rigeros Wegerecht in Anspruch nehmen und nach dem Signal 3 kurze Töne ohne weiteres Warten rückwärts ablegen. Nach wie vor muß man sich an Steuerbord halten, insbesondere im August (Ferien in Spanien) kommen dem Skipper hier die auslaufenden Schiffe in Dreierreihe entgegen. Um die Freude beim Einlaufen voll zu machen, sind beide Seiten des Kanals bevorzugte Stellflächen von Anglern. welche ihre Leinen ohne weiteres bis Mitte des Kanals auswerfen. Das Ein- und Auslaufen in den Kanal unter Segeln - ohne Motor - ist entgegen der oftmals von Motorbootsskippern geäußerten Meinung e r l a u b t und wird häufig praktiziert, auch wenn hierfür im Kanal gekreuzt werden muß. Insbesondere in den Haupturlaubsmonaten Juni bis September muß zudem mit SCHWIMMERN - oftmals Kindern - im Kanal gerechnet werden, welche so den langen Umweg zur anderen Seite des Kanals abkürzen wollen. An der Steuerbordseite befinden sich an dem blaugelben Schulschiff der Segelschule 10 Gastliegeplätze, welche bei der Schule im voraus gebucht werden können und bewacht sind. Die Liegeplätze liegen direkt am Ende des Sandstrands und am Abend an der Hauptmeile von Santa Margarita mit tausenden von Besuchern. Diskotheken, Gaststätten und Cafes sind in unmittelbarer Nähe. Es sind somit keine Liegeplätze für Schiffscrews,welche Ruhe haben möchten. E- Anschluß und Frischwasser kann man bei der Segelschule bekommen, hier spricht man deutsch, englisch und spanisch.Die Liegegebühren betragen unabhängig von der Schiffslänge 35.-DM/Tag Max. Schiffslänge ca. 15 m Breite 4 m Tiefgang 2.20 m Die Liegeplätze sind gegen Tramuntana und Levante geschützt, ungemütlich kann es bei SÜDWEST durch Schwell werden. Achtung Gefahr ! Wer weiter in den Kanal einlaufen will muß unbedingt auf ein an Steuerbord liegendes halbgekentertes Wrack( ca 15 m lang) achten, dessen Mast weit in das Fahrwasser hineinragt. (ca. 200 m hinter der Segelschule) Wenn man dem Kanal ständig geradeaus folgt, erreicht man die Marina des Nautic Centers mit allen denkbaren Serviceeinrichtungen incl. 30 Tonnen Kran. Sowohl die Segelschule als auch das Nautic Center verfügen über eine Schleppbarkasse, welche im Notfall angefordert werden kann. ( Kanal 72 oder 972 25 38 15 ) Das Einschleppen ist kostenpflichtig ( ca. 300.-DM) Quelle: Ernst Schliemann Ampuriabrava 42° 14'N 003° 06'E
Der Hafen von Ampuriabrava liegt in der westlichen Hälfte der Bucht und ist
durch den markanten Rundturm des Club Nauticos leicht zu erkennen. Die
gesamte Hafenanlage ist CLUBEIGENTUM und somit privat. Es muß deshalb schon
beim Einlaufen in den Hafen gleich am Anfang am dortigen Wachhaus
einklariert werden. Hier wird auch der Gastliegeplatz zugewiesen. Die Anlage
verfügt über rund 5000 fest vergebene Plätze und 1000 Gastliegplätze.Entsprechend stark ist der Verkehr auf den Kanälen, welcher sich im Juli und August in nichts von der Düsseldorfer Kö unterscheidet. Hier muß man vor allem bei den Abzweigungen in die zahlreichen Nebenkanäle bzw. bei Einlaufen in den Hauptkanal äußerst vorsichtig manövrieren und eine Person im Bugkorb haben, da zahlreiche Skipper unterschiedlichster Nationen ganz offensichtlich ebenso unterschiedliche Auffassungen von Ausweich -und Wegerechtsregeln haben. Da es sich um Privatgewässer handelt, unterliegen Kollisionen nicht automatisch dem Seerecht. Auch hier sind die Angaben zu den Wassertiefen mit äußerster Vorsicht zu betrachten, es wird dringend empfohlen, nur mit eingeschaltetem Echolot in langsamer Fahrt zu fahren. Ein Großteil der Kanäle ist zudem mit niedrigen BRÜCKEN überspannt, welche UNBELEUCHTET sein können. Hier können nur kleine Yachten mit Mastlegevorrichtung passieren. Ebenfalls können sich bis zur Mitte des Fahrwassers Festmachepfähle von Liegeplätzen befinden, welche bei Dunkelheit sehr schwer zu erkennen sind, da oftmals dunkelblau gestrichen. Beim Verwaltungsgebäude des Club Nauticos befinden sich Kran und TANKSTELLE. Für den Gast birgt das Tanken allerdings eine unangenehme Überraschung : erst muß er durch Kauf einer Plakette Clubmitglied werden, bevor er tanken darf, dies kostet zusätztlich zu den Tankgebühren ca. 100.-DM - zwar einmalig im Jahr aber immerhin .... Die Hafenanlage selbst ist weitgehend sturmsicher und mit allen denkbaren Servicestationen auf höchstem Niveau ausgestattet. Das Clubcenter der größten europäischen Marina bietet neben einem Hallenschwimmbad, Sauna und Fitneßraum noch ein Cafe und zahllose Shops, Post, Banken und natürlich jeden maritimen Service. Im Center von IMEXBO ( Tel 972 45 45 17 ) spricht man deutsch, hier können auch alle notwendigen Reparaturen bestellt werden, um die sich dann das Center kümmert. Am Strand von Ampuriabrava befindet sich das internationale Surfcenter vom Surfshop Ampuriabrava sowie ein Jetskiverleih. Vom Strand muß man einen Mindestabstand von 300 m halten, gekennzeichnet durch große gelbe Bojen. Verstöße werden durch die Guardia zivil , welche mit einem 30 Meter Kontrollschiff vor Ort ist, äußerst kostenintensiv bestraft. 17.02.00: Hafeneinfahrt und Kanäle Ampuriabrava : Bis Mitte April finden dort Baggerarbeiten statt, die Baggerfahrzeuge - Schwimmpontons - sind mit Flaggen gekennzeichnet rot gesperrte Seite grün freigegeben . ACHTUNG : Durch nachrutschenden Sand haben sich teilweise die Wassertiefen extrem verändert und es kann nicht mehr mit einer durchgehenden Wassertiefe von 2.3 m gerechnet werden, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Quelle: Ernst Schliemann
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