Der 1960 geflutete Stausee von Serre-Ponçon erstreckt sich über 3.000 ha (größer als der
See von Annecy) und staut die obere Durance. Er hat eine maximale Breite von 3 km, ist zwischen Embrun und Espinasses 20 km lang und kann 1.270 Mio. m³ Wasser aufnehmen, die von einem mächtigen Staudamm zurückgehalten werden.Vor der Seeflutung mussten 1500 Menschen umgesiedelt werden.
Der maximal 120 m tiefe Stausee bedeckt eine Fläche von 29 Quadratkilometern. Er dient vor allem der Stromerzeugung. Das unterirdische Elektrizitätswerk hat ein Regelarbeitsvermögen von jährlich etwa 700 Millionen Kilowattstunden, was 10 Prozent der in Frankreich aus Wasserkraft gewonnen Energie darstellt.
Zusätzlich dient der Staudamm dem Hochwasserschutz und der Stausee der Bewässerung und Trinkwasserversorgung. Die ersten Ideen zum Bau eines hochwasserregulierenden Staudamms an der Durance reiften nach den katastrophalen Überschwemmungen, die in den Jahren 1843 und 1856 insbesondere den Unterlauf in der Gegend um Avignon trafen.
Der Lac de Serre-Ponçon wird intensiv touristisch genutzt. Entlang des Sees verläuft eine malerische
Straße, die ihn fast in seiner Gesamtheit umfährt. Auf der kurvenreichen Strecke ergibt sich immer wieder eine romantische Aussicht auf versteckte Buchten, das tiefblaue Wasser und die Berge im Hintergrund.
In der Nähe der Gemeinde Chorges ragt aus dem See eine kleine Kapelle heraus, die Kapelle St. Michel.
Wie aus Computerübersetzungen(!!) zu entnehmen ist, sind die Windverhältnisse am Lac de Serre-Ponçon im Juni und Juli besser als im August, wo außerdem der Wasserstand sinkt
(Versorgung der Provence am Ende des Sommers). Guten thermischen Wind von 4 Bft. und mehr gibt es am oberen Ende des Sees bei Embrun, wo es einen Düseneffekt gibt.