EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEMvon Peter O. Walter Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema haben oder Fehler entdecken oder ein Thema vermissen, wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!
Auf unserem Kat ESYS hatten wir damals einen Windgenerator Air-X Marine (Bild rechts) der bei gutem Wind eine respektable Leistung erbrachte, leider Gottes aber auch eine Menge Krach machte. Bis drei Beaufort war nur ein kultiviertes, leises turbinenartiges Geräusch zu hören, durchaus nicht störend. Ab vier Windstärken steigerte es sich zu einem Heulen, das bei sechs Bft. in ein unerträgliches Kattern überging. Im Hafen war das Ding nicht zu verwenden, das konnten wir unseren Nachbarn nicht zumuten. Es gibt grundsätzlich zwei Typen von Windgeneratoren, die auf Yachten verwendet werden: Die Langsamläufer haben sehr viele Flügel (bis zu 20 Stück). Ihre großen Flügelflächen sind meist nur einfache, gebogene Bleche. Sie erreichen ein sehr hohes Anlaufmoment, aber nur niedrige Drehzahlen, weswegen sie bestens zur Wasserbeförderungen(oder als Pumpen) geeignet sind. Wenn gute Bedingungen herrschen, können sie etwa 20-30% der im Wind enthaltenen Energie nutzen. Die Langsamläufer sind wegen ihrer niederen Drehgeschwindigkeit schlecht zur Stromgewinnung nutzbar, denn zur Stromgewinnung sind zum wirtschaftlichen Betrieb 800-3000 Umdrehungen pro Minute nötig.
Deshalb versuchte man durch größere Übersetzungen die Drehzahl zu steigern. Durch den hohen Getriebeverlust wurden keine befriedigenden Resultate erzielt. Der große Vorteil des Langsamdrehers liegt in dem geingen Geräuschpegel, den er verursacht. Der Schnellläufer besteht meist aus 2-4 aerodynamisch geformten, schlanken Flügeln mit geringer Oberfläche. Deshalb ist das Anlaufmoment sehr niedrig. Solche Anlagen laufen aber erst ab einer Windgeschwindigkeit von 2-3 Metern pro Sekunde. Trotzdem erreichen sie sehr hohe Drehgeschwindigkeiten, welche zur Stromerzeugung erforderlich sind. Die Schnellläufer können je nach Bauart etwa 30-50% der im Wind enthaltenen Energie nutzen. Wie durch umfangreiche Tests bekannt wurde, steigt die Drehzahl mit abnehmender Flügelzahl und schmaleren Profilen. Deshalb testet man heute, wie sich einblätterige Rotoren im Betrieb verhalten. Eines sollte man beim Thema Windgenerator nicht vergessen: Das ist die nicht unbeträchtliche Unfallgefahr mit solchen Propellern. Auch bei scheinbar langsamen Drehungen ist es brandgefährlich, mit der bloßen Hand in den Rotor zu greifen, erst recht bei viel Wind: Bei den Schnellläufern entstehen bei Starkwind an den Flügelspitzen Geschwindigkeiten, die nahe an die Schallgeschwindigkeit reichen! Auf unserem Hochseekat ESYS hat sich einmal ein Flügel gelöst. Wir hatten Glück, er traf nicht uns sondern "nur" das Dinhgi... Bezüglich des Lärms schreibt ESYS-Leser Claus von der Heydt: Hallo, Windgeneratoren seien laut gilt für die Mehrheit der von mir auf den Ankerplätzen und leider auch Marinas angetroffenen Geräte so lange es sich um Geräte mit annehmbarer Leistung handelt. Weblinks: Der Windgeneator in Wikipedia Bobby Schenk über den Windgenerator
[Google] [Yahoo] [Altavista] [Euroseek] [Ökoportal.de] [Allesklar.de] [DINO] [Web.de] [Lycos] [Fireball] [Belnet] [Hotbot] Kontakt |