EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEMWettererscheinungen: Morgenrot und Abendrot
red sky at night is the sailor's delight."
Die Gründe für das Phänomen liegen in der selektiven Streuung der Atmosphäre und dem langen Weg der Strahlen durch die Atmosphäre. Die Sonne fungiert in dieser Tageszeit als eine Art roter Scheinwerfer. Werden nun Dunstpakete oder hohe Eiswolkenschichten von diesem Scheinwerfer angestrahlt, leuchten sie ihrerseits stark auf. Sie wirken praktisch als Multiplikator des roten Sonnenlichts. Besonders eine Schicht aus Cirrus-Wolken (Cirrostratus), kann auf diese Weise eine ganze Himmelshälfte zum Entflammen bringen.
Warum gilt nun das Morgenrot gemeinhin als Schlechtwetterzeichen? Die Erklärung ist einfach:
Das Abendrot setzt hingegen Wolkenfreiheit im Westen voraus. Damit so ein Sonnenlicht auf die Wolken im Osten scheinen kann, darf folglich nach Westen zu keine Schlechtwetterfront vorhanden sein! Das Wetter wird also besser oder bleibt schön. Es gibt sogar noch einen meteorologischen Grund für den guten Ruf des Abendrots: Im Zentrum eines Hochdruckgebiets herrscht nur eine geringe Luftbewegung. Am Ende eines solchen Hochdrucktages bilden sich in der ruhigen Luft aufgrund der Abkühlung feuchte Dunstschichten. Auch sie leuchten im Licht der Abendscnne stark rötlich. Voraussetzung ist möglichst wenig Wind, sowie es typisch ist für anhaltendes Schönwetter.
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